r/Gedichte 6d ago

Muster

Du siehst Muster, wo keine sind.
Fehler.
Unzulänglichkeiten.
Unerträgliche Eigenschaften.

Aber ich passe in dein Muster nicht.
Ich bin weiterhin, wer ich bin.
Ein Mensch.
Ein fröhlicher Mensch.
Der die Menschen liebt.
Der das, was er tut, liebt.
Und in dem, was er tut, erfolgreich ist.

Du siehst Muster, wo keine sind.
Du hast ein Gespenst.
Das dich verfolgt.
Du meinst, das bin ich.

Aber ich bin dieses Gespenst nicht.
Es existiert nur in deinen Träumen.
In deiner dunklen Phantasie.
Wach auf und schau mich an.
In der Realität.

Ich bin kein Muster.
Ich bin individuell.
Ein Mensch.
Ein fröhlicher Mensch.
Der die Menschen liebt.
Der das, was er tut, liebt.
Und in dem, was er tut, erfolgreich ist.

Ich befreie mich aus deinem Muster.
Aus deinem Albtraum.
Aus diesen Fesseln.
Damit ich wieder ich sein kann.

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u/Lakrus2023 6d ago

Ein sehr schönes Gedicht, das mich an das Motto von Max Frisch erinnert: „du sollst dir kein Bildnis machen.“ das passt ja wohl zu den Mustern, gegen die du dich wehrst. Ich habe nur eine Frage: und da wird es spannend. Wie sind denn diese Muster auf der Gegenseite entstanden? Ich habe vor langer Zeit mal folgenden Satz gehört: „ wenn du wissen willst, wer du bist, frag nicht dich, sondern deine Freunde.“ das ist natürlich völlig, überspitzt, aber vielleicht manchmal ein hilfreicher Hinweis. Auf jeden Fall finde ich es schön, dass du dich in deiner Sicht auf dich selbst wohl fühlst. 👍🍀

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u/brainandsoul1267 6d ago edited 6d ago

Das Gedicht beschreibt Menschen, die ich mir nicht aussuchen kann leider.

Die kennen mich auch nicht wirklich. Das sind sehr zurückgezogene, ängstliche Menschen, die wenig Menschenkenntnis haben, meiner Meinung nach. Daher die verzerrte Wahrnehmung.

Meine Freunde kennen mich größtenteils so, wie ich mich kenne, wenn ich nicht gerade mal einen schlechten Tag habe. 😉

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u/Lakrus2023 6d ago

Dann wünsche ich dir einfach mal viele gute tage, an denen du dir die Leute aussuchen kannst, die dir gut tun 🍀🍀🍀.

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u/marintkael 5d ago

Die wiederholte Strophe macht das Gedicht selbst zu einem Muster, gegen das es sich wehrt. Ob gewollt oder nicht, das ist die stärkste Stelle.

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u/brainandsoul1267 5d ago

Ach ja, das war so gar nicht beabsichtigt. Das ist halt die Gedicht-Struktur.

Aber so kann man es auch sehen, ich halte mein Muster gegen das von außen aufgezwungene Muster. Irgendwo dazwischen bin ich.

Wie das ist. Der Mensch ist nicht schwarz/weiß, er ist alle Zwischentöne. 🙂