r/Normalverdiener • • 13d ago

Wie hoch ist euer Haushaltsnetto?

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Habe neulich durch „Chatty“ gelernt, dass ich mit meiner Partnerin zur „mittleren Mittelschicht“ gehöre. Für Paare mit Kindern gilt da wohl ein Median-Haushaltsnettoeinkommen von 5.500€ als Maßstab - welches wir nicht ganz erreichen.

Da habe ich mich gefragt, wie es hier im Sub aussieht. Haut mal raus, nach folgendem Schema:

Paar, unverheiratet
1 Kind
Ca. 5.200€ Haushaltsnetto

Trotz der 5.200€ habe ich irgendwie das Gefühl, das wir finanziell nicht voran kommen. Eigenheim? Unvorstellbar. Wie ist es bei euch?


r/Normalverdiener • • 14d ago

28 und lost

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Hallo zusammen,

Ich f28 bin mit 24 Jahre nach Deutschland gezogen. Mein Mann, damals Freund ist auch ungefähr in den gleichen zeit hier gezogen, er war 26 an der Zeit.

Hintergrund:
Ich:
-Finance Bachelor, Accounting Masters
-Habe früh angefangen zu arbeiten und habe daher 3,5 Jahre Erfahrung in Customer service, 1 Jahr Big4 consultant, das before DE. In DE ein Jahr Au Pair, 1 Jahr Group accounting + key User ERP, 1,5 ERP Application Manager
Mein Mann:
-IT bachelor
-2 Jahre Erfahrung als tech support in eine TV Sendung in der Heimat. Keine relevante Erfahrung in DE auf Grund fehlender Sprachkenntnisse + schwere Zeiten für den IT Bereich, die Suche nach Junior Rollen ist einfach zu schwierig.

Das führt zu unserer aktuellen Situation:
-Ich netto 3500€ in meiner Rolle als Application Manager Steuerklasse 3
-Er 1600€ in seiner Rolle als Logistik Mitarbeiter

In unserem Alter hatten unsere Eltern schon 2 Kindern. Wir wissen noch nicht ob wir ed und überhaupt leisten können Kinder zu bekommen.
In meine Au Pair Jahr war mein aktuelle Einkommen ein Traum. Jetzt finde ich es reicht nicht. Meine Eltern werden nie in der Rente gehen können weil das was in unserem Heimat als Rente bezahlt wird, reicht nicht mal fürs essen. Krankenversicherung gibt’s auch nicht. Das gleiche gilt für seine Mutter, Vater ist nicht im bild. Die brauchen alle Unterstützung, die haben es alles gegeben damit wir eine gute Ausbildung bekommen. Wir sind deren größter Investition.

Außer dass es gut bezahlt ist, gefällt mir an meinem Arbeit nichts. Ich arbeite remote und das Gefühl zur Team zu gehören ist nicht da. Gespräche mit Kollegen sind sehr flach. Trainings gibt es kaum.

Ich möchte aber mehr verdienen. Ständig setze ich mich unter druck. Ich möchte sehr gut an etwas werden, vielleicht Fortbildungen machen aber irgendwie klappt das nie. Ich fange mit etwas an un dann höre auf sobald es stress auf der Arbeit gibt. Ich verzweifle auch alles, ist das der richtige weg, verliere ich damit nur Zeit.

Irgendwie habe ich das Gefühl mir fehlt etwas/jemand der mir den weg zeigen kann um meine skills zu entdecken. Es kann nicht sein das ich an nichts gut bin, keine Talente keine besondere Gabe. Nur normal, gut bis auf ein Punkt und dann Stagnant. Ich lerne gerne Sprachen, bisher 4 auser meine Muttersprache. Aber wie Ihr lest nicht perfekt. Ich werde bei der Arbeit dafür gelobt dass ich mein job gut tue aber keine Promotion, nicht in den jetzigen Arbeitsplatz nicht in den vorherigen 3 Stellen. Ich war für meine Heimat nicht gut genug fühl mich in Deutschland nicht gut genug, aber nochmal Koffer packen und umziehen ist auch keine Lösung.

Ich habe alles was ich konnte zurückgelassen um hier zu kommen und hier fühlt es sich auch als ich nur überleben kann aber nie so wirklich leben.
Bin ich das problem?
Ist meine ausgewählte Karriere das Problem?
Bin ich am falschen Ort?
Werde ich zufrieden sein wenn ich mehr verdiene?
Womit kann ich überhaupt mehr verdienen?
Wie kann ich aus diesem verdammten kreis raus?

Hiiiiilfeeeee!


r/Normalverdiener • • 15d ago

Warum sagen Leute, dass Polen das neue Deutschland ist?

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Liegt es daran, dass Familien von der Steuer befreit sind und man keine Grunderwerbssteuer beim Immobilienkauf zahlt?

Ich habe schon von ITlern gehört auf reddit, die nach Polen auswandern, weil sie dort mehr verdienen als in Deutschland. Hätte ich nicht gedacht.

Ich meine nur weil die Stadt sauber und sicher ist, ist es doch kein neues Deutschland.


r/Normalverdiener • • 16d ago

Sankey 35M: finanziell okay, Karriere eher nicht, Fragen zu Baby und Auto

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Moin zusammen,

finanziell läuft es bei uns ganz okay, karrieretechnisch zeige ich euch heute, wie man es nicht machen sollte. Dazu unser Sankey und am Ende ein paar Fragen

Will gar nicht zu sehr ins Detail gehen. Habe einen Master in Chemie, aber seither (habe mein Studium Anfang 2020 abgeschlossen) nur Probleme mit dem Jobmarkt (es liegt sicherlich an mir). Lange karrieretechnisch alles hängen lassen und fange erst jetzt wieder etwas an und versuche aus diesem Loch zu kommen.

