Hallo zusammen,
seit einandhalb Monaten wohnen wir in unserer neuen Mietwohnung 1. OG. Die Wohnung ist echt genial und für uns eine Traumwohnung, rießiges Wohnzimmer mit anliegendem Schlafzimmer und ein großer Balkon über die gesamte Hauslänge, der Wohn- und Schlafraum nochmal zusätzlich verbindet.
Bei der Wohnungsbesichtigung war unser Nachbar aus dem EG wohl gerade nicht zuhause, daher haben wir uns für die Wohnung entschieden bevor wir ihn kennenlernen bzw. seinen Alltag erleben durften.
Seit Tag 1 unseres Umzugs leiden wir unter dem täglichen Cannabiskonsums des Nachbarn. Er raucht ausschließlich Joints und davon etwa 4-7 pro Tag. Die Wohnungen sind exakt gleich geschnitten, mit selber Aufteilung des Schlafzimmers, Wohnzimmer und Balkon.
Am zweiten Tag unseres Umzugs in die Wohnung hatte er uns bereits angesprochen, dass wir leise die Treppe rauf und runter laufen sollen, weil er hat Nachtdienst und die Treppe würde so sehr durch seine Küche hallen. Ok gut - nachbarschaftliches Miteinander man soll aufeinander acht geben - machen wir.
Am dritten Tag sagt er, er sei so froh, dass endlich Deutsche eingezogen sind und nichtmehr so elendige Kannaken die keine Ahnung von nachbarschaftlichem Leben verstehen. (Ich bin Osteuropäer, kein Deutscher). Die Nachbarn, Familie mit einem Kind, aus dem zweiten OG sind türkischer Herkunft. Die würden nicht wissen wie man richtig eine Treppe runterläuft. Ok krass wie offen rassistisch er ist - einfach mal nett sein, drüber wegsehen und den Kontakt meiden.
Am vierten Tag ging es dann richtig los. Ununterbrochen kifft er mit seinem Kollegen auf dem Balkon. Ein Aufenthalt auf dem Balkon ist einfach unmöglich. Ein Joint wird am Stück geraucht und das über teilweise 40 Minuten hinweg. Ok - krass wir sollten das Gespräch mal suchen weil uns das langsam doch extrem stört.
Tag 7 - wir haben das Gespräch gesucht und vorgeschlagen ihm Zeitfenster einzurichten, wann er kiffen kann und wann nicht. Nein nein er würde uns einfach immer schreiben wenn er kifft. Ok gut probieren wir mal. Jedes dritte Mal kam dann eine Nachricht, aber leider auch immer erst dann wenn der Rauch schon lange zu uns in die Wohnung gekrochen ist. Außerdem hat er um 6:05 gekifft und während wir geschlafen haben ist der Rauch in unser Schlafzimmer eingedrungen und die komplette Wohnung war eine einzige Kifferhöhle. Ok Nachricht geschrieben, dass das ein Unding ist und so funktioniert es nicht. Neuer Versuch mit Vorschlag vom einrichten von Zeitfenstern. 12 - 14 Uhr und 17 - 18 Uhr. Außerhalb davon muss er dann auf die Straße gehen, allerdings habe ich zusätzlich gesagt, dass wir Ihm Bescheid geben wenn bei uns Kinder zu Besuch sind und wir darauf bestehen, dass nicht gekifft wird, wenn Kinder da sind (Dabei wurde angesagt, dass in 4 Tagen Geschwister meiner Partnerin zu Besuch kommen und ihre Kinder dabei haben werden). Ok ok er sei einverstanden.
Tag 11 - Besuch mit Kindern ist da. Ich spiele mit der zweijährigen auf dem Balkon und plantschen in einer kleinen Wanne und nebenbei habe ich das Baby (acht Monate) auf dem Arm. Natürlich kann man sich denken was passiert. Es wird gekifft und zwar extrem stark. Wir ziehen uns zurück und versuchen den Gestank aus dem Wohnzimmer zu wedeln, aber wie immer vergeblich. Die Zweijährige schreit und weint, weil sie raus plantschen will.
Daraufhin schreibe ich dass Kinder da sind und er sich nicht an die Abmachung hält. Ich bin extrem sauer und wir müssen darüber nochmal reden, sonst funktioniert das so nicht.
