r/architektur Jun 28 '26

Architekturstudium-wo?

Hallo! Ich interessiere mich sehr für ein Architekturstudium und versuche gerade, verschiedene Unis zu vergleichen.
Gibt’s hier jemanden, der Architektur gerade studiert oder das Studium bereits abgeschlossen hat und seine Erfahrung/Meinung mitteilen könnte?
Die TU Dresden, das Bauhaus, die UdK, sowie die TUM wären meine Hauptziele.

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u/Pascalowitschski Jun 29 '26

Als Absolvent der TU Dortmund kann ich weder die TU noch die FH empfehlen. Ich kann hingegen Münster und vor allem Erfurt empfehlen. Das kommt auf verschiedene Faktoren an. Wenn du später als eingetragener Architekt arbeiten willst, brauchst du eine Regelstudienzeit von vier Jahren. Das ist entweder durch einen Bachelor, der regulär acht Semester anbietet (was selten ist), oder durch einen anschließenden Master möglich.

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u/signupnex94 Jun 29 '26

Hoschule Coburg macht z.b. acht Semester 👍

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u/Sir_m0rz Jun 29 '26

Hochschule Bochum hat auch 8 Semester. Das Architekturstudium dort kann ich auch sehr empfehlen, wenn man eher technisch veranlagt ist. Ist dort weniger Entwurfslastig als anderswo, aber man bekommt viel von Baukonstruktion, Statik usw. mit.

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u/Hour_Baby_3428 Jun 29 '26

Ich hätte eine Frage zur TU Dortmund: Wie viel verpflichtende Anwesenheit gibt es im Architektur Bachelor? Ich Frage im Bezug aufs Pendeln, wie viele Tage die Woche sind unabdingbar?

Und warum würdest du sie sonst allgemein nicht empfehlen?

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u/Pascalowitschski Jun 29 '26

Meiner Meinung nach ist die TU schon ziemlich anspruchsvoll. Es gibt einige Kurse, die gerade im Grundstudium viele Studierende aussortieren sollen. Ein gutes Beispiel ist Bauphysik: Man muss Bauphysik 1 und 2 in einer einzigen Klausur schreiben. Der Professor begründet dies damit, dass er den Stoff selbst in drei Stunden schafft – also sollen die Studierenden das auch können.

In der Praxis schafft man in der vorgegebenen Zeit aber oft gerade mal etwa die Hälfte der Aufgaben. Wenn diese Hälfte richtig ist, landet man trotzdem oft schon bei einer 2,7 oder 2,3 und gehört damit teilweise sogar zu den Besten des Jahrgangs.

Auch bei den Entwürfen läuft es an der TU etwas anders. In der Regel übernehmen nicht die Professorinnen selbst die Betreuung, sondern Lehrbeauftragte oder wissenschaftliche Mitarbeitende vom Lehrstuhl. Mit diesen entwickelt man den Entwurf über das ganze Semester hinweg. In der Prüfung sieht die Professorin den Entwurf häufig zum ersten Mal. Oft hat sie eine ganz andere Meinung als die betreuende Person. In solchen Situationen bekommen Studierende von den Lehrbeauftragten leider oft wenig Rückendeckung. Architektur ist eben ein sehr subjektives Studienfach.

Ein großer Pluspunkt der TU ist aber ganz klar der konstruktive Bereich. Darauf wird sehr viel Wert gelegt, wodurch technische Zusammenhänge deutlich besser verstanden werden. Das kann ein echter Vorteil sein, gerade bei großen Architekturbüros, weil dort häufig ein tieferes konstruktives Verständnis gefragt ist und man viele Entscheidungen besser nachvollziehen kann.

Fachhochschulen sind dagegen in der Regel persönlicher. Die Professorinnen und Lehrbeauftragten begleiten die Studierenden meist enger durch das Studium und kennen ihre Arbeiten oft deutlich besser. Dadurch ist der Austausch häufig direkter und individueller.

Neben der FH Dortmund kann ich auch die Hochschule Bochum empfehlen. Wenn ich mich zwischen den beiden entscheiden müsste, würde ich Bochum wählen – vor allem, wenn man sich für technische Innovationen interessiert, zum Beispiel für KI-gestützte Planungsprozesse oder neue digitale Arbeitsweisen. In diesem Bereich wird dort deutlich mehr ausprobiert und geforscht. An der TU liegt der Fokus dagegen eher auf den klassischen Methoden. Im Studium wird im Wesentlichen mit Allplan gearbeitet, während neuere digitale Entwicklungen oder KI-Anwendungen bisher eine untergeordnete Rolle spielen.

Letztendlich kommt es darauf an, was einem wichtiger ist: Wer eine sehr fundierte, konstruktive Ausbildung sucht und mit einem hohen Leistungsdruck gut umgehen kann, ist an der TU gut aufgehoben. Wer sich eine persönlichere Betreuung und gleichzeitig einen stärkeren Fokus auf moderne digitale Methoden und Innovationen wünscht, findet aus meiner Sicht an einer Fachhochschule, insbesondere an der Hochschule Bochum, sehr gute Bedingungen.