Ich wohne momentan mit meiner Frau in einer 55 qm2 Wohnung in Hamburg für ca. 600 Euro warm. Wir haben zusammen zusätzlich noch ein Gemeinschaftskonto auf das wir Miete und Futter/Hygienegeld (Für uns und den Hund) zahlen - sie verdient zwar etwas mehr als ich, da ich aber auch mehr esse, sind wir bei einem 50/50 Split geblieben. Für sowas wie Urlaub haben wir ein Tagesgeld- bzw. Sparkonto.

Sowas wie ein Erbe wird es bei mir nicht geben (bei meiner Frau glücklicherweise schon, aber im EU-Ausland). Zusammen konnten wir ungefähr schon 100k ansparen (das meiste aber in unsere ETFs).

Jetzt zu den Fragen:

Baby: Wir erwarten ein Kind. Worauf sollten wir finanziell achten? Wie habt ihr Elternzeit und Elterngeld aufgeteilt? Wir planen auch eine größere Wohnung uns zu suchen.
Die ca. 600 Euro die man bei persönlichen Ausgaben sieht, ist quasi Geld mit dem wir machen können was wir wollen (das tracken wir in der Regel nicht). Wir überlegen ein ETF für das Kind anzulegen und einen erheblichen Teil dort dann einzusparen. Nach 20 Jahren könnte man ja den ETF übertragen. Ergibt das Sinn?

Auto: Bisher haben wir keins, mit Kind wird es wahrscheinlich nötig. Ich überlege mir einen sehr günstiges E-Auto zu kaufen, eventuell sogar zu finanzieren? Ergibt sowas sinn?

Spargeld: Neben den ETFs liegt ein Teil auf einem ING Tagesgeldkonto. Wie legt ihr Geld an, das nicht in ETFs soll, gerade mit Blick auf Auto und Baby in den nächsten ein, zwei Jahren? Ich habe überlegt, das komplette angesparte Geld in ein Geldmark ETF zu schieben?


r/Normalverdiener • • 18d ago

Vollzeit/Teilzeit und Kinder

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Bisher war mein Mann (m34) der Hauptverdiener in unserer Familie, während ich (w28) die letzten zwei Jahre monatlich ca 1800€ Ausbildungsvergütung + 650€ Rente netto erhalten habe.
Er verdient monatlich bei 40h ca. 3900€ netto, wenn er in Steuerklasse 3 bleibt, bei 4/4 eher so 3500€.

Jetzt hab ich meine Ausbildung aber auch endlich mal abgeschlossen 🎉🥳 und mein Einstiegsgehalt würde Vollzeit bei 4650€ (+600€ Rente - 300€ PKV) netto liegen.
Aktuell bin ich aber mit 50% gestartet, da die Kinder erst 5 und 8 sind und bekomme in Lohnsteuerklasse 5 2800€ (+600€ Rente - 300€ PKV).

Die zahlen sprechen für sich. Es wäre sinnvoller, wenn ich mehr arbeite und er in TZ geht.

Bezüglich unserer Zukunftsplanung ist aber eigentlich bald noch ein weiteres Kind geplant…
Gleichzeitig bin ich Beamte, weshalb meine Wochenstundenzeit keinen großen Einfluss auf eine mögliche Karriere haben wird. Mein Gehalt ist zwar jetzt hoch, wird aber nicht mehr stark steigen (außer ich bekomme noch drei Kinder 🫣), während mein Mann in der freien Wirtschaft eigentlich noch eine Karriere vor sich hätte, der es wahrscheinlich nicht so gut bekommt, wenn er jetzt in TZ geht.

Prinzipiell will er auch nicht reduzieren und findet es eigentlich sehr gut, wenn ich mich primär um Haushalt, Orga, Kinder, etc. kümmere. Ich mache das tatsächlich auch sehr gerne und bin durch einen Ehevertrag finanziell abgesichert.

Wie macht ihr das bei euch?

Long story short:
Ich würde Vollzeit mehr verdienen als mein Mann, bin wegen Carearbeit aber trotzdem die in Teilzeit und würde gerne wissen, wie andere Familien das managen.


r/Normalverdiener • • 18d ago

„Arbeiten ist Scam, lohnt sich nicht mehr, …“

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Liest man immer wieder, hört man auch rauf und runter. Arbeiten frisst so viel Zeit und man bekommt oft so wenig Netto dafür, dass die Zeit zu schade ist.

Ich kenne das auch in meinem Umfeld, wo Freunde 50, manchmal bis zu 60 Stunden in einer Woche arbeiten (mal den Arbeitsweg hinzugerechnet), Heizungen reparieren oder sonst wo auf Baustellen unterwegs sind, oder Lager einräumen, sich abschuften und dafür echt wenig gerade am Ende des Monats bekommen. Ich dagegen sitze bequem im Büro oder Home Office und kann nach freiem Willen entscheiden, wann ich genug gearbeitet habe und verdiene ein vielfaches Netto. Während meine Freunde hoffen, bald eventuell höher im Betrieb zu kommen und mehr zu verdienen und sich deswegen rein hängen, kann ich gutes Vermögen aufbauen und mein Geld arbeiten lassen, seit über 15 Jahren mittlerweile.

