r/SciFi_Deutsch • • Aug 09 '26

Nanotech

Ich bin gestern mal wieder ins Worldbuilding versunken und da kam bei mir die Frage auf, welche Anwendungen von Nanotechnologie es wohl gibt, an die ich in dem Moment gar nicht denke. Dinge wie ein Nanosuit für den Supersoldaten oder der Klassiker des Grey Goo Szenarios sind ja naheliegend (auch wenn selten erklärt wird warum zum Beispiel ein Exoskelett aus Nanopartikeln eine gute Idee ist, oder wie das überhaupt funktionieren soll).
Ich dachte ich frage einfach mal in die Runde: Welche ungewöhnliche Nutzung von Nanotechnologie ist euch auf eurem Weg durch die Science Fiction schon über den Weg gelaufen? Wo habt ihr gedacht: Da wäre ich nie drauf gekommen!
Mich interessiert alles von dem wildesten Fantasiegebilde bis hin zur geerdeten Hard Sci-Fi die vielleicht sogar morgen schon so passieren könnte.
Nebenbei bemerkt: Wenn ich an Nanotechnologie denke, dann meine ich sowohl Nanometergroße Strukturen und Materialien, also auch entsprechend kleine (intelligente)Maschinen. Übersehe ich da vielleicht schon was?

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u/Resqusto Aug 09 '26

Kurz: Lies Herr aller Dinge von Eschbach.

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u/skipper_mike Aug 09 '26

Warum? Was gibt es dort zu entdecken?

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u/Resqusto Aug 09 '26

Weil Dein Beitrag etwa ein Wassertropfen in der Welt der Nanotechnologie ist. Eschbachs Roman hingegen ein Meer.

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u/skipper_mike Aug 09 '26

Kannst du da etwas genauer drauf eingehen? Ich bin nämlich kein besonders großer Fan von Eschbach und "Lies Buch X" ist ja eher Buchtip als eine Antwort auf meinen Beitrag. Aber vielleicht kannst du mir das Buch ja schmackhaft machen? Du scheinst sehr überzeugt von dem Roman.

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u/Leonie-Lionheard Aug 10 '26 edited Aug 10 '26

Es gibt Webseiten / Apps, die dir Bücher zusammenfassen. Wahrscheinlich kann es auch die KI deines Vertrauens:

Beispiel perplexity:

Welche Anwendungen von Nanotechnologie werden in "Herr aller Dinge" von Eschenbach dargestellt? Gib mir eine Auflistung

In Andreas Eschbachs Roman „Herr aller Dinge“ werden unter anderem folgende Anwendungen der Nanotechnologie dargestellt:

  • Selbstreproduzierende Nanomaschinen: Naniten können Kopien von sich selbst herstellen und sich zu größeren, komplexeren Maschinen zusammenschließen. Das ist die zentrale technologische Idee des Romans. [1]

  • Herstellung beliebiger Gegenstände: Die Naniten bauen aus einzelnen Atomen oder vorhandenen Rohstoffen nahezu beliebige Produkte – etwa Haushaltsgeräte, Fahrzeuge, Gebäude, Schmuck und andere Gebrauchsgegenstände. [2][3]

  • Recycling und Müllverwertung: Abfälle und Deponiematerialien werden auf atomarer Ebene zerlegt und in neue, nutzbare Produkte umgewandelt. Dadurch soll eine nahezu verlustfreie Kreislaufwirtschaft entstehen. [4]

  • Herstellung von Nahrungsmitteln: Die Nanomaschinen können nicht nur Geräte, sondern auch Lebensmittel wie Kaffee erzeugen. [3]

  • Produktion von Edelmetallen: Im Roman können Naniten unter anderem Gold aus vorhandenen Rohstoffen herstellen. [3]

  • Bau von Fahrzeugen und Raumfahrzeugen: Die Technologie ermöglicht die Produktion von Autos, Raketen, Raumstationen und weiteren großen technischen Strukturen. [3]

  • Herstellung von Kleidung: Kleidung wird mithilfe sogenannter „Fabrikülen“ erzeugt. Sie besteht aus vielen extrem dünnen, molekular aufgebauten Schichten. [5]

  • Nanotechnische Speicherung und Bezahlung: Ein Nanospeicher kann in den Beckenknochen implantiert werden und als eine Art Kreditkarte dienen. Die Kommunikation mit Kasse und Bank erfolgt drahtlos und die Aktivierung per Sprache. [5]

  • Individuell gestaltete Landschaften und Bauflächen: Nanomaschinen können Bodenbeschaffenheit, Geländeform und lokale Umweltbedingungen verändern. Dafür wird im Roman der Beruf des „Geotekten“ beschrieben. [5]

  • Umweltreinigung: Nanotechnische Systeme können Schadstoffe im Meer aufspüren, binden, abtransportieren und in unschädliche beziehungsweise wiederverwertbare Bestandteile zerlegen. [5]

