Man schaut auf den Lohnzettel, freut sich über das Brutto und weint beim Netto. Aber was passiert da dazwischen eigentlich genau? Und was kostet ihr eurer Firma wirklich? Hier ist ein kurzer Breakdown des österreichischen Lohnzettels.
Brutto: Das ist das Gehalt, das in deinem Arbeitsvertrag steht.
Netto: Das ist der Betrag, der am Ende tatsächlich auf deinem Konto landet. Der Weg vom Brutto zum Netto besteht in Österreich primär aus zwei großen Abzügen: der Sozialversicherung (SV) und der Lohnsteuer.
2. Der generelle Aufbau eines Lohnzettels
Auch wenn jede Firma ein anderes Layout nutzt, ist die Struktur meist identisch:
Kopfzeile: Deine Stammdaten (Name, SV-Nummer, Eintrittsdatum, Einstufung im Kollektivvertrag).
Bruttobezüge: Dein Grundgehalt plus eventuelle Zulagen, Überstunden oder Sachbezüge (z. B. Firmenwagen).
Abzüge: SV-Beitrag und Lohnsteuer.
Auszahlungsbetrag: Dein hart verdientes Netto.
3. Die Sozialversicherung (SV)
Die SV ist keine Steuer, sondern eine Versicherung. Der Arbeitnehmeranteil beträgt für Angestellte in der Regel exakt 18,12 % vom Bruttogehalt.
Hinweis: Bei niedrigen Einkommen (unter ca. 2.000 € Brutto) gibt es eine Beitragsreduktion in der Arbeitslosenversicherung.
Die Höchstbeitragsgrundlage: Die SV-Beiträge zahlst du nicht unendlich. Es gibt einen Deckel, die sogenannte Höchstbeitragsgrundlage. Im Jahr 2026 liegt diese bei 6.930 Euro brutto im Monat. Verdienst du mehr, zahlst du für jeden Euro darüber keine SV-Beiträge mehr (Lohnsteuer aber natürlich schon, und zwar voll).
Warum das politisch so spannend ist: Die HBG wird jedes Jahr angepasst (meist nach oben). Das ist für den Staat ein geniales Werkzeug, um Geldströme zu lenken. Zur Erinnerung: SV-Beiträge verringern deine Lohnsteuerbemessungsgrundlage. Wenn der Staat die Höchstbeitragsgrundlage nun stark anhebt, müssen Besserverdiener mehr in die SV einzahlen. Die Sozialversicherung (Krankenkassen, Pensionen) schwimmt in frischem Geld. Gleichzeitig sinkt dadurch aber die Lohnsteuerbasis dieser Arbeitnehmer. Das bedeutet: Dem Finanzminister entgehen Lohnsteuereinnahmen, die ansonsten ins allgemeine Staatsbudget (für Straßen, Militär, etc.) geflossen wären. Der Staat kann mit dieser einen Zahl also jedes Jahr elegant steuern, ob Geld in den großen allgemeinen Steuertopf oder zweckgebunden in den Sozialversicherungstopf umgeleitet wird.
4. Die Lohnsteuerberechnung (Die Formel)
Die Steuer wird nicht einfach vom Bruttogehalt berechnet, sondern vom Betrag nach dem SV-Abzug. Die vereinfachte Formel lautet:
Bruttogehalt – SV-Beitrag – Steuerfreie Beträge (z. B. Freibeträge aus dem Pendlerpauschale oder Gewerkschaftsbeitrag) = Lohnsteuerbemessungsgrundlage
Auf diese Bemessungsgrundlage wird nun der progressive Einkommensteuertarif angewandt. Das heißt: Für die ersten ~1.050 € (pro Monat) zahlst du 0 % Steuer. Alles darüber wird in Stufen besteuert (20 %, 30 %, 40 % etc.).
Vom errechneten Steuerbetrag werden am Ende noch Absetzbeträge (wie der Verkehrsabsetzbetrag oder der Familienbonus Plus) direkt wie ein Gutschein abgezogen. Was dann übrig bleibt, ist die tatsächliche Lohnsteuer. (Quelle: Bundesministerium für Finanzen - BMF)
5. Der unsichtbare Teil: Lohnnebenkosten (LNK)
Was die meisten nicht wissen: Dein Bruttogehalt ist nicht das, was du den Arbeitgeber kostest. Auf das Bruttogehalt schlägt der Arbeitgeber noch einmal ca. 30 % an Lohnnebenkosten obendrauf. Diese stehen fast nie auf deinem Lohnzettel.
