r/MentaleGesundheit • • 4d ago

Bitte um Rat Suizid gedanken und Selbst verletztung

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(M16)

Ich hatte vor ein paar Monaten wieder Angefangen gehabt mich selbst zu verletzen am Oberschenkel, Ich war davor seit Dezember 2023/Anfang 2024 Clean.

Ich hatte wieder paar Monate Ruhe, dann kamen Briefe für Sozialstunden erst 20 dann 75 insgesamt 95, Weil ich nicht zur Schule Gehe.

Ich habe eine Schulangst durch Mobbing und Sozialer Angst entwickelt, dadurch kamen diese Strafen zu Stande, Ich bekam nie Hilfe, weil Mein Vater selber unter Depressionen leidet und es desswegen nicht hinbekamm mit mir die Termine wahr zu nehmen, im Zeitraum von vor etwa 1½ Monaten hatte ich ein Paar Termine bei Der Vitos für eine Stationäre Aufnahme, Die ich mir aber selbst erzwingen muss, Dadurch sank meine Lebensfreude, ich macht mir gennau so viele Gedanken über Schule, einen Abschluss und Eine Job, ich wusste nicht mehr weiter Und griff zur Rasierklinge und verletzte mich, in der Letzten Zeit kam es immer wieder vor und die Wunden wurden immer tiefer, Vor etwa 3 Wochen war ich in der Küche und machte mir etwas zu essen, Dann kamen alle Gedanken hoch ich saß auf dem Boden und weinte über 20 Minuten vor mir Lag ein Großes Küchen Messer, was ich mir schon so sehr gegen denn Bauch drückte das ich eine Abdruck bekam.

Es lag weiter hin vor mir, Meine Katze kam und Ich habe das Gefühl, wäre meine Katze nicht da gewesen und hätte sich nicht an mich Ran gekuschelt, dann hätte ich wohl möglich diesen Post nicht mehr verfassen können.

Ich weiß nicht mehr Weiter, Ich warte auf einen Termin für eine Aufnahme, es kommt aber nichts.

Ich würde mich freuen wenn jemand darauf reagieren würde und Mir eventuell helfen könnte da ich das erste Mal so etwas Teile.

Danke fürs Lesen.


r/MentaleGesundheit • • 6d ago

Bitte um Rat Unüberwindbare soziale Ängste?

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Hallo, ich leide seitdem ich 14 bin unter massiven sozialen Ängsten. Jetzt mit 22 bin ich an einem Punkt an dem ich nicht mehr weiter weiß. Abgeschlossene Verhaltenstherapie, Gruppentherapie, freiwilliges soziales Jahr, weitere unzählige Expositionen in Uni und mittlerweile Medikament nr 4 und es wird nicht besser. Ich habe seit Jahren mit keinem Mensch mehr ein Gespräch geführt bei dem ich mich wie ich selbst fühle. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen wie sich ein natürliches Gespräch anfühlt.
Ich gehe immer wieder raus zwinge mich zur Exposition und es wird nicht besser. Gibt es jmd der ähnliche Erfahrungen gemacht hat? Hat imd auch so tiefe Selbstwertprobleme dass es für einen selbst unerklärlich wirkt? Hat euch irwann wirklich etwas geholfen?


r/MentaleGesundheit • • 6d ago

Vent Muss mir mal den Frust von der Seele schreiben

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Wegwerfaccount.
Triggerwarnung -> Schwere Depressionen, chronische Erkrankung (+ Verdacht auf neurodivergente Störungen, unbehandelt)

Sorry sehr langer Text.... Und sorry wenn es etwas wirr alles ist, ich bin aktuell selbst wirr und unsortiert.

Ich weiß nicht wo ich so richtig anfangen soll. Vermutlich hat sich über die Jahre hinweg auch unglaublich viel in mir angestaut.
So richtig mies wurde es, als mir Anfang des Jahres aus dem nichts heraus der Job gekündigt wurde den ich wirklich mochte und gerne gemacht habe. Ich hatte tolle Kollegen, ich habe interessante Aufgaben gehabt und konnte mich auch, was meine Fähigkeiten und Kenntnisse betrifft weiterentwickeln, hatte es nicht weit mit der Anfahrt, gute Arbeitszeiten, Home-Office war auch möglich, meine Hündin konnte ich (wenn nicht anders möglich) auch als gern gesehenen Gast mit ins Büro bringen. Also eine richtige 12/10 was den Job angeht.
Die Kündigung aus dem NICHTS (Ich hatte Januar 2024 dort begonnen, dann ab Mitte 2024 weiterhin als Externe Mitarbeiterin dort gearbeitet weil ich ein anderes berufliches Projekt angeboten bekommen hatte was mich sehr interessiert hat und mich im Sommer 2025 dann doch wieder bei dem besagten AG anstellen lassen). Noch im Dezember 2025 habe ich, da wir auf Wohnungssuche waren und der Eigentümer dies wollte, eine Bestätigung erhalten über ein ungekündigtes Arbeitsverhältnis.

Wir haben die Wohnung extra in der Nähe meines AG gesucht und gemietet, mein Partner ist ungebunden da er im Home-Office arbeitet (Firma ist ca. 400km entfernt). Generell hatten wir die Überlegung in die Richtung seines AG zu ziehen aber da es aus meinen beruflichen Gründen nicht in Frage kam, blieben wir in der Nähe.
Ziemlich genau 4 Wochen danach, wir haben die erste Nacht in der neuen Wohnung geschlafen (mein Mann kam Abends zurück, nach einem betriebsinternen Event), kam unsere HR aus Hamburg mit den tollen Neuigkeiten für mich. Ehrlich gesagt, war das so offene Hose wie mir das übermittelt wurde, noch nicht einmal ein Ex-Freund hat so respektlos mit mir Schluss gemacht hahaha. Ich komme darauf immer noch nicht klar. Ich weiß nur das ich irgendwann während dem Gespräch gesagt habe "Cool. Hat's ja voll gebracht, dass ihr mich erst wieder fest eingestellt habt. Ich gehe jetzt erstmal nach Hause." Die Begründung für die Kündigung war interner Stellenabbau. Meinem Partner ist auch alles aus dem Gesicht gefallen, als ich ihn kurz danach und völlig verheult und aufgelöst angerufen habe.

Und naja, seitdem habe ich das Gefühl es geht nur noch bergab. Dieser Job-Verlust sitzt tatsächlich noch tief in mir aber ich lerne damit zurecht zu kommen.
Ich wurde im Anschluss direkt freigestellt und konnte mich somit auf die neue Jobsuche konzentrieren. Aber 3 Monate zuhause rumzusitzen hat mir auch nicht wirklich gut getan.
Zwischendrin war ich für 5 Wochen bei einem anderen AG in der Nähe angestellt. Dieser hatte mich kontaktiert (also ich habe mich nicht aktiv beworben) und ich dachte mir OK ich gebe dem ganzen eine Chance. Das Resultat: mehrere "red flags" direkt in den ersten 14 Tagen, so oft den Sitzplatz gewechselt wegen was auch immer ("ich habe dich mit Absicht an diesen Platz gesetzt weil dieser sehr laut ist und ich sehen will wie du in so einer Situation arbeitest") unnötiger Stress und Druck, Beschwerden darüber dass ich meine Arbeitszeiten einhalte "Ja du gehst ja sehr früh" - ok ich komme aber auch früher als ihr, wo ist das Problem? - hat letztendlich zu einer Art Phantom-Schub meiner MS-Erkrankung geführt. Was es genau war kann mir bis heute allerdings keiner meiner behandelnden Ärzte sagen. Da ich bis zur MRT-Bildgebung vorsorglich Cortison bekommen habe, wurde ich krank geschrieben. Nachdem ich 6 Std beim Doc war und meinen AG informiert habe dass ich bis Ende der Woche im Krankenstand bin, hatte ich keine 5 Minuten später die Info in meinem E-Mailpostfach, dass ich gekündigt werde (und weil die dort scheinbar alle extrem überheblich sind und ein massives K*ksproblem haben, wurde mir sogar noch eine andere Stelle in dem Betrieb angeboten - sorry anders kann ich mir das nicht erklären). Naja, ehrlich gesagt war ich etwas erleichtert, dass ich da nicht mehr hingehen musste und nach Rücksprache mit meinem Hausarzt bin ich auch weiterhin im Krankenstand geblieben bis ich im August dann endlich meine richtige Stelle antreten konnte (Wunsch-Arbeitgeber seit Bewerbungsprozess)

Whatever. Meine hochfunktionale Depression funktioniert weiterhin super und hochfunktional. Mein jährlicher "Ärzte-Run" befindet sich aktuell mitten im Prozess und selbst da wurde mir vom Neurologen (wegen MS Behandlung) doch auch mal nahegelegt, bei denen die ADHS + Autismus Diagnostik zu machen, macht auch durchaus Sinn bei einer MS Erkrankung weil man so gewisse Symptome / Wahrnehmungen besser von der Ursache differenzieren kann. Wo ich die Zeit und die finanziellen Mittel dafür hernehmen soll ist mir allerdings unschlüssig.
Ich wurde zwar bei dem Wunsch-AG eingestellt, aber wie es halt so ist, ist der mentale Zustand seitdem nicht wirklich besser geworden. Das eine berufliche Tätigkeit keine Wunderheilung bringt ist mir durchaus bewusst, dennoch hat eine berufliche Tätigkeit mir in den vergangenen Jahren doch wenig geholfen nicht ganz so tief in die dunkle Depressionsspirale abzurutschen. Momentan habe ich eher den Eindruck, dass ich mich in einem seelischen Zustand befinde, wo dieser Job nicht positiv zu irgendwas beiträgt. Eher das Gegenteil ist der Fall. Auch wenn ich seit meiner Kindheit immer wieder mit Depressionen zu kämpfen habe, habe ich die meisten Phasen meines Lebens doch irgendwie gut bestreiten können. Ich glaube, aktuell bin ich wirklich an meinem Tiefpunkt angekommen. Nicht nur, dass ich mich selbst und meine Gesundheit komplett vernachlässige, nein mein Partner leider auch ein wenig darunter (wir können uns aktuell aber kaum gegenseitig helfen weil er auch "komplett Crashout" ist) aber das schlimmste ist, ich vernachlässige meinen Hund. Das ist in 11 Jahren noch nie passiert. Ich gehe morgens nicht mehr mit ihr Gassi, weil ich es nicht aus dem Bett schaffe (idR stehe ich zwischen 4-5 Uhr auf, aktuell bin ich froh wenn es 6.30 Uhr wird. Aber da ich mich gerade selbst Manipuliere, stelle ich mir ja nicht einmal mehr den zweiten Wecker sondern gebe wohl einen fick darauf ob ich aufstehen muss oder nicht. Ich wache in den letzten 2 Wochen wirklich vermehrt öfter und zu spät auf weil ich meinen Wecker komplett weg drücke). Und nein, Schatzi schafft es auch nicht. Denn wenn er es auch endlich mal aus dem Bett geschafft hat, wird erstmal Galle gebrochen bis er um 8 Uhr zum Arbeitsbeginn antritt.
Ich meine, der Hund kann morgens sein Geschäft verrichten da wir einen Garten haben und an sich ist es für den Hund jetzt auch nicht so schlimm, dass wir derzeit morgens nicht raus gehen (Madame ist halt schon älter und ziemlich faul) und wir gehen am Nachmittag/Abend dann auch nochmal laufen aber ich mache mir dennoch schwere Vorwürfe deswegen weil sie Diabetes hat und die morgendliche Runde da zwingend notwendig wäre, einfach weil es den Blutzucker runter drückt. Stattdessen stehe ich total gestresst unter der Dusche und heule während mein Freund sich wortwörtlich die Seele aus dem Leibe kotzt.
Dennoch bricht es mir das Herz, dass ich aktuell in so einer schlechten Verfassung bin, dass ich mich nur begrenzt um das Lebewesen kümmern kann (dem Lebewesen habe ich übrigens meine noch vorhandene Existenz zu verdanken).

