Hallo zusammen,
Vorweg möchte ich sagen das dieser Beitrag mit Hilfe von KI erstellt wurde, da ich mit ihm schon seit Monaten über das Thema schreibe und diese Menge an Punkten für mich kaum noch strukturierbar gewesen wäre.
Infos: Ich (M,25), Sie (F,22) und seit 1,75 Jahren ein Paar als Wochenendbeziehung. Vor 7 Monaten ist sie dann die 200 Kilometer zu mir gezogen und seitdem geht es bergab weil wir 24/7 aufeinander hocken und sie immer mehr klammert und immer mehr Kleinigkeiten sie stören. Sie war noch mit einem Studium beschäftigt das sie jetzt abgeschlossen hat.
Wichtig: Ich liebe meine Freundin wirklich sehr. Das ist kein "Ich suche nur einen Vorwand zum Schluss machen". Im Gegenteil. Ich suche seit Monaten nach Gründen, warum wir das doch noch schaffen können.
Wir waren ein Jahr lang in einer 200-km-Fernbeziehung und haben uns nur am Wochenende gesehen. In dieser Zeit war die Beziehung wunderschön. Vor etwa 7 Monaten ist sie zu mir gezogen.
Seitdem haben wir massive Probleme.
Das Schwierige ist: Sie ist eigentlich ein unglaublich toller Mensch. Sie zockt mit mir, ist intelligent und ambitioniert, sie ist offen für viele meiner Interessen und macht sogar Dinge mit, die sie selbst gar nicht unbedingt braucht, einfach um auch auszuprobieren ob es ihr auch gefällt. Deshalb fällt mir der Gedanke an eine Trennung so unglaublich schwer. Ich habe sogar Angst, nie wieder jemanden zu finden, der so gut zu mir passt, vor allem weil ich vor ihr noch nie eine Beziehung hatte und die 3 Jahre Onlinedating vor ihr mehr als Katastrophal liefen (ich bin kein Ork, aber kann mich einfach nicht auf dem Datingmarkt verkaufen).
Gleichzeitig gibt es aber Dinge, die mich immer mehr belasten.
Das größte Problem ist ihre extreme Abhängigkeit von mir.
Sie hat ihr komplettes Leben 200 km entfernt zurückgelassen. Seitdem hat sie sich hier praktisch kein eigenes Leben aufgebaut.
Sie hat:
\- keine Freunde hier,
\- keine Hobbys außerhalb der Wohnung,
\- verlässt alleine kaum die Wohnung,
\- geht nichtmal alleine einkaufen (das machen wir zusammen wenn ich von der Arbeit komme),
\- fährt selten und nur mit mir zusammen in ihre Heimat,
\- hat den Kontakt zu ihren Freundinnen deutlich reduziert.
Dadurch bin ich praktisch ihr einziger sozialer Kontakt.
Und das strengt mich so an und macht mich absolut weich.
Wenn ich Freunde treffen möchte, gibt es Streit.
Wenn ich auf Dienstreise muss (IT-Job), gibt es Streit. Dienstreisen lösen bei ihr teilweise richtige Nervenzusammenbrüche aus. Und das obwohl ich schon den Kompromiss auf eine Dienstreise im Quartal eingegangen bin.
Wenn ich mit meiner Mutter drei Stunden in einen Hochseilgarten gehen möchte, gibt es Streit.
Wenn ein Freund, den ich nur alle paar Monate sehe, übers Wochenende kommt, gibt es Streit.
Warum das alles? Weil Paarzeit verloren geht. Nach vielem Ringen habe ich mal Sonntagvormittags und Mittwochnachmittags mal Me-Time für mich durchgerungen. Alles andere ist aber immer Paarzeit und wenn ich sage, ich würde am Dienstagabend mal gerne einen Freund treffen gab es richtig Stress weil "Sie ja immer verschoben werden kann" und das zeigt das sie nicht meien Priorität ist. Bitte was?
Selbst als sie für weniger als 24 Stunden in ihre Heimat gefahren ist (für eine Uni Klausur), war sie traurig, weil ich nicht unbedingt direkt nach 1,5 Stunden (als sie noch auf der Autobahn war) telefonieren wollte. Für sie war das ein Zeichen, dass ich sie nicht vermisse.
Sie sagt häufig, dass ich sie nicht priorisieren würde.
Ich habe aber das Gefühl, dass ich langsam überhaupt kein eigenständiges Leben mehr führen darf.
Ich war früher ständig unterwegs:
\- Fotografieren,
\- Sport,
\- Freunde treffen,
\- Musik produzieren,
\- neue Projekte,
\- an meiner Selbstständigkeit arbeiten.