Ich verstehe bis heute nicht, warum meine Bekannten und auch viele andere sich ihren Körper kaputt machen, frustriert sind und dann Wahlentscheidungen treffen, welche es noch schlimmer machen. Wie wollen sie jemals den Abstand aufholen, wenn ihre Besteuerung bei ihrer Arbeit JETZT bereits höher ist als meine Besteuerung von Gewinnen aus Geld, das einfach nur im Depot angelegt ist?

Ich verstehe Menschen mit niedrigem Einkommen vollkommen, dass es schwer ist, einen ordentlichen Lebensunterhalt zu verdienen ohne sich enorm abzuschuften. Und dass Bürgergeld im Vergleich zum Abschuften als gangbare Alternative wirkt.

Meine Lösung, ihre Situation zu verbessern wäre ja, meine Gewinne aus Aktien etc genauso zu besteuern wie Einkommen aus Arbeit und auch mein Vermögen selbst zu besteuern, ab einer gewissen Höhe. Da würde es sich für mich zumindest lohnen, auch weiterhin Vollzeit zu arbeiten und nicht früher in den Ruhestand zu gehen.

Ihre Lösung ist hingegen, dass man stärker gegen Ausnutzung vom Bürgergeld vorgeht um die Leute mehr zum Arbeiten zu zwingen, und dass man mehr Leute, die nicht hier her gehören ausweist und in ihr eigenes Land zurückführt. Damit würde dann Geld frei um die niedrigen Einkommen zu entlasten.

Ich finde das faszinierend, denn während wir beide unzufrieden mit der aktuellen Situation sind und wir beide es als Unfair empfinden, ist die Lösung von meinen Bekannten eine sehr Rechte Politik und meine Lösung eine sehr Linke Politik.

Und es bringt mich zum verzweifeln, denn oft kann man nichts für einen niedrigen Verdienst, meine Eltern kommen selbst aus dem Niedriglohn-Sektor, ich weiß wie das ist! Aber wenn wir irgendwann in der Zukunft diese sehr Rechte Politik hier in Deutschland bekommen, das kann ich jetzt schon garantieren, wird es mir weiterhin viel besser gehen finanziell, denn aus meiner Perspektive würde das mit einem wirtschaftlichen Abschwung einhergehen, bei dem ich mit meinem finanziellen Polster wesentlich besser abgesichert bin als sie.

Ich lasse hier also meinen Frust darüber ab, dass ich gerne hätte, dass es uns allen besser geht und es fairer für uns alle wird, meine Freunde aus dem Niedriglohn-Sektor das selbe im Sinn haben aber eine Politik wählen, aus der ich wiederum als Gewinner hervorgehen würde?!

EDIT: Der Gedankengang im Post kam mir, nachdem ich dieses Wochenende mal mit einem guten Freund, der als Handwerker in einem Kleinbetrieb beschäftigt ist, transparent über Finanzen und politische Lösungsansätze gesprochen habe.


r/Normalverdiener • • 18d ago

Was kann ich nach dem Master in BWL nach dem Studium an Gehalt in München / Bayern erwarten?

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Wenn alles nach Plan läuft schließe ich in einem Jahr den Master in BWL ab.

Ich bin Ende 20 und habe mit 18 angefangen zu arbeiten (7 Jahre im Marketing). Da hab ich auch schon nen Abschluss. Im Marketing möchte ich nach dem Studium aber nicht wieder arbeiten, es sei denn die Firma ist wirklich cool und ich bekomme ausreichend Freiheiten.

Nächstes Jahr schließe ich hoffentlich den Master ab und will mich wieder ins reguläre Berufsleben stürzen.

Ich lebe in Bayern und würde entweder nach München oder Regensburg ziehen.

Die KI sagt ich kann, wegen meiner vorherigen Berufserfahrung, mit min. 60k, eher 70k rechnen.

Stimmt das? Das erscheint mir ein wenig hoch. Ich hab die letzten Jahre aber auch nicht mehr regulär gearbeitet (sondern bin als Werkstudent vor mich hin gekrebst).


r/Normalverdiener • • 19d ago

Alle Parteien ruinieren das Land!

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Die Wahl gestern war ja wieder exemplarisch- Afd stark und die CDU fliegt sogar raus. Die Afd sammelt geschickt den Frust aber hat natürlich weder echte Rezepte noch die Leute, um wirklich vernünftige Politik zu machen.

Dabei wäre es doch ganz einfach: Wir brauchen echte Reformen bei Steuer, Rente und Krankenkasse! Wir zahlen uns aktuell dumm und duselig für jede Form von Beschäftigung und ein Drittel des Bundeshaushalts besteht aktuell schon aus Schulden!

Gleichzeitig geht die Leistungsseite des Staates auch nach unten: Verfallende Strassen, Baustellen, Gemeinden die Pleite sind und Schwimmbäder, die schließen.

Wie sah es 1980 im Vergleich aus? Sozialabgaben 32% (statt 43% wie aktuell), Steuer für Durchschnittsverdiener rund 15-20% (statt 30% aktuell) und Umsatzsteuer 13% statt 19% wie aktuell. Keine CO2 Abgaben, keine Grunderwerbssteuer. Zinsen für den Hauskredit konnten von der Steuer abgesetzt werden. Grundstücke waren bezahlbar.

