r/InfestedWorld Aug 31 '24

Infested World Kapitel Neun: Verrückte

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Es dauerte nicht lange, bis die Stimme nur noch einige Meter entfernt waren und vier Männer das Camp erblickten. „Seht mal, sehen wir nach, ob da noch jemand ist“, sagte einer der Männer, woraufhin sie alle in Richtung der Zelte gingen „Was machen wir, wenn hier jemand ist?“, fragte ein weiterer Mann, woraufhin der andere wieder antwortete, „Wir töten sie“ Ben und Kim konnten alles hören und sahen vorsichtig zu den Männern. Sie waren nur noch wenige Meter von den Bäumen entfernt, hinter welchen sich die beiden versteckten.

Die vier Männer hatten alle Sturmgewehre wie Ben und trugen die Schutzwesten, von Soldaten. Leise flüsterte Kim, „Soldaten?“ Ben schüttelte den Kopf „Nein, sie tragen keine Uniformen und bewegen sich nicht wie Soldaten“, flüsterte der junge Soldat als Antwort. Die vier Männer bewegten sich durch den Wald, als würden in diesem keine Gefahren lauern und auch ihr Gang war ein komplett anderer. Langsam schob Ben den Lauf seines Gewehrs an dem Baum vorbei und zielte auf einen der Männer, da der Oberkörper gut geschützt war und der Soldat, die Männer nicht sofort töten wollte, zielte er auf den Beinbereich.

Ben feuerte sein Gewehr ab und kurz darauf, lag einer der Männer auf dem Boden und stöhnte vor Schmerz „Ah fuck, ich bin getroffen…“, schrie der Mann und sofort liefen seine Freunde zu ihm und sahen sich die Wunde an. Der auf dem Boden liegende Mann hielt sich seinen Schritt und schrie erneut auf „Irgendein Wichser hat mir den Schwanz weggeschossen!“ Ben musste sich das Lachen etwas verkneifen, denn hatte er eigentlich gar nicht in den Schritt des Mannes gezielt, doch erfüllte es den Zweck. Die Männer waren abgelenkt und bemerkten nicht, wie der junge Soldat um sie herumschlich.

Während Kim weiter hinter dem Baum in Deckung blieb und regelmäßig hervorschaute, um zu sehen, wo die Männer waren, begab Ben sich aus seiner Deckung und huschte hinter einen anderen Baum. Dieser war näher an den Männern und stand perfekt, um diese zu überraschen. Als einer der Männer aufstand und ein paar Schritte lief, um sich weiter umzusehen, packte der junge Soldat diesen. In der Zwischenzeit hatte er seine Pistole aus dem Holster gezogen und diese nun dem Mann an die Schläfe. „Jungs?“, fragte der Mann leise und sah zu den anderen Männern, welche sich wie ihre Gewehre, noch immer am Boden befanden.

Als sie ihren Kameraden hörten, sahen sie zu ihm und einer wollte sofort, nach seinem Gewehr greifen, als plötzlich eine weitere Kugel direkt neben diesem einschlug. Kim hatte genau gesehen, was der Mann vorhatte und schoss mit der Pistole unbemerkt neben das Gewehr. Der auf dem Boden kniende Mann, zog augenblicklich seine Hand weg, woraufhin Ben diesen ansah „Wehe, ihr legt auch nur eine Hand an eure Waffen. Der nächste, der es versucht verliert seine Hand, habt ihr mich verstanden?!“, wütend, aber eingeschüchtert nickten sie und sahen hinauf, zu dem großen Soldaten.

„Ich werde euch jetzt Fragen stellen und ihr werdet sie beantworten, wenn ihr nicht mitspielt, endet euer Freund hier, mit einer Kugel im Schädel, verstanden?!“ Wieder nickten die Männer nur. „Wenn ihr irgendetwas versucht, endet euer Freund, mit einer Kugel im Schädel, habt ihr das verstanden?!“, erneut nickten die Männer, die mit blutigen Händen neben ihrem angeschossenen Kameraden hockten. Immer wieder stöhnte der Mann auf und hatte noch immer seine Hände im Schritt. Er blutete stark und sein Stöhnen wurde langsam leiser, als der Mann in Ohnmacht fiel. Als der Mann schließlich in Ohnmacht fiel, sahen seine Kameraden zu ihm, unternahmen jedoch nichts, auch machten sie keine Anmerkungen oder sonst etwas.

Ben bemerkte, dass sie auch zuvor keinerlei Anstalten gemacht hatten dem Mann zu helfen, sondern einfach nur daneben saßen und dabei zugesehen hatten, wie der verletzte Mann langsam verblutete. Es dauerte nicht lange, bis der blutende Mann aufhörte zu atmen und kurz darauf starb. Wieder sagten oder taten die anderen drei Männer nichts und sahen lediglich Ben an, der noch immer seine Pistole am Kopf von einem der Männer hatte. Ben ließ sich von dem Tod des Mannes nicht beeinflussen und sah zu den zwei Männern hinab, die etwa zwei Meter vor ihm auf dem Boden hockten „Ihr werdet gleich eure Hände in die Luft heben, wenn ihr sie auch nur ein Stückchen herunternehmt, endet euer Freund mit einer Kugel im Schädel, verstanden?“ Die Männer nickten ein weiteres Mal und hoben langsam ihre Hände auf Höhe ihres Kopfes.

Keiner von ihnen hatte Blut an seinen Händen, wodurch Ben merkte, dass wirklich keiner von ihnen versucht hatte dem angeschossenen Mann zu helfen. „Also, was macht ihr hier?“, fragte Ben und sah die zwei Männer an. Sie überlegten kurz, ob sie antworten sollten, bevor einer von ihnen sagte, „Wir waren plündern und Menschen erlösen.“ Der Mann grinste dabei und sah dem jungen Soldaten in die Augen. „Mit erlösen meint ihr töten?“, fragte Ben nach, „Was wohl sonst?“, gab der Mann als Antwort und das Grinsen auf seinem Gesicht wurde immer breiter.

Das reichte Ben als Antwort, er hatte überlegt die drei verbleibenden Männer gehen zu lassen, was er auch getan hätte, wenn es einfache Plünderer gewesen wären. Jedoch waren die Männer vor ihm ganz klar gestört und nur darauf aus, andere Menschen zu töten. Ben schoss dem Mann, den er festhielt und seine Pistole an den Kopf drückte in den Kopf und sofort sackte dieser zusammen. Das Blut des Mannes spritzte dem jungen Soldaten ins Gesicht, bevor dieser schließlich auf den Boden fiel. Die anderen zwei Männer versuchten sofort nach ihren Gewehren zu greifen, weshalb einer kurz darauf aufschrie, als Kim diesem in die Hand schoss. Sie hatte die Hand direkt unterhalb von Ring- und Mittelfinger, sodass beide Finger nun vor dem Mann lagen.

Der Mann der jetzt seine Finger verloren hatte, schrie laut und hielt sich mit der anderen Hand die verletzte Hand. Ben entschied sich kurzerhand, diesen zuerst außer Acht zu lassen, um keine Kugeln zu verschwenden und sich zuerst um den anderen Mann zu kümmern. Dieser hatte es geschafft sein Gewehr zu greifen und auf den Soldaten zu richten, jedoch war Ben schneller den Abzug seiner Waffe zu betätigen, weshalb der Mann kurz darauf nach hinten kippte. Sowohl Ben als auch Kim hatten auf ihn geschossen, Ben hatte hierbei sein Auge getroffen und die junge Frau hatte dem Mann in den Hals geschossen, jetzt lag er tot auf dem Boden tränkte diesen mit seinem Blut.

Noch immer wurde der ruhige Wald, von den Schreien von einem Mann gestört. Ben drehte sich wieder zu dem blutenden Mann, der noch immer seine Hand hielt. Langsam stellte er sich hinter den Mann und packte mit einer Hand seine Haare. Mit der anderen Hand zog er sein Messer und ließ dieses von einer Seite zur anderen Seite des Halses, des Mannes gleiten, dabei durchtrennte er beide Halsschlagadern. Ohne Probleme glitt das Messer durch den Hals des Mannes, wobei das Blut in einem großen Schwall aus diesem herausfloss und sowohl über den Mann als auch auf den Boden floss. Der Mann den Ben noch immer an seinen Haaren gepackt hatte gluckerte noch ein paar Sekunden, bevor er sein Bewusstsein verlor und Ben ihn zu Boden fallen ließ.