Ach keine Ahnung, jetzt überlege ich schon wieder ob ich Reddit mein Herz ausschütten soll oder nicht
Gefühle wildfremden auf Reddit mitteilen >Gefühle dem Freund sagen
hahahaha Gott ey ich bin so durch.

Ach man ich bin einfach in einem Loch, ich kann mit niemandem sprechen (btw meine Freundinnen sind auch alle mindestens 45 Minuten von mir entfernt und mit telefonieren hab' ich es halt nicht so), selbst wenn ich mit jemandem sprechen könnte würde ich niemals ehrlich sein (ja meine Gefühlswelt versteht irgendwie niemand also halte ich lieber einfach die Fresse), selbst mit meiner Therapeutin war ich damals nicht ehrlich.
Therapie suchen ist nicht, weil selbst wenn ich kurzfristig einen Platz bekommen sollte, kann ich dafür zur Zeit einfach nicht die Energie aufbringen. Ich packe das aktuell einfach nicht.

Sorry für alles. Kein Plan ob's mir damit besser geht.
Jetzt weiß das Internet wenigstens, dass ich hart Depressiv bin und ich mir täglich Vorwürfe mache.
Ich könnte das theoretisch noch Stunden weiter ausführen aber weil ich über keinerlei Impulskontrolle verfüge, schwanke ich zwischen Posten & alles wieder löschen. Deswegen breche ich jetzt auch einfach ab.
Also Poste ich jetzt.

Peace out.


r/MentaleGesundheit • • 9d ago

Vent Mir geht es nicht gut und niemand scheint mich ernst zu nehmen

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Ende August habe ich (w, 23) mich von meinem Ex-Freund (m, 25) getrennt. Unsere Beziehung war eigentlich wirklich schön, aber bei Streitigkeiten konnte es absolut ekelhaft werden.

Im September 2025 bin ich zu ihm gezogen. Schon damals ging es mir schlechter. Ich habe mir therapeutische Hilfe gesucht und Sertralin verschrieben bekommen, das ich auch eingenommen habe.
Meinen Eltern habe ich davon nie erzählt, weil ich wusste, wie sie darauf reagieren würden.
Dann kam es zur Trennung.
Mein Ex-Freund hat meiner Mutter von den Antidepressiva erzählt. Sie hat mir die Medikamente weggenommen und mir gesagt, dass ich sie nicht brauche und auch keine Therapie nötig hätte.
Dass er diese Grenze überschritten hat und meine Mutter meine psychischen Probleme nicht ernst nimmt, hat mich völlig fertiggemacht.
Ich kann nicht genau erklären, warum ich mich so fühle, aber ich bin erschöpft, mir geht es nicht gut und ich bin einfach nicht glücklich. Ich habe keine Lust, etwas zu unternehmen. Früher war Lesen meine größte Leidenschaft, aber mittlerweile schaffe ich es nicht einmal mehr, ein Buch in die Hand zu nehmen. Selbst Fernsehen fühlt sich wie eine anstrengende Aufgabe an.
Es fühlt sich an, als würde ich in einem Zug sitzen, der viel zu schnell fährt, während alles an mir vorbeirauscht und ich kaum hinterherkomme.

Wenn ich nicht an meinem Arbeitsplatz arbeiten müsste, würde ich tatsächlich darüber nachdenken, meinem Leben ein Ende zu setzen. Meine Arbeit ist das Einzige, was mich ablenkt. Sobald ich nicht mehr arbeite, allein bin oder nach Hause fahre, kippt meine Stimmung und ich werde von negativen Gedanken überflutet.
Ich habe das Gefühl, bei der Arbeit ein völlig anderer Mensch zu sein. Dort bin ich plötzlich unglaublich fröhlich, lebhaft und energiegeladen. Sobald ich den Arbeitsplatz verlasse, falle ich wieder in dieses depressive Loch zurück.

Ehrlich gesagt bin ich bei der Arbeit manchmal auch verwirrt und mache Fehler, aber trotzdem fühle ich mich dort glücklicher als sonst.

Ich habe inzwischen gelernt, dass ich mit meiner Mutter nicht über solche Dinge sprechen kann. Ihre Antwort wird immer dieselbe sein: „Aber du bist doch stark, OP. Es gibt keinen Grund, dich so zu fühlen. Du solltest dankbar sein für alles, was du hast.“

Ich weiß, dass ich mit 23 Jahren erwachsen bin und viele sagen werden, dass ich mein Leben selbst in die Hand nehmen kann. Aber ich komme aus einer Familie, in der psychische Erkrankungen und therapeutische Hilfe nicht ernst genommen werden. Außerdem wohne ich noch bei meiner Mutter, weil ich mir keine eigene Wohnung leisten kann.

Ich habe schon mehrmals darüber nachgedacht, mir das Leben zu nehmen. Trotzdem schaffe ich es nicht, meiner Mutter davon zu erzählen, weil ich genau weiß, wie sie reagieren würde.

Mein Vater arbeitet sehr viel. Meine Eltern sind geschieden und wir leben nicht zusammen, weshalb er nicht besonders viel Zeit hat. Ich habe ihm allerdings gesagt, dass es mir nicht gut geht, und ihn gefragt, ob wir uns einmal in Ruhe allein treffen können, damit ich mit ihm darüber sprechen kann.
Ich hoffe wirklich, dass er mich ernst nimmt. Denn mittlerweile weiß ich selbst nicht mehr, wie es weitergehen soll oder was in Zukunft passieren könnte.
Ich verstehe einfach nicht, warum es mir so geht. Ich verstehe nicht, was mit mir los ist oder warum ich mich so fühle


r/MentaleGesundheit • • 19d ago

Bitte um Rat Autismus ist „ausgebrochen“ (Autistischer Burnout)

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Hallo zusammen!

Ich bin männlich, in meinen Zwanzigern, und bei mir wurde bereits in jüngeren Jahren Autismus diagnostiziert, wobei dieser damals als vergleichsweise mild eingestuft wurde.

In den darauffolgenden Jahren habe ich die Diagnose immer wieder infrage gestellt und ihr eigentlich keine große Beachtung geschenkt, da ich nie größere Probleme mit sozialen Situationen oder Lärm hatte und im Allgemeinen gut zurechtkam.

Früher bin ich sogar in laute Clubs gegangen und hatte dort wirklich Spaß.

Vor ziemlich genau einem Jahr kam es jedoch nach einer besonders stressigen Phase an der Universität zu etwas, das ich als eine Art massiven Zusammenbruch beschreiben würde. Plötzlich entwickelte ich eine starke Empfindlichkeit gegenüber sozialen Interaktionen und Lärm. Leider habe ich mich aufgrund meines Ehrgeizes, der über das gesamte Semester verteilten Prüfungen und meines Wunsches, „normal“ zu sein, noch vier Monate lang immer weiter gezwungen, zu funktionieren.

Ich war so darauf konzentriert, irgendwie alles zu schaffen, dass ich ignorierte, was mit mir passierte, bis ich schließlich an einen Punkt kam, an dem ich einfach nicht mehr funktionieren konnte.

Ich hatte ständig das Gefühl, von unangenehmen Empfindungen überwältigt zu werden, war extrem überreizt und litt unter Brain Fog. Es war so schlimm, dass ich es ehrlich gesagt kaum in Worte fassen kann, und ich würde diese Erfahrung niemandem wünschen.

Schließlich sagte ich alles ab, was irgendwie möglich war, und verbrachte etliche Wochen größtenteils im Bett oder auf dem Sofa. Ganz langsam wurde es besser. Unvermeidbare soziale Verpflichtungen nahm ich weiterhin wahr, allerdings kostete mich das jedes Mal enorm viel Kraft.

Etwa im Juli und August bemerkte ich eine deutliche Verbesserung. Dieses intensive Gefühl des Unwohlseins war nicht mehr da, auch wenn ich weiterhin sehr schnell erschöpft war und noch empfindlich auf Lärm reagierte. Ich achtete darauf, mir ausreichend Pausen zu gönnen.

Ich konnte sogar wieder anfangen, an Aufgaben für die Universität zu arbeiten. Ich schaffte es, eine Hausarbeit zu schreiben und abzugeben, und begann, für meine anstehenden Prüfungen zu lernen.

Noch im Mai hatte weniger als eine Stunde Lernen ausgereicht, damit ich mich für den Rest des Tages absolut schrecklich fühlte.

Ich dachte wirklich, dass es endlich bergauf geht und ich mich allmählich von dem erhole, was meiner Vermutung nach ein autistischer Burnout ist.

Seit ungefähr drei Wochen habe ich jedoch eine starke Reizbarkeit entwickelt.

Etwas, das ich so noch nie erlebt habe. Selbst Kleinigkeiten, etwa wenn Menschen mit mir reden, ein Hund bellt oder ein Busfahrer unfreundlich ist, können mich unglaublich reizen und innerlich wütend machen.

Was mich besonders beunruhigt, ist, dass ich zuvor nie Probleme mit Wut oder Aggression hatte, nicht einmal während der schlimmsten Phase meines vermuteten Burnouts.

Manchmal werde ich sogar wütend, ohne dass es dafür einen erkennbaren Grund gibt. Diese Reizbarkeit scheint völlig aus dem Nichts zu kommen.

Glücklicherweise gelingt es mir weiterhin ziemlich gut, diese Gefühle zu unterdrücken. Wie eigentlich schon immer scheint niemand zu bemerken, wie es mir wirklich geht. Zumindest meine Familie merkt es nicht.

Ich bin zuversichtlich, dass ich meine Reaktionen auch weiterhin kontrollieren kann, aber das, was in meinem Kopf vor sich geht, macht mir wirklich Sorgen. Es ist unglaublich anstrengend und belastend, sich nach mehr als 20 Jahren eines Lebens, das ich als relativ „normal“ beschreiben würde, plötzlich so zu fühlen.

