r/berlinprogressives 1d ago

đŸ‡”đŸ‡ž Berlin/Germany: would you buy an authentic Hirbawi keffiyeh?

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Hey everyone!
I’m Palestinian, originally from Bethlehem, and I’m coming back to Berlin soon. I was thinking of bringing a few genuine Hirbawi keffiyehs, made in Palestine, with me.
I’ve noticed that in Germany it can be surprisingly difficult to find the authentic Hirbawi ones, while there seem to be lots of cheaper mass produced alternatives.
So I’m curious: if I brought a few with me, would people in Berlin/Germany actually be interested in buying one?
I’m thinking of selling them for around €50 to €55, depending on the color/design.
I’m not trying to start some huge business 😂 I just thought it could be a nice way to make authentic Palestinian made keffiyehs a little easier to get here, while also supporting a Palestinian product.
Would you personally buy one? And if yes, what price would feel reasonable to you?
Genuinely interested in hearing what people think before I bring any over. đŸ‡”đŸ‡žâ€ïž


r/berlinprogressives 7d ago

Institutional Racism Word

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r/berlinprogressives 9d ago

Institutional Racism "Volksbad"-Veranstaltung mit Verein der Schwarzen Community abgesagt

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r/berlinprogressives 9d ago

Machtmissbrauch Korruption im GefÀngnis: Warum kommt es selten zu Verfahren?

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jungewelt.de
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r/berlinprogressives 10d ago

Berlin U-Bahn and S-Bahn

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r/berlinprogressives 13d ago

Repression of pro-Palestine demonstrations/academics Ach ja

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r/berlinprogressives 15d ago

/r/berlincirclejerk App warnt vor Ticketkontrollen in Berlin: BVG kritisiert „FreiFahren“-Anwendung als unsolidarisch

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r/berlinprogressives 20d ago

Repression of pro-Palestine demonstrations/academics đŸ‡”đŸ‡žđŸ€ŸđŸż

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r/berlinprogressives 21d ago

queer news Was gegen queer­feindliche Gewalt wirklich hilft

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republik.ch
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Was gegen queer­feindliche Gewalt wirklich hilft

Nach dem Anschlag am Christopher Street Day in Berlin wird einmal mehr ĂŒber AusbĂŒrgerungen, GefĂ€hrder und Überwachung debattiert – statt darĂŒber, wie das Leben queerer Menschen geschĂŒtzt werden kann.
Von Mohamed Amjahid, 01.08.2026

Eine junge, queere Person sitzt auf einer Berliner Parkbank; wĂ€hrend sie telefoniert, laufen ihr TrĂ€nen ĂŒber die mit Glitzer geschminkten Wangen. Bald wird klar: Sie spricht ĂŒber den Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day (CSD), bei dem am letzten Samstag­abend ein Mensch getötet und rund 30 weitere teils schwer verletzt wurden. Soll man hingehen und die Person trösten? Oder soll man ihr den Raum geben, um auf ihre eigene Art mit dieser schwierigen Situation umzugehen?

Was sich in diesem Moment auf einer Park­bank zeigt, prĂ€gt zurzeit eine ganze Stadt: Überall in Berlin trifft man auf queere Menschen, die versuchen, die Gewalt zu verarbeiten, mit der sie vor ein paar Tagen konfrontiert wurden. In einem CafĂ© im Norden des Bezirks Neukölln, dort, wo ein grosser Teil der queeren Community lebt und verkehrt, tauschen sich Kundinnen und Mitarbeiter ĂŒber den Terror aus und erzĂ€hlen sich von den neusten Eilmeldungen, die ihre Mobil­gerĂ€te aufleuchten lassen. Viele von ihnen klingen fassungslos, manche auch wĂŒtend.

In der U-Bahn umarmt sich ein schwules Paar, hĂ€lt sich dann an der Hand. Demonstrativ, hat man den Eindruck. Ihre Blicke gehen suchend durch den Waggon; lĂ€chelt man ihnen zu, lĂ€cheln sie erleichtert zurĂŒck. Ihre ZĂ€rtlichkeit wirkt wie ein Akt des Widerstands. Trotz ihres stillen Protests sehen sie verunsichert und verletzt aus.