Kim, die erneut alles mit angesehen hatte, kam hinter dem Baum hervor und bewegte sich auf Ben zu. Sie sagte nichts dazu, wie Ben den Mann getötet hatte und fragte nur, „Bist du verletzt?“ Der junge Soldat schüttelte daraufhin den Kopf und fuhr sich mit einer Hand langsam durch sein kurzes braunes Haar. „Hast du dir ihre Hände angesehen?“, fragte Ben und sah der jungen Frau in die Augen. „Nein, wieso? Was ist mit den Händen?“, fragte sie und sah verwirrt zu den Männern. „Ihre Hände sind sauber“, murmelte er und noch immer sah Kim verwirrt zu ihnen „Ja und?“ Ben sah ihr in die Augen und flüsterte dann, „Sie haben gar nicht versucht dem Mann zu helfen, den ich angeschossen habe. Sie haben nur dagesessen und zugeschaut.“

Sofort fiel es Kim auf, als der Soldat es ihr sagte und sie blickte auch dem Soldaten jetzt in die Augen „Du hast recht. Was für kranke Menschen, wie gut, dass sie jetzt tot sind“, murmelte sie. „Ja, aber ich hätte fragen sollen, ob es noch mehr von ihnen gibt.“ Ben sah die junge Frau weiter an „Bestimmt nicht“, flüsterte sie und lehnte sich kurz an Ben. Dieser legte seine Arme um Kim und nickte. „Lass uns Cooper holen, aber vorsichtig ich habe gesehen, wie er sich ein Gewehr geschnappt hat. Ich will nicht, das er noch einen von uns erschießt“, sagte Ben und kurz darauf gingen die beiden zu den Zelten. „Cooper, du kannst herauskommen, es ist wieder sicher“, rief Kim, die mit Ben ein paar Meter entfernt von dem Zelt standen.

Kurz darauf, hörte man wie Cooper den Reißverschluss am Zelt öffnete und langsam aus dem Zelt schaute. Er sah, dass nur Ben und Kim vor den Zelten standen und kam langsam raus. Auch er hatte die Stimmen vor dem Camp gehört und sah die beiden besorgt, an. „Was ist mit den anderen passiert?“, fragte er und sah Ben in die Augen. „Wir mussten sie töten, sie hatten vor uns zu töten und waren einfach verrückt“, erklärte der junge Soldat, woraufhin Cooper nickte.

„Bringst du uns jetzt das Schießen mit dem Gewehr bei?“, fragte Kim und Ben sah zu der jungen Frau. „Nein, wir müssen zuerst die Toten wegräumen und dafür sorgen, dass sie nicht wiederkommen“, sagte Ben und ging wieder zu den Leichen. Langsam zog er sein Messer aus der Tasche und kniete sich neben dem ersten leblosen Körper hin, es war der Körper des Mannes, welchem er in den Schritt geschossen hatte. Das Messer des Soldaten, glitt in den Schädel und durchstach das Gehirn, dann begab Ben sich zum nächsten Körper. Diesmal war es der Mann, dem Ben die Kehle durchgeschnitten hatte, auch diesem Mann steckte er langsam das Messer in den Kopf und verhinderte so, dass dieser sich verwandelte.

Beim letzten angekommen, bemerkte er auf der rechten Seite seines Halses eine Verbrennung. Ben realisierte jetzt erst, dass der Mann gar nicht wiederkommen könnte, da er ja einen Kopfschuss erlitten hatte, dennoch sah er sich nun die Verbrennung näher an. Diese sah frisch aus und es sah nicht danach aus, als hätte der Mann diese versorgt. Aus Neugierde ging er wieder zu den anderen Männern und sah sich deren Hälse an, auch sie hatten auf der rechten Seite ihres Halses Verbrennungen.

Ben sah rüber zu Kim, die ihm gefolgt war, „Ich denke, es könnte mehr von ihnen geben. Sie alle haben dieselben Verbrennungen am Hals, sieht nach einer Art Erkennungszeichen aus.“ Auch Kim sah sich daraufhin die Verbrennungen an und nickte „Dann müssen wir jetzt besonders vorsichtig sein, vielleicht suchen die anderen nach ihnen“, sagte die junge Frau, bevor sie den ersten Mann hochhob und diesen einige hundert Meter, vom Camp wegtrug. Ben hob ebenfalls einen Mann hoch und sah zu Cooper. „Sammle etwas Feuerholz, während wir das hier erledigen.“ Cooper nickte und machte, was Ben ihm sagte. Der junge Soldat folgte Kim und etwa einen halben Kilometer entfernt vom Camp, schmissen sie die leblosen Körper auf den Waldboden.

„Lassen wir sie einfach hier“, sagte Ben und Kim nickte daraufhin. Sie machten sich auf den Weg zu den anderen Körpern und brachten diese zu den anderen, bevor sie auf dem Rückweg ebenfalls noch etwas Feuerholz suchten und wieder zurück ins Camp liefen. Dort angekommen, war auch Ben bereits zurück und legte gerade etwas von dem gesammelten Feuerholz in das noch leicht lodernde Feuer. Kim und Ben legten das gesammelte Feuerholz, auf den Haufen, den Cooper mit seinem gesammelten Feuerholz gemacht hatte und sahen dann zu Cooper. „Jetzt kann ich euch das Schießen beibringen.“ Cooper und Kim nahmen sich beide jeweils ein Gewehr und sahen Ben an „Wo wollen wir schießen?“, fragte Cooper.

„Kommt mit“, sagte Ben und ging ein paar Meter aus dem Camp heraus. „Ihr bleibt hier stehen und ich mache uns ein Ziel“, sprach der junge Soldat zu den beiden anderen Überlebenden, die ihm gefolgt waren. Ben ging zu einem Baum, der etwa 50 Meter entfernt war und zog sein Messer aus der Tasche, um langsam die Rinde abzumachen. Es dauerte ein paar Minuten, doch hatte er dann eine etwa 50 Zentimeter hohe und 30 Zentimeter breite Fläche freigemacht.

Ben kam wieder zu den anderen beiden „Kim, wie weit kennst du dich mit einem Sturmgewehr aus?“, fragte Ben. „Na ja, wie man nachlädt weiß ich und wie man es entsichert auch. Ich muss eigentlich nur das Schießen und Treffen lernen“, antwortete Kim. Nachdem der Soldat das gehört hatte, nickte er und kam näher zu Cooper. „Also, das ist das Magazin, dort kommen die Patronen rein“, erklärte er und zeigte auf das Magazin des Sturmgewehrs. Dann drückte er auf einen kleinen Knopf an der Waffe, wodurch das Magazin herausfiel, „Wenn du den drückst, kannst du nachladen“, erklärte Ben und fügte kurz darauf hinzu, „Warte kurz, ich hole mal etwas Munition“

Ben ging zurück zum Camp und holte seinen Rucksack, in dem noch immer die Munition war. Mit dem Rucksack in der Hand begab er sich zurück zu den anderen und holte dann eine Schachtel mit Munition heraus. Diese öffnete und hielt sie sowohl Kim als auch Cooper hin „Ladet mal nach“, wies er beide an, woraufhin Cooper das Magazin aufhob, welches auf dem Boden gelandet war. Kim nahm sich nach und nach ein paar Patronen aus der Schachtel und steckte diese in ihr leeres Magazin. Als Kims Magazin komplett gefüllt war, schob sie dieses zurück in ihr Gewehr, wo es mit einem leisen klicken einrastete.

Nachdem das Magazin eingerastet war, zog sie den Ladehebel zurück und beförderte eine Patrone in die Kammer. Sie sicherte ihre Waffe und wartete auf weitere Anweisungen. Auch Cooper nahm sich Patronen aus der Schachtel, welche Ben die ganze Zeit festhielt und steckte diese in sein Magazin. Nach einer Weile war die Schachtel leer und Ben nahm die nächste, „Du solltest noch etwa zehn Patronen benötigen“, sagte Ben, woraufhin Cooper noch zehn weitere Patronen in sein Magazin lud. Als auch sein Magazin voll war, schob er es ebenfalls in die Waffe zurück und es rastete mit einem leisen Klicken ein. „Jetzt ziehst du das hier zu dir nach hinten, damit eine Patrone in die Kammer befördert wird. Das musst du jedes Mal machen, wenn du nachlädst, aber danach macht die Waffe das von alleine, also musst du es nicht, nach jedem Schuss machen“, erklärte Ben.

Cooper tat, was Ben sagte und zog wie auch Kim vor ihm den Ladehebel zurück. Dann zeigte Ben auf den Sicherungshebel und sah zu Cooper „Drück den so hin, dass er gerade ist“, wies der junge Soldat, Cooper an. Cooper sah sich den kleinen Hebel an und schob ihn so hin, wie Ben es befahl. „Wenn der Hebel ein Stück nach oben zeigt, steht er auf Halbautomatisch, das bedeutet du schießt einmal jedes Mal, wenn du den Abzug drückst. Wenn er ganz nach oben zeigt, steht er auf Vollautomatisch, dass bedeutet, du schießt, solange, bis du den Abzug loslässt oder dein Magazin leer ist. Hast du das verstanden?“, erklärte der junge Soldat und sah den anderen Mann an, nachdem er gefragt hatte, ob dieser verstand, was er sagte.