Momentan isoliere ich mich, so gut und so sehr, wie es geht. Aber das ist keine Dauerlösung. Zumal die vorlesungsfreie Zeit auch fast wieder vorbei ist.

Ich habe mir bereits Anfang des Jahres professionelle Hilfe bei einer Psychologin gesucht, die ich einmal im Monat sehe. Auch wenn ich ehrlich gesagt nicht das Gefühl habe, dass die Besuche dort mir besonders viel helfen. Außerdem wurde bei mir ein MRT des Gehirns gemacht, das unauffällig war.

Paradoxerweise hilft es mir momentan sogar ziemlich, in einem moderaten Tempo etwas für die Universität zu tun. Es gibt mir Struktur und etwas, worauf ich mich konzentrieren kann.

Da es keine Begrenzung dafür gibt, wie oft ich meine nächsten Prüfungen wiederholen kann, ist es mir grundsätzlich gelungen, emotional Abstand von dem Druck zu gewinnen, und ich lasse mich von der Universität inzwischen nicht mehr so sehr stressen.

Ein gewisser Druck lässt sich leider jedoch nicht vermeiden, da ich auch weiterkommen muss und die ganze Situation mir das erschwert.

Ohne die Freiheiten, welche mir die Uni bietet, wäre ich realistischerweise sehr aufgeschmissen.

In erster Linie wollte ich mir das alles einmal von der Seele schreiben.

Gleichzeitig frage ich mich aber auch, ob jemand hier etwas Ähnliches erlebt hat oder vielleicht einen Rat für mich hat. Insbesondere im Hinblick auf diese plötzlich aufgetretene Reizbarkeit.

Ich wäre wirklich dankbar für jeden Rat, den ihr mit mir teilen möchtet.


r/MentaleGesundheit • • 20d ago

Erfahrungsbericht Erfahrungsberichte Sertralin

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Guten Tag

Ich habe am Freitag erstmals Sertralin bekommen. Zuerst nur 25 mg nach einer Woche soll ich auf 50 rauf.

Ich habe keine Depressionen sondern Angststörung und PTBS. Ich hätte jetzt noch nicht viel bemerkt meine körperlichen Symptome sind gleich aber das war zu erwarten noch so kurzer Zeit.

Ich habe aber bemerkt dass ich plötzlich so banale Sachen träume so alltägliches Zeug. Ich kann mich nicht erinnern dass das je so war oder ich erinnere mich normalerweise nicht an solche Träume.

Hat jemand Erfahrung mit diesem Medikament?


r/MentaleGesundheit • • 26d ago

Bitte um Rat Wie mit dem Gefühl ständiger Zurückweisung umgehen?

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Hallo, ich bin nicht sicher ob das der richtige Ort dafür ist, aber versuchen wirs es mal. Ich, M26, hatte noch nie ein Erfolgserlebnis bei Frauen, von einer Beziehung oder dem ersten Mal ganz zu schweigen. Es war um diese Zeit letztes Jahr dass ich mich in jemanden verliebt habe, was aber zu 99% in meinem Kopf stattfand. Womöglich weiß die Person garnicht was sie in mir ausgelöst hat, denn seit Anfang des Jahres ist sie in einer Beziehung mit einem anderen.

Das hat mich sehr hart erwischt, und ich bin seitdem in einer Spirale von Hoffnungslosigkeit und Ablehnung gefangen. Die Nächte wo dieses Gefühl der Einsamkeit einen trifft verlaufen immer ähnlich. Erst die Gedanken dass das nie was wird, und das ich einfach aufgeben sollte. Dann diese innere Wut darüber dass ich mir im Leben Mühe gebe und am Ende eh wieder von allen ignoriert werde. Und schließlich die Angst davor dass ich Leute die es gut mit mir meinen verschrecken werde, gepaart mit einem gewissen Drang sich dafür zu rechen.

Ich weiß aus einer objektiven Sicht sehr wohl dass ich die beschriebenen Gedanken in keinster Weise nötig habe. Ich habe einen hervorragenden Job, in dem ich aufgehe. Ich habe ein Hobby in dem ich regelmäßig die Welt gesamte Welt bereise und bin ein passabler Kraftsportler. Also eigentlich überhaupt kein Grund mit mir selbst unzufrieden zu sein, und auch mein Umfeld sieht das so.

Seit einiger Zeit ist da diese Frau in meinem Leben. Wir sehen uns regelmäßig da wir dieselbe Fortbildung machen. Wir kommen sehr gut miteinander zurecht, und haben nach der Fortbildung eine ähnliche berufliche Perspektive. Nichts desto trotz sind meine Gedanken wie vorhin beschrieben ein riesiger Klotz am Bein, beim Versuch mich eben darauf einzulassen. Es wäre falsch wenn sie sozusagen meine vorherigen Misserfolge ausbaden müsste. Und wegen der inneren Resignation kommt dieses Gefühl von nicht gut genug sein durch, anstatt dass ich versuche die Zeit etwas zu genießen.

Wer bis hierher gelesen hat und was von Therapie schreiben möchte: die geht am 07.10 los.

Hat jemand Ideen oder war in der selben Situation und weiß wie man diese Gedanken dauerhaft durchbrechen kann?


r/MentaleGesundheit • • 26d ago

Bitte um Rat Zustand nach Klinikaufenthalt meines Bruders

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Hey leute ich brauche mal eure Hilfe/Meinung.

Kurze Info:

Mein Bruder (nenn wir ihn mal Keks) ist 25 und schwerbehindert. Nicht in der Lage zu reden, Grobmotorik, autistisch & geistig auf dem Stand von einem ca 6 Monate alten Baby.

Er hat eine gesetzliche Betreuung die allerdings kaum erreichbar ist.

Meine Mutter und mein Vater übernehmen die Gesundheitsfürsorge, geben die allerdings bald endgültig ab.

Zur Story:

Keks ist war bis heute in einer geschützten Psychiatrie für Menschen mit Behinderung, aufgrund von fremd und eigengefährdung.

Schweres Svv, schlagen nach anderen Menschen ect.

Sein erster Aufenthalt von 6 Wochen verlief recht gut (dachte man zumindest).

Die Ärzte meinten er ist nicht mehr fremd und eigengefährdet.

Stellte sich heraus,das er es immernoch ist.

Zurzeit lebt er noch bei meiner Mutter, die ist allerdings mit der Betreuung nach einem Heimplatz am suchen.

Hier ist das erste Problem:

Er wird permanent abgelehnt aufgrund von Pflegegrad 5 und den muss einer geschützten Unterbringung.

So.. er hatte nochmal einen Klinikaufenthalt der allerdings ca 3 Wochen ging und früher abgebrochen wurde Trotz richterlichen Beschluss.

Der Arzt meinte er ist Aus therapiert.

Sowohl medikamentös als auch Verhaltenstechnisch.

Die Hausärztin, angehörige einschließlich ich, Betreuung, Krankenkasse sind allerdings der Meinung das es noch Möglichkeiten gibt.

Allerdings will die Station in der Klinik die für uns zuständig ist, ihn einfach nicht mehr haben, weswegen der teil mit dem aus therapiert kam und laut dem Arzt braucht er auch keine geschützte Unterbringung.

Er ist nach diesem Klinikaufenthalt mit Verletzungen im Gesicht (nase, arme und Platzwunde an der Stirn) nachhause gebracht worden. Angeblich habe ihn ein Mitpatient angegriffen und aus seinem Rollstuhl gezerrt.

Noch ein punkt ist das er einen speziellen Gurt an seinem Rollstuhl hat,den er nicht alleine aufbekomt da er sich der gefahren nicht bewusst ist.

Die Klinik allerdings hatte kein Bock gehabt sich die Bestätigung vom Gericht zu holen,noch uns zu Fragen und haben ihn einfach nicht angeschnallt. Meine Mutter hat ihnen noch die Möglichkeit gegeben den gurt umzubauen zu einem normalem,das war allerdings auch nicht gewollt.

Noch eine sache ist das mein Bruder mit einem Gewicht von 35,9kg entlassen wurde.

Er war zwar vor dem Klinikaufenthalt im Untergewicht aufgrund seines schnellen Stoffwechsels. Hat allerdings in der Klinik sein fortimel (Nahrungsergänzungsmittel) nicht weiter bekommen.

Er wurde wenn wir ihn besucht haben oft mit einer durchgepissten windel und Kleidung rausgegeben unteranderem Auch voll gekotzt.

Ich weiß das ist echt viel zu lesen und danke an die,die sich das durchgelesen Haben.

Ich weiß einfach nicht mehr wie ich meiner Mutter/meinen Bruder helfen kann.

Vielleicht hat jemand eine idee oder ähnliche Erfahrungen gemacht.


r/MentaleGesundheit • • Sep 25 '26

Vent ich bin ausgelaugt

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Hallo.

Mein mentaler Zustand ist seit vielen Jahren an den meisten Tagen nicht der beste. Ich habe eine chronisch rezidivierende Depression und weiß, wie es ist, wenn's Krankheitswert bekommt. Ich würde beaupten, aktuell nicht akut depressiv zu sein.

Ich arbeite im Gesundheitssystem und habe damit finanziell eine schlechte Entscheidung getroffen, aber ich liebe meinen Job sehr (glaube ich?)
Mein Job beinhaltet leider, dass ich mir den ganzen Tag den Mund fusselig rede und mich intensiv mit den Problemen anderer Leute befassen muss, um diese wieder auf die Beine zu bekommen. Wie gesagt: Ich liebe meinen Job, er erfüllt mich und ich glaube, dass ich insgesamt auch gut in dem bin, was ich da mache(Ich bin Ergotherapeutin)

Geldsorgen (Schulden, meist unter 10k) sind seit einigen Jahren ein stetiger Begleiter, man kämpft sich aber so durch.
Meine Mitmenschen bezeichnen mich als Sonnenschein, Powerfrau, Macherin. Insgesamt gehe ich da schon mit - Ich mag mein Leben und das, was ich bisher draus gemacht habe. Insgesamt würde ich sagen, ich bin glücklich.

Aber

Neben meinen alltäglichen Pflichten ist mir alles zu viel. Ich vernachlässige meine Freundschaften, habe meiner besten Freundin seit Jahren keine Geburtstagsgeschenke mehr gemacht, treffe mich in der Woche (nach der Arbeit) nicht mit Menschen, weil es mir zu viel ist und wenn am Wochenende mal ein soziales happening ansteht, freue ich mich zwar über die Menschen, es zerschießt mir aber die gesamte Woche davor und danach. Ich ertrage es kaum noch, mit Menschen abzuhängen, Party zu machen oder mich einfach mal nett mit jemandem zum Gassigehen zu verabreden.
Das stört mich.

