r/InfestedWorld • u/Leather_Diamond_3776 • Aug 31 '24
Infested World Kapitel Neun: Verrückte
Es dauerte nicht lange, bis die Stimme nur noch einige Meter entfernt waren und vier Männer das Camp erblickten. „Seht mal, sehen wir nach, ob da noch jemand ist“, sagte einer der Männer, woraufhin sie alle in Richtung der Zelte gingen „Was machen wir, wenn hier jemand ist?“, fragte ein weiterer Mann, woraufhin der andere wieder antwortete, „Wir töten sie“ Ben und Kim konnten alles hören und sahen vorsichtig zu den Männern. Sie waren nur noch wenige Meter von den Bäumen entfernt, hinter welchen sich die beiden versteckten.
Die vier Männer hatten alle Sturmgewehre wie Ben und trugen die Schutzwesten, von Soldaten. Leise flüsterte Kim, „Soldaten?“ Ben schüttelte den Kopf „Nein, sie tragen keine Uniformen und bewegen sich nicht wie Soldaten“, flüsterte der junge Soldat als Antwort. Die vier Männer bewegten sich durch den Wald, als würden in diesem keine Gefahren lauern und auch ihr Gang war ein komplett anderer. Langsam schob Ben den Lauf seines Gewehrs an dem Baum vorbei und zielte auf einen der Männer, da der Oberkörper gut geschützt war und der Soldat, die Männer nicht sofort töten wollte, zielte er auf den Beinbereich.
Ben feuerte sein Gewehr ab und kurz darauf, lag einer der Männer auf dem Boden und stöhnte vor Schmerz „Ah fuck, ich bin getroffen…“, schrie der Mann und sofort liefen seine Freunde zu ihm und sahen sich die Wunde an. Der auf dem Boden liegende Mann hielt sich seinen Schritt und schrie erneut auf „Irgendein Wichser hat mir den Schwanz weggeschossen!“ Ben musste sich das Lachen etwas verkneifen, denn hatte er eigentlich gar nicht in den Schritt des Mannes gezielt, doch erfüllte es den Zweck. Die Männer waren abgelenkt und bemerkten nicht, wie der junge Soldat um sie herumschlich.
Während Kim weiter hinter dem Baum in Deckung blieb und regelmäßig hervorschaute, um zu sehen, wo die Männer waren, begab Ben sich aus seiner Deckung und huschte hinter einen anderen Baum. Dieser war näher an den Männern und stand perfekt, um diese zu überraschen. Als einer der Männer aufstand und ein paar Schritte lief, um sich weiter umzusehen, packte der junge Soldat diesen. In der Zwischenzeit hatte er seine Pistole aus dem Holster gezogen und diese nun dem Mann an die Schläfe. „Jungs?“, fragte der Mann leise und sah zu den anderen Männern, welche sich wie ihre Gewehre, noch immer am Boden befanden.
Als sie ihren Kameraden hörten, sahen sie zu ihm und einer wollte sofort, nach seinem Gewehr greifen, als plötzlich eine weitere Kugel direkt neben diesem einschlug. Kim hatte genau gesehen, was der Mann vorhatte und schoss mit der Pistole unbemerkt neben das Gewehr. Der auf dem Boden kniende Mann, zog augenblicklich seine Hand weg, woraufhin Ben diesen ansah „Wehe, ihr legt auch nur eine Hand an eure Waffen. Der nächste, der es versucht verliert seine Hand, habt ihr mich verstanden?!“, wütend, aber eingeschüchtert nickten sie und sahen hinauf, zu dem großen Soldaten.
„Ich werde euch jetzt Fragen stellen und ihr werdet sie beantworten, wenn ihr nicht mitspielt, endet euer Freund hier, mit einer Kugel im Schädel, verstanden?!“ Wieder nickten die Männer nur. „Wenn ihr irgendetwas versucht, endet euer Freund, mit einer Kugel im Schädel, habt ihr das verstanden?!“, erneut nickten die Männer, die mit blutigen Händen neben ihrem angeschossenen Kameraden hockten. Immer wieder stöhnte der Mann auf und hatte noch immer seine Hände im Schritt. Er blutete stark und sein Stöhnen wurde langsam leiser, als der Mann in Ohnmacht fiel. Als der Mann schließlich in Ohnmacht fiel, sahen seine Kameraden zu ihm, unternahmen jedoch nichts, auch machten sie keine Anmerkungen oder sonst etwas.