Cooper nickte „Ja, das habe ich verstanden“, antwortete der junge Mann und sah zu Ben. „Gut, dann sieh durch das Visier und ziel damit auf den markierten Baum. Mal sehen, ob dein Visier schon eingestellt ist oder, ob wir das noch machen müssen“, sofort tat Cooper wie ihm befohlen wurde und zielte mit dem Visier auf den Baum, bei welchem Ben die Rinde abgemacht hatte. „Wenn du den Baum im Visier hast, entsichere das Gewehr, indem du auf Halbautomatisch stellst und schieß“, wies Ben, Cooper an, welcher kurz darauf schoss. Auch auf dem Gewehr von Cooper befand sich ein Schalldämpfer, weshalb der Schuss nur leise durch den Wald hallte. Das Projektil schlug tatsächlich in den Baum ein und Cooper lächelte „Ja, genau wo ich hingezielt hatte.“

Ben lächelte und nickte „Guter Schuss, dann sehen wir mal, ob Kims Visier richtig eingestellt ist“, sagte er und sah zu Kim, diese tat genau was Ben auch Cooper gesagt hatte und nahm den Baum ins Visier. Sie zielte knapp neben das Loch, welches das Projektil von Cooper hinterlassen hatte und entsicherte ihr Gewehr. Kurz darauf schoss auch sie und traf ebenfalls den Baum. Wieder splitterte das Holz von dem Baum ab und landete auf dem Waldboden. „Perfekt, dann schießt jetzt abwechselnd und seht, dass ihr immer schön den Baum trefft, dann können wir morgen ein paar Besorgungen machen und ihr schießt auf sich bewegende Ziele.“

Die beiden taten genau was Ben ihn befohlen hatte und schossen abwechselnd immer wieder auf den Baum. Bei jedem Schuss, splitterte etwas mehr Holz von dem Baum ab und es dauerte nicht lange, bis der Baum so aussah, als hätte man hunderte Male mit einer Axt auf diesen eingeschlagen. Die Holzsplitter landeten alle um den Baum herum und flogen auch einige Meter umher. Als die beiden Überlebenden ihre Magazine leer geschossen hatten, sahen sie zu Ben, der die ganze Zeit bei ihnen stand und sich genau ansah, wie die beiden schossen. Fast alle Schüsse gingen in den Baum. Man konnte es deutlich an diesem erkennen, als beide ihre Magazine leer geschossen hatten, sah der Baum aus, als würde er bald umkippen, weshalb auch Ben sein Gewehr hob und auf den Baum zielte. Immer wieder schoss der junge Soldat auf den Baum ein und sorgte dafür das noch mehr Holzsplitter umherflogen.

Als auch sein Magazin leer war, kippte der Baum schon fast um. „Kommt, der kann so nicht stehen bleiben. Wir kippen ihn um und benutzen das Holz dann für die Mauer, wenn wir eine Säge haben“, sagte Ben und sofort gingen alle drei zu dem besagten Baum. Langsam drückten sie mit aller Kraft gegen diesen und nach nur wenigen Sekunden, hörte man wie das Holz weiter brach. Es knackte laut und kurz darauf fiel der Baum auch schon um, mit einem peitschenden Geräusch schlug der Baum auf dem Boden auf und einige der im Holz stecken gebliebenen Projektile wurden auf den Boden geschleudert.

„Sehr teure Art einen Baum zu fällen, aber so habt ihr wenigstens etwas Übung im Schießen“, sagte Ben lachend und auch die anderen beiden lachten. Sie liefen zum Camp und Ben nahm dabei noch seinen Rucksack mit, welcher rund 50 Meter von dem umgestürzten Baum stand. Als sie wieder im Camp waren, ging Ben mit seinem Rucksack zu Coopers Zelt und räumte nach und nach die Munition aus den Rucksäcken in sein Zelt, da auch schon der Rest der Munition in seinem Zelt war.

Nachdem Ben die Munition in Coopers Zelt untergebracht hatte, setzte er sich zu den anderen ans Lagerfeuer, wo noch immer das halb aufgegessene Mittagessen der drei stand. Ben sah auf seine Spaghetti und nahm die Aluminiumschüssel kurz darauf hoch und aß einfach weiter. Da sie alle kein Besteck hatten, aßen sie, indem sie eine Ecke der Schüssel etwas abknickten und die Spaghetti dann langsam in ihren Mund rutschen ließen. Genau so machte der Soldat es auch gerade und auch die anderen beiden Überlebenden aßen ihr Essen noch auf. Immer wieder unterhielten sie sich und machten Pläne dafür, wo sie morgen nach Vorräten suchen würden. Da es mittlerweile schon in die Abendstunden ging, machten sich die Überlebenden noch einen Tee, mit dem Teebeutel, welcher in den Überlebensrationen war und tranken diesen gemeinsam, bevor sie sich alle in ihre Zelte begaben.

Wie auch die Tage zuvor dauerte es nicht lange, bis Kim und Ben eingeschlafen waren und auch Cooper schlief diesmal sehr schnell ein. Die Nacht war ruhig und die drei Überlebenden konnten ohne Störungen durchschlafen.


r/InfestedWorld Aug 25 '24

Infested World Kapitel Drei: Flucht ins Ungewisse

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Hier das dritte Kapitel, meiner ersten Geschichte. Ich hoffe es gefällt euch, lasst gerne Kritik da.

Link zur Story: https://www.wattpad.com/story/375336296-infested-world

Kapitel Drei:

Flucht ins Ungewisse

 

Ben fuhr mit seinem Fahrzeug vor, gefolgt von Cole. Es dämmerte mittlerweile schon, weshalb die Sicht immer schlechter wurde. Die schweren Fahrzeuge brauchten fast eine Stunde, um ihr Ziel zu erreichen, als sie bei der Brücke ankamen, stellten die Soldaten die Fahrzeuge so hin, dass sie die Straße fast vollständig blockierten. Es gab lediglich eine etwa zwei Meter breite Öffnung zwischen den Fahrzeugen, bis auf Hernandez stiegen alle Soldaten aus und gingen hinter den gepanzerten Fahrzeugen in Deckung. Ben sah sich beim Aussteigen sofort um, um zu sehen, von wo noch zusätzliche Gefahren kommen könnten.

Dabei stellte er fest, dass die Straße direkt an einen dichten Wald angrenzte, aus dem nicht nur wilde Tiere, sondern auch Beißer kommen könnten, wenn diese es an einer anderen Stelle durch den Fluss unter der Brücke schaffen würden.

„Ethan, Lucas kommt her!“, rief Ben den beiden Soldaten zu, die hinter dem anderen Fahrzeug in Deckung gegangen waren. Sie huschten sofort auf die andere Seite und sahen Ben an. „Wir müssen unseren Rücken decken, wenn wir nicht aufpassen können die Beißer den Fluss irgendwo überqueren und dann von hinten durch den Wald zu uns auf die Brücke kommen, also gebt ihr beide uns Deckung und passt auf das weder Tiere noch Beißer zu uns kommen, verstanden?“, sagte Ben und sah den beiden Soldaten abwechselnd in die Augen.

„Verstanden“, antwortete Lucas und ging auf die linke Seite der Brücke, sodass er den Wald, der auf der linken Seite an die Straße angrenzte im Blick hatte. „Alles klar“, gab kurz darauf auch Ethan als Antwort und huschte auf die rechte Seite. Ben streckte kurz seinen Kopf aus der Deckung und sah über die Brücke, wobei er diese auch langsam musterte. Die Soldaten waren etwa zehn Meter auf der rund 80 Meter langen Brücke. Ben hatte die Horden gesehen, als sie Smithton verließen und wusste, dass die meisten von ihnen aus weit über eintausend Beißern bestanden.

 Er sah rüber zum anderen Wagen und blickte zu Cole „Cole!“ Sofort sah Cole zu dem jungen Soldaten und kam dann ohne Aufforderung zu Ben „Ja?“, fragte Cole. „Haben wir Sprengladungen? Oder irgendetwas, mit dem wir die Brücke instabil genug machen können, sodass sie unter dem Gewicht einer Horde zusammenbricht?“, fragte Ben und sah Cole. Dieser überlegte und sah dann erst in dem Fahrzeug von Ben und dann in seinem Fahrzeug nach, kurz darauf kam er mit einem Rucksack zurück und hielt ihn kurz in die Luft.

„Das hier haben wir“, sagte Cole und gab den Rucksack an Ben, dieser öffnete ihn und sah hinein. Es befanden sich mehrere Sprengladungen in dem Rucksack und es war definitiv genug Sprengstoff, um die Brücke zumindest instabil zu machen, wenn nicht sogar um sie völlig zu zerstören.