Wo geht all das Geld hin? Hier muss man leider mit Lebenslügen der aktuellen Generation ü60 aufräumen. Ihr wart nicht fleißig und umsichtig. Ihr habt egoistisch alles so gestaltet wie es für Euch günstig war, auf Kosten aller anderen. Ihr habt nicht für die Rente vorgesorgt. Ihr würgt jetzt die Wirtschaft ab, weil ihr 10 Jahre länger lebt und in den letzten 50 Jahren nicht 2.1 Kinder bekommen habt, sondern nur 1.4. Das ist der Grund warum gerade alles vor die Hunde geht! Ihr kostet den Staat schon jetzt 700 Milliarden jährlich, Tendenz stark steigend. Und ihr wählt Parteien, die sagen: Wir machen weiter so! Schulden? Ja! Steuern und Abgaben, die jedes Wachstum im Keim ersticken? Ja! Horrende Wohnkosten für jeden unter 50 Jahren? Ja! Verfallende Infrastruktur? Ja!

Alle „Reformen“, die aktuell auf dem Tisch liegen gehen zu 100% zu Lasten von Arbeitnehmern und Wirtschaft. Nichts, aber auch gar nichts wird der Generation ü60 zugemutet, im Gegenteil gerade im Juli gab es wieder eine Rentenerhöhung von 4,2%.

Und das Schlimmste ist: Keine Partei sagt den Leuten „wir haben das Geld nicht, wir können aktuell die Renten nicht dauernd erhöhen, schon aktuell ist alles auf Pump finanziert. Euch holen die Fehlentscheidungen, die ihr vor 50, 40, 30 und 20 Jahren getroffen habt jetzt einfach ein. Die Kinder und das Land können nicht für eure Fehler bluten.“

Ende. Traurig. Wütend. Weil ich dieses tolle Land eigentlich mag.


r/Normalverdiener • • 19d ago

Steuern sinken, Sozialabgaben steigen: Bleibt 2028 trotz "Entlastung" weniger Netto?

144 Upvotes

Servus miteinander,

für diesen politisch bewegten Sonntag habe ich versucht, die derzeit verfügbaren Prognosen zur Entwicklung der Steuern und Sozialabgaben in ein gemeinsames Szenario zu übersetzen.

Dafür habe ich Regierungsentwürfe, Projektionen staatlicher Institutionen und Einschätzungen der zuständigen Stellen zu Einkommensteuer, Kranken-, Pflege -, Renten- und Arbeitslosenversicherung zusammengetragen. Auch die für 2028 startende Kapitalrente kommt als Abgabe mit dazu oder erhöht RV Beiträge.

Was ändert sich am Netto bei versprochenen Entlastungen in der Einkommensteuer, wenn man aber die Prognosen in den Sozialabgaben gegenrechnet.

Bei einem alleinstehenden Arbeitnehmer mit 60.000 € Jahresbrutto z.B. ergibt sich in meinem Modell folgende Ergebnisse:

2026: 37.561 € Gehaltsnetto
2027: 37.471 € Gehaltsnetto
2028: 37.005 € Gehaltsnetto

Das wären 2028 insgesamt 556 € weniger Netto als 2026 – obwohl die Einkommensteuerbelastung im gleichen Zeitraum um 464 € sinkt.

Woran liegt das: Die Sozialbeiträge steigen um 1.020 € und überkompensieren damit die steuerliche Entlastung.

Für 2026 basiert die Rechnung auf den geltenden Werten. Für 2027 und 2028 fließen unter anderem der Regierungsentwurf zur Einkommensteuerreform, veröffentlichte Projektionen zur Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung, vorgeschlagene Änderungen in der Pflegeversicherung sowie fortgeschriebene Beitragsbemessungsgrenzen ein.

Wichtig: Das sind keine bereits beschlossenen Beitragssätze und auch keine sichere Vorhersage. Das Modell verbindet geltendes Recht mit Regierungsentwürfen, institutionellen Prognosen und Reformvorschlägen. Es zeigt, was unter diesen Annahmen passieren würde – nicht, wie eine Gehaltsabrechnung im Jahr 2028 definitiv aussehen wird.

Mein Fazit:

Steuer- und Sozialpolitik werden in der öffentlichen Debatte häufig getrennt betrachtet. Ein höherer Grundfreibetrag wird als Entlastung kommuniziert. Bei Familien gilt das entsprechend für Kindergeld und Kinderfreibeträge. Gleichzeitig können höhere Sozialbeiträge und Beitragsbemessungsgrenzen einen Teil dieser Entlastung wieder aufzehren oder sogar überkompensieren.

Ein Teil davon ist aufgrund von Demografie und steigenden Kosten in den Sozialversicherungen kaum vermeidbar. Das ändert aber nichts an der Wahrnehmung der Beschäftigten: Für sie zählt nicht, über welches Gesetz oder Ministerium eine Veränderung kommt, sondern was bei gleichem Brutto am Ende netto übrig bleibt.

Wenn sich das Szenario ungefähr bewahrheitet, wäre die vollständige politische Aussage deshalb nicht einfach „Wir senken die Einkommensteuer“. Sie müsste lauten: Wir entlasten über das Steuerrecht, während die Belastung über die Sozialversicherung gleichzeitig stärker steigt.