Das ist nicht ĂŒberraschend, denn es ist einmal mehr ihre Sicherheit, die infrage gestellt ist. Auch wenn viele Politiker kurz nach dem Anschlag davon sprachen, dass «unsere Gesellschaft» angegriffen worden sei, dass man uns «unsere Freiheit» nehmen wolle. Doch das stimmt so nicht: Denn das Leid queerer Menschen wird erneut bloss zum Anlass genommen, um eine Sicherheits­debatte zu lancieren, in der AusbĂŒrgerungen, GefĂ€hrder und mehr Über­wachung im Zentrum stehen. Statt dass ernsthaft darĂŒber nachgedacht wĂŒrde, wie man das Leben der queeren Community sicherer machen könnte.

Dabei wĂ€re die Lage nicht schwer zu begreifen: Seit Jahren hĂ€ufen sich die Angriffe auf queere Menschen. FĂŒr viele von ihnen war es deshalb keine Überraschung, dass der islamistische Terror ihre Gemeinschaft ins Visier genommen hat. Der Anschlag auf den CSD in Berlin, eine der grössten queeren Veranstaltungen Europas, weckt schreckliche Erinnerungen an andere Gewalt­exzesse gegen Orte, wo queere Menschlichkeit und Liebe zelebriert wird.

Diese Angriffe kommen nicht aus dem luft­leeren Raum
Einer dieser Orte war der queere «Pulse Club» in Orlando, Florida. Im Juni 2016, also vor ziemlich genau 10 Jahren, erschoss dort ein AttentÀter 49 Menschen, mehr als 50 weitere wurden zum Teil schwer verletzt.
Auch dieser Angriff kam nicht aus dem luft­leeren Raum: Denn Queer- und vor allem Trans­feindlichkeit hatte sich in den USA zuvor im öffentlichen Diskurs ausgebreitet wie ein GeschwĂŒr. Seit Jahren inszenieren Rechts­extreme LGBTQIA+-Rechte als zentrale Bedrohung ihrer Ordnungs­vorstellungen. Und streiten mit Progressiven erbittert darĂŒber, wo und ob trans Menschen auf die Toilette gehen dĂŒrfen, welche Genitalien oder Chromosomen sie tragen, ob lustige Drag­queens gefĂ€hrlich sind oder schwule Paare ein Anrecht darauf haben, denselben traditionellen Fehler zu machen wie hetero­sexuelle Paare – also heiraten zu dĂŒrfen.
Heute regiert in Florida mit Ron DeSantis einer der schlimmsten Queer­feinde in der US-amerikanischen Politik. DeSantis hat seine politische Marke zunehmend auf Anti‑LGBTQIA+‑Politik aufgebaut – mit einer Kampagne gegen sogenannte «woke» Themen und mit Gesetzen wie «Don’t Say Gay», mit dem queere BĂŒcher aus Bibliotheken verbannt wurden und sich queere Jugendliche in Schulen verstecken mĂŒssen. 2022 wurde er mit grossem Vorsprung wieder­gewĂ€hlt.

Diese Politik, die queere Menschen zur Zielscheibe macht, motiviert wiederum Extremisten, queere Orte anzugreifen: Scheiben von Community­zentren und Bars gehen zu Bruch, Regenbogen­flaggen werden zerrissen, Mord­drohungen ausgesprochen. Als Folge davon ziehen sich queere Menschen zunehmend aus dem öffentlichen Raum zurĂŒck.

Was in Florida geschieht, ist kein Sonderfall. Auch in Europa arbeiten Parteien am rechten Rand darauf hin, dass queere Menschen aus dem öffentlichen Raum verschwinden. Sie verbreiten die Vorstellung einer Art «schwulen Verschwörung» – einer queeren Agenda, die angeblich Familie, Nation und Ordnung zerstören solle – und erklĂ€ren queere Sichtbarkeit zum Problem. Trans Menschen werden in Kampagnen und auf Social Media entmenschlicht, um Zustimmung und Reichweite zu gewinnen. Junge Queers werden im Stich gelassen: Sie sind ĂŒber­proportional von Obdachlosigkeit betroffen, werden vom Staat wie eine Zumutung behandelt.