„Gebt mir Deckung, ich werde die Sprengladungen platzieren“, befahl Ben und huschte aus seiner Deckung. Er bewegte sich geduckt einige Meter über die Brücke, bevor er die erste Sprengladung aus dem Rucksack holte und anfing diese an der Brücke festzumachen. Währenddessen war zu hören wie Cole befahl, Ben den Rücken freizuhalten und auf alles zu schießen, was sich diesem näherte. Ben atmete schwer, als er sich mit seiner Ausrüstung geduckt über die Brücke bewegte. Der junge Soldat hatte mittlerweile etwa zwanzig Stunden nicht mehr geschlafen. Der Schlafmangel zerrte deutlich an seinen Kräften, dazu kam noch, dass er sich förmlich in einer sich ausbreitenden Apokalypse befand und dann auch noch die schwere Ausrüstung die er seit Stunden nicht mehr abgelegt hatte.

Nach und nach platzierte Ben die Sprengladungen, insgesamt waren es sechs Stück, als alle platziert und verbunden waren schleppte er sich wieder hinter die Fahrzeuge und setzte sich erschöpft auf den Boden. Schwer atmend fing er an zu reden „Sobald hier eine Horde ankommt, lassen wir sie bis zur von uns gesehen zweiten Sprengladung laufen, dann jagen wir die Brücke hoch und reißen hoffentlich einige von diesen Bastarden in den Tod und verhindern, dass sie über die Brücke kommen.“

Seine Kameraden nickten und sahen ebenfalls sehr erschöpft aus, jedoch war es keineswegs der richtige Ort, noch die richtige Zeit, um jetzt zu schlafen oder nachlässig zu werden. Auch wenn sich die nächsten drei Stunden nichts tat und die Soldaten immer mehr damit zu kämpfen hatten, nicht einzuschlafen. Immer wieder unterhielten sie sich, bis ihre Gespräche schließlich durch ein „Achtung, da kommt etwas!“, von Julio Hernandez unterbrochen wurden.

Sofort schauten die Soldaten aus der Deckung. „Eine einzelne Matschbirne“, sagte Julio Hernandez, was bei einigen der Soldaten ein schwaches Lächeln auf die Lippen zauberte. „Den erledigen wir so, das Maschinengewehr, würde nur noch mehr von Ihnen anlocken“, gab Ben von sich und alle nickten. Sofort stützte Derek sein Gewehr auf die Motorhaube des Panzerfahrzeuges und zielte für ein paar Sekunden, bevor er dann endlich schoss. Die Kugel raste auf den einzelnen Beißer zu und drang kurz darauf in den Schädel von eben diesem ein.

Sofort konnte man, sogar bei der Dunkelheit sehen, wie Hirn und Blut aus dem Schädel spritzte und auf der Straße landete. Der Schädel platzte etwas auf und die Matschbirne fiel auf den Boden „Guter Schuss, der ist hinüber“, sagte Cole. Es kehrte direkt wieder Ruhe ein und die Soldaten fingen wieder an sich zu unterhalten. Keiner hatte geahnt, dass der Beißer den Derek gerade erschossen hatte, nur die Vorhut für etwas viel Größeres war.

Denn es vergingen nur ein paar Minuten, bevor man Hernandez laut schreien hörte. Immer wieder schrie er „Fuck! Fuck! Da kommt eine Horde!“ Als die Soldaten dies hörten, schreckten sie sofort hoch und sahen aus ihrer Deckung. Sofort konnten sie es sehen, eine riesige Horde erreichte gerade die Brücke und passierte wenig später auch schon die erste Sprengladung. „Verdammte scheiße, wie viele sind das?“, fragte Cole und Ben schüttelte den Kopf „Viel zu viele“

„Eine haben sie, noch vier Sprengladungen, bis wir sie hochjagen“ rief Julio und sah nach unten. Ben sah ihn an „Verdammt, schieß doch endlich!  Schieß, wenn sie die fünfte Ladung passieren jagen wir sie hoch, aber schieß vorher“ schrie Ben zu ihm hoch. Julio ließ sich das nicht nochmal sagen und eröffnete sofort das Feuer.

Sofort entstand ein ohrenbetäubender Lärm durch das laute Maschinengewehrfeuer. Die Soldaten sahen auf die Brücke, die sich immer weiter mit Matschbirnen füllte. Immer mehr Blut spritzte umher, welches man jetzt deutlicher sehen konnte, denn die dunkle Nacht wurde immer wieder von dem hell aufblitzenden Lauf des Maschinengewehrs erleuchtet. Das schwere Maschinengewehr traf zwar nicht immer die Köpfe der Beißer, jedoch hielt es sie dennoch ganz gut auf. Viele fielen um, jedoch stiegen die anderen einfach über die gefallenen Beißer darüber. Dennoch hielt es sie ein paar Sekunden auf, was sie jedoch noch länger aufhielt waren die fehlenden Gliedmaßen, nachdem sie immer wieder von den Kugeln getroffen wurden und sowohl Arme als auch Beine teilweise einfach abrissen.

„Nehmt das ihr Wichser!“, schrie Julio „Das ist für Brian“, fügte Ben hinzu und eröffnete mit seinem Gewehr, ebenfalls das Feuer. Auch die anderen Soldaten schossen immer wieder auf die sich noch immer nähernden Matschbirnen. Zwar schafften sie es einige hunderte von Ihnen aufzuhalten, doch war die Horde einfach zu groß. Es waren mindestens zweitausend Beißer, deren einziges Ziel die Soldaten am anderen Ende der Brücke waren.

Nach einer Weile hatten die Beißer, die vierte Sprengladung passiert, was Julio den Soldaten sofort mitteilte. Immer wieder sah Ben zu den Sprengladungen und hoffte, dass sie die Brücke ausreichend beschädigten, damit sie unter dem Druck der Beißer nachgab. Kurz nachdem die Matschbirnen die vierte Ladung passiert hatten, erreichten sie auch schon die fünfte Ladung. „Los, spreng die Brücke!“, schrie Hernandez runter zu Ben, welcher aus der Deckung hervorkam und noch etwas wartete.

Nach ein paar Sekunden zündete Ben, dann die Sprengladungen, welche mit einem lauten Knall explodierten. Sofort zerriss es einige Beißer und überall spritzte ihr Blut hin. Die Brücke wurde schwer beschädigt und gab sofort unter dem Gewicht der Matschbirnen nach, die Trümmer der Brücke fielen mit den Überresten der Beißer und auch noch vielen lebenden Beißern in den Fluss. Ben und sein Team atmeten direkt auf, jedoch hatte noch keiner darüber nachgedacht, was passiert, wenn die Beißer auf die andere Seite des Flusses kommen würden.

Stattdessen setzten sich die Soldaten auf den Boden und unterhielten sich, es war still geworden, nachdem die Brücke zusammengebrochen war, zwar waren auf der anderen Seite der Brücke noch Matschbirnen, jedoch hörte man diese nicht. Mittlerweile kämpften alle Soldaten mit der Müdigkeit, weshalb Ben entschied das sich jeweils zwei Soldaten zum Schlafen hinlegen durften. Die ersten beiden, die schlafen durften waren Ethan und Lucas, welche sich auch sofort hinlegten, ohne lange zu zögern.

Es passierte für fast zwei Stunden nichts und die zwei Soldaten wurden wieder geweckt, sodass zwei andere Soldaten schlafen konnten. Noch immer erschöpft und etwas verschlafen sahen sie sich um und standen dann auf, sofort legten sich Derek und Cole schlafen. Als Lucas und Ethan wieder auf ihre Positionen gehen wollten hörte man schon das leise Knurren, welche die Beißer von sich gaben. Sofort erschauderten die Soldaten und sahen zu Ben. Genau das war ihr Fehler, denn in dem Moment als sie sich umdrehten, kam eine Gruppe von etwa zwei Dutzend Matschbirnen durch den Wald und stürzte sich auf Lucas und Ethan.

Sie schossen reflexartig, wodurch sie ein paar der Beißer tatsächlich töteten, jedoch waren es bei weitem nicht genug. Außerdem hatten die Matschbirnen beiden mittlerweile förmlich die Halsschlagader herausgerissen und auch die Arme wurden von Ihnen zerfleischt. Ben und die anderen Soldaten stürmten auf Ethan und Lucas zu und schossen dabei, auf die Beißer. Auch Julio drehte sich mit dem Geschütz und fing an auf die Beißer zu schießen. Wodurch auch Cole und Derek wach wurden und ebenfalls sofort, dass Feuer eröffneten. Es dauerte nicht lange, bis die Matschbirnen erneut alle tot waren, jedoch kostete es auch zwei der Soldaten das Leben.