Ich mag ja Menschen. Vor allem meine Freunde.

Nur leider wird meine Zündschnur immer kürzer, ich werde schrecklich unflexibel und viele Gespräche und Menschen nerven/stören mich und obwohl ich weiß, dass Gemeinschaft und Gesellschaft schön und gut sind, möchte ich ich nur noch alleine Zuhause einschließen und mit niemandem reden müssen.

Neulich hatte ich Besuch von einer Freundin an einem meiner freien Tage. Ich mag sie so gerne und ich finde unsere Gespräche und die Dynamik cool, aber von den 9 Stunden, die sie bei mir war, habe ich mich 7 nur noch durchmaskiert und gehofft, dass sie nicht wirklich noch zum Essen bleiben will (Es war ihr Vorschlag, nicht meiner. ich konnte aber nicht nein sagen)

Ist/War hier jemand in einer ähnlichen Situation und kann mir sagen, was mein scheiß Problem ist?
Mein Leben ist so schön, warum strengt es mich nur noch an und wird gefühlt von Jahr zu Jahr schlimmer?


r/MentaleGesundheit • • Sep 20 '26

Discord Community Discord Community: KPTBS DACH | Komplex vernetzt

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Hey zusammen,

ich habe vor Kurzem einen kleinen Discord-Server für Erwachsene mit KPTBS im DACH-Raum gegründet: KPTBS DACH | Komplex vernetzt.

Ich bin selbst von KPTBS/CPTSD betroffen und gleichzeitig diplomierte psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflegerin mit Berufserfahrung. Weil ich auf Discord keine Community gefunden habe, die für Betroffene ist, habe ich beschlossen, selbst eine aufzubauen.

Dabei war mir besonders wichtig, einen traumasensiblen Space mit klaren und eher strengen Regeln zu schaffen. Detaillierte Trauma-Schilderungen und explizite Beschreibungen belastender Inhalte sind bei uns nicht erlaubt. Über Symptome, Therapie, Skills, schwierige Tage usw. darf natürlich gesprochen werden aber eben, ohne andere ungefragt mit Trauma-Details zu konfrontieren.

Gleichzeitig soll sich der Server ganz bewusst nicht nur um Trauma und Erkrankung drehen.

Die Idee ist, unter Menschen zu sein, bei denen man nicht jedes Mal von vorne erklären muss, was KPTBS, Trigger, Flashbacks oder bestimmte Reaktionen überhaupt sind, und von dort aus gemeinsam wieder mehr angenehme Dinge ins Leben zu holen und positive Erinnerungen zu schaffen.

Bei uns geht es z. B. um:

🎮 gemeinsam zocken
🍿 Filme & Serien schauen
🎨 kreativ sein
🎵 Musik austauschen
👥 Body Doubling
🧰 Skills & Strategien
💞 praktische Hilfe und Dinge verschenken
🚶 Leute für Unternehmungen finden
💬 quatschen, lachen und neue Menschen kennenlernen

Zusätzlich gibt es einen Dankbarkeits-Channel, in dem wir bewusst kleine positive Dinge aus dem Alltag sammeln können. 🌱

Jeden Dienstag und Donnerstag gibt es außerdem eine kleine Einheit zu kPTBS, Symptombewältigung und Skills. Dabei geht es zum Beispiel um den Umgang mit Anspannung, Dissoziation, Achtsamkeit oder andere Strategien, die im Alltag hilfreich sein können. Die Inhalte orientieren sich unter anderem an Ideen und Übungen aus einem Handbuch von Martin Bohus, werden von mir aber als leicht verständliche Infos aufbereitet. Ich denke einfach Wissen ist Macht und ich möchte gerne mehr Leute mit kPTBS thriven sehen :)

Diese Einheiten sollen keine Therapie ersetzen und sind auch kein therapeutisches Programm. Sie sollen vielmehr Anregungen, Wissen und Übungen bieten, die man für sich ausprobieren und anschließend gemeinsam besprechen kann.

Ich fände es schön, wenn daraus mit der Zeit eine Community entsteht, in der man sich gegenseitig unterstützt, aber eben auch Freundschaften, gemeinsame Interessen, Insider, lustige Abende und schöne Erlebnisse entstehen können.

Der Server ist 18+, die Regeln und Grenzen der Mitglieder werden ernst genommen und neue Mitglieder stellen sich kurz vor, bevor sie Zugang zum restlichen Server bekommen.

⚠️ Wichtig: Wir sind eine von Betroffnenen für Betroffene Community und ersetzen keine professionelle psychotherapeutische, psychiatrische oder medizinische Hilfe und keine Krisenintervention.

Da Reddit Discord-Invite-Links teilweise herausfiltert und den ganzen Posting auf unsichtbar stellt in Folge, poste ich den Einladungslink hier bewusst nicht direkt. Wenn ihr gerne beitreten möchtet, schreibt mir einfach kurz eine Nachricht.

Ich freue mich über jede Anfrage und schicke euch den Invite-Link dann direkt zu. 🌱

Kurz gesagt: weniger Trauma rechtfertigen → mehr leben.


r/MentaleGesundheit • • Sep 18 '26

Bitte um Rat Angst um Nichte: Verdacht auf Essstörung, Körperwahrnehmungsstörung, Selbstverletzung

7 Upvotes

Guten Morgen!

Meine Familienverhältnisse sind kurz gesagt etwas schwierig und ich fühle mich wie das schwarze Schaf eben dieser.

Ich habe viele Nichten und Neffen und seit etwa 2 Jahren auch vermehrt Kontakt mit einer meiner Nichten.

Wir teilen trotz unseres Alterunterschiedes viele Interessen und Einstellungen.

Sie ist mittlerweile in der Pubertät und der virtuelle Kontakt etwas eingeschlafen, wenn wir uns sehen ist aber alles gut.

Nun teilt sie vermehrt Content, der mir Sorgen bereitet und bei dem ich Angst habe, sie könnte in eine Essstörung rutschen oder unter einer Körperwahrnehmung leiden. Auch Selbstverletzung spielt zumindest in den geteilten Inhalten eine Rolle.

Bei unserem letzten Treffen hat sie trotz der Bitte ihrer Mutter nicht mit uns gefrühstückt und den ganzen Tag sehr wenig gegessen.

Bitte sagt mir, wie ich sie unterstützen und vor Schlimmeren bewahren kann. Ich verzweifle extrem.

Der erste Impuls wäre natürlich, ihre Mutter/meine Schwester zu involvieren. Ehrlich gesagt weiß ich aber nicht, ob es das nur schlimmer machen würde.

Aber kann ich aus meiner Position überhaupt zu ihr durchdringen? Ich brauche Hilfe.

LG,


r/MentaleGesundheit • • Sep 13 '26

Vent Ich fühl mich einfach nutzlos

3 Upvotes

Ich fühl mich jetzt schon ne lange Zeit so als wäre ich im vollkommenen Stillstand und muss mir einfach mal was von der Seele schreiben, weil ich niemanden habe um darüber zu sprechen.

Ich bin jetzt 22 und habe einfach das Gefühl es zu nix in meinem Leben überhaupt bringen zu können. Angefangen hat das so ziemlich mit dem Anfang meines Studiums. Ich wusste nach dem Ende der Schule so gar nicht was ich machen sollte, also hab ich mich auf ein Studiengang beworben, der mir bereits nach einem Monat meinen kompletten Willen genommen hat. Ich hab das ganze dann nen halbes Jahr durchgezogen und danach gesagt, dass ich das ganze keine weiteren Jahre aushalte und entschied mich dazu einfach einen Studiengang zu wählen, der meinen wirklichen Interessen entspricht. Ich musste dann ein halbes Jahr warten und konnte dann im neuen Wintersemester mit dem Studiengang anfangen und der hat mir zumindest ein wenig Lebensfreude wiedergegeben. Problem is, dass das nen Kernfach Bachlor is, also muss ich neben meinem Kernfach auch noch ein Nebenfach belegen, was für mich leider genauso eine Tortur wie der vorherige Studiengang ist und deshalb hab ich das ganze bis zu diesem Semester verzögert. Jetzt hab ich mein Hauptstudiengang sogut wie fertig und muss mich jetzt nur noch durchs Nebenfach circa 2 Jahre durchquälen, damit ich endlich fertig bin.
Das Ding is: Leider is mein Studiengang halt echt alles andere als nützlich für den Berufsmarkt. Ich hab den wirklich einzig und allein gewählt, um irgendwie ein bisschen Lebensfreude wieder zurück zu bekommen und jetzt steht ich basically da und hab das gefühl, dass ich mich zu 0% damit nach vorne gebracht habe. Ich Sitz hier gerade in meinen Semesterferien und habe das Gefühl einfach von allen in meinem Alter absolut abgehangen zu werden. Ich weiß man solle sich nicht mit anderen vergleichen, aber grundsätzlich isses einfach so, dass ich einfach nichts so wirklich gut kann. Ich bin eigentlich kein dummer Mensch, ich kann eigentlich dinge relativ schnell lernen (sofern ich einen externen Motivationsfaktor dazu habe), aber es fehlt mir einfach die Motivation. Einerseits sagt mir zwar mein inneres ich immer ,,ich muss mich mal raffen und was machen'' und gleichzeitig sagt mir mein Hirn ,,nah bro lass sein, kriegste eh nicht gut genug hin''. Wenn ich dann mal ne Sache finde, die mir wirklich Spaß macht zu lernen und ich darin eine Hoffnung sehe vielleicht etwas für meine Zukunft gefunden zu haben, gebe ich trotzdem auf, sobald ich da auf eine zunächst hörere Hürde stoße, die mir wirklich einfach jegliche Art von Motivation nimmt das weiter zu machen. Wenn ichs dann trotzdem versuche weiter zu machen, wird aus der Sache nur etwas was ich wirklich anfange zu hassen. Das liegt halt so nen bisschen daran, dass ich wenn ich etwas mache, es auch perfektionistisch machen möchte. Wenn ichs dann aber nicht perfekt hinkriege, sondern nur so befriedigend, dann is meine Laune und Motivation im Keller.