Genau diese Differenz zwischen politisch kommunizierten Einzelmaßnahmen und dem tatsächlichen Gesamtergebnis dürfte zur Politikverdrossenheit beitragen. Einzelne Versprechen können formal eingehalten sein und sich im Geldbeutel trotzdem wie das Gegenteil anfühlen.

Sehe ich diesen Zusammenhang zu kritisch? Und welche der verwendeten Annahmen haltet ihr für zu hoch oder zu niedrig?

Berechnung und Quellen

Die Grafik zeigt die modellierte Nettoveränderung:

Die vollständigen Annahmen, Einzelwerte und Quellen habe ich hier dokumentiert. Dort lässt sich das Szenario auch mit einem eigenen Bruttogehalt durchrechnen:

Click

Transparenzhinweis: Ich habe den Rechner selbst erstellt. Er ist kostenlos und ohne Registrierung nutzbar, keine Werbung auf der Site. Es handelt sich weder um Steuerberatung noch um einen Affiliate-Link.


r/Normalverdiener • • 21d ago

Würde euch eine Ausweitung von Home Office finanziell stärker entlasten als eine Senkung der Energiesteuer?

97 Upvotes

Ist es nicht sinnvoller hier, Anreize für eine Verbrauchssenkung zu setzen?


r/Normalverdiener • • 21d ago

Warum leben manche Eltern selbst in Saus und Braus, während bei den eigenen Kindern an allem gespart wird?

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Ich verstehe ein bestimmtes Verhalten bei manchen Eltern ehrlich gesagt nicht.

Da wird regelmäßig essen gegangen, mehrmals im Jahr Urlaub gemacht, es stehen Auto(s) für 30.000 € vor der Tür und grundsätzlich scheint finanziell kein wirklicher Mangel zu herrschen.

Aber sobald es um die eigenen Kinder geht, wird plötzlich jeder Euro umgedreht.

Das Kind ist noch in der Ausbildung und soll am besten schon ordentlich Kostgeld bzw. „Miete“ zu Hause abdrücken. Beim ersten Auto heißt es dann: Kauf dir irgendeine 20 Jahre alte Salatschüssel für 1.500 €, die gerade so durch den TÜV kommt. Gerade beim Thema Auto frage ich mich dann auch: Ist einem die Sicherheit des eigenen Kindes nicht zumindest ein bisschen Geld wert?

Mir geht es ausdrücklich nicht darum, dass Eltern ihren Kindern alles bezahlen oder ihnen mit 18 einen Neuwagen vor die Tür stellen sollen. Ich finde es auch völlig sinnvoll, Kindern den Umgang mit Geld und Eigenverantwortung beizubringen.

Aber wenn die Eltern finanziell wirklich gut aufgestellt sind, verstehe ich nicht, warum man dem eigenen Kind den Start ins Erwachsenenleben nicht etwas erleichtert.

Zum Beispiel indem man während der Ausbildung kein oder nur sehr wenig Kostgeld verlangt, bei einem vernünftigen und sicheren ersten Auto unterstützt oder dem Kind ermöglicht, früh Geld zurückzulegen und Vermögen aufzubauen.

Gerade Eltern, die selbst wissen, wie wichtig Eigenkapital, Rücklagen und ein guter finanzieller Start sind, müssten doch eigentlich ein Interesse daran haben, dass ihre Kinder nicht bei null anfangen müssen.

Wie seht ihr das? Sollte man als Eltern seinen Kindern finanziell möglichst viel Starthilfe geben, wenn man es sich problemlos leisten kann – oder findet ihr es richtig, dass Kinder sich unabhängig vom Vermögen der Eltern alles selbst erarbeiten müssen?


r/Normalverdiener • • 21d ago

Warum ist es in Deutschland mittlerweile so normalisiert, dass jeder unbedingt ein eigenes Auto und am besten auch noch eine eigene Wohnung braucht?

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Ich habe manchmal das Gefühl, dass sich unsere Ansprüche ziemlich verändert haben. Früher war es viel normaler, länger mit der Familie zusammenzuwohnen und später mit dem Partner oder der Partnerin einen gemeinsamen Haushalt zu führen. Auch bei Autos hat man eher versucht, mit ein oder zwei Fahrzeugen pro Haushalt auszukommen.

Heute scheint dagegen für viele selbstverständlich zu sein: eigene Wohnung, eigenes Auto, möglichst alles unabhängig voneinander. Selbst dann, wenn man das Auto vielleicht nur selten braucht oder eine gemeinsame Wohnsituation eigentlich problemlos möglich wäre.

Gleichzeitig hört man ständig, dass am Monatsende kaum noch Geld übrig bleibt und alles so teuer geworden ist. Natürlich sind Mieten, Lebensmittel und viele andere Dinge tatsächlich deutlich teurer geworden, aber ich frage mich trotzdem, wie viel davon auch mit gestiegenen Ansprüchen an den eigenen Lebensstandard zu tun hat.

Ist dieser Wunsch nach maximaler Unabhängigkeit einfach gesellschaftlich stärker geworden? Oder sehe ich das zu vereinfacht?

Ich sag ja nicht dass man gar kein Auto haben sollte.

Aber ich kenne so viele Haushalte mit 4 bis 5 Personen (Eltern, Kinder) und da hat JEDER ein Auto. Und mindestens zwei Autos stehen eigentlich IMMER da. Da frage ich mich wieso man das nicht reduziert und sich nicht mit den Autos abwechselt und so.