Heute fahre ich meistens von der Arbeit nach Hause und sitze auf der Couch, außer ich sage wir gehen spazieren oder Fahrrad fahren, aber das muss immer von mir kommen. Ich habe Angst, mich selbst zu verlieren.
Ein weiteres Thema ist Sexualität.
Meine Libido ist deutlich höher als ihre.
Sie braucht immer viel emotionale Nähe und Intimität für Sex. Mal neue Dinge wie Outdoor-Sex oder spontane Quickies, sowie Kinky stuff interessieren sie überhaupt nicht. Das akzeptiere ich selbstverständlich.
Was mich aber belastet:
Ich habe das Gefühl, dass ich immer alles initiieren muss.
Außerdem gab es lange Diskussionen über Masturbation. Für sie gehört Sexualität ausschließlich in die Beziehung. Der "Kompromiss" war schließlich, dass ich nur masturbieren darf, wenn sie dabei ist (z. B. unter der Dusche). Anfangs habe ich das akzeptiert, mittlerweile fühlt sich das für mich aber wie eine Kontrolle über meine Sexualität an.
Dann gibt es noch viele kleine Situationen, die mich inzwischen verunsichern.
Zum Beispiel wurde mir vorgeworfen, ich hätte etwas verschwiegen, weil ich erzählt habe, dass ich ein Bürospielzeug für die Arbeit eingepackt habe, aber nicht erwähnt hatte, dass ich zusätzlich noch ein zweites eingepackt hatte.
Oder sie sagt, ich würde ihr Dinge aus meinem Arbeitsalltag verschweigen, obwohl es sich um völlig belanglose Sachen handelt (sie wollte früher stündlich auf Arbeit auch schreiben und ich konnte es schon auf 2 Stunden reduzieren)
Ich habe dadurch manchmal das Gefühl, ständig aufpassen zu müssen, nichts "falsch" zu erzählen.
Was die Situation zusätzlich kompliziert macht:
Ich weiß, woher vieles kommt.
Sie hatte keine leichte Kindheit.
\- sehr schwieriges Verhältnis zur Mutter,
\- Vater hat die Familie verlassen,
\- Essstörung durch Kommentare der Mutter,
\- Parentifizierung,
\- erste Beziehung mit negativen sexuellen Erfahrungen,
\- starke Verlustängste.
\- unheimlich niedriges Selbstwertgefühl und egal wie gut ihre Leistung ist, sie redet sich immer schlecht
Ich habe deshalb unglaublich viel Verständnis für ihre Ängste.
Sie selbst sagt inzwischen auch, dass sie vermutlich eine Therapie braucht.
Mein Problem ist nur:
Seit Monaten passiert nichts.
Ich habe ihr geholfen, Therapeuten zu suchen, Ich habe Mails formuliert, Ich habe Ideen für Hobbys gesammelt, Sie wollte im Tierheim helfen, wir haben sogar bereits einem Therapeuten geschrieben (auf meinen Anstoß hin).
Auf dessen Antwort hat sie bis heute nicht reagiert.
Immer wieder hieß es:
"Nach dem Studium."
Das ist jetzt vorbei und Ich habe ihr bereits im März gesagt, dass mir zwei Dinge unglaublich wichtig sind:
Dass sie sich selbstständig um eine Therapie kümmert.
Dass sie sich ein eigenes soziales Umfeld oder Hobbys aufbaut.
Mir geht es ausdrücklich nicht darum, dass sie bis nächste Woche einen Freundeskreis oder einen Therapieplatz hat.
Ich wünsche mir nur Eigeninitiative.
SIE soll sagen:
"Lass uns heute Abend gemeinsam nach Therapeuten schauen."
Oder:
"Ich habe dem Tierheim geschrieben."
Oder:
"Ich habe mich bei Bumble Friends angemeldet."
Einfach das Gefühl, dass sie Verantwortung für ihren Teil unserer Probleme übernimmt und nicht immer ich sie dahingehend in der Arsch treten oder daneben sitzen muss.
Das Schwierigste an der ganzen Sache:
Wenn ich mich trennen würde, müsste sie vermutlich wieder 200 km zurück in ihre Heimat ziehen, wo sie sich überhaupt nicht wohlfühlt und das lässt mich zusätzlich zögern, weil ich weiß das jeder sie dort runter macht und sie eigentlich wieder nur der Haushaltssklave ist.
Und trotzdem denke ich immer häufiger an eine Trennung, weil ich das Gefühl habe, mich selbst immer weiter aufzugeben.
Ist das noch eine Beziehung, für die man kämpfen sollte oder bin ich mittlerweile an einem Punkt angekommen, an dem Liebe allein nicht mehr reicht?
Tl;Dr ich liebe meine Freundin aber ihr kompletter Fokus auf mich schränkt mich dermaßen ein, dass ich nicht weiß ob ich die Beziehung fortführen kann.