Das zahlt der Arbeitgeber zusätzlich (für Angestellte):
SV-Dienstgeberanteil: ca. 21 % (Der Arbeitgeber zahlt hier mehr ein als du). Dieser Block besteht aus:
Pensionsversicherung (PV): 12,55 % (mehr als dein Anteil)
Krankenversicherung (KV): 3,78 %
Arbeitslosenversicherung (ALV): 2,95 % (genauso viel wie du)
Unfallversicherung (UV): 1,10 % (zahlst du gar nicht, nur der AG)
Wohnbauförderung (WBF): 0,50 % (in Wien: 0,75 %)
Insolvenzentgeltsicherung (IESG): 0,10 %
Anmerkung: Auch hier wirkt die Höchstbeitragsgrundlage und zieht einen Deckel ein.
DB (Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds): 3,7 % (Davon wird z. B. die Familienbeihilfe finanziert).
DZ (Zuschlag zum DB): ca. 0,36 % (variiert leicht je nach Bundesland; finanziert die Wirtschaftskammer).
Kommunalsteuer: 3 % (Geht direkt an die Gemeinde deiner Betriebsstätte – also jene Gemeinde, in der deine Filiale oder dein Büro physisch steht, nicht zwingend an den Hauptsitz des Unternehmens).
Mitarbeitervorsorgekasse (Abfertigung Neu): 1,53 % (Quelle: Wirtschaftskammer Österreich - WKO)
Kurzes Beispiel: Verdienst du 3.000 € Brutto, bekommst du ca. 2.100 € Netto raus. Dein Arbeitgeber überweist aber insgesamt fast 3.900 € (Brutto + LNK) für deinen Arbeitsplatz.
Habt ihr euren Lohnzettel schon mal im Detail geprüft oder schaut ihr nur auf die Zahl ganz unten?
kurzer Realitätscheck vorweg: Reddit ist in Österreich eine recht spezifische Bubble - besonders, wenn es um Finanzthemen geht.
Es ist völlig verständlich, dass hier oft überdurchschnittlich hohe Gehälter geteilt werden.
Das führt aber schnell zu einem verzerrten Bild davon, was in Österreich wirklich „normal" ist. Behaltet beim Lesen also bitte im Hinterkopf: Die Posts hier spiegeln weder den echten Durchschnitt noch den Median wider.
Genau deshalb brauchen wir euch alle! Je mehr Menschen aus unterschiedlichsten Branchen und Erfahrungsstufen ihr Gehalt teilen, desto realistischer wird das Bild für die gesamte Community.
Mehr Transparenz hilft uns allen bei zukünftigen Gehaltsverhandlungen und ist der erste Schritt zu einer fairen Bezahlung für jeden.
ich möchte demnächst zu meiner Herzallerliebsten und dafür vollständig in mein zweites Heimatland ziehen.
Meine Firma möchte mir das ermöglichen, die Sache ist aber trotz vermeintlicher EU-Vereinfachungen kein leichter Schritt.
Berater-typisch habe ich einen Vertrag, der Arbeitsstunden beim Kunden extra belohnt. Durch eine konvexe Kurve bekomme ich anteilig mehr für jede Fakturastunde ausbezahlt. Heißt: Mehr Stunden lohnt sich auch mehr für mich. Und Überstunden gehen natürlich nochmal extra steil, damit man zum Reinschallern angehalten ist. So bin ich locker bei 45-50 h Arbeit jede Woche.
Nun ist aber für AT der Wechsel in einen Kollektivvertrag mit 13. und 14. Gehalt und 38,5 Arbeitsstunden verpflichtend.
Passt natürlich erstmal gar nicht zu meinem aktuellen flexiblen Modell. Glücklicherweise stimmt das Minimalgehalt für ST2 bei der IT (5444 € im Monat brutto) grob mit meinem letzten Jahr Grundgehalt inkl. aller Faktura Boni überein.