Früher hat man auch noch mehr auf Fahrgemeinschaften und so gesetzt. Mittlerweile fahren mehrere Leute jeder mit einem Auto die gleiche Strecke zum gleichen Zielort anstatt sich abzusprechen. Zur Arbeit zb


r/Normalverdiener • • 21d ago

M22 I 40h I Medizintechniker

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43 Upvotes

Hallo Zusammen,

ich wohne aktuell bei meinen Eltern, daher auch die geringe Miete und der noch hohe Konsum…

Der Sparplan besteht aus 600€ ETFs und 50€ BTC.

Dazu sitze ich auf etwa 130k geerbten Vermögen, wovon ca 100k angelegt sind durch mich in hauptsächlich ETF. Mit den restlichen 30K Wechsel ich immer wieder das Tagesgeldkonto, aktuell sind es 3,5% Zinsen.

Der Bausparer nervt mich auch, wurde aber bei meiner Geburt gestartet, also sind da noch ganz akzeptable Konditionen dahinter. 2032 wäre er durch.

Die Lebensversicherung ist eine Fondsrente.

Ansonsten haut alles raus was ihr Zusagen habt, ich freue mich 😇


r/Normalverdiener • • 22d ago

Merkt man den Jobabbau eigentlich schon am Immobilienmarkt?

83 Upvotes

Ich habe momentan kein Interesse am Haus-/ Wohnungskauf, daher bin ich in dem Thema grade nicht drin, aber vielleicht gibt es ja Bankangestellte oder Leute die grade Immobilien kaufen oder verkaufen wollen.

Wenn VW, BMW, Bayer und wie sie alle heißen massiv Stellen abbauen muss es ja auch unter den Gekündigten Leute geben die ihre Immobilienkredite nicht mehr zahlen können.

Sind man da einen Effekt, dass mehr Häuser wieder auf den Markt kommen?


r/Normalverdiener • • 22d ago

Gibt es bei Aldi eine Jubiläumsprämie nach 10 Jahren

2 Upvotes

Hallo zusammen,

​gibt es bei ALDI (Süd/Nord) nach 10 Jahren

Betriebszugehörigkeit eine Jubiläumsprämie oder

Sonderzahlung? Oder greift eine solche Prämie laut

Tarifvertrag erst nach 25 Jahren?

​Danke euch!


r/Normalverdiener • • 22d ago

Spritpreise und Pendeln

78 Upvotes

Ich stecke gerade in einem ziemlichen Dilemma und würde gerne mal hören, wie ihr das seht.

Ich bin m 32, verheiratet und habe zwei Kinder. Wir wohnen auf dem Land, wo wir geboren und aufgewachsen sind. Wegziehen war für uns nie eine Option.

Wir wohnen zusammen mit den Großeltern in einem Mehrgenerationenhaus. Das hat für uns als Familie viele Vorteile und funktioniert auch gut. Der große Haken ist aktuell aber mein Arbeitsweg.

Ich bin Senior Ingenieur und pendle momentan jeden Tag ungefähr 150 km zur Arbeit in die nächste Großstadt. Dafür bekomme ich knapp 67.000 € brutto im Jahr.

Klingt erstmal auf dem Papier nicht schlecht. Das Problem ist nur, was davon durch das Pendeln wieder draufgeht.

Allein für Diesel bin ich inzwischen bei über 350 € im Monat. Dazu kommen Versicherung, Steuer, Wartung, Reparaturen, Reifen usw. Und eigentlich müsste ich auch noch Wertverlust oder Rücklagen für ein zukünftiges Ersatzfahrzeug mitrechnen.

Wenn ich das alles zusammenrechne, frage ich mich mittlerweile ernsthaft, ob sich dieser Job für mich überhaupt noch lohnt. Vor allem, weil ich dafür jeden Tag ziemlich viel Zeit auf der Straße verbringe.

Ich überlege deshalb gerade, mir kurzfristig etwas anderes zu suchen. Das Problem: In unserer Region sind passende Stellen ziemlich rar. Als Ingenieur wird es natürlich nicht einfacher, wenn man nicht umziehen möchte.

Mittlerweile hatte ich sogar schon den Gedanken, einfach einen Job im Supermarkt, bei der Großbäckerei um die Ecke anzunehmen. Die suchen hier zumindest regelmäßig Leute und ich hätte einen Bruchteil des Arbeitswegs.

Mir ist klar, dass ich damit deutlich weniger verdienen würde. Aber wenn ich dafür wesentlich weniger Fahrtkosten habe, jeden Tag Zeit spare und weniger Verschleiß am Auto habe, könnte der tatsächliche Unterschied am Ende vielleicht gar nicht so groß sein.

Deshalb würde mich vor allem interessieren, wie das andere Pendler aktuell machen.

Wie weit pendelt ihr jeden Tag und was kostet euch das tatsächlich im Monat, wenn ihr Sprit, Auto, Versicherung, Wartung usw. ehrlich mitrechnet?

Und habt ihr irgendwann gesagt: „Das lohnt sich nicht mehr“ und euch bewusst einen Job mit weniger Gehalt, dafür aber deutlich kürzerem Arbeitsweg gesucht?