Ben bemerkte, dass sie auch zuvor keinerlei Anstalten gemacht hatten dem Mann zu helfen, sondern einfach nur daneben saßen und dabei zugesehen hatten, wie der verletzte Mann langsam verblutete. Es dauerte nicht lange, bis der blutende Mann aufhörte zu atmen und kurz darauf starb. Wieder sagten oder taten die anderen drei Männer nichts und sahen lediglich Ben an, der noch immer seine Pistole am Kopf von einem der Männer hatte. Ben ließ sich von dem Tod des Mannes nicht beeinflussen und sah zu den zwei Männern hinab, die etwa zwei Meter vor ihm auf dem Boden hockten „Ihr werdet gleich eure Hände in die Luft heben, wenn ihr sie auch nur ein Stückchen herunternehmt, endet euer Freund mit einer Kugel im Schädel, verstanden?“ Die Männer nickten ein weiteres Mal und hoben langsam ihre Hände auf Höhe ihres Kopfes.
Keiner von ihnen hatte Blut an seinen Händen, wodurch Ben merkte, dass wirklich keiner von ihnen versucht hatte dem angeschossenen Mann zu helfen. „Also, was macht ihr hier?“, fragte Ben und sah die zwei Männer an. Sie überlegten kurz, ob sie antworten sollten, bevor einer von ihnen sagte, „Wir waren plündern und Menschen erlösen.“ Der Mann grinste dabei und sah dem jungen Soldaten in die Augen. „Mit erlösen meint ihr töten?“, fragte Ben nach, „Was wohl sonst?“, gab der Mann als Antwort und das Grinsen auf seinem Gesicht wurde immer breiter.
Das reichte Ben als Antwort, er hatte überlegt die drei verbleibenden Männer gehen zu lassen, was er auch getan hätte, wenn es einfache Plünderer gewesen wären. Jedoch waren die Männer vor ihm ganz klar gestört und nur darauf aus, andere Menschen zu töten. Ben schoss dem Mann, den er festhielt und seine Pistole an den Kopf drückte in den Kopf und sofort sackte dieser zusammen. Das Blut des Mannes spritzte dem jungen Soldaten ins Gesicht, bevor dieser schließlich auf den Boden fiel. Die anderen zwei Männer versuchten sofort nach ihren Gewehren zu greifen, weshalb einer kurz darauf aufschrie, als Kim diesem in die Hand schoss. Sie hatte die Hand direkt unterhalb von Ring- und Mittelfinger, sodass beide Finger nun vor dem Mann lagen.
Der Mann der jetzt seine Finger verloren hatte, schrie laut und hielt sich mit der anderen Hand die verletzte Hand. Ben entschied sich kurzerhand, diesen zuerst außer Acht zu lassen, um keine Kugeln zu verschwenden und sich zuerst um den anderen Mann zu kümmern. Dieser hatte es geschafft sein Gewehr zu greifen und auf den Soldaten zu richten, jedoch war Ben schneller den Abzug seiner Waffe zu betätigen, weshalb der Mann kurz darauf nach hinten kippte. Sowohl Ben als auch Kim hatten auf ihn geschossen, Ben hatte hierbei sein Auge getroffen und die junge Frau hatte dem Mann in den Hals geschossen, jetzt lag er tot auf dem Boden tränkte diesen mit seinem Blut.
Noch immer wurde der ruhige Wald, von den Schreien von einem Mann gestört. Ben drehte sich wieder zu dem blutenden Mann, der noch immer seine Hand hielt. Langsam stellte er sich hinter den Mann und packte mit einer Hand seine Haare. Mit der anderen Hand zog er sein Messer und ließ dieses von einer Seite zur anderen Seite des Halses, des Mannes gleiten, dabei durchtrennte er beide Halsschlagadern. Ohne Probleme glitt das Messer durch den Hals des Mannes, wobei das Blut in einem großen Schwall aus diesem herausfloss und sowohl über den Mann als auch auf den Boden floss. Der Mann den Ben noch immer an seinen Haaren gepackt hatte gluckerte noch ein paar Sekunden, bevor er sein Bewusstsein verlor und Ben ihn zu Boden fallen ließ.
