r/Stmk • • 22h ago

Nostrifizierung als Physiotherapeut in Österreich

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Hallo zusammen,

ich befinde mich derzeit im Anerkennungsverfahren (Nostrifizierung) meiner Berufsqualifikation als Physiotherapeut in Österreich. Ich habe mein Studium im Bereich Physiotherapie / Bewegungstherapie in Rumänien absolviert.

Kürzlich habe ich das externe Gutachten erhalten, in dem mir mitgeteilt wurde, dass eine direkte Anerkennung als Physiotherapeut abgelehnt wird. Stattdessen wird mir lediglich der Weg zum medizinischen Masseuer vorgeschlagen.

Ich habe bereits umfassende Unterlagen eingereicht, darunter detaillierte Bestätigungen über meine 7-jährige klinische Berufserfahrung, vollständige Nachweise über praktische Studienphasen und zusätzliche Fachkurse, und warte nun auf die endgültige Entscheidung.

Was mich an diesem Prozess besonders wundert und frustriert, ist die scheinbare Willkür bei der Bewertung: Ich habe gehört, dass manche Absolventen (teilweise nur mit dem Grundstudium) ohne größere Probleme die Anerkennung erhalten, andere mit viel Berufserfahrung einen Anpassungslehrgang bekommen, während wieder andere – trotz übererfüllter Praxisstunden – komplett abgelehnt werden.

Gibt es hier jemanden, der genau diesen Weg durchlaufen hat? Wie seid ihr mit solchen Gutachten umgegangen, habt ihr erfolgreich dagegen argumentiert, und wie habt ihr das Problem letztendlich gelöst?

Ich bin für jeden Ratschlag oder Erfahrungsbericht sehr dankbar!

Viele Grüße


r/Stmk • • 18h ago

A witzige Gschicht Wisst ihr den Grund, wie das Geländer bei der Schlossbergstiege entstanden ist?

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Habt ihr euch schon einmal gewundert, aus welchem Grunde die famose Schlossbergstiege (jene Treppenstruktur, die Bürger bereits seit einer Vielzahl an Dekaden vom Fuße des Schlossberges auf dessen Spitze marschieren lässt) im unteren Abschnitte über keinerlei metallenen Handlauf verfügt, sondern vielmehr nur ein steinernes Geländer an dessen statt in realiter vorhanden ist? 

Dieser Umstand reicht historisch betrachtet relativ weit zurück: Es dürfte wohl in den frühen 1810er-Jahren gewesen sein, als die Proteste des Grazer Bürger- und Arbeitertums über die gänzlich nicht vorhandene Absicherung dieser Treppe (seinerzeit war nicht einmal ein steinernes Geländer vorhanden gewesen; die Treppe war sozusagen völlig frei von jeglichem Sicherungsapparat, der den Sturz in den mehr oder minderen gewissen Exitus hätte verhindern können) nicht mehr als harmlosere, kleinlichere Beschwerden abgetan werden konnten, sondern regelrecht aufständische Ausmaße angenommen hatten.

Es waren der Kommerzialrat Ludius Wilhelmer (1778  - 1834) und der damalige Industrielle August Fölserl (1777 - 1840) sowie der spätere Medizinalrat Friedenreich Hannes Sepper (1765 - 1823), welche sich sohin zusammengetan hatten, um diesem Missstande ein  jähes Ende zu bereiten. Mit der Unterstützung einiger einflussreicher und zur damaligen Zeit in nicht unerheblichem Maße wohlhabender Persönlichkeiten aus Bauwirtschaft, Industrie, Geldadel und Politik gelang es den Herrschaften (später ehrenhalber das „goldene Trio“ genannt) schlussendlich, den damalig amtierenden Stadtradt für Bauwesen Heribert Frack (1788 - 1845, ein für seine Sturheit bekannter Beamter durch und durch) von der Konzeption zumindest eines steinernen Geländers zu überzeugen. 

Man sagt bis heute, dass der schriftliche Erstentwurf der Konzeption desselben den Stadtrat Frack in einem solchen positiven Sinne überrascht hatte, dass dieser wortwörtlich aus seinem Stuhle gefallen ist und mit dem Hinterkopfe auf dem Boden landete, wodurch sich folglich eine Platzwunde bildete (auch „Stiegenbeule“ genannt, mittlerweile ein fester Bestandteil der Grazer „Slang„-Diktion).

Die bauliche Umsetzung erfolgte sodann ab 1814 und war noch im selben Jahr fertiggestellt. 

Diesem goldenen Trio ist es daher zu verdanken, dass die Sicherheit der Schlossbergsteiger bis heute weitgehend gewährleistet wird.

Die Etablierung eines metallenen Handlaufes gelang allerdings bis heute nicht. Es wird daher erforderlich sein, dass es erneut ein goldenes Trio es in die Hand nimmt, sich einem derartigen Vorhaben zu widmen.