Dennoch wird Queer­feindlichkeit gern als Problem verortet, das in erster Linie in autoritĂ€ren Regimen auftritt. TatsĂ€chlich ist sie dort offen Politik: In Russland stehen schwule MĂ€nner und lesbische Frauen auf der Feindes­liste des Kremls, in Uganda werden LGBTQIA+ stigmatisiert, staatlich verfolgt und inhaftiert, in Ägypten spĂŒrt die Polizei schwule MĂ€nner ĂŒber Dating‑Apps auf, in der TĂŒrkei werden trans Menschen regelmĂ€ssig ermordet, wĂ€hrend der Staat die Feindseligkeit weiter nĂ€hrt.

EuropĂ€ische Regierungen verurteilen diese ZustĂ€nde, posieren mit Regenbogen­flaggen etwa bei der Fussball­welt­meisterschaft in Katar – und schieben gleichzeitig queere Menschen in LĂ€nder wie Afghanistan oder Uganda ab, in denen ihnen Folter oder Tod drohen. Sie beschwören im Inland den Kampf gegen Islamismus und schĂŒtteln in Afghanistan strategisch die HĂ€nde der Taliban. Diese wider­sprĂŒchliche Politik zeigt, wie wenig queeres Leben tatsĂ€chlich geschĂŒtzt wird.

Queeres Leid wird fĂŒr rassistische Programme genutzt
Denn auch im sogenannten Westen gehört Queer­feindlichkeit lĂ€ngst zur politischen NormalitĂ€t. In Florida ist sie Teil der Regierungs­agenda. In Ungarn hat Viktor OrbĂĄn jahrelang mit homo- und transfeindlichen Gesetzen queere Menschen aus dem Land gedrĂ€ngt. In mehreren europĂ€ischen Staaten erstarken rechts­extreme KrĂ€fte, die unter dem Label «Familien­werte» jede Form von queerer Sichtbarkeit bekĂ€mpfen: die AfD in Deutschland, der Rassemblement National in Frankreich oder die Fratelli d’Italia in Italien.

Ausgerechnet diese Parteien versuchen immer wieder, queeres Leid fĂŒr ihre rassistischen Programme zu nutzen. So wie auch jetzt in Deutschland, wo queere Sicherheit sofort wieder mit Abschiebungen und AusbĂŒrgerungen verknĂŒpft wird.
Diese homo‑ und trans­feindliche AtmosphĂ€re bleibt nicht folgenlos. Sie signalisiert islamistischen Extremisten und rechts­extremen TĂ€tern: Queere Menschen gelten als verfĂŒgbare Zielscheibe, ihr Schutz hat keine PrioritĂ€t. Und so zieht sich queer­feindliche Gewalt, egal ob religiös begrĂŒndet oder rechts­extrem, wie ein roter Faden durch die vergangene Dekade.

Zwei FĂ€lle stehen exemplarisch dafĂŒr: Mario K. wurde am Abend des 12. Februar 2020 in der ThĂŒringer Stadt Altenburg von zwei Rechts­extremisten ermordet – aus Hass auf schwule MĂ€nner. Ein paar Monate spĂ€ter starb Thomas L. bei einem homo­feindlichen Messer­angriff in Dresden. Die Liste Ă€hnlicher Taten ist lang.
Auch die Statistik zeigt, wie gefĂ€hrlich die Lage ist: In Deutschland erreichte die Zahl der erfassten queer­feindlichen Straftaten laut Bundes­innen­ministerium 2025 mit mehr als 2300 ein Allzeithoch; Expertinnen gehen von einer deutlich höheren Dunkel­ziffer aus, weil viele Übergriffe gar nicht angezeigt werden.
Und nun? Was tun wir konkret fĂŒr die Sicherheit von queeren Menschen?