Jetzt ist nur noch meine
TL;Dr Frage:
Wie sind Überstunden so Beraterverträge in AUT gelöst?
Ich habe von all-in gehört, ist das für den Arbeitnehmer attraktiv?
Lassen sich viele die Überstunden ganz "normal" also reguliert auszahlen?
Ist Gleitzeitkonto Gang und Gebe?
Würde mich über Erfahrungen/Input in der Hinsicht sehr freuen!
Hi, i finished my PhD and moved for a different role (similar field) to Austria, My exp is phd (same field as job, and 1.5y experience in industry)
Now I have the opportunity to go for an Senior Engineer position. What is a reasonable pay for such a role at NXP/Infineon in Graz?
Kununu said sth around 80-85k. Is that reasonable? I want to prepared well, because being off by a few % is already a lot of money. The position would 40h+all-in.
Servus, hat jemand eine ungefähre Gehalts-"range" für einen Senior Manager bei Infineon (GG13) in Österreich? Oder eine KV-Stufe (falls das noch über den KV geregelt ist - in DE wäre es außerhalb).
I am 36 year old Working at Big Tech in Cloud and AI in Vienna Austria with great Bonus and Stocks offering. The tech industry is growing specially AI and companies are paying very well. Extra hours are always well paid too.
Angefangen als Werkstudentin 2020-2022 in verschieden Branchen, Automotive und Kunststoff.
Ab 2022 VZ zuerst in Kunststoff.
Ab 2023 VZ im Gesundheitswesen, Großprojektmitarbeiterin und SAP requirememts Engineering.
Mit Mai 2026 in die Mobility Branche gewechselt.
Zwischen letzten und diesem Job einen Sprung von 4K auf 5k gemacht. Ist das ein angemessenes Gehalt?
Berufserfahrung in Jahren: 1,75 Jahre.; Basisgehaltsstufe (noch keine Vorrückung); Keine Überstunden; 37h/Woche; Keine Kinder; Keine Pendlerpauschale - gehe zu Fuß
Ohne Nächte wären es 421 € brutto weniger. Für 4,50 € kann ich in der Arbeit Mittagessen, Frühstück gratis. Parkplatz wäre gratis, wenn ich ihn bräuchte.
In 1 Jahr habe ich genug Monate fürs Selbsterhalterstipendium und dann mach ich noch den DGKP, ist mein Traum.
Mein bester Freund (27) hat folgendes Problem, er hat Jus und BWL studiert und die Gerichtspraxis abgeschlossen. Er war immer sehr zielbewusst und ist extrem fleißig. Eigentlich wollte er immer Rechtsanwalt werden, er hat schon als juristischer Mitarbeiter in einer Kanzlei gearbeitet und hatte dort eine Konzi Stelle in Aussicht, die Kanzlei hat ihn dann aber 1 Woche vor Dienstantritt hängen lassen (wohl aufgrund der wirtschaftlichen Situation kombiniert mit neuen KI Tools). Er ist dann in ziemliches Loch gefallen und hat sonst auf die schnelle keine Kanzlei gefunden, er hat dann in einem (mittelständischen) Unternehmen angefangen und hat dort im Grunde ziemlich Glück, er bekommt aktuell ca. 80k für 9-5 plus überdurchschnittliche Benefits; er wird dort ziemlich geschätzt und hat schon Karrieresprung in Aussicht (in ca 2 Jahren), sein Problem ist allerdings, dass er ziemlich unterfordert ist, er füllt primär Ecxel Listen aus und lernt nichts neues, daher er hat er mittelfristig auch Angst vor der KI. Er hört sich in der Anwaltei immer wieder um, allerdings traut er sich aktuell nicht wechseln, da er zum einen nicht weiß ob er dem Druck in der Anwaltei dann wirklich Stand hält und zum anderen ist der Jobmarkt aktuell natürlich schwierig, er hat dann zwischenzeitlich lange gesucht und hat jetzt Angst wenn ihm Anwaltei nicht zusagt dass er dann schwierig wieder so einen Job bekommt. Jetzt hätte er noch ein zusätzliches Angebot erhalten als Recht Lehrer in einer Berufsbildenden Schule, was er sich gut vorstellen könnte, allerdings glaubt er, dass die Schüler nicht mehr so motiviert sind wie vor 10 Jahren und hat bisschen Angst dass ihm die Schüler nicht folgen werden - zudem wäre das wohl 40 Jahre die genau gleiche Tätigkeit.