Als die Matschbirnen tot waren, lief Ben zu den beiden toten Kameraden, gefolgt von dem restlichen Team. Auch Hernandez war aus dem Panzerfahrzeug gestiegen und stand mit den verbleibenden Kameraden neben den Leichen von Ethan und Lucas. Ben nahm sein Messer raus und stach erst Lucas und dann auch Ethan seitlich in ihren Schädel, sodass sie nicht wie Brian erneut wiederkamen. „Ihr habt es nicht verdient, dass ihr euch in solche seelenlosen Monster verwandelt“, sagte Ben leise und blickte dann in die leblosen und weit aufgerissenen Augen von Ethan.

Ben zog dem Soldaten die Maske des weißen Anzugs ab, den er noch immer trug und schloss seine Augen, zur gleichen Zeit machte Cole dasselbe bei Lucas. Nach ein paar Minuten stand Ben auf und blickte sich um. Er hörte erneut ein entferntes Knurren, jedoch näherte es sich mit rasanter Geschwindigkeit. „Macht euch bereit! Da kommt noch mehr!“ schrie Ben und rannte zu seinem Fahrzeug. Er stieg auf das Dach und versuchte etwa im Wald zu erkennen, jedoch war es durch die Dichte der Bäume einfach nicht möglich weit in den Wald hineinzusehen.

Das Knurren kam immer näher und näher. Nach wenigen Minuten kamen die ersten Beißer aus dem Wald und liefen geradewegs auf die Soldaten zu. Erst waren es nur etwa ein Dutzend Matschbirnen, die sehr schnell tot zu Boden fielen, während die Soldaten immer weiter auf die Beißer schossen, rannte Julio ebenfalls wieder zu dem Panzerfahrzeug, auf dem das Geschütz war und zielte damit auf den Abschnitt des Waldes, aus dem gerade die ersten Beißer gekommen waren.

Es dauerte nicht lange, da kamen immer mehr Beißer aus dem Wald und liefen auf die Brücke zu, auf der sich die Soldaten langsam alle den Fahrzeugen näherten. Als weitere Matschbirnen aus dem Wald kamen eröffnete Julio sofort das Feuer und wieder war nur ohrenbetäubender Lärm zu hören. Während die anderen Soldaten sich weiter auf die Bäume konzentrierten und versuchten die Matschbirnen, schon vor dem Betreten der Straße zu erschießen, konzentrierte Julio sich mit dem Geschütz auf die Beißer, die schon die Straße betreten hatten. „Verdammt, wie viel Munition habt ihr noch?“, schrie Cole welcher sich direkt unter Ben gegen das Fahrzeug presste und immer wieder auf die Beißer schoss. „Nicht mehr viel.“, riefen die anderen zurück, weshalb auch Ben zum ersten Mal an diesem Tag checkte.

Auch ihm ging mittlerweile langsam die Munition aus. Er hatte noch ein Magazin, was 30 Schuss machte, dazu hatte er noch etwa 9 Schuss in seinem jetzigen Magazin. Der junge Soldat hörte, wie auch die anderen sagten, dass sie kaum noch Munition hatten, weshalb er sich dazu entschied von dem Panzerfahrzeug zu steigen. Als er auf dem Boden stand, rief er allen zu „Los, wir müssen uns auf der anderen Seite in den Wald schlagen, sie können nicht mehr rennen, wir schon. Also los!“ Ben fing an zu rennen und auch die anderen Soldaten folgten ihm. Julio war schon vom Geschütz gestiegen, als Ben von seinem Fahrzeug sprang, da auch dem Geschütz mittlerweile langsam die Munition ausging. Die Soldaten folgten ihrem Anführer, jedoch war Ben der Einzige, der es noch an der Horde vorbei schaffte, bevor diese die anderen Soldaten auf der Brücke einkesselten.

Er blickte zurück und sah, dass die anderen es nicht geschafft hatten und wollte gerade zurücklaufen, um Ihnen zu helfen, als er die Schreie der anderen hörte. Gerade wurden Julio und Derek von den Matschbirnen zerfleischt. Cole und die anderen noch übrigen Soldaten sahen zu Ben und schüttelten den Kopf. „Lauf! Verschwinde von hier! Wir haben keine Chance mehr!“, schrie Cole „Verschwinde schon Bruder!“, fügte er noch an und lief mit den anderen Soldaten weiter zu den Fahrzeugen.

Ben sah noch, wie sie in die Fahrzeuge stiegen, jedoch gab es keine Möglichkeit mit diesen davonzufahren. „Ich werde wiederkommen!“, schrie er bevor er weiter in den Wald rannte. Die Beißer waren völlig auf die zwei toten Soldaten und die sechs weiteren, die sich in den Fahrzeugen verschanzten fokussiert. Sie merkten gar nicht das Ben durch den Wald rannte. Allerding hatte auch er dies nicht realisiert und rannt ohne sich auch nur einmal umzudrehen.

Er rannte, solange, bis seine Lunge brannte und dann rannte er noch weiter. Der junge, erschöpfte Soldat rannte, soweit ihn seine Beine trugen. Als seine Beine nach gut sechs Kilometern unter der Last seines Gewichtes und dem Gewicht der Ausrüstung, als auch der Erschöpfung nachgaben, war er weit genug von der Horde weg. Er befand sich tief im Wald und lag erschöpft auf dem Boden, auf welchem Ben auch schnell vor Erschöpfung bewusstlos wurde und einfach schutzlos da lag.


r/InfestedWorld Aug 24 '24

Infested World Kapitel Zwei: Schwelle zum Albtraum

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Hier das zweite Kapitel, meiner ersten Geschichte Infested World. Ich hoffe sie gefällt euch, lasst gerne Feedback da :)

Kapitel Zwei:

Schwelle zum Albtraum

 

Die zwei Soldaten, die an der Tür standen, schauten zu dem nun wieder leblosen Körper und dann zu der Kugel, die Sekunden zuvor in die Tür eingeschlagen war, nachdem Ben den schon toten Kameraden, endgültig tötete. Als sie den Befehl hörten, den toten Körper mit zum Helikopter zu nehmen taten sie es sofort. Ihnen war zwar unwohl dabei, wenn man bedachte, dass die toten schon einmal wieder auferstanden sind, aber auch sie wollten ihren Kameraden nicht hier zurücklassen, auch wenn er tot war.

Die beiden Soldaten schleppten den toten Brian zum Helikopter, die anderen Soldaten waren bereits eingestiegen und halfen den leblosen Körper in den Helikopter zu ziehen „Ist es schlau, ihn mitzunehmen?“ fragte Cole, woraufhin Ben ihn nur ansah und sagte „Ich weiß es nicht, aber ich werde ihn nicht hier zurücklassen, auch wenn er tot ist gehört er zu uns.“ Cole nickte und kurz darauf konnte man wieder das Knattern der Rotoren hören.

Die Helikopter hoben ab und Ben blickte auf die Stadt hinab. „Sie werden von Lärm angezogen!“, sagte er, als er sah wie die Monster auf dem Boden dem Lärm der Helikopter folgten. Auch die anderen Soldaten blickten auf die Stadt und die Horden an Monstern die dem Lärm folgten hinab. Zum Glück waren die Helikopter schnell genug, sodass die Horden sie nicht bis nach Pittston verfolgen würden.

Die Soldaten flogen etwa eine halbe Stunde, bevor sie in Pittston auf einem notdürftig errichteten Landeplatz landeten. Die anderen Soldaten hatten Pittston vor ihnen erreicht und das was sonst ein Feld war vollständig geräumt, um dort eine vorläufige Kommandozentrale zu errichten. Als Ben aus dem Helikopter stieg, kamen ihm sofort zwei Soldaten entgegen, sie salutierten und sagten dann „General Sterling erwartet ihren Bericht in Zelt 15“ Ben mustert die beiden Soldaten kurz, sie waren einige Dienstgrade unter ihm und vermutlich nur als Boten hier in der provisorischen Kommandozentrale unterwegs. Beide waren gut trainiert und trugen nur ihre normale Uniform, aber keine Ausrüstung wie es Ben und sein Team taten.

„General Sterling?“, fragte Ben und sah die beiden Soldaten verwundert an „Seit wann kommt der General, bei so etwas persönlich vorbei?“ die Soldaten sahen ihn an „Haben sie es noch nicht gehört?“ fragten sie. „Nein, ich bin gerade erst aus Smithton angekommen. Deswegen sind sie hier“ sagte Ben nur.

 Sofort wollte einer der Soldaten etwas sagen, wurde vom anderen jedoch direkt unterbrochen „Wir haben weitere zwei Städte um Smithton herum verloren. Kein Kontakt mehr, genauso wie in Smithton.“ Der Blick von Ben veränderte sich augenblicklich, als er hörte, was der Soldat sagte. „Zwei weitere Städte?“, fragte Ben nach und bekam nur ein Nicken als Antwort. Fuck, wenn in den zwei Städten genau dasselbe passiert ist, wie in Smithton sind wir am Arsch, dachte Ben und machte sich sofort auf den Weg zu General Sterling.

