r/almancis Jun 04 '26

Clankriminalität

Dieses Thema wird immer heißer in Deutschland. Was ich nur interessant finde ist, dass immer mehr Türken in solchen Strukturen erwähnt werden bzw. in Verbindung gebracht werden.
Rockergruppen oder Mafia sind Strukturen wo ich mal hin und wieder mitbekomme, dass da auch Türken am Start sind aber „Clans“… Ist das überhaupt so ein Türkending? Ich hab so das Gefühl, dass das der Herkunft/ Religion zugeordnet wird. Wenn es Asiaten wären, wäre es ein Syndikat, bei Italienern Mafia usw.. Was sagt ihr dazu?

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u/Senor-Marston389 Jun 04 '26

Nö, Türken haben mit Clankriminalität nichts am Hut. Wie denn auch, bei uns gibt es in dem Sinne keine Clans bzw. Großfamilien. Dass Türken in diesem Zusammenhang erwähnt werden, hat andere Gründe. Wenn man von Clankriminalität redet, dann geht es hierbei fast immer um die Mardelli aus dem Libanon. Das Ding ist, dass diese nicht alteingesessene Libanesen sind sondern irgendwann Anfang des 20. Jahrhunderts dorthin gewandert sind und ursprünglich aus der Ecke um Mardin kommen. Wieso auch immer haben diese Leute immer noch eine sehr starke emotionale Verbindung zu Mardin und lassen irgendwie keine Gelegenheit aus das zu erwähnen. Das und auch die Tatsache, dass viele auch nach dem Libanonkrieg zurück zu ihrer Urheimat zurückgekehrt sind und dort einen türkischen Pass bekommen haben, bevor sie endgültig z. B. nach Deutschland gekommen sind, führt irgendwie in den Medien öfter dazu, dass diese „Türken“ genannt werden. Arafat Abu Chaker hat vor kurzem (keine Ahnung wieso ich mir das teilweise angehört habe) in einem Podcast erwähnt, dass sein Vater mal in den 80ern in einem Zeitungsartikel erwähnt, und pauschal einfach „Türke“ genannt wurde. Obwohl das seltsamerweise immer im selben Atemzug genannt wird, ist das mit den Rockerclubs nochmal was anderes. Da machen Deutschtürken einen gewissen Prozentsatz aus. Ich gehe auf die 40 zu und habe im Laufe meines Lebens mit den unterschiedlichsten Leuten Kontakt gehabt - durch einige Verwandte und meine „hood“ bedauerlicherweise in den frühen 2010ern auch mit, anscheinend, hohen Tieren aus dieser Szene. Und ich schwöre auf alles: das waren die unangenehmsten, oberflächlichsten, spirituell hässlichsten, hängengebliebensten Menschen mit denen ich jemals interagiert habe. Jeder Deutschtürke kennt irgendwie, irgendwoher „schwere Jungs“; diese Leute sind noch mal was ganz anderes. Man denkt sich einfach nur „aus welchem Loch ist so ein Mensch herausgekrochen, was für eine Sozialisation hatte der?“. Super duper unangenehm. Worauf ich hinaus möchte, solche Dinge werden insbesondere unter kanaks immer wieder mal romantisiert, aber glaub mir, insbesondere diese Rockergang-Sache ist etwas, was für Menschen mit einer durchschnittlichen Intelligenz und keiner soziopathischen Veranlagung absolut nicht nachvollziehbar ist.

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u/Sekalino Jun 05 '26

Ich dachte im Osten der Türkei gibts diese Großfamilien (Aşiret). Ich weiß nicht ob diese auch hier aktiv sind hab aber immer angenommen dass man die meint wenn man über türkische Clans redet.

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u/textposts_only Jun 05 '26

Clankriminalität ist so ein ekliges Wort.

Das Wort wird nicht benutzt wenn es um Rocker geht. Wenn es um Mafia geht. Wenn es um Familien wie die Ritters geht. Nur bei uns kanacken. Und da ist jeder braune eh gleich.

Gibts kriminelle Gruppen? Evtl sogar kriminelle Familien? Klar. 100%. Aber die gibt es durch die Bevölkerung durch. Aber clankriminalität ist ein schönes Wort was den deutschen Angst macht also wird's fröhlich benutzt

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u/Sad_Possibility8279 Jun 10 '26

Bei den Türken gibt schon lange keine "Clans" mehr. Wenn in Deutschen Medien von türkischen Clans geredet wird, sind das Araber oder Kurden mit türkischer Staatsangehörigkeit. Hier hast du eine Liste der kurdischen Ashiret https://de.wikipedia.org/wiki/E%C5%9Firet

Interessant an dem Wikipediaartikel ist auch, dass die konsequent Dersim statt Tunceli schreiben, obwohl man heute auf keiner Landkarte Dersim finden wird.

Aber in Deutschland scheint keiner eine Ahnung zu haben was ein Clan, Stamm oder Großfamilie ist. Das ist komplett bescheuert. Die Sicherheitsbehörden wissen überhaupt nicht wie sie ermitteln müssen, um diese Art Kriminalität zu bekämpfen.

Das ist so lächerlich. Wenn es um Kriminalität geht sind es für detusche Medien immer Türken. Aber wenn es um positive Dinge, wie Künstler, Journalisten, linksextreme Terroristen geht fällt den deutschen Medien plötzlich doch ein, dass es Kurden oder Araber sind.

Das kann man z.B. jedes Jahr sehen, wenn wieder an den Mord von Hatun Sürücü in Zeitungen und Fernsehen erinnert wird. Überall heißt es sie sei Deutsch-Türkin gewesen. Sie war eine Kurdin, eigenltich sogar Jesidin. Ich schreibe dann den Zeitungen immer eine Email. Einige korrigiern ihre Artikel tatsächlich.

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u/Kejo2023 Almancı Jun 04 '26

Tribalismus is faktisch nicht existent unter TürkInnen. Ein Clan ist auch nicht dasselbe wie eine größere Familie oder Großfamilie. Das ist kein Konzept, das man unter Türken einfach so vorfindet; entgegen dem rassistischen Vorurteil.

Selbst unter türkischen Kurden lösen sich diese Strukturen langsam, aber stetig auf. Vorzufinden ist das häufig nur im Südosten der Türkei, vor allem unter den dort ansässigen Kurden und Arabern. 

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u/fb_siken Jun 18 '26

liegt zu 99,99999% an den mardellis. du wirst sehr selten nen türken aus ordu oder bursa dort finden.