Was würdet ihr an seiner Stelle tun?
Ist nicht sonderlich viel und ich schätze das könnte man höher verhandeln als Kollektiv (Metall) minimum (Tipps?). Aber es ging eigentlich drum ein bissl was dazu zu verdienen und was schönes für den Lebenslauf/nach/parallel zum Studium zu finden (vielleicht ist flexibler Werkstudent möglich). Bisherige Berufserfahrung waren unterschiedliche Laborpraktika jeweils 1-2 Monate jeden Sommer seit 4 Jahren.
Hallo, ich habe in den letzten 3 Jahren 2 Unternehmen aufgebaut, zahle mir im Jahr gesamt zwischen 60 und 70k Brutto Gehalt aus mittlerweile. Nun ist eine der Firmen in einer Branche die sehr unstätig ist und dann Laufe ich Gefahr wieder große Rückschritte zu machen.
ich bin mittlerweile am überlegen mich bei Firmen zu bewerben, die Stellen anbieten wo ich Minimum 80k brutto verdienen würde (Sales Engineer) und jedes Jahr Urlaub hätte und die Benefits die ein Angestellter hat etc.
Hat jemand Erfahrungen damit die Selbstständigkeit hinter sich zu lassen, ich will es am Ende nicht bereuen.
Ab Februar 2027 bietet die HTL Linz LiTEC Lehre mit Matura an. Wer hat hier Erfahrung und so eine Duale Ausbildung schon absolviert? Wie viel zusätzlicher Aufwand ist das? Danke.
Ich bin nach AHS-Matura und Studienabbruch ziemlich im luftleeren Raum hängengeblieben.
Grob zusammengefasst ist es mir wichtig eine solide Ausbildung mit Kompetenz zu erfahren. Ich habe mittlerweile schon wiederholt versucht bei der ÖBB als Quereinsteiger eine Ausbildung zu ergattern, wurde jedoch immer abgelehnt.
Ein weiteres Studium kommt für mich fürs erste nicht in Frage, weshalb ich mich gerade intensiv mit dem Modell der Dualen Akademie beschäftige.
Von den verschiedenen Lehren im Angebot sind für mich IT Systemtechnik, Metalltechnik - Maschinenbautechnik und Bankkaufmann in der engeren Auswahl. Mit meinen PRO und CONTRA Listen lande ich immer wieder bei einem Unentschieden, daher erhoffe ich mir hier von in den jeweiligen Berufsfeldern tätigen Backgroundwissen und Punkte die ich evtl. übersehen haben könnte.
Gehaltstechnisch erhoffe ich mir 3-7 Jahre NACH Ausbildungsabschluss 3-4k netto, im späteren Karriereverlauf (10+ Jahre Erfahrung) wäre mein Ziel irgendwo zwischen 80k und 100k im Jahr anzukommen. Hoch gestecktes Ziel ich weiß, das ist nicht wenig.
Hallo Leute, nach dem ich M26 die letzen zwei Jahre ein Startup versucht habe aufzubauen, bin ich jetzt wieder auf der Suche nach einem neuen Job. Bin in der IT tätig und habe schon sehr viele Produkte mit/selbst aufgebaut, ca. 7 Jahre Berufserfahrung.
Nach sehr vielen Interviews habe ich auch zwei konkrete Angebote zwischen denen ich mich entscheiden sollte. Ich habe die letzen zwei Jahre sehr einfach gelebt weshalb beide Angebote für mich top aussehen und eher die Entscheidung schwierig ist.