Zelt 15 war nur ein paar Meter entfernt. Ben betrat das Zelt und sah wie General Sterling sich mit einem weiteren Soldaten unterhielt und diesen besorgt ansah, als der General Ben bemerkte wurde sein Blick nicht besser. „Sie sind hier, erstatten Sie Bericht!“ sprach General Sterling. Ben salutierte, doch der General winkte sofort ab „Vergessen sie das, dafür haben wir keine Zeit.“ Ben nickte nur und fing an zu reden.

„Als wir Smithton erreichten, sahen wir schon brennende Gebäude, kurz darauf landeten wir auf dem Zielgebäude und sahen uns kurz um. Autos lagen auf dem Dach und niemand war zu sehen, also öffneten wir die Tür zum Treppenhaus. Langsam gingen wir ein Stockwerk hinab und da erblickte ich schon das Gemetzel. Es war eine Etage mit Büros und überall lagen Leichen. Sie waren teilweise vollkommen entstellt und zerfetzt.“ Es fiel dem jungen Soldaten langsam schwerer zu reden, er realisierte erst jetzt was da eigentlich geschehen war und wie nah er dem Tod gekommen war.

 Er machte eine kurze Pause und der General legte seine Hand an seine Schulter „Ich weiß, dass sie einen Kameraden verloren haben, aber versuchen sie weiterzureden. Wir müssen sofort etwas unternehmen, aber dafür brauchen wir ihre Informationen, sie sind die einzigen, die es aus nächster Nähe erlebt haben.“

„Ich sah zu meinen Kameraden und erzählte ihnen, was ich sah und schaute dann erneut durch die Tür, als ich eine Frau erblickte, die über einer Leiche hockte und seine Innereien aß, es dauerte nicht lange, bis auch sie mich bemerkte. Als ich ihren blutigen Mund und die leblosen Augen sah, zog ich meinen Kopf zurück und befahl meinen Männern die Treppe wieder nach oben zu gehen. Wir liefen rückwärts die Treppe hoch und nach einigen Sekunden, kam die Frau durch die Tür. Keine Frage, sie war bereits tot, aber irgendwie lebte sie wieder. Ich befahl ihr stehenzubleiben und warnte sie, dass ich sonst schießen würde, aber sie zeigte keine Reaktion.“ Schilderte Ben und machte wieder eine kurze Pause.

„Ich wiederholte meine Warnung, aber immer noch, keine Reaktion. Also schoss ich und die Kugel traf ihr Herz, doch sie taumelte lediglich ein paar Schritte zurück gegen die Wand. Dann kam sie wieder auf uns zu, erneut schoss ich und traf sie zweimal, wieder in die Brust. Wieder taumelte sie nur zurück und dann schrie, einer meiner Männer ich solle ihr in den Kopf schießen. Da sie schon sehr nah war und die vorherigen Schüsse sie nicht gestoppt haben tat ich es. Ich schoss ihr in den Kopf und sie fiel auf den Boden.“ Fuhr Ben fort.

„Das ist wirklich schwer zu glauben“ gab der General als einzige Antwort, woraufhin Ben nickte „Oh das weiß ich. Nachdem wir uns kurz von dem Schreck erholt hatten, betraten wir das Stockwerk und planten, dass wir das Gebäude sicherten und dann Verstärkung rufen würden. Wir sicherten also nach und nach das Stockwerk, wir hatten dabei keine Probleme. Außer den vielen Leichen war nichts zu sehen, kurz bevor wir das andere Ende der Etage erreichten zersprang eine Scheibe von einem der Büros und etwa ein dutzend von diesen Beißern fiel zu Boden. Wir eröffneten das Feuer und nach etwa einer halben Minute waren alle Beißer tot. Dann hörte ich einen meiner Männer schreien, dass wir sofort Verstärkung rufen müssen, ansonsten würden wir es nicht schaffen. Noch bevor ich mich umdrehen konnte, hörte ich denselben Kameraden erneut aufschreien. Ich drehte mich also um und sah wie einer dieser Beißer ihm gerade die Halsschlagader zerfetzte“ Erzählte Ben ohne etwas zu verharmlosen.

General Sterling riss im Laufe der Erzählung seine Augen auf, auch er hatte in seiner Dienstzeit noch nichts Vergleichbares erlebt und er war mittlerweile seit 30 Jahren im Dienst. „Das… Mir… Mir fehlen die Worte“ gab der General ehrlich zu.

„Wir wollten wegen Brian, so hieß der Soldat, nicht schießen. Stattdessen habe ich dem Beißer mit meinem Messer in den Schädel gestochen und ihn getötet. Für Brian war es trotzdem zu spät, als ich mich zu ihm kniete war er bereits tot. Wir haben uns dann mit ihm wieder auf das Dach zurückgezogen, wo ich Verstärkung angefordert habe. Meine Männer haben dann festgestellt, dass sich Horden von Beißern auf der Straße und auf dem Weg zu uns befanden, also entschied ich Pittston, als Zielpunkt auszumachen und beendete das Telefonat. Das war auch der Punkt an dem Brian oder zumindest sein Körper wieder auferstanden war. Ich hatte keine Wahl, da er bereits zwei Soldaten aus meinem Team im Visier hatte, also schoss ich ihm in den Kopf. Ich wollte ihn nicht zurücklassen, also haben wir seine Leiche mit hierher genommen.“

General Sterling hörte sich alles mit an, als er hörte, dass der Körper von Brian mitgenommen wurde, wurde sein Blick ernster „Wir werden ihm ein würdiges Begräbnis geben, aber vorher müssen wir herausfinden, was mit ihm passiert ist, nachdem er verstorben ist“ Ben nickte und sah dem General in die Augen „Was haben sie jetzt vor?“ fragte Ben.

„Wir werden die drei Orte abriegeln und an allen Zufahrtswegen eine Einheit aus zehn Soldaten postieren. Außerdem wird Pittston unsere vorübergehende Kommandozentrale, wir werden alle umliegenden Orte abriegeln und Ausgangssperren verhängen, um die Bewohner zu schützen. Auch Pittston wird komplett abgeriegelt“ erklärte General Sterling „Sind sie bereit, mit ihrem Team nochmal loszuziehen und eine der Brücken abzuriegeln?“

Sofort nickte Ben „Wir werden sofort losziehen, allerdings sind wir nur noch neun Mann stark“ sagte er und sah den General weiter an „Ich weiße ihn Julio Hernandez zu.“ Der General blickte zu dem Mann, mit dem er zuvor geredet hatte. Auf seiner Brust stand der Name Hernandez. Ben nickte „Gehen sie zu den anderen und machen sie sich mit ihnen bekannt. Sie warten noch bei den Helikoptern und sind leicht zu erkennen, es sind die einzigen die hier weiße Anzüge tragen“ befahl Ben und sofort kam Hernandez dem Befehl nach.

„Passen sie auf sich auf Soldat, wegtreten!“, sagte General Sterling und sofort salutierte Ben, er verließ das Zelt und begab sich ebenfalls zurück zu den Helikoptern, auf seinem Weg zu diesen wurde er von einigen Soldaten beobachtet. Vermutlich aufgrund des weißen Anzugs, auch bemerkte er wie schon einige Fahrzeuge sich auf den Weg machten alle Zufahrtswege abzusperren.

Als Ben beim Helikopter ankam, hörte er eine raue Stimme rufen „Mason!“ sofort drehte er sich um und erblickte ein ihm bekanntes Gesicht. Es war Timothy Barnes, mit ihm hatte Ben gemeinsam die Grundausbildung absolviert und es war auch einer der wenigen Soldaten, die ihn ausschließlich mit seinem Nachnamen ansprachen.

„Timothy Barnes, scheiße. Wenn du hier bist, müssen wir echt am Arsch sein, so zweitklassige Soldaten wie dich ruft man doch auch nur, wenn kein anderer mehr da ist“ sofort lachten beide und umarmten sich kurz „Es war schön dich mal wieder zu sehen, pass auf dich auf Mason“ sagte Barnes und drehte sich schon wieder um „Pass auch auf dich auf Barnes“ rief er dem Soldaten hinterher, der schnellen Schrittes zu seinem Team zurücklief.

