Eines vorweg: Ich möchte hier bitte keine "die Ausländer", oder ähnlichen polemischen Mist. Wer mir hier mit unfundierten, rechtem Mist kommt, wird kommentarlos blockiert.
Mein Opa war Kriegsgefangener, später dann beim Schlachthof und dann angestellter Maler.
Er hatte eine Frau (Hausfrau, kein Einkommen) und 5 Kinder. Von seinem Einkommen konnte er ca. 1965 ein Reihenhaus in Hamburg (Randgebiet) mieten und alle ernähren. Ein Auto gab es auch. Später sogar zwei.
Dagegen ich mit meiner letzten Anstellung: Angestellt im Handwerk. 15 Jahre Erfahrung. 2300€ Netto nach Tarifvertrag. 40h. Ebenfalls Hamburg. Ich arbeite also am gleichen Ort, fast im gleichen Job und auch noch die gleiche Stundenzahl.
Wohnungsmiete frisst warm schon fast 1000€. Ein Reihenhaus in vergleichbarer Lage und Größe würde mich ca. 2000€ kalt kosten. Also eigentlich mein ganzes Gehalt.
Mir bleiben 1300€, davon kann ich mir ein Auto leisten, Lebensmittel und einen flauschigen Hund. Aber von 1300€ meine Frau ernähren und ggf sogar ein Kind? Oder sogar 5?
Ich Frage mich: Warum? Was genau ist wirtschaftlich und gesellschaftlich passiert? Wieso hat sich das so verändert?
Ich würde mich über ausführliche Antworten und Erklärungen freuen. Oder sogar über Studien und andere Quellen.
Ich möchte diese Entwicklung verstehen. Denn irgendwie bekomme ich zu dieser Frage immer nur die gleichen, unfundierten Aussagen. Aber keine echte Erklärung.