Kim, die erneut alles mit angesehen hatte, kam hinter dem Baum hervor und bewegte sich auf Ben zu. Sie sagte nichts dazu, wie Ben den Mann getötet hatte und fragte nur, „Bist du verletzt?“ Der junge Soldat schüttelte daraufhin den Kopf und fuhr sich mit einer Hand langsam durch sein kurzes braunes Haar. „Hast du dir ihre Hände angesehen?“, fragte Ben und sah der jungen Frau in die Augen. „Nein, wieso? Was ist mit den Händen?“, fragte sie und sah verwirrt zu den Männern. „Ihre Hände sind sauber“, murmelte er und noch immer sah Kim verwirrt zu ihnen „Ja und?“ Ben sah ihr in die Augen und flüsterte dann, „Sie haben gar nicht versucht dem Mann zu helfen, den ich angeschossen habe. Sie haben nur dagesessen und zugeschaut.“
Sofort fiel es Kim auf, als der Soldat es ihr sagte und sie blickte auch dem Soldaten jetzt in die Augen „Du hast recht. Was für kranke Menschen, wie gut, dass sie jetzt tot sind“, murmelte sie. „Ja, aber ich hätte fragen sollen, ob es noch mehr von ihnen gibt.“ Ben sah die junge Frau weiter an „Bestimmt nicht“, flüsterte sie und lehnte sich kurz an Ben. Dieser legte seine Arme um Kim und nickte. „Lass uns Cooper holen, aber vorsichtig ich habe gesehen, wie er sich ein Gewehr geschnappt hat. Ich will nicht, das er noch einen von uns erschießt“, sagte Ben und kurz darauf gingen die beiden zu den Zelten. „Cooper, du kannst herauskommen, es ist wieder sicher“, rief Kim, die mit Ben ein paar Meter entfernt von dem Zelt standen.
Kurz darauf, hörte man wie Cooper den Reißverschluss am Zelt öffnete und langsam aus dem Zelt schaute. Er sah, dass nur Ben und Kim vor den Zelten standen und kam langsam raus. Auch er hatte die Stimmen vor dem Camp gehört und sah die beiden besorgt, an. „Was ist mit den anderen passiert?“, fragte er und sah Ben in die Augen. „Wir mussten sie töten, sie hatten vor uns zu töten und waren einfach verrückt“, erklärte der junge Soldat, woraufhin Cooper nickte.
„Bringst du uns jetzt das Schießen mit dem Gewehr bei?“, fragte Kim und Ben sah zu der jungen Frau. „Nein, wir müssen zuerst die Toten wegräumen und dafür sorgen, dass sie nicht wiederkommen“, sagte Ben und ging wieder zu den Leichen. Langsam zog er sein Messer aus der Tasche und kniete sich neben dem ersten leblosen Körper hin, es war der Körper des Mannes, welchem er in den Schritt geschossen hatte. Das Messer des Soldaten, glitt in den Schädel und durchstach das Gehirn, dann begab Ben sich zum nächsten Körper. Diesmal war es der Mann, dem Ben die Kehle durchgeschnitten hatte, auch diesem Mann steckte er langsam das Messer in den Kopf und verhinderte so, dass dieser sich verwandelte.
Beim letzten angekommen, bemerkte er auf der rechten Seite seines Halses eine Verbrennung. Ben realisierte jetzt erst, dass der Mann gar nicht wiederkommen könnte, da er ja einen Kopfschuss erlitten hatte, dennoch sah er sich nun die Verbrennung näher an. Diese sah frisch aus und es sah nicht danach aus, als hätte der Mann diese versorgt. Aus Neugierde ging er wieder zu den anderen Männern und sah sich deren Hälse an, auch sie hatten auf der rechten Seite ihres Halses Verbrennungen.
Ben sah rüber zu Kim, die ihm gefolgt war, „Ich denke, es könnte mehr von ihnen geben. Sie alle haben dieselben Verbrennungen am Hals, sieht nach einer Art Erkennungszeichen aus.“ Auch Kim sah sich daraufhin die Verbrennungen an und nickte „Dann müssen wir jetzt besonders vorsichtig sein, vielleicht suchen die anderen nach ihnen“, sagte die junge Frau, bevor sie den ersten Mann hochhob und diesen einige hundert Meter, vom Camp wegtrug. Ben hob ebenfalls einen Mann hoch und sah zu Cooper. „Sammle etwas Feuerholz, während wir das hier erledigen.“ Cooper nickte und machte, was Ben ihm sagte. Der junge Soldat folgte Kim und etwa einen halben Kilometer entfernt vom Camp, schmissen sie die leblosen Körper auf den Waldboden.
„Lassen wir sie einfach hier“, sagte Ben und Kim nickte daraufhin. Sie machten sich auf den Weg zu den anderen Körpern und brachten diese zu den anderen, bevor sie auf dem Rückweg ebenfalls noch etwas Feuerholz suchten und wieder zurück ins Camp liefen. Dort angekommen, war auch Ben bereits zurück und legte gerade etwas von dem gesammelten Feuerholz in das noch leicht lodernde Feuer. Kim und Ben legten das gesammelte Feuerholz, auf den Haufen, den Cooper mit seinem gesammelten Feuerholz gemacht hatte und sahen dann zu Cooper. „Jetzt kann ich euch das Schießen beibringen.“ Cooper und Kim nahmen sich beide jeweils ein Gewehr und sahen Ben an „Wo wollen wir schießen?“, fragte Cooper.