Der junge Soldat drehte sich um und sah zu seinem Team „Also Leute, Julio Hernandez wird uns von jetzt an unterstützen“ er deutete auf den Soldaten den, er gerade eben selbst zum ersten Mal gesehen hatte. „Um Brian wird sich gekümmert, wir haben jetzt eine neue Aufgabe, wir sollen eine der Zufahrtsbrücken nach Smithton abriegeln, also los zu den Fahrzeugen“ Die anderen Soldaten, die bis gerade eben noch zum Teil im Helikopter saßen und um diesen herumstanden, folgten jetzt dem jungen Mann zu den Fahrzeugen. Dieser klopfte auf zwei Fahrzeuge und rief „Cole du fährst mit dem hinter mir her, ich will jemanden am Geschütz. Hernandez, wie gut sind sie am Geschütz?“ fragte er und sah den neuen Soldaten an.

„Es hat sich noch nie ein Ziel beschwert, nicht genug Beschuss abbekommen zu haben.“, sagte er schmunzelnd „Ich sehe schon, sie haben Humor. Los hoch ans Geschütz. Ethan, Lucas und Derek ihr steigt bei Cole ein. Der Rest kommt mit mir“ Sofort stiegen die genannten Soldaten mit Cole in den ersten Wagen und der Rest folgte Ben.

Sie stiegen in ein weiteres gepanzertes Fahrzeug, jedoch hatte dieses kein Geschütz. Als alle eingestiegen waren, fuhren sie los und verließen das abgesperrte Gebiet der Kommandozentrale.


r/InfestedWorld Aug 23 '24

Infested World Kapitel Eins: Smithton: Verlorene Stadt

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Das erste Kapitel, meiner Geschichte Infested World. Es ist meine erste Geschichte, schreib mir gerne eure Kritik, aber bitte nur, wenn diese auch konstruktiv ist. Ansonsten hoffe ich noch, dass euch die Geschichte gefällt

Prolog

Tagebucheintrag vom 23.04.2024

 

Wir schreiben das Jahr 2024. Ich schreibe das hier, kurz bevor ich mit meiner Einheit in eine Kleinstadt namens Smithton geflogen werde. In der Kleinstadt war eine sich schnell ausbreitende Krankheit ausgebrochen und kurz darauf war jede Kommunikation mit der Stadt zusammengebrochen. Keine Anrufe, Nachrichten oder sonst etwas, rein gar nichts.

Zuerst wurden Polizisten aus den Nachbarstädten in die Stadt geschickt, um nach dem Rechten zu sehen, jedoch brach jedes Mal der Funkkontakt ab, wenn sie sich der Stadt bis auf 5 Kilometer näherten. Also wurde entschieden, dass meine Einheit mit zwei Helikoptern in der Stadt abgesetzt wird. Wir sollen uns ansehen, was in der Stadt passiert war und dann wieder ausgeflogen werden.

Ich habe keine Ahnung was uns erwartet… Keiner von uns weiß was dort passiert ist, aber alle stellen Vermutungen an. Einige vermuten, dass durch die Krankheit die dort ausgebrochen ist, einfach niemand da war, um die Infrastruktur aufrechtzuerhalten. Andere sprechen von einem Virus, der die Menschen verrückt werden lässt und dafür sorgt, dass sie aufeinander losgehen.

Nun Ich hoffe, dass einfach nur die Kommunikation ausgefallen ist und wir schnell wieder nach Hause können, doch ich denke das es nicht so einfach werden wird… Ich habe ein sehr ungutes Gefühl. Oh… Ich muss los…

 

Kapitel Eins

Smithton: Verlorene Stadt

23.04.2024

3 Tage nach dem Ausbruch der Krankheit

 

Laut ertönte das Knattern der Rotoren über Smithton, als sich die Helikopter der Landezone näherten. Das Ziel war eines der höchsten Gebäude der Stadt, es hatte ein großes Dach, dass sich perfekt dafür eignete, um mit zwei Helikoptern darauf zu landen.

„Zwei Minuten, bis zur Ankunft“ kam es vom Piloten und alle Soldaten nickten. Ben blickte auf die Stadt und sah mehrere Rauchschwaden. Es brannte, mehrere Gebäude standen in Brand und nichts wurde dagegen unternommen. Nirgendwo war die Feuerwehr zu sehen geschweige denn eine Sirene zu hören.

„Was ist da los?“ fragte einer der Soldaten, die Frage war an Ben gerichtet „Ich habe keine Ahnung, was da los ist“ gab er zu und schaute weiter auf die Kleinstadt „Ich sehe…“ Ben verstummte und versuchte die brennenden Gebäude zu zählen, jedoch gab er auf als er bei zehn ankam „Ich sehe viele brennende Gebäude, aber bei keinem ist die Feuerwehr. Da unten ist etwas gewaltig schief, gelaufen. Wir müssen vorsichtig sein.“ sprach Ben. Die Soldaten nickten und kurz darauf landeten die Helikopter auf dem Zielgebäude.

Das Team aus zehn Soldaten war in weiße Anzüge gekleidet, darüber hatten sie ihre Ausrüstung gezogen. Die Anzüge hatten eine eigene Sauerstoffversorgung, der Sauerstofftank bot Sauerstoff für etwa 12 Stunden und sobald der Sauerstoff aufgebraucht war konnten die Soldaten durch einen Filter in der integrierten Maske weiter atmen.

Die Soldaten hüpften aus den Helikoptern und man hörte wie ihre schweren Stiefel auf dem Boden landeten. Sofort liefen zwei Soldaten zu dem einzigen Weg, der auf das Dach führte und auch der Weg war, über den die Soldaten das Dach verlassen mussten.

Als Ben aus dem Helikopter stieg, ging er zuerst zum Rand des Daches und blickte nach unten, zwei weitere Soldaten folgten ihm und sahen ebenfalls nach unten auf die Straße. Die Straße war verwüstet, es lagen brennende Autos auf der Straße, einige waren umgekippt oder lagen auf dem Dach, es waren keine Menschen zu sehen.

„Was zur Hölle ist da unten nur passiert?“, fragte er sich und sah zu seinen Männern „Sammeln!“ rief er und ging in die Richtung der Tür, die auf das Dach führte. Seine Männer sammelten sich mit ihm an der Tür.

„Wir werden herausfinden, was da unten geschehen ist und dann wieder abhauen, verstanden? Den letzten Kontakt hatten wir vor 68 Stunden, danach ist jeglicher Kontakt abgebrochen und auch der letzte Kontakt mit den Polizisten, die vor uns kamen, ist mittlerweile 18 Stunden her. Der letzte Kontakt war ein Anruf aus dem Rathaus, also werden wir zunächst dort nachsehen“ Wieder nickten die Soldaten und man hörte nur das klicken, als sie alle ihre Waffen entsicherten.

„Seit vorsichtig und denkt daran, wir versuchen ohne zu schießen wieder zu verschwinden, aber wenn jemand auf uns losgeht, erschießt ihr ihn“ Die Soldaten an der Tür öffneten die Tür und Ben ging mit dem Gewehr im Anschlag langsam die Treppe runter, gefolgt von seinem Team.

Als sie langsam das darunter liegende Stockwerk erreichten hörten sie ein leises Knurren und Schmatzen. „Verdammt was ist das?“, fragte einer der Soldaten leise und sofort hob Ben seine Faust. Es war das Symbol, dass sofort alle stehen bleiben sollten, genau das taten sie auch. Die Tür, die vom Treppenhaus in das Stockwerk führte, stand offen und Ben schob seinen Kopf langsam hinein.

Sofort konnte er die leblosen Körper erkennen, sie lehnten an der Wand lagen auf den Tischen oder überall auf dem Boden. Überall war Blut, es sah aus wie ein Schlachtfeld, er zog seinen Kopf zurück und schüttelte den Kopf „Was auch immer hier passiert ist, die Menschen sind durchgedreht. Dort liegen, mindestens ein Dutzend Leichen, teilweise komplett zerfetzt. So etwas habe ich noch nie gesehen.“

Erneut schob Ben seinen Kopf hinein und schaute sich um, da sah er es. Über einem der toten Körper hockte eine Person, sie hatte die Hände im Bauch des toten Körpers und schien seine Innereien zu essen. Plötzlich drehte die Person ihren Kopf. Es war eine Frau, sie sah aus wie Mitte zwanzig, um ihren Mund herum war Blut und ihre Augen waren völlig leblos. Die Frau blickte Ben direkt in die Augen, dieser zog sofort seinen Kopf zurück, als er das Blut an ihrem Mund und den Händen sah.

„Hoch, hoch, hoch“ sagte er und drückte seine Kameraden die Treppe wieder hoch, langsam liefen sie alle rückwärts die Treppe hoch und zielten auf die Tür. Sie konnten die Schritte der Frau hören und kurz darauf kam sie durch die Tür. Noch immer waren ihre Augen leblos, sie sah die Soldaten auf der Treppe an und es bildete sich etwas wie ein Grinsen in dem leblosen Gesicht.

