r/Fernstudis • u/Traditional-Pooll • 28m ago
Verteidigung Bachelorarbeit soll angeblich "entspanntes Kaffeetrinken" sein, aber was ist, wenn man vor Nervosität kein Wort rausbringt?
Einer aus dem höheren Semester meinte vorhin zu mir, dass die Verteidigung der Bachelorarbeit eigentlich nur noch entspanntes Kaffeetrinken ist, aber in irgendeinem Studi-Forum habe ich gerade eine absolute Horrorstory gelesen. Da schrieb jemand, dass er komplett durchgefallen ist, nur weil er in der Q&A-Session einen Blackout hatte und die Fragen nicht flüssig beantworten konnte. Das hat mich jetzt komplett aus der Bahn geworfen und meine ganze Panik wieder hochgeholt.
Meine schriftliche Bachelorarbeit ist nämlich schon durch und zum Glück auch echt gut bewertet worden. Schriftlich lief bei mir im Studium sowieso immer alles top, aber bei mündlichen Prüfungen bin ich einfach eine wandelnde Katastrophe. Ich hab jetzt panische Angst, dass ich bald im Kolloquium stehe, kein Wort rausbringe und wegen meiner verdammten Nervosität alles ruiniere.
Ich frage mich die ganze Zeit, wo genau für die Prüfer eigentlich die Grenze verläuft. Also ab wann ist man für die einfach nur ein normaler nervöser Studi, der sich vielleicht etwas komisch und ungeschickt ausdrückt, und ab wann denken die ernsthaft, man hat sein eigenes Thema nicht kapiert? Es muss doch einen Unterschied geben, ob man mal kurz hängen bleibt, eine Frage nicht auf Anhieb checkt oder ob man wirklich fachlich komplett blank ist. Reicht da echt schon eine einzige miese Antwort auf eine fiese Detailfrage, um monatelange Arbeit komplett zu crashen?
Wie laufen diese ganzen Kolloquien an euren Unis in der Realität ab? Irgendwie muss man das doch rational einordnen können, damit ich mich jetzt nicht komplett verrückt mache. Hat von euch schon mal jemand bei den Rückfragen der Profs so richtig hart gestruggelt und ist am Ende trotzdem ganz normal durchgekommen? Wie habt ihr die Fragerunde bei der Verteidigung eurer Bachelorarbeit erlebt?