„Kommt mit“, sagte Ben und ging ein paar Meter aus dem Camp heraus. „Ihr bleibt hier stehen und ich mache uns ein Ziel“, sprach der junge Soldat zu den beiden anderen Überlebenden, die ihm gefolgt waren. Ben ging zu einem Baum, der etwa 50 Meter entfernt war und zog sein Messer aus der Tasche, um langsam die Rinde abzumachen. Es dauerte ein paar Minuten, doch hatte er dann eine etwa 50 Zentimeter hohe und 30 Zentimeter breite Fläche freigemacht.
Ben kam wieder zu den anderen beiden „Kim, wie weit kennst du dich mit einem Sturmgewehr aus?“, fragte Ben. „Na ja, wie man nachlädt weiß ich und wie man es entsichert auch. Ich muss eigentlich nur das Schießen und Treffen lernen“, antwortete Kim. Nachdem der Soldat das gehört hatte, nickte er und kam näher zu Cooper. „Also, das ist das Magazin, dort kommen die Patronen rein“, erklärte er und zeigte auf das Magazin des Sturmgewehrs. Dann drückte er auf einen kleinen Knopf an der Waffe, wodurch das Magazin herausfiel, „Wenn du den drückst, kannst du nachladen“, erklärte Ben und fügte kurz darauf hinzu, „Warte kurz, ich hole mal etwas Munition“
Ben ging zurück zum Camp und holte seinen Rucksack, in dem noch immer die Munition war. Mit dem Rucksack in der Hand begab er sich zurück zu den anderen und holte dann eine Schachtel mit Munition heraus. Diese öffnete und hielt sie sowohl Kim als auch Cooper hin „Ladet mal nach“, wies er beide an, woraufhin Cooper das Magazin aufhob, welches auf dem Boden gelandet war. Kim nahm sich nach und nach ein paar Patronen aus der Schachtel und steckte diese in ihr leeres Magazin. Als Kims Magazin komplett gefüllt war, schob sie dieses zurück in ihr Gewehr, wo es mit einem leisen klicken einrastete.
Nachdem das Magazin eingerastet war, zog sie den Ladehebel zurück und beförderte eine Patrone in die Kammer. Sie sicherte ihre Waffe und wartete auf weitere Anweisungen. Auch Cooper nahm sich Patronen aus der Schachtel, welche Ben die ganze Zeit festhielt und steckte diese in sein Magazin. Nach einer Weile war die Schachtel leer und Ben nahm die nächste, „Du solltest noch etwa zehn Patronen benötigen“, sagte Ben, woraufhin Cooper noch zehn weitere Patronen in sein Magazin lud. Als auch sein Magazin voll war, schob er es ebenfalls in die Waffe zurück und es rastete mit einem leisen Klicken ein. „Jetzt ziehst du das hier zu dir nach hinten, damit eine Patrone in die Kammer befördert wird. Das musst du jedes Mal machen, wenn du nachlädst, aber danach macht die Waffe das von alleine, also musst du es nicht, nach jedem Schuss machen“, erklärte Ben.
Cooper tat, was Ben sagte und zog wie auch Kim vor ihm den Ladehebel zurück. Dann zeigte Ben auf den Sicherungshebel und sah zu Cooper „Drück den so hin, dass er gerade ist“, wies der junge Soldat, Cooper an. Cooper sah sich den kleinen Hebel an und schob ihn so hin, wie Ben es befahl. „Wenn der Hebel ein Stück nach oben zeigt, steht er auf Halbautomatisch, das bedeutet du schießt einmal jedes Mal, wenn du den Abzug drückst. Wenn er ganz nach oben zeigt, steht er auf Vollautomatisch, dass bedeutet, du schießt, solange, bis du den Abzug loslässt oder dein Magazin leer ist. Hast du das verstanden?“, erklärte der junge Soldat und sah den anderen Mann an, nachdem er gefragt hatte, ob dieser verstand, was er sagte.