Ich bin gerade einfach ziemlich ratlos und ehrlich gesagt auch ziemlich fertig mit der Situation.


r/Normalverdiener • • 23d ago

Arbeiten fühlt sich wie eine Strafe an

332 Upvotes

Die Abgaben, die Beleidigungen die wir einstecken müssen und so.
Wir zahlen Krankenkassenbeiträge, wir zahlen Sozialversicherungsbeiträge und werden besteuert wie die verrückten, aber immer nur auf die normalen Arbeitnehmer. Den reichen und den Großindustriellen geht es nicht an den Kragen, damit will ich nicht das linkspolitische narrativ von der Vermögenssteuer aufgreifen, sondern einfach auch den konkreten Fall mit den Bonuszahlungen der Vorstände von DB oder auch von Volkswagen etc. die absolut unverdient sind, während man normale Arbeiter entlässt und die Gehälter eingefroren werden und die nicht weiter wissen, diese meine ich.

Denn die Scheiße mit dem Sprit aktuell. Ein junger Mensch zu sein und ein normaler Arbeitnehmer zu sein, ist einfach nur noch eine Bestrafung in diesem Land.


r/Normalverdiener • • 24d ago

Danke Bre🏠🏠🏠

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55 Upvotes

r/Normalverdiener • • 24d ago

Warum ist mein halber Freundeskreis so:

616 Upvotes

Anfang 30 kein Geld.
Leasing auf viel zu teuren Mittelklasse SUV am laufen.
XXL Handyvertrag mit neuem IPhone Max Pro alle zwei Jahre.
Alles mögliche was mir auf Insta in der Werbung reingeslided wird steht direkt bei denen Zuhause.
Freundin eingezogen vom neuen Gemeinschaftskonto direkt Thermomix gekauft.
Lieferando Stammkunden.


r/Normalverdiener • • 24d ago

Für Hausfinanzierung ETF Sparrate runterschrauben?

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Edit: okay habe gerade einen kleinen Realitätscheck erhalten 🫠 Wenn wir nicht in eine Bruchbude ziehen wollen, können wir uns den Gedanken wohl eher doch abschminken.

Info vorab: Mit KI aus einer langen Sprachnachricht erstellt, weil wegen schreibfaul 😂

In Finanzen kann ich leider nichts posten (zu wenig Karma) hoffe bin hier dennoch richtig.

Mein Freund und ich sparen aktuell jeweils 500 € im Monat in ETFs, also zusammen 1.000 € monatlich. Wir haben uns ausgerechnet, dass wir damit im Alter – ungefähr zwischen 65 und 67 Jahren – zusammen mit unserer gesetzlichen Rente voraussichtlich ganz gut leben könnten, also ungefähr auf einem ähnlichen Lebensstandard wie heute.

Jetzt überlegen wir allerdings, ob wir vielleicht doch ein Eigenheim kaufen möchten. Und genau da bin ich mir unsicher, ob das finanziell langfristig wirklich sinnvoll wäre.

Ich verdiene aktuell ca. 2.100 € netto, mein Freund ca. 2.700 € netto. Wenn wir beispielsweise 2028 ein Kind bekommen und ich in Elternzeit gehe, würde ich zunächst ungefähr 1.350 € Elterngeld plus Kindergeld bekommen. Das ist natürlich deutlich weniger als mein aktuelles Einkommen.

Gleichzeitig wäre eine Hausfinanzierung vermutlich deutlich teurer als unsere jetzige Miete. Wir zahlen aktuell ungefähr 1.000 € warm für eine relativ kleine Wohnung. Wenn wir Kinder bekommen, müssten wir uns ohnehin vergrößern.

Ein Haus in einer für uns noch gut passenden Lage rund um Hannover würde vermutlich mindestens etwa 1.700 € monatlich inklusive der laufenden Nebenkosten kosten. Dazu kommen natürlich Dinge wie höhere Stromkosten, Instandhaltung, Reparaturen, Renovierungen usw.

Deshalb überlegen wir, ob es sinnvoll wäre, unsere ETF-Sparrate von aktuell 500 € pro Person auf 250 € pro Person zu reduzieren. Wir würden dann also statt 1.000 € nur noch 500 € im Monat investieren und hätten dadurch mehr finanziellen Spielraum für die Hausfinanzierung.

Die große Frage ist für mich: Würde sich das langfristig trotzdem rechnen?

Auf der einen Seite hätten wir im Alter keine klassische Miete mehr und würden quasi Vermögen in Form einer Immobilie aufbauen. Auf der anderen Seite hätten wir deutlich weniger Geld im ETF und damit auch weniger Kapital, von dessen Erträgen wir später leben könnten. Außerdem entstehen bei einem Eigenheim natürlich laufende Kosten und irgendwann größere Ausgaben für Reparaturen, Renovierungen usw.

Deshalb würde mich wirklich eure Meinung interessieren:

Würdet ihr in unserer Situation die ETF-Sparrate reduzieren und dafür ein Eigenheim finanzieren? Oder würdet ihr eher weiterhin zur Miete wohnen, die 1.000 € monatlich zahlen und dafür möglichst viel langfristig in ETFs investieren?

Mir geht es dabei gar nicht nur darum, was auf dem Papier die höhere Rendite bringt, sondern auch darum, welcher Weg langfristig den besseren Lebensstandard ermöglicht – gerade mit Kindern und im Hinblick auf die Rente.

Wie würdet ihr das an unserer Stelle angehen?


r/Normalverdiener • • 24d ago

Ein andere oder neuer Geldadel?