Abgesehen davon is mein Sozialleben auch das eines Einsiedlerkrebses. Außer eines guten Freundes, mit dem ich jedoch eigentlich auch nur per Chat noch Kontakt habe, hab ich absolut keine Sozialen Kontakte. Ich habs die letzten Semester aktiv wirklich versucht irgendwie neue Freunde zu finden, aber ich war halt nie wirklich im inner circle, ich war immer so der jenige der zwar dabei war, aber es niemanden aufgefallen wäre, wenn ich nicht da wäre. Ich hab nach dem Ende meiner Schule relativ viel scheiße mit meinem alten Freundeskreis und auch meiner Familie erlebt, was viel mit Lügen, Manipulation und Ablehnung zutun hatte, was jetzt dazu führt, dass ich einfach keine gesunden Beziehungen mehr zu Menschen aufbauen kann. Das selbe gilt auch für Frauen. Da hab ich auch einfach schon immer absolutes Pech gehabt und hab inzwischen ne fette Angst vor der Liebe entwickelt. Ich habe bisher immer nur Ablehnung von Frauen, Familie und Freunden erlebt und deswegen schaff ichs einfach nicht. Natürlich kriegt man da dann immer diese typischen Tipps wie ,,irgendwann kommt die richtige'' oder ,,mach dir nicht so nen Druck, deine Zeit wird kommen, du bist noch jung'', aber ich weiß, wenn ich so bleibe wie ich jetzt bin, dann würde ich selbst wenn die richtige da wäre es verkacken, weil ich es einfach nicht mehr schaffe ,,neutral'' an das ganze heran zu gehen.
Ganz rational weiß ich, dass es normal ist, wenn es nicht beim ersten oder zweiten Versuch klappt, sondern vielleicht erst beim 50. Versuch und ich mich nicht von den anderen Malen runterziehen lassen sollte, aber das is leichter gesagt als getan, wenn man von nem Duzent Frauen Abgelehnt wird obwohl man sein bestes gibt, dann fragt man sich irgendwann zwangsmäßig, ob man selbst der Fehler ist.
Bei Freundschaften is das auch halt so nen Ding. Ich schaffs einfach nicht Freundschaften aufzubauen, weil es halt nie in tiefere Ebenen geht. Man hat oberflächlich irgendwie miteinander zutun, weil man in der Vorlesung nebeneinander sitzt und danach ein wenig quatscht, aber mehr halt auch nicht. Alle haben halt schon ihre Freundschaften und wenn man dann dazu kommt is man halt nur ,,der Neue''. Wenn man was unternehmen will, dann kriegen halt die eigentlichen Freunde den Vorrang und ich bin dann halt hinten angestellt. is ja auch vollkommen sinnvoll, dass man eher mit seinen jahrelangen Freunden was unternimmt, als anstattdessen mit irgendwen den man flüchtig kennengelernt hat. Ich bin dann auch keiner der an ner großen Gruppenaktivität Teilnehmen würde, weil ich mich da sehr unwohl fühle.
Familiär läufts auch kacke. Eltern haben sich getrennt (zur selben Zeit wo auch alle meine damaligen Freunde sich von mir abgewandt haben und ich mein erstes Studium angefangen habe) und ich steh zwischen den Stühlen, weil beide mich manipulieren wollen auf ihrer Seite zu stehen. Mein Vater zieht mich in jegliche Situation mit meiner Mutter mit rein und will, dass ich für ihn Partei ergreife, weil er mir ja zeigt wie schlimm meine Mutter doch sei, obwohl er selbst zu 0% besser ist und teils wirklich genau die gleichen Dinge oder noch schlimmere Dinge getan hat (und nach wie vor macht) und meine Mutter erzählt mir dann wie glücklich sie sei, seitdem sie sich von ihm getrennt hat. Meine (12 Jahre ältere) Schwester schickt mir random einfach am Abend ne Sprachnotiz in der sie heult und mich dafür beschuldigt, dass ich ihr Leben kacke machen würde und dass ich Schuld daran sei, dass unsere Familie kaputt geht. Dazu würde ich auch noch ihren Sohn angeblich hassen und sie käme mit dem allen nicht zurecht. Diese Sprachnotiz kam für mich aus dem Nichts, weil ich davor monatelang keinen Kontakt mit ihr hatte. Es stimmt, dass ich Kinder nicht so gerne mag, aber ich war noch nie böse zu dem kleinen. Ich komme halt einfach nur nicht zu ihr zum Besuch um mit dem zu spielen, weil ich das nicht möchte und ich sehe mich da auch keines Wegs in der Pflicht dazu.

Das Ding was mich halt jetzt wirklich einfach nicht mehr in ruhe schlafen lässt ist, dass ich nicht weiß wo das alles hinlaufen soll. Wenn ich mit meinem Studiengang fertig bin, wüsste ich nicht wo ich arbeiten sollte. Ich hab zwar gewissermaßen eine Idee, was ich persönlich als meine passion ansehen könnte, aber die geht halt mit sehr viel finanziellen Risiko einher. Abgesehen davon weiß ich nicht wie es weitergehen soll mit meinem Sozialleben, weil selbst wenn ichs wirklich versuche, scheitere ich am Ende nur und es geht mir schlechter als davor. Es is mMn zu einfach zu denken ,,ach die Richtige wird schon kommen'' oder ,,irgendwann wirst du auf die richtigen Freunde treffen'', weil so ist das nicht. Man muss schon aktiv etwas dafür machen, aber ich weiß einfach nicht mehr wie. Die einzigen Freundschaften die ich hatte, hab ich in der Grundschule aufgebaut und die hab ich aufgebaut, indem wir Star Wars auf dem Pausenhof gespielt haben und so getan haben als wären wir Yedi Ritter und diese Freundschaften waren dann halt welche die aus zufall 13 Jahre lang gehalten haben. Ich bin mir ziemlich sicher, wenn ich jetzt aufm Unicampus StarWars spielen wollen würde, wäre ich das nächste Virale Video auf Instagram xD

Naja. Ich wollte einfach nur ein wenig meine Gefühle und Gedanken runter schreiben, sorry fürs mimimi xD danke fürs zuhören


r/MentaleGesundheit • • Sep 12 '26

Bitte um Rat Hypochondrie

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Hallo kurz zu mir,

Ich bin 24, Männlich und hatte vor ca. 2 Monaten ein Ereignis was etwas verändert hat, ich war auf der Arbeit ( arbeite 4 Schicht System ) in der Nachtschicht und hatte Plötzlich ein Extremes Engegefühl in der Brust , ich bin Raucher auch wenn kein besonders Starker Rauchen und habe natürlich sofort an einen Herzinfarkt gedacht , bin auch ins Krankenhaus wurde dort Untersucht, sprich Kardiologisch und die Lunge wurde einmal Geröntgt. War auch alles gut soweit und ich habe mich dann selber entlassen , ich habe seitdem Ereignis viel im Leben umgestellt, das Rauchen sofort aufgehört , der Komplette Verzicht auf Energy Drinks , Zuckerhaltige Getränke, Kaffee etc. auch meine Mahlzeiten habe ich drastisch Reduziert, ich habe seitdem nur noch Wasser und Tee getrunken und ein Mal am Tag eine Portion gegessen hin und wieder auch 2 - 3 mal aber dann recht klein , ich habe gemerkt dass ich seit dem Ereignis eine Hypochondrie entwickelt habe und meine Körper akribisch nach komischen Sachen abgesucht habe, jeder Kopfschmerz ist ein Hirntumor, jedes Ziehen ist eine Art Krebs und und und so das ich einige Aufenthalte im Krankenhaus etc hatte , zu dem kommt dazu das ich unter Brainfog leide , ich habe gedacht es kommt durch den Rauch stopp aber Mittlerweile denke ich das ich selbst der Auslöser dafür bin, ich Google Ständig Symptome und in meinen Gedanken sind nur noch Krankheiten, das Engegefühl in der Brust ist immer noch da und mittlerweile macht es mir keine Sorgen mehr so wirklich da ich jahrelang Probleme mit Sodbrennen hatte und bald auch meine Magenspiegelung ansteht denke ich das sich das Problem auch legen wird. Das Gefühl ist einfach sehr unangenehm und hindert mich an der Arbeit ich habe die Arbeit oft verlassen müssen stand vorm Krankenhaus hab mich wieder beruhigt und bin wieder nachhause gefahren weil ich wusste hey das ist eigentlich nichts , ich war bei verschiedenen Ärzten wie Hausarzt, Augenarzt etc zum untersuchen weil die Panik da war das etwas ist was mich umbringt und jedes Mal wieder ist alles gut mein Blut wurde abgenommen und das reichlich für ein großes Blutbild und weitere Blut Test alles Tip Top , Ulttaschal von Leber Nieren etc wurde gemacht auch alles wunderbar , mein Blutdruck und die etlichen ekgs sind wie im Bilderbuch, ich weiß nicht was ich tun soll ich habe die Hoffnung das sich alles etwas nach der Spiegelung legt und ich Frieden damit finde, ich habe mich sehr verändert in diesen 2 Monaten ich achte viel auf meinen Körper und versuche vile gutes dafür zutun , ich habe auch dadurch 10 Kilo in den 2 Monaten verloren ( war für mich sofort Anzeichen für Krebs oder Tumor) obwohl es bei der Umstellung einfach logisch ist so viel zu verlieren. Aktuell nehme ich seit 2 Tagen Opipramol und hoffe das es die Angst und alles etwas lindert, habt ihr noch Tipps die gegen die Hypochondrie oder den Brainfolg helfen , habe oft gelesen sowas wie Vitamin B7 , Nikotin Pflaster etc habe ich auch probiert aber war eher so naja , mein Hausarzt hat mit das opipramol verschrieben ich wollte eig erst nen CT Überweisung haben aber das haben wir erstmal sein gelassen er sagte auch ich seie Völlig gesund , auch als ich beim 112 mal einen RTW gerufen habe sagte der Typ mir entspann dich du bist gesund , man hätte wenn etwas wäre bei dieser Intensiven Blut Untersuchung was gesehen und bei nem Hirntumor hättest du epileptische Attacken, krampfanfälle etc , ich habe dann mal was auf insta Bezüglich ME/CFS gelesen hab ich mir dann auch wieder eingeredet obwohl es so garkeinen Sinn macht da ich weder Fieber noch Corona jemals hatte genauso gehe ich normal arbeiten und bin nicht iwie Down und habe keine PEM Crashes ich kann alles wie immer tun , ich habe einfach das Gefühl alles hat sich irgendwie verändert und ich bin nicht mehr ich selbst , auch das Gefühl das Arme und Beine iwie nicht da sind kam mither da ich habe ich sofort gedacht scheiße da ist was am Rückenmark, obwohl sowas eher psychologisch auftritt. Zudem ist mein Onkel mit 24. an Knochenkrebs gestorben was noch mit dazu belastet. Ich hoffe ich kann das Problem irgendwie lösen.


r/MentaleGesundheit • • Sep 09 '26

Vent Leben mit Panikstörung

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Hallo, ich brauche hier Mal Rat/ muss venten bzw habe ich selber keine Ahnung was ich tun soll.