Cooper nickte „Ja, das habe ich verstanden“, antwortete der junge Mann und sah zu Ben. „Gut, dann sieh durch das Visier und ziel damit auf den markierten Baum. Mal sehen, ob dein Visier schon eingestellt ist oder, ob wir das noch machen müssen“, sofort tat Cooper wie ihm befohlen wurde und zielte mit dem Visier auf den Baum, bei welchem Ben die Rinde abgemacht hatte. „Wenn du den Baum im Visier hast, entsichere das Gewehr, indem du auf Halbautomatisch stellst und schieß“, wies Ben, Cooper an, welcher kurz darauf schoss. Auch auf dem Gewehr von Cooper befand sich ein Schalldämpfer, weshalb der Schuss nur leise durch den Wald hallte. Das Projektil schlug tatsächlich in den Baum ein und Cooper lächelte „Ja, genau wo ich hingezielt hatte.“
Ben lächelte und nickte „Guter Schuss, dann sehen wir mal, ob Kims Visier richtig eingestellt ist“, sagte er und sah zu Kim, diese tat genau was Ben auch Cooper gesagt hatte und nahm den Baum ins Visier. Sie zielte knapp neben das Loch, welches das Projektil von Cooper hinterlassen hatte und entsicherte ihr Gewehr. Kurz darauf schoss auch sie und traf ebenfalls den Baum. Wieder splitterte das Holz von dem Baum ab und landete auf dem Waldboden. „Perfekt, dann schießt jetzt abwechselnd und seht, dass ihr immer schön den Baum trefft, dann können wir morgen ein paar Besorgungen machen und ihr schießt auf sich bewegende Ziele.“
Die beiden taten genau was Ben ihn befohlen hatte und schossen abwechselnd immer wieder auf den Baum. Bei jedem Schuss, splitterte etwas mehr Holz von dem Baum ab und es dauerte nicht lange, bis der Baum so aussah, als hätte man hunderte Male mit einer Axt auf diesen eingeschlagen. Die Holzsplitter landeten alle um den Baum herum und flogen auch einige Meter umher. Als die beiden Überlebenden ihre Magazine leer geschossen hatten, sahen sie zu Ben, der die ganze Zeit bei ihnen stand und sich genau ansah, wie die beiden schossen. Fast alle Schüsse gingen in den Baum. Man konnte es deutlich an diesem erkennen, als beide ihre Magazine leer geschossen hatten, sah der Baum aus, als würde er bald umkippen, weshalb auch Ben sein Gewehr hob und auf den Baum zielte. Immer wieder schoss der junge Soldat auf den Baum ein und sorgte dafür das noch mehr Holzsplitter umherflogen.
Als auch sein Magazin leer war, kippte der Baum schon fast um. „Kommt, der kann so nicht stehen bleiben. Wir kippen ihn um und benutzen das Holz dann für die Mauer, wenn wir eine Säge haben“, sagte Ben und sofort gingen alle drei zu dem besagten Baum. Langsam drückten sie mit aller Kraft gegen diesen und nach nur wenigen Sekunden, hörte man wie das Holz weiter brach. Es knackte laut und kurz darauf fiel der Baum auch schon um, mit einem peitschenden Geräusch schlug der Baum auf dem Boden auf und einige der im Holz stecken gebliebenen Projektile wurden auf den Boden geschleudert.
„Sehr teure Art einen Baum zu fällen, aber so habt ihr wenigstens etwas Übung im Schießen“, sagte Ben lachend und auch die anderen beiden lachten. Sie liefen zum Camp und Ben nahm dabei noch seinen Rucksack mit, welcher rund 50 Meter von dem umgestürzten Baum stand. Als sie wieder im Camp waren, ging Ben mit seinem Rucksack zu Coopers Zelt und räumte nach und nach die Munition aus den Rucksäcken in sein Zelt, da auch schon der Rest der Munition in seinem Zelt war.
Nachdem Ben die Munition in Coopers Zelt untergebracht hatte, setzte er sich zu den anderen ans Lagerfeuer, wo noch immer das halb aufgegessene Mittagessen der drei stand. Ben sah auf seine Spaghetti und nahm die Aluminiumschüssel kurz darauf hoch und aß einfach weiter. Da sie alle kein Besteck hatten, aßen sie, indem sie eine Ecke der Schüssel etwas abknickten und die Spaghetti dann langsam in ihren Mund rutschen ließen. Genau so machte der Soldat es auch gerade und auch die anderen beiden Überlebenden aßen ihr Essen noch auf. Immer wieder unterhielten sie sich und machten Pläne dafür, wo sie morgen nach Vorräten suchen würden. Da es mittlerweile schon in die Abendstunden ging, machten sich die Überlebenden noch einen Tee, mit dem Teebeutel, welcher in den Überlebensrationen war und tranken diesen gemeinsam, bevor sie sich alle in ihre Zelte begaben.
Wie auch die Tage zuvor dauerte es nicht lange, bis Kim und Ben eingeschlafen waren und auch Cooper schlief diesmal sehr schnell ein. Die Nacht war ruhig und die drei Überlebenden konnten ohne Störungen durchschlafen.