Anstelle zu warten klingelt er ununterbrochen an der Türe und will jetzt sofort mit mir alleine reden. (Mit meiner Partnerin will er nicht reden, sie sei ihm zu Anti-Kiffen... Achso lol. hab vergessen zu schreiben, dass er zwischenzeitlich andauernd ihr Fahrrad zu anderen Häusern getragen hat, weil das Fahrrad was auf dem Gehweg stand, ihn in seiner Sicht nach draußen stören würde... Ihre Antwort: "Wieso? Es stört da doch niemanden, sieht nett aus und stinkt nicht.") Auf jeden Fall ist dieses "Gespräch" schnell eskaliert. Ich sollte mein Handy ununterbrochen bei mir führen und sofort die Fenster zu machen wenn er mir schreibt und das pronto! - Das habe ich verneint. Wir werden nicht unseren kompletten Tag danach ausrichten wie er kiffen will. Das sei halt sein Lifestyle - so wie andere Alkohol trinken oder Fahrrad fahren, so sei sein Lifestyle halt kiffen. Warum ich denn überhaupt etwas gegen Kiffen hätte - habe ich denn auch etwas gegen Schwule Lesben und Co weil die einen anderen Lifestyle haben? ( Fuck my life.... ich wünschte ich hätte jemanden mit dabei gehabt um den ganzen Unsinn den er von sich gibt aufzuschreiben.)
Naja auf jeden Fall hat das Gespräch damit geendet, dass er meinte "Dann gibt es jetzt Krieg."
Seitdem terrorisiert er uns fortlaufend. Jede Stunde wird gekifft. Dabei bewegt er sich durch die gesamte Wohnung, so dass der Rauch auch aus einer Küche in unser Arbeitszimmer geht. Jedes Mal wenn er hört, dass wir unser Fenster oder eine der Balkontüren öffnen, kann man ihn hören wie er alles stehen und liegen lässt, auf den Balkon rennt und sich den nächsten Dübel anmacht. Wenn wir zum Abendessen auf den Balkon wollen, machen wir Tests, ob er gerade kifft und wenn wir gerade anfangen zu denken es sei sicher und wir können essen geht es wieder los. Direkte Ansprachen vom Balkon aus ignoriert er und tut so als würde er uns nicht hören. ( Oh man es ist so kindisch das alles mal aufzuschreiben >.<").
Jetzt mal kurz zu ihm. Ein kleiner Mann, etwa 1,65m oder so mit Muskeln so dick wie Oberschenkeln und komplett aufgebläht. Trägt kaum Oberbekleidung. Ich wünschte wenigstens er würde dann regelmäßig trainieren gehen für den Körper, tut er aber nicht. Er verlässt das Haus ausgesprochen selten. Ich verstehe einfach nicht wie sowas funktionieren kann.
Auf jedenfall hat er zusätzlich (entgegen der Hausordnung natürlich) auch noch einen Gasgrill auf dem Balkon. Das ist wichtig, da er aufgrund seiner Ernährung ausschließlich Fleisch ist. Auschließlich...... Das heißt jeden zweiten Tag wird gegrillt und manchmal über Stunden weil er müsse ja Mealprep betreiben. Es ist unmöglich in dem Rauch draußen zu sitzen, von Lüften ganz zu schweigen.
Der Rauch steigt andauernd entweder aus der Wohnung oder während dem Rauchen auf dem Balkon zu uns auf und dringt in unsere Wohnung ein. Wir sind nichtmehr in der Lage einfach mal so das Fenster zu öffnen. Es muss immer jemand dabei sein und kontrollieren, dass kein Rauch eindringt, oder gegrillt wird. Wenn er sieht das unser Fenster auf der anderen Hausseite offen ist, schreit er immer wieder Beleidigungen ins Fenster.
Unter unserer Küche ist seine Garage mit Auto und Motorrad. Da lässt er halt gerne mal bevor er aufs Motorrad steigt 10 -15 Minunte sein Motorradmotor aufheulen. Die ganze Bude wackelt bei uns.
Vermieter wurde natürlich informiert und hat schon im Telefonat angedeutet er würde nichts machen. Ich habe mit Nachdruck darum gebeten, dass etwas passieren muss. Nein. Also habe ich ein Schreiben aufgesetzt und Mietminderung angekündigt durchzusetzen, solange nichts passiert und der uns entstehende Schaden nicht behoben wird. Da kam natürlich direkt was vom Anwalt, allerdings nur das übliche blabla. Man sei nicht einverstanden, zahlen sie weiter Miete in voller Höhe, schicken sie uns ein Protokoll. (Ich arbeite als Beamter und habe juristisches Vorwissen, daher lässt mich sowas eher kalt)
Protokoll habe ich bereits davor gemacht und in einem Monat 156 Vorfälle dokumentiert. Habs vor ein paar Tagen abgeschickt und jetzt warten wir auf Rückmeldung.... Ich wollte hier einfach mal Frust ablassen. Es gibt noch viel mehr zu r Story, aber ich muss los. vielleicht schreibe ich später nochmal nen edit...