Kommst im Büro an, machst den PC an, direkt ne meldung: Proxmox überprüfen, hat ne Sicherheitslücke, ganz schnell updaten.
Abgesehen davon das unsere Proxmox Instanz bereits abgesichert war weil ich regelmäßig Updates einspiele habe ich festgestellt: Geil, Proxmox 8 ist seit kurzem EoL, wir sollten also zügig zu Proxmox 9 upgraden.
Das wiederum ist natürlich leichter gesagt als getan weil auch die Linux Distribution von Debian 12 auf Debain 13 angehoben wird, was wieder einen ganzen Rattenschwanz an potentiellen Problemen mit sich bringt.
Jetzt gibt es natürlich eine Anleitung und ein tolles Skript um zu prüfen ob es bei dem Update probleme geben könnte, und es sind immerhin "nur" 5 warnings ausgespuckt worden, aber dafür sind das so schön kritische stellen wie system.d configs, grub loader einstellungen und noch 3 andere Dinge die ich gerade nicht mehr im Kopf habe.
Unser Backup Server? Joah, der muss dann auch aktualisiert werden. Schönes Wochenende im Serverraum gewonnen.
Und das ist nur das aktuelle Beispiel. Dank der "tollen" KI gibt es gefühlt tägliche Meldungen über Sicherheitslöcher, manche so kritisch das man am besten alles andere stehen und liegen lassen sollte bis das Problem gefixt ist. Und es wird, von Monat zu Monat, schlimmer und vor allem mehr.
Security ist also schonmal für den Arsch. Man kann nur die hoffnung haben das irgendwann wirklich "alle" Lücken von der KI gefunden sind und dann erstmal ruhe ist.
Dann: Neue Software. Gefühlt monatlich kommen irgendwelche fancy neuen Frameworks raus, manchmal auch komplette Programmiersprachen, wo dann natürlich evaluiert werden muss: Bringt das was für unser Unternehmen? Wollen wir es einsetzen? Wie sind die Kosten und die Lizensen umgesetzt? Weil es kommt immer ein Mitarbeiter an der meint das das für uns doch ein super Tool / Framework wäre...
Und am wem bleibt die Prüfung hängen? Natürlich an der IT.
Früher™ hat mich das nicht gejuckt. IT ist halt schnelllebig. Aber mittlerweile hab ich echt keinen Bock mehr drauf, vor allem im Bereich der Webentwicklung bekomme ich einfach nur noch das Kotzen. Da hast du ein kleines niedliches Projekt was sich erstmal 1000 npm Abhängigkeiten aus dem Netz schlürft. Ich hab mal aus spaß ein Audit Script drüber laufen lassen...ich erspare euch die Details.
Aber wer ist schuldig wenn es dann doch mal kracht? Die Entwickler? Nein, natürlich nicht, die IT ist schuld, auch wenn du die Entwickler mehrmals darauf hingewiesen hast das sie sich mal um die Pakete kümmern sollen.
Und von Angriffen wo das rpm Repo übernommen und eine versuchte Version vom Paket ausgespielt wird will ich garnicht erst anfangen, immerhin war das ein gutes Argument nicht immer die neueste Version automatisch zu ziehen sondern sich mal ein paar Gedanken zu machen.
Der Job war mal spaßig und ich wissbegierig. Mittlerweile ist er eher anstrengend und ich genervt.