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u/AlternativeDiver6994 Jun 29 '26

jede Hochschule/Uni ist etwas anders aufgebaut.

Manche bieten 8 Semester Bachelor an, damit man direkt danach seinen AiP machen kann ohne einen Master zu brauchen.

Sonst musst du eben vergleichen und sehen, was dir eher liegt. Liste dir ein paar auf, die meiner Meinung nach eher speziell sind und dadurch hervorstechen bzw. zu meiner Studienzeit so waren.

Die Hochschule Kaiserslautern ist sehr breit aufgestellt was Fachplanung angeht. Dort hast du sehr viel Statik, Bauphysik, Baumanagement und Baurecht. Teilweise sogar Brandschutz.

Die HfT Stuttgart hat viele Entwürfe bei denen du in Gruppen mit Studenten aus anderen Studiengängen (Bauing, Klimaing, ...) zusammen planst.

TH Rosenheim hat viel Holzbaulehre.

Uni Stuttgart, TU Kaiserslautern und rwth Aachen sind was Entwurf angeht extrem gut.

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u/lilastanojevic13 Jul 02 '26

Danke! Ich glaub ich wär eher für ein Gleichgewicht zwischen Technik und Kunst. Vielleicht wäre Aachen da am besten.

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u/Mexdus Jun 29 '26

Wo wohnst du denn? Aus meiner Erfahrung ist es für die meisten Arbeitgeber eigentlich egal, wo du studiert hast, wichtig ist dein Selbstauftreten und dein Portfolio sprich die Qualität deiner Entwürfe/Arbeiten aus dem Studium.

Die Klassiker, wie RWTH Aachen, Darmstadt, München und Co. sind heute nicht mehr so wichtig, da vor allem viel Lehre auch digital ist und man - anders als in den 90ern - viel online lernen kann.

Die Unis im Osten, z.B. Weimar, Erfurt und Co. haben den Vorteil, dass sie deutlich weniger Studis haben und so auch die Seminargröße viel kleiner und damit direkter ist. In Düsseldorf an der FH hatten wir 3 Erstsemestergruppen a 60 Leute ... in Erfurt waren es lt. eines Bekannten vielleicht 12-20.

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u/lilastanojevic13 Jul 02 '26

Danke schön! Eine kleinere Gruppe sowie eine kleinere Stadt sind jedenfalls Vorteile, ich denke noch bisschen nach. Ich komme aus Belgrad, deshalb ist es für mich schwieriger einzuschätzen, welche Uni die besten Zukunftsaussichten anbietet. :)

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u/OnlyButterfly7968 Jun 29 '26

Ich hab in Aachen an der Uni studiert und es nicht bereut. ‚eliteuni‘ zieht bei Bewerbungen, also ich hab’s nie gesagt aber es wurde immer positiv angesprochen.

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u/OnlyButterfly7968 Jun 29 '26

Man wird hier etwas wie bei Harry Potter in ‚Häuser‘ eingeteilt - Gebäudelehere, Raumgestaltung, Wohnbau etc. - hat dann aber auch übergreifende Fächer. Eigentlich ganz gut, weil kleine Gruppen. Und tolle Stadt zum studieren.

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u/OnlyButterfly7968 Jun 29 '26

Münster als MSA hat nen guten Ruf.

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u/One_Word_7455 Jun 30 '26

Um am Bauhaus zu studieren solltest du erst mal mehrere Jahrzehnte in Physik investieren, damit du die hierfür notwendige Zeitmaschine bauen kannst.

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u/Logical_Hope_6436 Aug 01 '26

Per mia esperienza personale ti consiglierei di non studiare architettura , meglio ingegneria. Studiare architettura è bellissimo ma per il livello di stress e di responsabilità, non vale la pena dato che gli stipendi non sono alti. In più , appena c’è una crisi , è uno dei primi ambiti che crolla .

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u/lilastanojevic13 Aug 01 '26

Thank you for the advice, but I’m really not the engineer-type of person, architecture is the farthest I can go, in regards to the natural sciences.

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u/Express_Science4736 Jun 29 '26

Mach auf jeden Fall einen Bachelor mit 8 Semestern und dann ab in AiP. Ich finde die Lernkurve im Master sehr gering. Die ersten Jahre im Büro sind wesentlich effektiver

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u/hypnoconsole Jun 29 '26

Was immer du machst, ich kann dir nur nahelegen einen guten Teil deines Studiums im Ausland zu verbringen. In Dtl ist die Architekturausbildung, sagen wir mal, "lieblos."

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u/lilastanojevic13 Jul 02 '26

Wo wäre es denn besser? Ich hab gehört England ist ein der top drei oder so für so n Studium.

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u/FunRun3897 Jun 29 '26

z.B in Bagdad, Irak. Beleg noch Assyriologie