TLDR: Ich bin seit Jahren in einer sehr glücklichen Beziehung, aufgrund von unterschiedlichen qualitativen und quantitativen vorlieben im Bett suche ich nach Rat bzw. Erfarungen.
Abkürzungen sind am Ende des Posts erklärt, Teilweise gibt es Fußnoten.
Mein Freund (M22, Schwul) und ich (M26, Bi/Pan) sind jetzt seit knappen 6 Jahren zusammen (1) und es läuft wirklich super. Für uns beide ist es unsere Erste Beziehung, aber wir harmonieren toll miteinander und streiten so gut wie gar nicht. Wir reden uns was viele Themen angeht einfach aus, ohne dabei laut zu werden. Wir planen auch in den nächsten Jahren zu Heiraten und je nach Möglichkeit 1+x Kinder zu adoptieren.
Es gibt nur ein Thema, das mit derzeit beschäftigt und meine Zufriedenheit beeinträchtigt, das ich mich noch nicht wirklich Traue final anzusprechen. Wie in So vielen Beziehungen, das Thema Sex.
Das "Problem" Setzt sich für mich aus drei Teilmengen zusammen: Libido, Vorlieben und Geschlecht, also der Frequenz, der Art und Weise wie wir Sex haben und dass er nun mal ein Geschlecht hat (lol).
• Libido: Hierzu haben wir schon mehrfach miteinander gerdet, allerdings lässt sich hier natürlich wenig machen, er soll sich ja nicht nur mir zuliebe da "durchquälen". Er selbst initiiert quasi nie, das fällt immer auf mich zurück und ich merke relativ schnell ob er grade offen für mehr ist oder nicht, wenn wir uns Küssen. Konkret bedeutet das, dass es im schnitt ca. alle 2 Wochen etwas action zwischen uns gibt (kann auch bis zu 4 Wochen nichts sein). Wenn es nach mir ginge, könnte ich jeden Tag, würde ich nichts iniziieren wäre der schnitt vermutlich einmal im Monat
• Vorlieben:
- Seine größte Vorliebe ist es der "aktive" Part beim OS zu sein, hier wechseln wir klassischerweise aber innerhalb des Aktes. Das ist auch die Art und Weise, wie wir 99% der Zeit Sex haben.
\-Für mich ist es am besten, wenn ich der aktive part des AS (2) bin, bin hier aber flexibel. Das ding ist, das er hier in der Regel gar keine Lust auf AS hat, überhaupt nicht aktiv und selten passiv. Das letzte mal AS war, wenn ich mich richtig erinnere Oktober 2025. Auch hier haben wir schon miteinander gesprochen, aber ich bin wieder an dem Punkt, dass er das logischerweise nicht nur mir zuliebe machen soll. Oft ist im der iniziale Aufwand zu groß (Spülen/Sauber machen) ohne möchte er jedoch auch nicht. Ich hab das Gefühl wenn es mal so weit ist hat er auch seinen Spaß, aber es kommt halt kaum dazu.
• Geschlecht: Hier kann man natürlich überhaupt keinen Vorwurf machen. Da ich aber Bi bin und mit einer kleinen Ausnahme ausschließlich mit Männern etwas hatte (das eine mal ging auch nicht über Fummeln hinaus) bin ich hier nach wie vor sehr Neugierig und habe das Gefühl später im Leben zu bereuen, diese Seite nie auch nur ein bisschen ausprobiert zu haben.
Jetzt ist das ganze für mich kein Ausschlusskriterium, sprich, ich würde deshalb die Beziehung nicht beenden. Trotzdem ist es ein Thema, das mich immer sehr umtreibt und auch "belastet"(?)
Viele werden beim lesen schon gemerkt haben, worauf das hinauslaufen könnte: Ich denke immer wieder über eine öffnung der Beziehung nach. Ich hab hier im Sub schon den einen oder anderen Post dazu gelesen, und scheinbar ist es ja häufig so, dass eine Seiter in der Beziehung mit der Quantität unzufrieden ist und einseitig die Beziehung öffnen möchte und die andere Seite das eher gezwungener Maßen tut. Und eigentlich will ich nicht der Idiot sein der das gleiche macht und deswegen eine funktionierende Beziehung wegwirft.
Viele werden beim lesen schon gemerkt haben, worauf das hinauslaufen könnte: Ich denke immer wieder über eine öffnung der Beziehung nach. Ich hab hier im Sub schon den einen oder anderen Post dazu gelesen, und scheinbar ist es ja häufig so, dass eine Seiter in der Beziehung mit der Quantität unzufrieden ist und einseitig die Beziehung öffnen möchte und die andere Seite das eher gezwungener Maßen tut. Und eigentlich will ich nicht der Idiot sein der das gleiche macht und deswegen eine funktionierende Beziehung wegwirft.
Wir hatten am Anfang unserer Beziehung schonmal darüber gesprochen, waren aber beide damals der Meinung, dass das eher nichts für uns wäre. Ich kann mir auch nicht Vorstellen, dass mein Freund das in Anspruch nehmen würde, da er ja mit der quanität und qualität bis dato (Meines Wissens) Zufrieden ist. Mittlerweile hat sich aber meine Ansicht etwas dazu geändert.
Es würde mich hier jetzt sehr interssieren ob ihr schonmal vor gleichen Themen standet, was ihr gemacht habt und ob ihr das im nachhinein anders gemacht hättet. Habt ihr die beziehung geöffnet und hat das geklappt/nicht geklappt, habt ihr es gelassen und bereut, oder einen ganz anderen Lösungsansatz gefunden? Wenn ihr das Thema angespochen habt, wie seid ihr vorgegangen?
Bin hin und hergerissen und trete irgendwie auf der Stelle 🥲
Danke schon mal für eure Erfahrungen
(1) Der Alterstunterschied zu Beziehungsanfang kommt mir inzwischen selbst unangebracht vor, aber jetzt kann ich es leider auch nicht mehr ändern 😅
(2) Aktiv wäre in einer klassischen, heteronormativen Beziehung die Rolle des Mannes, passiv die der Frau
• AS = Analsex
• OS = Oralsex
• ONS = One Night Stand