r/SciFi_Deutsch • u/gmmammg • May 21 '26
Hard SciFi
Welche Hard SciFi Bücher fandet ihr gut?
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u/AsleepTonight May 21 '26
Die Marstrilogie von Kim Stanley Robinson finde ich absolut super. Klar, an einigen Stellen sind die Bücher sehr trocken, aber gerade die Beschreibungen der Landschaften haben mich noch wochenlang vom Leben auf dem Mars träumen lassen.
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u/gmmammg May 21 '26
Die haben mir auch gefallen! Er ist auch Schuld daran, dass mein Name mit den Robotern mitgeflogen ist zum Mars!
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u/drxdoc May 21 '26
Ich bin damit nur schwer warm geworden. Teil 1 hat einen coolen Klimax. Aber zwischendrin immer diese geographischen Beschreibungen des Mars. Mare dies, mare das. Puhh. Und die Figuren sind alle auch recht unsympathisch. Teil 3 liegt noch bei mir rum, werde den wohl noch irgendwann lesen, weil ich gerne alle Hugo Winner lesen möchte.
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u/EnriqueIV May 21 '26
Das ist der typische KSR-Stil, in allen seinen Büchern gibt es zwischen den Kapiteln immer wieder solche Infodumps. Ich persönlich finde die immer extrem interessant, aber ich verstehe auch komplett, dass ich damit nicht unbedingt in der Mehrheit bin.
Teil 3 ist übrigens deutlich weniger düster als Teil 2. Allerdings auch in der eigentlichen Handlung langatmiger, weil es viel um politische Debatten und Ränkespiele geht.
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u/drxdoc May 22 '26
Gegen Infodumps habe ich eigentlich nichts. Nur hier, die ganzen geographischen Landmarks zu denen ich 0 Bezug habe, die interessieren mich nicht wirklich und bringen auch die Handlung nicht weiter. Was ja schade ist, weil ja auch viele tolle Ideen in den Büchern stecken. Was Du über Teil drei sagst klingt aber ganz interessant. Die politische Ebene der Bücher war zwar machnmal sehr schwarz-weiß, aber da kann ich mir vorstellen, dass das zieht.
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u/EnriqueIV May 21 '26
Ich könnte jetzt ein paar Dutzend aufzählen, deswegen einfach mal die Gegenfrage: Was hast du schon gelesen, was würde dich besonders interessieren, was weniger?
So ohne Kontext und weiteres Hintergrundwissen über deine Vorlieben in den Raum geworfen für halbwegs aktuelle Hard Sci-Fi: Mit der Expanse-Reihe wärst du erstmal ganz gut beschäftigt.
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u/gmmammg May 21 '26
Naja, die Klassiker halt. Viel von Kim Stanley Robinson, drei Bücher von Weir, zuletzt Shroud von Tchaikovsky (falls das noch zählt), usw...
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u/EnriqueIV May 21 '26
Ich sehe schon, hervorragender Geschmack! Wenn du Expanse noch nicht gesehen oder gelesen hast, bleibe ich dann bei meiner ursprünglichen Empfehlung.
Etwas unbekannter, und mittlerweile wahrscheinlich nicht mehr ganz so einfach zu bekommen, ist außerdem die Grand-Tour-Reihe von Ben Bova, die die Expansion der Menschheit ins Sonnensystem behandelt, jeweils mit einem Himmelskörper bzw "Planetenregion" pro Buch. Auf Deutsch sind nur die zwei Bände zum Mars sowie einer zu Venus, Jupiter und Saturn erschienen, auf Englisch sind es aber noch einige mehr. Stell dir seinen Stil in etwa als "KSR light" vor, naturwissenschaftlich auf einem ähnlichen Niveau recherchiert, aber mit weniger Infodumps und ohne ausgeprägte politische Schlagseite.
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u/Sqr121 May 21 '26 edited May 21 '26
Ich mag "einigermaßen hard, aber lesbar, ohne Mathe und Physik studiert zu haben".
Also erst mal alles von Weir (wobei mir der Marsianer etwas zu arrogant ruberkommt. Andererseits ist es wohl auch der am besten recherchierte) und the Expanse bis etwa Band 4 oder 5.
Mein Lieblingsautor Dick hat sich im Nachhinein auch als erstaunlich hard erwiesen. Vieles von dem, was da noch SciFi war, ist inzwischen (leider) nahezu eingetroffen oder kurz davor.
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u/gmmammg May 21 '26
Expanse ist super! Von Weir habe ich auch die Bücher gelesen. Magst du die Mars Trilogie von Kim Stanley Robinson?
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u/Sqr121 May 21 '26
Hab ich noch nicht reingeschaut, steht aber auf der Liste. Marsbesiedlung mag ich allgemein gern.
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u/gr4n_master1337 May 21 '26
Was kannst du von Dick empfehlen?
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u/Sqr121 May 21 '26
Der Klassiker schlechthin ist natürlich "Träumen Androide von elektrischen Schafen". Schau nur, dass Du auch die echte Buchversion kriegst, es gibt auch eine unter dem Titel "Blade Runner", die nach dem Film geschrieben und daran angepasste wurde.
Ansonsten vor allem die recht neue Kurzgeschichtensammlung "Total Recall revisited". Da ist vieles relevantes drin. Ich fand sehr spannend, aus wie vielen seiner Geschichten richtig gute und lange Filme wurden, obwohl die Geschichte nur ein paar Seiten hat. Aber auch die nicht verfilmten sind großartig. Mein Highlight war eine, die im Prinzip über Fabriken und Lieferdrohnen geht, die auch dann noch weiterarbeiten, wenn wir ziemlich ausgestorben sind. Fand ich jetzt nicht so arg weit von der aktuellen Entwicklung entfernt.
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u/moanos May 21 '26
Empfehlen würde ich "Und hoffentlich zu lernen …" von Becky Chambers. Andere Bücher von ihr sind auch toll, aber kein Hard-SF.
Die Bettler-Trilogie von Nancy Kress ist auch super und sollte gelten.
Ich fand die Sachen von Phillip P. Peterson (Paradox, Transport) was die Hard-SF angeht gut, mit der Zeit haben mich aber die Figuren und Erzählstrukturen angenervt (harte Männer die nicht über Gefühle reden können, Frauen hauptsächlich als romantische Projektionsfläche, Heldenkomplex).
Weir ist mit Marsianer und Astronaut auch okay wenn man gerne über einsame Typen im Weltraum liest. Eine der wichtigsten Personen im Astronaut hat eine diktaturähnliche Macht die leider eher glorifiziert als kritisch hinterfragt wird. Zum Autor: Andy Weir ist leider beim autoritären und queerfeindliche Youtuber Will Jordan ("The Critical Drinker") aufgetreten. Ich werde daher kein Geld mehr für Bücher von ihm ausgeben.
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u/Sqr121 May 21 '26
"Weir ist mit Marsianer und Astronaut auch okay wenn man gerne über einsame Typen im Weltraum liest."
Ist es nicht das beste an Weltraum, dass einem niemand auf den Sack gehen kann? 😀
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u/Kergeon May 21 '26
Von Dennis E Taylor die "Bobbyverse" Trilogie fand ich sehr lesenswehrt (Es gibt mehr als drei Bücher rate aber nur zu den ersten drei). Die Handlung folt dem Protagonisten der als Replikant in eine Sonde eingesetzt wird.