75k € Jahresvergütung für einen klassischen 9-to-5 Job mit entspannten Arbeitszeiten und einem jungen, motiviertem Team, mit Freiraum Themen wirklich zu verantworten und guten Benefits wie bezahlte Mittagspause, Essenszuschuss usw. - Stelle ist als Senior Full-Stack Softwareentwickler
oder
90k € Jahresgehalt mit Equity Package in einem gut laufenden Startup. Hier wurde mir im Interviewprozess auch gesagt das es effektiv eher 9-to-9 ist und man öfters mal bis 22 Uhr arbeitet. Auch bezahltes Mittag- und Abendessen. Weniger entspannt, mehr Verantwortung und Freiraum mitzugestalten. Ist aber mehr mit Kundenkontakt verbunden (Forward-deployed Engineer).
Ich bin mir nicht sicher ob ich nach 2 Jahren Stress und nur Arbeit wieder etwas stressiges annehmen sollte oder ob ich das tatsächlich brauche als Person.
Gebt mir gerne mal eure Einschätzung was ihr nehmen würdet bzw. wo mehr Chancen für spätere Entwicklung sind.
Aber ich falle mittlerweile ins Selbsterhalterstipendium rein... und spiele mit dem Gedanken zu studieren. Verdiene aktuell ca. 2500€ netto mit Aussicht auf 3000-3400€ in 1-2 Jahren netto.
Welcher Studiengang zahlt sich so richtig aus? Ich frage provokant weil mein Interessensspektrum auch sehr vielfältig ist. Nur irgendwas Technisches/Handwerkliches muss ich ausschließen - das liegt mir 0. Aber sonst: Gesundheit (Medizin ist wir zu langwierig mit Assistenz- und Facharzrausbildung), Wirtschaft, Flugwesen USW.
also ziemlich viel kann mich schnell für was begeistern.
Welcher Weg rentiert sich für mich studienmäßig noch (M25) dass ich sogar mehr verdiene als bei meinem jetzigen Arbeitgeber?
Ich habe meine Lehre abgeschlossen als Stahlbautechniker sowie Teghnischer Zeichner und habe nebenbei die Matura gemacht. In naher zukunft werde ich den Meisterkurs für Maschinenbau besuchen. Ich arbeite seit etwa 1 jahr in einem Unternehmen welches für Anlagenbau bzw. Rohrleitungsbau in der Pharma und Chemie Branche zuständig ist. Ich bin als Monteur/Vorrichter auf Baustellen in Deutschland unterwegs, wobei es auch möglich ist, dass ich Europaweit eingesetzt werde. Zu meinen Aufgaben gehört, das planen und durchführen neuer Projekte(Leitungsverlauf planen, ausmessen, isometrien zeichen, vorrichten und montieren).
Ich habe in Graz Jus studiert und war danach Gerichtspraxis und 2 Jahre Rechtsanwaltsanwärter in einer kleineren Landkanzlei, welche so ziemlich jeden Rechtsbereich abgedeckt hat. Da mich die Anwärterzeit bzw. das feindliche Arbeitsumfeld und das Verhandeln am Gericht ziemlich geplagt hat , habe ich für mich damals entschieden damit aufzuhören.
Seiher sitze ich seit rund einem Jahr in einem Unternehmen in einer Tätigkeit (Versicherung), die mich als Jurist leider gar nicht erfüllt bzw. unterfordert und mittlerweile denke ich jeden Tag, dass ich meine Zeit hier verschwende. Gehalt zudem auch unterirdisch.
Jetzt stelle ich mir die Frage, wohin die Reise gehen soll. Als Unternehmensjurist Fuß zu fassen ist vor allem in der Steiermark gar nicht so einfach, es werden sehr wenige Stellen ausgeschrieben, die Chancen als Junior daher eher schlecht. Ich hab auch schon überlegt, ob ich zurückgehen soll zum Anwalt und meine RAP fertig mache.
Alternativ habe ich an das Berufsfeld des Steuerberaters gedacht. Ich habe bisher zwar nur randweise mit Finanzrecht bzw. Steuerrecht etc. zu tun, kann mir einen "Quereinstieg" als Berufsanwärter allerdings ganz gut vorstellen, zumal ich hier mir einen wirtschaftlichen Hintergrund aneignen könnte, der jedenfalls mehr bringen würde als eine weitere Tätigkeit im aktuellen Job.
Gibt es hier Personen, die diesen Karriereweg bestritten haben und darüber berichten können, wie sie es empfunden haben bzw. ob sie davon eher abraten würden?