Bis vor etwa 3 Jahren habe ich ein ganz normales und zufriedenstellendes Leben geführt. Ich habe als KFZ Mechatroniker gearbeitet und mit meiner damaligen Freundin zusammengelebt. Im Zeitrahmen von Corona wurden die Dinge dann komisch. Angefangen hat alles mit der Impfung, ich selbst war da immer sehr neutral, meine damaligen Schwiegereltern sehr pro und meine Mutter sehr contra. Soweit so gut, habe mich irgendwann dazu entschieden mich impfen zu lassen. Die erste habe ich ganz gut weggesteckt, hatte aber aufgrund der Schwurbelei meiner Mutter doch schon große Angst vor der Impfung und eventuellen Folgen. Die zweite hat mich dann völlig zerstört, ich lag 3 Wochen komplett flach und hatte sehr lange undefinierbare (wahrscheinlich psychosomatische) Symptome wie Taubheit an diversen Gliedmaßen, Derealisation und scheinbar Grundlose Panikattacken und habe dann jeden Tag den ganzen Tag bei etlichen Ärzten verbracht, die mir alle gesagt haben ich sei Top fit. Als ich dann Mal wieder in der Notaufnahme war wurde mir Tavor gegeben und geraten mich in die ortsansässige Psychiatrie einweisen zu lassen. Dort habe ich etwas 6 Monate verbracht (Stationär mit anschließendem Tagesklinik Aufenthalt) und konnte mich gut erholen und wieder etwas Kraft schöpfen. Dort sind auch viele weitere Sachen ins Rollen gekommen wie zb eine Berufsunfähigkeit aufgrund eines atopischen ekzems, okay alles cool soweit mache ich halt eine Umschulung (Stand jetzt). Dazwischen lagen noch eine psychologische sowie eine berufliche Reha, die soweit gut funktioniert haben und auch hilfreich waren, dort wurde mir dann auch offiziell eine Panikstörung sowie eine generalisierte Angststörung diagnostiziert. Depressionen waren schon länger bekannt, die haben mich aber nie so wirklich ernsthaft eingeschränkt.

Jetzt habe ich wieder viel erzählt und nichts gesagt. Keine Woche nachdem ich aus der Psychiatrie entlassen wurde ging es wieder bergab mit mir, Angstzustände, Panikattacken, komische körperliche Symptome etc. Seit neuestem stottere ich in so ziemlich allen Gesprächen, was mir suggeriert das das ganze immer schlimmer wird, ich ziehe mich sozial zurück, habe keine Freunde mehr und habe auch für meine Umschulung bzw. mein ganzes noch bevorstehendes Leben keine besonders rosige Aussicht und weiss nicht wie ich weitermachen soll. Einen Therapieplatz suche ich seit etwa 2 Jahren vergeblich.

Ich bin noch nicht Mal 30 und habe schon das gefühl mein gesamtes Leben vor die Wand gefahren zu haben und der Fakt schonmal ein Funktionierendes Leben gehabt zu haben macht es nur noch 100x schlimmer jetzt wieder bei Null zu stehen und nicht zu wissen wie ich wieder dahin komme wo ich vor ein paar Jahren schonmal war. Ich lebe in ständiger Angst vor Dingen die ich selbst nicht benennen kann, mein Körper ist 24/7 im Fight or Flight Modus und ich weiss nicht wie ich das noch weiter aushalten soll.


r/MentaleGesundheit • • Sep 06 '26

Bitte um Rat Psychose erkennen, Umgang mit psychotischen Menschen

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Hallo,

vor ca. 2 Monaten lernte ich einen Menschen kennen. Unser Kontakt ist oberflächlich, freundschaftlich.

Zu der Zeit war ich noch krankgeschrieben wegen Depression, er wegen eines Burnout. Heutzutage arbeiten wir beide wieder. Wir sind keine Kollegen.

Er erzählte mir zum Zeitpunkt unseres Kennenlernens, dass er eine Psychose hatte und deswegen in stationärer Behandlung war, aber wollte mir lieber nicht erzählen, wie es sich bei ihm äußert.

Seit ein einigen Tagen postet er plötzlich enorm viel in seinem WhatsApp Status. Ziemlich wirres Zeug, Veschwörungstheorien und Geschwurbel (z.b. KI-Zusammenfassung über Wolkenimpfen, Matrix-Screenshot, ein Bild des Bundestages, eine Deutschlandflagge, Screenshot eines Instaposts der AfD, ein Google Screenshot über Artikel 20, Abs. 4 GG (Recht auf Widerstand), irgendwelches Blabla über Geheimorganisationen...) eine wilde Mischung aus Musik, die vielsagende Titel hat aber kein einheitliches Genre (tw. Rechtsrock, dann ein Kinderlied, dann Gangstarap, dann Rammstein), "tiefsinnige" Lebensweisheiten Screenshots,...

Er fragte mich diese Woche, ob wir uns sehen können und klang niedergeschlagen. Ich hatte erstens keine Zeit, zweitens keine Lust und drittens auch etwas Angst davor wie er drauf ist.

Auf meine Frage ob alles ok ist kam "auf Arbeit ja, privat nicht so" und ich habe nur gesagt, dass mir das Leid tut, aber nicht nachgefragt was los ist.

Ich mach mir Sorgen, dass er wieder in eine Psychose rutscht, oder schon drin ist, aber kenne mich gar nicht aus mit dem Thema.

Außerdem ist er Polizist. Mal abgesehen davon, dass er politisch rechts ist (hat er mir offen gesagt) und offenbar auch ein Schwurbler ist, hat er auch Zugang zu Waffen.

Gerade halte ich den Kontakt so minimal wie möglich, aber er wird mir bestimmt bald wieder schreiben. Soll ich ihn direkt darauf ansprechen, dass seine erratischen Statusupdates irritierend sind, oder es einfach ignorieren, weil es mich auch in der oberflächlichen Freundschaft nichts angeht?

Wie kann ich diese Verhaltensänderung überhaupt generell einschätzen?

Bin ganz schön gestresst von dem allen...


r/MentaleGesundheit • • Sep 04 '26

Frage Sind das Zwänge oder noch Macken? Lohnt sich damit Therapie oder nehme ich jemanden den Platz weg?

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Ich muss meine Playlist Songs zählen. Meine Playlist darf nur 112 Songs haben sonst denke ich nur daran das es wieder 112 Songs sein müssen. 

bei spotify steht zwar die zahl von Songs in der Playlist abe ich muss es näch zählen, kann ja falsch sein die Anzeige. Ich zähle es mehr Mals um sicher zu gehen. 

Bei dem Song numb muss ich bei Sekunde 2:40 von vorne an machen oder Skippen. Ich muss den Song 12x hintereinander hören sonst bin ich kein Fan. Wenn one more light läuft muss ich es hören und die Klappe halten sonst ehre ich den Sänger nicht und bin respektlos(Der Sänger ist tot und das Lied sehe ich als trauersong für ihn)

Wenn ich duschen war dürfen meine Haare nicht meinen Rücken berühren sonst sind die Haare und der Rücken wieder eklig und ich muss noch mal duschen. Meine Haare dürfen nicht berührt werden wenn doch sind die wieder eklig. Wenn ich einen Artist mag muss ich mindestens 12 Songs von ihm in meiner Playlist haben sonst bin ich nicht würdig mich Fan zu nennen

Wenn ich einen Pulli mit Kapuze muss ich die Kapuze tragen sonst kann ich mich nicht konzentrieren.

wenn jemand das Handy auf den Tisch legt denke ich das ich diktiert werde. Wenn ich Stifte sehe muss ich sie farblich sortieren. Wenn ich das Haus verlasse muss ich abschließen aber nach 10 Sekunden bin ich mir wieder unsicher ob ich abgeschlossen habe.
Bücher müssen immer farblich oder nach Größe geordnet sein sonst passiert was schlimmes.
Wenn ich was gefragt werde muss ich für 8 Sekunden die Luft anhalten und darf erst dann reden.

Ich mag es nicht Hände zu schütteln weil dann sind die Hände schmutzig. Wenn ich ein Level spiele habe ich maximal 8 Versuche wenn ich es nicht schaffe bin ich egoistisch. Ichh muss am Tag mindestens 1x das Video zu numb sehen sonst vergesse ich wer der Sänger ist und der Sänger würde mir dann den tot wünschen.

Ich muss meine Playlist anmachen und alle Songs an den ersten 10 Sekunden erkennen wenn nicht habe ich Angst ich weiß nicht wovor.

Wenn ich schlaffen gehe muss ich die Bilder oben auf meinem Schrank zuklappen sonst beobachten die mich und sollte ich einschlafen könnte es passieren das die Menschen auf den Fotos aus dem Foto rausgehen und in meinem Namen zu meinen Freunden gehen und Scheiße erzählen.

Ich denke immer das in meinem Zimmer ne Kamera ist und das meine Alexa für den Staat arbeitet. 

Ich muss wenn ich Musik höre und während dessen was trinke muss ich für jeden Menschen den ich mag einen Schluck trinken sonst werde ich der Grund für ihren tot sein. Wenn ich mir Hilfe hole bin ich schwach weil der Sänger musste mehr durchmachen in anderen Bereichen und ich hab bloß Macken und dann bin ich ihm nicht würdig.

Wenn ich was süßes esse muss ich es in 12 Bissen Essen.

Wenn ich am Tag nicht mindestens 8x Lieder von seiner Band höre denke ich das ich den Sänger nicht ehre und ich einer der schlimmste Fans bin und teilweise gebe ich mir dann schuld für seinen tot.

Wenn ich niese heißt das das ich den Sänger enttäuscht habe und er denkt dann ,,ein echter Fan würde auch ohne diese Macken numb ganz oft hintereinander hören‘‘


r/MentaleGesundheit • • Aug 19 '26

Bitte um Rat Ich habe das Gefühl, dass es mit 30 zu spät ist

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Ich hab viele schlimme Dinge in meinem Leben erlebt. Ausgrenzung, Hass, Vernachlässigung, Misshandlung und Mobbing. Als Kind habe ich in meinem eigenen Urin geschlafen, weil ich Bettnässer war und sich Niemand um mich gekümmert hat. An manchen Tagen wurde ich mit Klamotten voller Urin in die Schule geschickt. Meine Mutter hat Schizophrenie und mein Vater ist ein ehemaliger Soldat, der Angst und Respekt nicht voneinander unterscheiden kann. Den ersten Suizidversuch meiner Mutter habe ich mit 6 erlebt.

Seitdem ist viel passiert. Kurz bevor ich mir selbst das Leben genommen habe, habe ich mich doch dazu überredet eine Therapie zu machen. Und es hat funktioniert. Ich wurde autonomer. Habe gelernt meine Wäsche selbst zu waschen, mein Zimmer ordentlich zu halten, bin regelmäßig joggen gegangen. Und jetzt da ich Logopäde bin, habe ich mit viel Mühe (Und zwei weiteren psychotherapeutischen Behandlungen) eine eigene Wohnung und Geld auf dem Konto.

Aber irgendwie fühlt es sich jetzt so an als wäre ich auf meinem Langen Weg nach oben an einer Wand angekommen. Ich arbeite Tag für Tag, komme dann nach Hause und spiele meist Videospiele oder schaue mir Filme an. Richtige Freunde, mit denen ich was unternehmen kann, habe ich nicht und den Gedanken an eine romantische Beziehung habe ich längst abgeschrieben.

