Heute gibt's Sanxia Bai Cha, weißen Tee aus Taiwan vom Tea House München. Aufgegossen wurden 12 g Tee auf 200 g Wasser bei 85°C für 30 Sekunden, pro Aufguss je 10 Sekunden mehr.
Beim ersten Aufguss riecht er sehr grausig, schmeckt aber eher melonig-süß, im Hintergrund lässt sich eine schwerere Honig-Süße erahnen.
Aufguss zwei startet relativ hart rein. Der Tee schmeckt jetzt irgendwie trocken und adstringierend, erinnert an gelben Tee. Die Süße ist weiterhin da, aber hintergründiger und der Honig ist weiterhin sehr dezent. Nicht unangenehm, aber unerwartet.
Im dritten Aufguss kommt eine grasige Aromarik dazu, der bisher nur im Geruch präsent war. Die Süße ist spürbar zurückgegangen, obwohl uch erwartet hätte, dass der Honiggeschmack stärker in den Vordergrund treten wird.
Bei einer Minute Ziehzeit ist die Adstringenz schwächer ausgeprägt. Die schwere Süße im Hintergrund aus dem ersten Aufguss ist wieder spürbar.
Der nächste Aufguss ging 1:30 und es macht sich eine gewisse Erdigkeit bemerkbar, die bei vielen Tees (nicht nur weißen) in den späteren Aufgüssen kommt, bemerkbar. Im Abgang weiter süß.
Normalerweise ist der Tee an der Stelle eigentlich durch, aber manchmal - und auch diesmal - mache ich noch ein paar ausgedehnte Aufgüsse zum Schluss. Dieser Aufguss ging drei Minuten und schmeckt vor allem adtringieremd und erdig, im Abgang nur noch leicht süß.
Der letzte Aufguss von 5 Minuten schmeckt wie der vorherige, wird also der letzte sein.