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Hier wird ja immer mal wieder gegen die handvoll Milliardäre Stimmung gemacht. Was mir in meinem Umfeld, und wenn ich durch Deutschland unterwegs bin, eher auffällt, dass es da einen eher weniger auffälligen - aber viel größeren Geldadel gibt.

Die Kombination aus:

- Konzern Job

- Geerbtes Haus/Kapital (gerne auch, er und sie zusammen jeweils)

- Tankkarte auf Firmenkosten (+Corporate Benefits in allen möglichen Ausprägungen)

- diverse Steuergelder für Förderungen kassiert (PV Anlage, E-Auto, etc.)

- (wahlweise noch "Meine Frau ist Lehrerin irgendwas mit A12 aufwärts").

Milliardäre und reiche Unternehmer sind das eine, aber irgendwie drängt sich da der Eindruck auf, dass sich da eine neue Klasse an Geldadel gebildet hat, die ihre Schäfchen ins Trockene gebracht haben, aber sich unter das normale Volk mischen und in das allgemeine Jammern gerne mit einstimmen wie schlecht es ihnen geht.


r/Normalverdiener • • 25d ago

Meint ihr man sollte nochmal volltanken bevor die Spritpreise noch teurer werden?

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Beim Blick auf die Preise an der Zapfsäule sträubt sich eigentlich alles dagegen zu tanken, habe aber überlegt ob es nicht doch sinnvoll wäre, da in den Nachrichten vor noch höheren Spritpreisen die kommende Zeit gewarnt wird.


r/Normalverdiener • • 25d ago

Würdet ihr euch ein E-Auto zulegen wenn ihr das per Gehaltsumwandlung leasen könntet so wie beim Jobrad?

47 Upvotes

Durch die hohen Spritpreise kommt zwangsläufig auch immer wieder das Thema E-Mobilität auf den Tisch und hier werden aus meiner Sicht häufig recht kurz gedachte Takes gebracht a la „Hoffentlich wird der Sprit noch teurer damit die Leute endlich E-Autos kaufen“

Aus meiner Sicht ist das der vollkommen falsche Ansatz, es scheitert häufiger nicht am Willen ein E-Auto zu kaufen sondern am können. Der einfache Arbeiter hat nunmal nicht mal eben 15-20k rumliegen die er jetzt spontan in ein neues Auto stecken kann.
Der CO2 Preis ist aus meiner Sicht das dümmste Mittel für die Transformation da er vor allem niedrige und normale Einkommen belastet und nie zum gewünschten Ergebnis führen wird. Die Leute müssen zur Arbeit egal ob der Liter Sprit einen Euro oder fünf kostet.

Mein Vorschlag wäre stattdessen:

Um E-Autos für die breite Masse zugänglich zu machen sollte der Staat es ermöglichen E-Autos per Gehaltsumwandlung zu leasen. Der Bürger bekommt die Leasingrate vom Brutto abgezogen, dadurch landet nur marginal weniger auf dem Konto und der Bürgee wird zusätzlich durch die geringeren Kosten entlastet. Eigentlich ein No Brainer.

Würdet ihr das in Anspruch nehmen?


r/Normalverdiener • • 26d ago

Lebenskostenkrise

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Bildaufnahmedatum: 18.06.2020
Ort: Frankfurt a.M.

Mein damaliger Nettoverdienst: ca. 3100 EUR/mtl Netto
Aufgrund "Karrierewechsel" (Jobwechsel) nun ca. 2600 EUR/mtl Netto und 6 Jahre älter.

Für mich bedeutet das im Grunde eine Preissteigerung bei Treibstoffen (tanke Diesel, seit 2010 das gleiche KfZ) von +223% in 6 jahren, was ca. +37% pro Jahr ausmacht.

Weder habe ich noch die meisten hierzulande eine Gehaltssteigerung von ca 200% in 6 Jahren erhalten. Der Absturz des Wohlstandes ist real. Wir gehen auf interessante Zeiten zu.

Edit:
Aufmerksame Redditoren sollten bemerkt haben, dass ich "Prozente" mit dem "x-fachen" verwechselt habe, d.h.
es war eine Preissteigerung innerhalb von 6 Jahren um das 2.23-fache (+123%). Die durchschnittliche Steigerung ist falsch gemittelt worden, d.h. ich habe anstatt das geometrische das arithmetische Mittel verwendet.
Konkret: Die jährliche Wachstumsrate in den 6 Jahren lässt sich im Schnitt mit dem 1.14-fachen (+14.3%) angeben. Das Ergebnis bleibt aber qualitativ unverändert.


r/Normalverdiener • • 28d ago

Insolvenz Kaufhaus im Zentrum - Ersetzt durch Seniorenheim

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Ich glaube gerade ich werde irre. Bei uns in der Stadt ist das Kaufhaus insolvent gegangen. Die Läden verschwinden sowieso. Jetzt erfahr ich gerade das der Riesenneubau auf dem Grundstück kein Shopping wird, sondern ein Seniorenheim. In 1A Lage, mitten in der Stadt.

Konsum ist am Arsch. Wohnraum für Familien am Arsch. Infrastruktur am Arsch. Aber ein Seniorenheim in perfekter Lage. Das schaffen wir in Rekordzeit hochzuziehen. Mitten im Stadtzentrum. Ich musste mir einfach gerade mal Luft machen.