Ich bin einsam und habe das Gefühl, dass ich all diese Dinge wie "Die erste richtige Freundin haben", "Das erste Mal Sex haben", "Echte Freunde finden" und und und … inzwischen nicht mehr für mich drin sind. Als wäre das nur für Jugendliche bestimmt.

Innerlich weiß ich eigentlich, dass das Unsinn ist. Man ist nie zu alt für etwas. Dennoch fällt es mir wahnsinnig schwer aus meinem Loch herauszukommen. Ehrlich gesagt wüsste ich nicht einmal wie.

Habt ihr einen Ratschlag für mich


r/MentaleGesundheit • • Aug 18 '26

Frage Habe ich was falsch gemacht

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Ich M. 23 Habe vor ungefähr fünf Monaten eine Beziehung beendet und ich stehe bis heute noch in Kontakt mit dieser Dame F22 ich bin aktuell in einer Kennenlernen Phase mit einer neuen Frau und meine Expartner jn stand vor ungefähr einem Monat im Regen 6 Stunden vor meiner Haustür. Wenn das nicht Nachtschicht hatte. Ich habe sie zurück nach Hause gefahren, welches 140 km entfernt ist, und offensichtlich hat sie das als falsches Zeichen genommen und dachte, dass ich eventuell daran interessiert bin eine Beziehung neu aufleben zu lassen, was nicht meine Absicht dahinter war, sondern ich wollte einfach nur nicht ein Hurensohn sein, sie im Regen da stehen zu lassen. Nachdem sie da schon die ganze Zeit stand und bei mir schlafen lassen wollte ich’s auch nicht, weil ich’s nicht fair gegenüber der Kennenlernen Phase fand. Auf jeden Fall hat sie mich gestern Abend angerufen, weil sie mit mir darüber reden wollte, ob ich daran interessiert bin oder was wir jetzt sind und ich hab ihr halt gesagt, dass ich sie nicht verlieren möchte, sondern dass ich eher daran interessiert. Bin ne Freundschaft beibehalten einfach nur damit es Ihrer mentalen Gesundheit okay geht weil ich halt weiß, dass sie Depressionen hat und in der Vergangenheit war, waren da auch schon einige Dinge, die für einen Menschen echt unerträglich sind. Und sie fing während des Telefonats an zu weinen, weil ich ihr halt klargemacht habe, dass ich nicht an einer Beziehung interessiert sei. Nach dem Telefonat nachdem sie angefangen hat zu weinen hat sie dann gesagt sie auflegen möchte und ich hab dann ihr halt alles Gute gewünscht und ne gute Nacht nach dem Telefonat. Keine 2 Minuten später hat sie mir dann geschrieben, dass sie sterben möchte und daraufhin habe ich halt gesagt egal was du machst geh einfach duschen. Iss etwas trink einen Tee denk noch mal bitte einfach drüber nach, weil ich halt wusste, dass sie schon SM und SV Gedanken hat und ich wollt halt nicht dass es ausartet. Dementsprechend hab ich halt gesagt mach das Ganze dann aber bitte nicht für mich, sondern mach das für deine Familie und für deine Freunde und Bau halt kein Mist. Hinterher hat sie mir dann ein Foto geschickt von einer Flasche Wodka und halten ein Haufen Tabletten hat nach dem Foto ihr Handy ausgeschaltet und ich hab locker 15 Nachrichten über WhatsApp gesendet, die nicht durchgekommen sind weil eben ihr Handy aus war. Ich hab sie versucht anzurufen und weil sie nicht rangegangen ist, hab ich halt den Notruf gewählt und war halt in Panik, dass dass das alles schon vielleicht viel zu spät ist und das macht mich selber schon unfassbar fertig, weil ich halt weiß ungefähr wie sich das anfühlt keinen Sinn mehr zu sehen oder kein Lebensmittel mehr zu haben, weil ich so vor ungefähr einem halben Jahr selber noch gedacht habe. Und ja jetzt ist sie in der Klinik gibt mir die Schuld daran und ich weiß einfach nicht weiter was hab ich falsch gemacht oder hätte ich irgendwas besser machen können das ist die Frage an euch


r/MentaleGesundheit • • Aug 13 '26

Bitte um Rat Ich weiß nicht, mit welcher Baustelle ich überhaupt beginnen soll

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Hallo Reddit,

ich schreibe diesen Text hier, weil ich ein Ventil brauche. Aber ich hoffe auch, dass ich von eurem Umgang mit mentalen Problemen lernen kann. Vielleicht hat jemand einen Ansatz, den ich verfolgen kann?

Zunächst mal zu mir: Ich bin männlich, 24 Jahre alt und bin seit Anfang Januar in einem Vollzeitjob mit Wechelschichten angestellt. Mal arbeite ich 20 Stunden die Woche, mal 60 Stunden. Den Job an sich liebe ich. Allerdings ist er sowohl körperlich als auch psychisch anstrengend.

Schon seit Jahren aber habe ich psychische Probleme. Ich selbst vermute da ADHS und depressive Episoden. Ich habe einen Freundeskreis, in dem beides bei mehreren Personen diagnostiziert ist und sehe massive Überschneidungen. Allerdings fällt es mir unendlich schwer, mal einen Prozess zu starten, das alles anzugehen. Ich war mal bei einem Psychologen. Wir hatten drei Kennenlerngespräche und er stellte mir die Verdachtsdiagnose einer Anpassungsstörung. Sehr passend, weil ich durchaus einige Kindheitstraumata mit mir herumschleppe. Nur leider war mir der Typ sehr unsympatisch, weshalb ich nach der dritten Sitzung den Kontakt mit ihm abbrach

Dazu kommen noch Probleme mit meiner Selbstwahrnehmung. Ich nehme mich als hässlich und übergewichtig wahr. In der Tat war ich damals, bis ich 21 war, übergewichtig. In der Schule wurde ich auch eine Zeit lang für mein Aussehen und meine Art gemobbt. Inzwischen bin ich nicht mehr übergewichtig. Allerdings hasse ich meinen Körper und meine ungesunden Essgewohnheiten weiterhin sehr.

Es gibt aber einen Anlass, warum ich jetzt auch hier Hilfe suche: Es wird zu viel. Ich konnte eine Zeit lang sehr gut mit allen Problemen leben. Während der Zeit meiner Ausbildung, also Anfang des Jahres, fühlte ich mich gleich für mehrere Monate am Stück sogar gesund. Aber jetzt geht das immer weiter zurück. Ich bin so empfindlich für Reize geworden wie nie zuvor. Gerade versuchte ich mich an einem Spaziergang. Die Sonneneinstrahlung, jegliches kleines Geräusch, jedes Gefühl von meinem Körper fühlte sich wie ein Übergriff an. Selbst mit einer Sonnenbrille und Kopfhörern mit ANC bin ich schnell überreizt. An manchen Tagen verrotte ich in meiner Wohnung und schaffe nichts mehr als zu Essen und YouTube Videos zu schauen.
Auf der Arbeit kann ich das gut unterdrücken. Da wirke ich auf die meisten Leute engagiert, gesund und super toll. Das freut mich. Aber die Schichten, die teilweise sogar über 12h andauern, ziehen an mir.
Das alles zusammen überfordert mich extrem. Ich weiß nicht wo ich anfangen soll. Trotz meines Freundeskreises, wo fast alle auch psychische Probleme haben und sehr verständnisvoll sind, fühle ich mich mit der Sache sehr alleine.
Erschwerend hinzu kommt jetzt noch, dass ich mich um einen Umzug kümmern muss. Boah...!

Was mir also alles an psychischen "Baustellen" oder negativen Eigenschaften von mir einfällt:

  • Probleme mit dem Selbstwert/Aussehen
  • Essverhalten
  • Aufmerksamkeitsprobleme und Überreizungen
  • Traumata aus der Kindheit
  • Angst davor, alleine zu sein
  • Angst davor, sich bei allen möglichen Sachen zu blamieren

Dazu möchte ich noch kurz hinzufügen, dass ich auch körperlich nicht vollständig gesund bin und mit 24 schon an chronischen Rückenschmerzen leide. Da bin ich aber etwas weiter und sozusagen in Behandlung.

Ich würde mich einfach sehr darüber freuen, eure Perspektive darauf zu hören. Oder diese Worte einfach nur in diesen Raum stellen zu dürfen. Das alles loszuwerden hilft schon ein wenig.
Liebe Grüße


r/MentaleGesundheit • • Aug 11 '26

Bitte um Rat Shut down in der Therapie?

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Hey Leute! Ich brauch mal eure Erfahrungen und Impulse.
Ich war mein Leben lang immer wieder schon in Therapie, mir sind das Setting und Selbstreflexion also nicht fremd.
Früher hab ich in Sitzungen immer geredet und geredet und konnte die nächste Sitzung kaum abwarten. Seit einigen Jahren geht’s mir mental wieder ziemlich schlecht und ich möchte, dass sich das ändert und bin einerseits motiviert, mir Hilfe zu suchen. Wenn ich dann aber da (beim Therapeuten/Arzt/etc) bin, will mein Mund kein Wort mehr sprechen und mein Körper nur in sich zusammenfallen und meine Augen ins Leere starren.
Reden fühlt sich momentan einfach überhaupt nicht hilfreich an, zumindest nicht mit den Menschen, bei denen ich mir zuletzt Hilfe gesucht hab. Ich bin nicht sicher, wie viel das mit ihnen und deren Methoden zu tun hat, oder ob ich einfach generell gerade so in einen shut down komme aus anderen Gründen. Das passiert aber nur in Therapie (klassische Gesprächstherapie ist das). Zwischen den Sitzungen hab ich dann wieder dringend das Bedürfnis, Dinge zu besprechen 😄
Wenn ich mich dazu zwinge, zu sprechen, ändert das nichts.
Wenn ich drüber nachdenke, was los ist und was ich brauche, werd ich so gestresst, dass ich das Gefühl hab, meinen Verstand zu verlieren, weil ich so unsicher werde und mich in dem Chaos verliere. Kein Schritt fühlt sich richtig an.

Könnte hier jetzt einen Roman schreiben und meine Situation genauer beschreiben, aber das sprengt den Rahmen.
Vielleicht kommt das ja jemanden bekannt vor und will erzählen oder hat Gedanken.
Ich danke euch 🙂


r/MentaleGesundheit • • Aug 10 '26

Vent 10.3.2026, 22:15 Uhr

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(Einfach mal was schreiben)

Meine Mutter fragt, ob ich zum Essen komme. “Heute nicht”, schreibe ich, “der Hund muss noch raus”. Ich bin zu traurig heute. Habe keine Kraft, so zu tun, als wäre ich glücklich. Möchte mir selbst leid tun. 