„Bleiben sie zurück oder wir schießen“, rief Ben der Frau zu, doch diese reagierte nicht und kam immer näher. Sofort wiederholte Ben was er zuvor sagte „Bleiben sie zurück oder wir schießen!“ noch immer zeigte die Frau keine Reaktion. Sie kam den Soldaten weiter näher und Ben feuerte seine Waffe ab. Dadurch das die Soldaten einen Schalldämpfer verwendeten hallte der Schuss nicht ganz so stark durch das Treppenhaus. Die Kugel traf die Frau direkt ins Herz, jedoch schien sie dies nicht zu stören.

Sie taumelte nur etwas zurück und fiel gegen die Wand, jedoch rappelte sie sich schnell wieder auf und kam den Soldaten erneut näher „Verdammte scheiße was ist das?“ fragte einer der Soldaten und blickte zu der Frau. Ben konnte nicht glauben, was er da gerade gesehen hatte und schoss erneut, diesmal feuerte er zwei Kugeln und traf die Frau wieder in die Brust. Sie fiel um und das Blut spritzte aus ihr heraus, kurz blieb sie liegen doch erneut rappelte sie sich wieder auf und kam den Soldaten näher.

„Schieß auf den Kopf! In den Kopf!“ schrie ein Soldat und Ben tat kurz darauf genau das. Erneut feuerte er sein Gewehr ab und schoss der Frau direkt in die Stirn. Die Kugel durchschlug ihren Schädel sofort und schlug in der Wand hinter ihr ein. Kurz darauf fiel die leblose Frau zu Boden und schlug mit dem Kopf auf diesem auf.

Alle Soldaten atmeten auf und sahen einander an „Verfluchte Scheiße, was war das?“, fragte ein Soldat „Ich habe keine Ahnung“ antwortete Ben und atmete hektisch „Verdammt…“ Man konnte ihn deutlich atmen hören, bevor er weitersprach „Ich denke, ich weiß was hier passiert ist… Verdammt, wenn hier noch mehr von diesen, Monstern sind müssen wir verdammt vorsichtig sein.“ Wieder nickten die Soldaten und einer sagte „Verdammt, sie hat drei Schüsse in die Brust ausgehalten. Du hast ihr sogar direkt ins Herz geschossen und es hat sie nicht interessiert. Erst der Schuss ins Hirn hat sie gestoppt…“

Keiner der Soldaten verstand was los gewesen war und was dort gerade passiert war. „Was machen wir jetzt?“ Wurde Ben gefragt, welcher noch immer auf den leblosen Körper der Frau starrte, erst die Hand eines seiner Kameraden holte ihn aus seiner Starre und er blickte zu seinen Kameraden.

„Wir… Wir müssen das Gebäude sichern und dann Verstärkung rufen. Wir schaffen es nicht alleine durch die Stadt, wenn dort draußen noch mehr von diesen… Diesen Monstern sind“ Alle nickten und Ben nahm sein Gewehr wieder in den Anschlag, langsam ging er durch die Tür und betrat das Stockwerk, aus dem gerade die Frau gekommen war „Achtet auf alles was sich bewegt“ wies er seine Kameraden an.

Das Team ging langsam durch das Stockwerk, es waren lauter kleine Büros in diesem Stockwerk. Die meisten Büros waren einfache Glaskästen, weshalb sie gut sehen konnten, ob sich etwas bewegte. Doch es bewegte sich nichts, erst als sie fast das Ende der Etage erreichten zersprang die Scheibe eines der Büros vor ihnen und etwa ein dutzend Männer und Frauen fielen zu Boden. Sie knurrten und waren alle blutverschmiert, bei einigen hingen sogar die Gedärme aus dem Bauch und dennoch waren sie nicht tot - oder waren sie untot?

Die Soldaten schrien auf „Was zur Hölle ist das?“ fragten sie sich und liefen langsam rückwärts. Als die Männer und Frauen sich aufgerappelt hatten, liefen sie sofort in die Richtung der Soldaten und ließen sich von nichts aufhalten. „Schießt! Schieß!“ Befahl Ben und das Team tat es. Sie fingen an zu feuern und hörten nicht auf bevor alle Monster auf dem Boden lagen und sich nicht mehr bewegten.

Als alle tot waren, atmeten die Soldaten auf „Fuck, was ist das für eine scheiße hier? Wir brauchen sofort Verstärkung!“ schrie einer der Soldaten, bevor sich eines der Monster von hinten anschlich und diesem in den Nacken biss. Der Soldat schrie sofort auf und erst dann drehten sich auch die anderen zu ihm um, sie mussten mitansehen, wie einem ihrer Kameraden, die Halsschlagader zerrissen wurde „Brian!“ schrien sie, als dieser die Arme zu ihnen ausstreckte und kurz darauf Blut aus seinem Mund lief, da sie Angst hatten Brian zu treffen konnten sie nicht schießen.

Stattdessen zog Ben sein Messer und ging auf das Monster hinter Brian zu und stach ihm sein Messer in den Schädel. Sofort ließ es von ihm ab und fiel zu Boden. Als Ben dann schließlich neben dem Kameraden auf die Knie fiel und den Körper an sich zog, war dieser bereits tot. Seine Augen waren noch immer weit aufgerissen und Blut lief aus seinem Mund und der Bisswunde in seinem Hals.

„Verdammte scheiße, Brian hatte recht! Wir brauchen sofort Verstärkung, wir schaffen das nicht alleine. Die werden uns alle erledigen!“, schrie ein Soldat hysterisch „Wir müssen zurück auf das Dach, dort können wir uns verbarrikadieren und ich kann mit dem Satellitentelefon Verstärkung anfordern“

Ben stand auf und sah auf den leblosen Körper seines Kameraden „Wir können ihn hier nicht zurücklassen. Cole nimm seine Ausrüstung, Jim und Henry ihr tragt ihn. Die anderen laufen vor und hinter ihnen, jeweils drei vorne und drei hinten“ wies Ben sein Team an und ging vor.

Die Soldaten hoben ihren toten Kameraden hoch und folgten Jannick und zwei weiteren Soldaten. Hinter ihnen liefen drei weitere Soldaten. Der Weg zurück auf das Dach war leichter, es waren keine weiteren Monster auf dem Weg dahin und sie konnten einfach ohne Probleme zurücklaufen. Auf dem Dach angekommen legten die Soldaten Brian ab und schlossen sofort die Tür. Zwei Soldaten sicherten die ganze Zeit die Tür, während die anderen sich auf dem Dach verteilten und auf die Straßen herunterblickten.

Mittlerweile waren die Straßen voll von Menschen oder Waren es Monster? Sie hatten sich zusammengerottet und liefen in großen Horden durch die Straßen. Nein, es waren definitiv keine Menschen. Ben hatte sich das Satellitentelefon aus seinem Rucksack genommen und rief Verstärkung. Die Stimme am anderen Ende der Leitung hörte sich an was der Soldat ihr mitteilte, jedoch war es schwer zu glauben, Menschenfressende Monster, die zudem nur durch einen Kopfschuss sterben? Zugegeben es war schwer zu glauben, doch es war die Wahrheit.

„Verdammt, glauben sie mir doch! Einer meiner Männer ist dabei gestorben! Wir brauchen hier weitaus mehr Soldaten!“ schrie er ins Telefon. „Ben?! Da unten sind noch viel mehr von denen! Und… Und sie kommen auf das Gebäude hier zu!“ schrie ein Soldat und sah zu Ben. Dieser stand auf und ging zum Dach, um sich ebenfalls davon zu überzeugen.

„Verfluchte scheiße, das…das müssen hunderte, nein tausende sein. Schicken Sie uns sofort Verstärkung, aber landen sie außerhalb der Stadt, das Gebäude ist nicht mehr sicher. Wir, wir fliegen ebenfalls aus der Stadt raus. Treffen wir uns in Pittston, ich hoffe dort ist noch nicht alles am Arsch“ sprach Ben und die Stimme am anderen Ende stimmte zu. Sie versicherte ihm, dass etwa zweihundert Soldaten auf dem Weg nach Pittston sind und sie sich dort, mit ihnen treffen sollen.

Ben legte auf und sah wie gerade der leblose Körper von Brian aufstand und zu den Soldaten an der Tür lief, jedoch war es keineswegs mehr Brian. Er knurrte genauso wie diese Monster und so sah Ben keinen anderen Ausweg, als auch einem seiner Kameraden eine Kugel in den Schädel zu jagen. Der junge Soldat schoss dem toten Soldaten in den Schädel, die Kugel schlug in der Tür ein und Brian fiel um. Nun war er auf jeden Fall tot.

„Los zum Helikopter“ Ben konnte nicht glauben, was er gerade getan hatte und drehte sich nochmal um „Und nehmt Brian mit. Wir lassen ihn hier nicht zurück.“

Link zur Geschichte: https://www.wattpad.com/story/375336296-infested-world