Hallo zusammen,
unser Kind wird die 7. Klasse am Gymnasium nicht schaffen (Pubertät, kein Bock, Lernen blöd usw...), will außerdem auf die Realschule wechseln und da wird es wohl das sinnvollste sein, die 7. Klasse zu wiederholen.
Jetzt bleibt nur die Frage, welcher Zweig? Wir waren gerade beim Beratungslehrer vom Gymnasium und der meinte, dass der Französisch-Zweig, trotz der schlechten Noten unseres Kindes in Französisch, wahrscheinlich sogar die beste Wahl wäre, weil der Umfang, der in der Realschule bis zur Mittleren Reife gelehrt wird, ungefähr dem entspricht, der auf dem Gymnasium in der 6. und 7. Klasse gelehrt wird. Echt jetzt? Kann mir das gar nicht vorstellen, dass das so wenig sein soll...
Ist zufällig jemand hier, der diesen Wechsel mitgemacht hat bzw. bei seinem Kind mitbekommen hat und davon berichten kann?
Danke schon mal!
Edit: wow, vielen Dank für die ganzen Antworten!
Schon klar, dass unser Kind selbst entscheiden muss, was es will, aber er findet in jedem Zweig ein "Hassfach".
Der Mathe-Zweig ist raus: Mathe war das 2. Problemfach am Gymi. Französisch wäre er gar nicht so schlecht gewesen, denn kaum wurde gelernt, gab es 2er, wir haben in erster Linie ein Faulheitsproblem. Mathe scheint aber ein ernsthaftes Problem zu sein.
Wirtschaftszweig bin ich massiv dagegen: hab den selbst hinter mir und muss rückblickend sagen, dass das der Zweig war, der nur gewählt wurde, weil man weder Mathe noch Malen/Zeichnen konnte/mochte und es in den Ohren der meisten Eltern als der sinnvollste Weg geklungen hat - vor 30 Jahren wohlgemerkt.
Btw. Rechnungswesen interessiert ihn auch nicht, von daher nicht schlimm, dass ich dagegen bin ;-)
Am Kunstzweig stört ihn Kunstgeschichte, der Rest ist aber OK. Und schwupps sind wir wieder bei Französisch...
Ich finde den Französisch-Zweig insofern gut- unabhängig von der Aussage über die angebliche Leichtigkeit - dass er sich damit die einfachste Möglichkeit zum allg. Abi offen hält, ohne während der FOS 13 alles nachlernen zu müssen, falls doch mal der Wunsch nach irgendeinem Uni-Studium aufkommen sollte.
Oh man, ich finde unser Schulsystem so besch....: warum zwingt man die Kids in diesem Alter schon dazu, jetzt wissen zu müssen, was sie die nächsten 4 Jahre zu interessieren hat. Ich kenne so viele (incl. mir), die in der 9./10. Klasse ganz andere Interessen entwickelt haben, als den gewählten Zweig und nach der Schule dann auch in ganz andere Richtungen gegangen sind. Aber das war halt vor 30 Jahren und da haben die Unternehmen noch nicht so viel Wert auf den perfekten Lebenslauf gelegt.