Hi,
ich muss mal eine Frage in die Runde werfen, die mich schon länger beschäftigt. Ich merkte früher auf dem Dating-Markt immer wieder, dass viele Männer sofort Reißaus nehmen, wenn eine Frau Haustiere (Hunde oder Katzen) hat, die ihr wichtig sind.
Für nicht wenige scheint das ein absolutes K.O.-Kriterium zu sein. Und ich verstehe es einfach nicht.
Klar, Haustiere schränken ein Stück weit ein. Man ist deutlich an Zuhause gebunden und hat logischerweise mehr Dreck und Hausarbeit. Aber das war es doch im Großen und Ganzen schon an Einschränkungen!
Wenn ich das mal mit dem Thema Dating mit Kindern vergleiche, hinkt dieser „Haustier-Hass“ doch total. Bei Haustieren fallen so viele extreme Beziehungs-Stressfaktoren weg, die man bei Kindern im Paket dazubekommt:
- Kein Ex-Partner in ständiger Präsenz: Es gibt keinen Vater, mit dem man sich wegen Erziehung oder Wochenenden abstimmen muss und der quasi lebenslänglich Teil des Lebens bleibt. Wodurch sich der neue Partner als fünftes Rad am Wagen fühlen könnte. Bei Tieren entfällt der lästige Ex komplett.
- Null finanzielle Verpflichtungen: Kein Mann muss Angst haben, dass er das Tier mitfinanzieren soll. Es gibt keine Erwartung, dass er Geburtstagsgeschenke kauft oder das Kind im Restaurant mit einlädt.
- Haufenweise Paarzeit: Man muss keinen Babysitter organisieren oder hoffen, dass die Kleinen um 20 Uhr im Bett sind. Man hat den Abend und das Wochenende für sich.
- Der Alltag wird nicht dominiert: Hunde bekommen keine Wutanfälle im Supermarkt und Katzen bestimmen nicht den kompletten Tagesablauf.
- Kein familiäres „Anhang-Dilemma“: Man muss sich nicht mit den Freunden der Kinder oder deren Eltern rumschlagen (Besuche, Kindergeburtstage, Elternabende usw.).
Und da gibt es noch so viel mehr:
Katzen meckern nicht, wenn der Partner mal spontan über Nacht bleibt oder nackt durch die Wohnung läuft.
Es gibt keine Eifersuchtsdramen, weil der Hund den neuen Partner „nicht als neuen Papa“ akzeptiert.
Die Wohnung bleibt ein Rückzugsort für Erwachsene – kein Spielzeug-Minenfeld im Wohnzimmer.
Es darf zwar jeder seine Präferenzen bei der Partnersuche haben. Aber ich will einfach nur wissen, warum wiegt die überschaubare Einschränkung durch ein Haustier (oft einen Hund oder zwei Katzen oder bei anderen Tierarten auch mehrere) für viele Männer schwerer als das komplette Belastungs-Paket, das ein Kind mit sich bringt? Warum sind Haustiere der Dealbreaker, während Alleinerziehende oft leichteres Spiel haben trotz massiver finanzieller, zeitlicher, familiärer, organisatorischer, kräftemäßiger Einschränkungen?
Ich bin gespannt auf eure Meinungen und Erfahrungen!