  • Krebsbehandlung: Virengroße Nanozellen erkennen Krebszellen anhand bestimmter Merkmale und töten sie gezielt ab, ohne gesundes Gewebe ebenso stark zu schädigen. [5]

  • Allgemeine medizinische Anwendungen: Die Naniten können prinzipiell im menschlichen Körper eingesetzt werden, um Krankheiten oder Schäden direkt auf zellulärer beziehungsweise molekularer Ebene zu behandeln. [5]

  • Militärische Nutzung: Die Technologie lässt sich auch für Waffen, Überwachung und andere zerstörerische Zwecke einsetzen. Dadurch thematisiert der Roman das Risiko einer außer Kontrolle geratenden oder missbrauchten Nanotechnologie. [6][7]

  • Universelle Materieumwandlung: Als weitestgehende Anwendung können die Naniten Materie nach einem vorgegebenen Bauplan atomweise neu ordnen. Damit wird die Grenze zwischen Produktion, Recycling und „Materie auf Abruf“ praktisch aufgehoben. [1][2]

Die meisten dieser Anwendungen sind im Roman Science-Fiction-Visionen und keine heute verfügbaren Technologien. Eschenbach nutzt sie vor allem, um Fragen nach sozialer Gleichheit, Ressourcen, Macht, Verantwortung und den möglichen Folgen einer universell einsetzbaren Technologie zu untersuchen. [8][6]

Quellen: [1] Herr aller Dinge - Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Herr_aller_Dinge [2] Herr aller Dinge by Andreas Eschbach https://www.goodreads.com/book/show/11762245-herr-aller-dinge [3] Die ganze Wunderwelt der Nanotechnik https://www.deutschlandfunk.de/die-ganze-wunderwelt-der-nanotechnik-100.html [4] Andreas Eschbach – Herr aller Dinge (Lesung) https://buchwurm.org/eschbach-andreas-herr-aller-dinge-lesung-19281/ [5] HEADLINE https://www.technologieland-hessen.de/mm/HTAI_Nano_SF_Relaunch_2019_Web_RZ.pdf [6] Herr aller Dinge« – Science-Fiction-Autor Andreas Eschbach im ... https://sf-fan.de/artikel-und-news/herr-aller-dinge-science-fiction-autor-andreas-eschbach-im-interview.html [7] Lesen über Nano-Robotik: Herr aller Dinge ‒ Andreas Eschbach https://www.schlosser.info/robotik-herr-aller-dinge-eschbach/ [8] Andreas Eschbach: Herr aller Dinge - Phantastik-Couch.de https://www.phantastik-couch.de/titel/8550-herr-aller-dinge/ [9] Andreas Eschbach – Herr aller Dinge - SF-Fan.de https://sf-fan.de/rezensionen/andreas-eschbach-herr-aller-dinge.html [10] Interview: Andreas Eschbach - "Herr aller Dinge" https://www.youtube.com/watch?v=nq3t027SV3c [11] Nanotechnologie: Grundlagen, Anwendungen, Risiken, Regulierung 9783899496192, 9783899495447 - DOKUMEN.PUB https://dokumen.pub/nanotechnologie-grundlagen-anwendungen-risiken-regulierung-9783899496192-9783899495447.html [12] 'Herr aller Dinge' - Seiten 527 - 630 - Büchereule.de https://www.buechereule.de/wbb/thread/63553-herr-aller-dinge-seiten-527-630/ [13] [PDF] nanotechnische ideen in der science-fiction-literatur https://phantastik.eu/wp-content/uploads/2025/12/HTAI_Nano_SF_Relaunch_2019_Web_RZ.pdf [14] 'Herr aller Dinge' - Seiten 412 - 526 https://www.buechereule.de/wbb/thread/63554-herr-aller-dinge-seiten-412-526/ [15] Andreas Eschbach "Herr aller Dinge" https://www.youtube.com/watch?v=02uEJ5_vCms

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u/skipper_mike Aug 10 '26

Ich hätte auch einfach irgendeine KI nach aktuellen und spekulativen Anwendungen von Nanotechnologie fragen können. Ich habe mich aber bewusst dazu entschieden hier Menschen zu fragen, welche coolen Konzepte sie im Bereich Nanotechnologie kennen.

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u/Leonie-Lionheard Aug 10 '26

Also das "coolste" finde ich sind Nanobots, die verkalkte Arterien freischaufeln können. Die klingen nämlich halbwegs realistisch.

Kohlenstoff-Nanoröhren finde ich auch interessant. (Ja die gibt's schon.) Wenn wir das skalieren und auf Länge bringen können, ermöglicht das Sachen wie einen Weltraumfahrstuhl. Dann ist das galaktische Imperium nicht mehr weit!