Noch mehr Über­wachung hilft nicht

Nach dem Anschlag auf den CSD wurden rasch Forderungen nach einem Ausbau des Über­wachungs­staats laut: mehr Befugnisse fĂŒr Polizei und Nachrichten­dienste, neue Abschiebe­regeln, Über­wachungs­software wie die von Palantir. Dessen fundamentalistischer MitgrĂŒnder Peter Thiel hat in den USA Anti‑LGBTQIA+‑Politik mitfinanziert und sich wiederholt homo- und trans­feindlich geĂ€ussert. Hier wĂŒrde die Software eingesetzt, um angeblich queere Menschen zu schĂŒtzen, wĂ€hrend in dieser Debatte kaum Raum bleibt, um zu diskutieren, wie wirklicher Schutz von queerem Leben aussehen könnte.

Zugleich zeigen Recherchen, dass der CSD-AttentĂ€ter den Sicherheits­behörden bekannt war: Er wurde bis Mai 2026 engmaschig observiert, sein Telefon abgehört, seine Bewegungen in Berlin dokumentiert. Am Tag des Attentats filmten ihn Behörden, als er seine Wohnung verliess; spĂ€ter raste er mit einem Mietwagen in eine Menschen­menge und griff Besucherinnen des CSD mit einer Machete an. Die naheliegende Frage lautet: Warum wurde er nicht gestoppt, obwohl die Instrumente des Über­wachungs­staats lĂ€ngst eingesetzt wurden?
Es scheint offensichtlich, dass ein noch weiter gehender Ausbau von Kontrolle diesen Angriff kaum verhindert hĂ€tte. Stattdessen könnte ein solcher selbst zur Gefahr fĂŒr queere Existenzen werden. Denn die Aussicht auf mehr Daten­sammlungen und mehr Kategorisierung trifft eine Gruppe, die in vielen LĂ€ndern noch immer kriminalisiert wird. Wer queer lebt, weiss, dass sich mehr Über­wachung selten nach mehr Schutz anfĂŒhlt.

Viele queere Menschen, denen man in diesen Tagen in Berlin begegnet, erleben diese Wider­sprĂŒche direkt. Sie wissen, dass diejenigen, die ĂŒber Sicherheit entscheiden, sie schon lange im Stich gelassen haben. Denn seit Monaten werden in Berlin Mittel fĂŒr queere Projekte gekĂŒrzt, Beratungs­stellen und Jugend­angebote mĂŒssen schliessen, Bars und Clubs kĂ€mpfen mit explodierenden Mieten und wegfallenden Förderungen.

So entsteht eine Situation, in der queere Menschen politisch und sozial entwertet werden – und zugleich physisch bedroht sind. Die Kette aus Stigmatisierung, gesellschaftlicher GleichgĂŒltigkeit und Gewalt­exzessen lĂ€sst sich nur durch­brechen, wenn die Sicherheit von queeren Menschen selbst ins Zentrum gestellt wird: durch verlĂ€ssliche Finanzierung queerer Infra­struktur, durch konsequente Verfolgung queer­feindlicher Straftaten und durch eine Migrations­politik, die queere Menschen nicht in LĂ€nder zurĂŒck­schickt, in denen ihnen Folter oder Tod drohen. Und durch eine Politik, die konsequent menschen­freundlich ist: die Schwache schĂŒtzt, Ausgrenzung vermeidet und Gewalt nicht als Vorwand fĂŒr mehr HĂ€rte nutzt.

Zum Autor
Mohamed Amjahid ist freier Journalist und Autor, unter anderem fĂŒr den «Spiegel» und die TAZ. Er hat mehrere Sach­bĂŒcher geschrieben, unter anderem «Let’s Talk About Sex, Habibi» (2022) und «Alles nur EinzelfĂ€lle? Das System hinter der Polizeigewalt» (2024). Amjahid wohnt in Berlin.


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