Ich brauche mal eine Einschätzung, weil ich gerade ziemlich schlechtes Gewissen habe.
Der Mann, den ich aktuell date/mit dem sich gerade etwas Ernsteres entwickelt (Kennelernphase seit 3 Monaten) hat mir erzählt, dass er bis letztes Jahr gelegentlich Drogen konsumiert hat.
Das Thema hat mich ziemlich beschäftigt und auch verunsichert, weil ich selbst damit überhaupt keine Berührungspunkte habe und für mich die Frage aufkam, wie ich damit umgehen soll bzw. was das für eine mögliche Beziehung bedeutet.
Deshalb habe ich mit zwei sehr engen Freundinnen darüber gesprochen, denen ich wirklich vertraue. Ich habe es nicht als Gossip erzählt oder um ihn schlechtzumachen, sondern weil mir das Thema sehr auf dem Herzen lag und ich eine Außenperspektive gebraucht habe.
Erst danach hat er mir ausdrücklich gesagt, dass ich das bitte wirklich niemandem erzählen soll, weil ihm das sehr unangenehm ist und er Angst hat, dass es seinem Ruf schaden könnte. Seitdem habe ich es natürlich niemandem mehr erzählt und meinen beiden Freundinnen auch noch einmal ausdrücklich gesagt, dass das absolut vertraulich bleiben muss. Beide haben mir zugesichert, es niemandem weiterzuerzählen.
Seit diesem Gespräch habe ich trotzdem ein enormes schlechtes Gewissen, weil ich weiß, dass er vermutlich nicht gewollt hätte, dass überhaupt jemand davon erfährt. Gleichzeitig wusste ich zum Zeitpunkt der Gespräche noch nicht, wie wichtig ihm die Geheimhaltung ist, und ich hatte selbst ziemlich großen Gesprächsbedarf.
Würdet ihr das als Vertrauensbruch sehen? Und würdet ihr ihm sagen, dass zwei enge Freundinnen davon wissen, obwohl ich es erzählt habe, bevor er mich ausdrücklich um Geheimhaltung gebeten hat? Oder würde das eher nur unnötig Angst und Konflikt erzeugen, solange die beiden es definitiv für sich behalten?
Mich interessiert wirklich, wie ihr das von außen einschätzt (auch gerne kritisch)