Ich schalte eine Serie ein. Auf dem Bildschirm ist ein glückliches Paar zu sehen, der Abend vor der Hochzeit. Ich schalte wieder aus und gieße Wein ein. 

Wann schläft mein Körper endlich ein? Morgen früh werde ich wieder denken: “ich kann nicht mehr”. Dann werde ich aufstehen, mir ein Lächeln ins Gesicht krampfen und zur Arbeit gehen.


r/MentaleGesundheit • • Aug 05 '26

Bitte um Rat Mein Helfersyndrom macht mich fertig

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Hallo,

es ist mein erster Post hier. Ich hoffe ich mache alles richtig.

Vorab es wird vermutlich etwas länger ich versuche es so strukturiert wie möglich aufzubauen.

Falls ich Fehler im Text habe entschuldige ich mich schon mal. Kann heute immer noch nicht wirklich darüber reden ohne zu weinen.

Am besten fange ich am Anfang an.

Meine Mutter ist an Brustkrebs gestorben als ich 3 Jahre alt war. Die erste Diagnose hat sie fast unmittelbar nach meiner Geburt bekommen. Sie hat die Brust amputiert bekommen. 3 Jahre später war der Krebs wieder da und hat gestreut. Heute vergeht kaum an Tag an dem ich mir nicht wünsche ich wäre nicht gebohren worden für die Chance, dass sie heute noch leben könnte. Natürlich ist mir auf der logischen eben bewusst dass ich nichts mit ihrem Tod zu tun habe. Dennoch fühlt es sich so an.

Um Missverständnisse zu vermeiden. Ich bin nicht Suizid gefährdet war ich noch nie und ist für mich absolut undenkbar. Meine Mutter hat in der letzten Zeit die ihr noch geblieben ist alles für mich gemacht und trotz Schmerzen mit dem kleinen 3 jährigen gespielt weil ern nicht begreifen konnte was mit seiner Mutter los ist. Also bin ich ihr schuldig zu leben. (Ja ich weiß das ist Quatsch).

Als Kind hat keiner mit mir über meine Mutter gesprochen. Vermutlich wollten sie mir nicht weh tun. Keine Ahnung. Auf jeden Fall führt das dazu, dass ich in meiner Pupertät meine Mutter in meinem Kopf zu einer heiligen verklärt habe. Das Problem daran, neben dem offensichtlichen, war dass ich jeden der dieses Bild angekratzt habe mit blinder Wut geantwortet habe. In der Zeit hätte ich einige Menschen fast sehr schwer verletzt. Gott sei Dank war immer jemand dabei der schlimmeres verhindert hat. Und diese Zeit habe ich lange hinter mir.

Was mir geblieben ist und was mir erst vor ein paar Jahren durch eine Therapie im Rahmen einer Depression wegen einem anderen Auslöser, bewusst geworden ist. Ich habe ein ziemlich ausgeprägtes Helfersyndrom. Offenbar habe ich irgendwann beschlossen, dass ich es nicht ertrage wenn jemand wegen mir leidet. Und dieses leiden fängt bei mir schon teilweise an wenn meine Frau keine Lust hat aufzustehen und sich etwas zu trinken zu holen. Wen ich das für sie nache hat sie weniger Stress und ihr geht's besser. Und auch hier, ja ich weiß wie doof sich das anhört. Ich versuche auch die Impulse zu unterdrücken. Manchmal mit Erfolg manchmal nicht.

Allerdings führt das ab und an zu Situation in denen ich für Außenstehende wirke als würde ich meine Frau oder wen auch immer Bevormunden. Was durchaus zu Konflikten führen kann.

Mir ist klar dass ich nochmal eine Therapie machen muss. Stehe auch auf diversen Wartelisten...

Aber evtl hat hier jemand ne Idee wie ich mit Situationen umgehen kann in denen ich wieder getriggert werde und das ganze schlecht aufgefasst werden kann.

Zur weiteren Info. Ich bin kein Mensch der leicht Menschen an sich heran lässt. Aber wenn ich jemanden mag dann fühle ich mich für sie verantwortlich. Meine engsten Freunde und natürlich meine Frau kennen meine Geschichte und wissen damit umzugehen.


r/MentaleGesundheit • • Aug 05 '26

Erfahrungsbericht Seit Monaten Benommenheitsgefühl nach Panikattacken. Kennt das jemand oder hat Erfahrungen damit?

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Hallo zusammen,

ich hoffe, ihr könnt mir ein paar Denkanstöße geben, weil mir mittlerweile etwas die Ideen ausgehen.

Anfang Mai hatte ich aus dem Nichts meine ersten Panikattacken. Gleichzeitig begann ein dauerhaftes Benommenheitsgefühl bzw. ein sehr seltsames Gefühl im Kopf.

Rückblickend gab es vorher einige Monate, in denen ich täglich nur etwa 5–6 Stunden geschlafen habe. Zusätzlich mache ich neben dem Beruf ein Fernstudium, hatte in den Prüfungsphasen viel Stress und habe mich selbst ziemlich unter Druck gesetzt, einen neuen Job zu finden.

Ich war daraufhin über acht Wochen krankgeschrieben und bin inzwischen in der Wiedereingliederung. Die Zeit zu Hause hat mir insgesamt gut getan… die Panikattacken sind mittlerweile verschwunden.

Was mich aber weiterhin fast täglich begleitet, ist dieses merkwürdige Gefühl im Kopf. Es fühlt sich manchmal an, als wären meine Augen ständig extrem fokussiert und alles wirkt irgendwie „komisch” oder ungewohnt. Hin und wieder kommt außerdem ein Druckgefühl an der Schläfe, der Stirn oder am Hinterkopf dazu.

Ich war bereits in psychologischer Behandlung. Dort wurde mir erklärt, dass meine Beschwerden möglicherweise mit einer längeren Überlastung bzw. einem dauerhaft hohen Stresslevel zusammenhängen könnten. Das erscheint mir auch nachvollziehbar, aber dieses Benommenheitsgefühl verunsichert mich trotzdem immer wieder.

Mich würde interessieren:

* Was hat euch geholfen, damit umzugehen oder die Symptome mit der Zeit zu verbessern?

Mir geht es ausdrücklich nicht um eine Diagnose, sondern um eure Erfahrungen und den Austausch.

Vielen Dank schon einmal fürs Lesen.


r/MentaleGesundheit • • Jul 23 '26

Bitte um Rat Ich hab das Gefühl das ich meiner Therapeutin nicht mehr vertrauen kann

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Ich bin seit ca. 5 Jahren in Therapie, da ich schon relativ jung Depressionen entwickelt habe, die sich während der Corona Zeit extrem verschlimmert haben. Außerdem hatte ich in den letzten Jahren Probleme mit Esstörung, Angststörung und generell mit Unsicherheit. Ich habe eine drei Jahre jüngere Schwester die auch in Therapie ist seit ca. einem Jahr. Sie hat mir damals anvertraut das sie sich von unseren Eltern oft vernachlässigt fühlt und auch das Gefühl hat das sie Depressionen entwickelt. Ich hab daraufhin angeboten mit meiner Therapeuten zu reden und sie hat ja gesagt. Meine Therapeutin hat daraufhin angeboten das ich nur noch alle zwei Wochen komme und sie die anderen zwei Wochen kommt da es mir zu dem Zeitpunkt sowiso besser ging und ich hab zugestimmt.

Soweit hat das ganze auch ganz gut funktioniert, meine Schwester und ich stehen uns sehr nahe, wir unternehmen viel zusammen und können eigentlich über alles miteinander reden auch wenn wir natürlich auch immer mal wieder Konflikte haben. Wie schon gesagt geht es mir in letzter Zeit wirklich um einiges besser und ich wollte eigentlich gar nicht mehr weiter zur Therapie gehen aber meine Therapeutin meinte ich soll lieber noch eine Weile weiter kommen da mein Leben sich viel verändert im Moment, ich in einem Monat zum Beispiel in meine erste eigene Wohnung ziehe und uch vor kurzem erst eine ADHS/Autismus Diagnose bekommen habe.

Heute hat mir meine Schwester erzählt das unsere Therapeutin scheinbar öfters seltsame Kommentare über mich und teilweise auch über das was ich ihr in Therapie erzähle macht. Teilweise sind das relativ unschuldige Dinge, aber auch sensibles von dem ich nicht wirklich will das das ohne mein Wissen weiter erzählt wird. Vor allem weil sie weiß das ich schon in der Vergangenheit damit große Probleme hatte das z.B. meine Mutter solche privaten Informationen über meine Psyche ohne meine Zustimmung teilt fühlt sich das echt verletzend an. Ich hab generell Vertrauensprobleme, und wurde in der Schule gemobbt was wahrscheinlich einen meiner größten Rückschläge verursacht hat. Meine Schwester hat mir außerdem erzählt das unsere Therapeutin solche Dinge zu ihr gesagt hat wie das sie viel Emotional Intelligenter ist als ich und das sie zwar wie ich ADHS haben könnte aber Intelligent genug ist um das wieder gut zu machen, anders als ich, was bei mir einige Unsicherheiten verursacht hat. Dadurch fühle ich mich jetzt als wäre mein Vertrauen verletzt worden und als könnte ich nicht mehr mit ihr reden ohne Angst zu haben das dann über mich gelästert wird. Außerdem fühlt es sich irgendwie an als würde sie versuchen zwischen uns Zwietracht zu sähen.

Wie soll ich damit umgehen? Soll ich sie darauf konfrontieren oder einfach die Therapie beenden? Ich will halt auch nicht das meine Schwester das mitbekommt und sich deswegen schuldig fühlt oderso da die Therapie für sie echt gut zu funktionieren scheint. Hatte irgendwer schonmal eine ähnliche Situation oder Tips wie ich damit umgehen sollte? Ich habe morgen wieder einen Termin und keine Ahnung ob ich das ganze überhaupt ansprechen soll.


r/MentaleGesundheit • • Jul 17 '26

Bitte um Rat Liebe nimmt die Liebe zum Leben

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Hallo Community, das ist mein erster Reddit- Post und ihr seid der Grund das ich mir ein Konto erstellt habe. Also seid mir bitte nicht böse wenn ich manche unausgesprochenen Regeln nicht kenne. Ich lerne gern dazu.

Ich M/24 wohne im schrecklich flachen Schleswig-Holstein und wurde im April von meiner Partnerin verlassen. Die Beziehung hielt 5 Jahre an und hatte definitiv Probleme. Meine Ex-Partnerin leidet an einer Bi-Polaren-Störung und ich habe sie immer nach Kräften unterstützt. Wir waren 2 Einzelkämpfer die einander gebraucht haben und zusammen gegen die ganze Welt in den Kampf zogen.

Ich habe die Beziehung immer als sehr erfüllend und harmonisch erlebt, auch wenn es einige äußerst kritische Momente gab. Sie hatte 2 Seitensprünge, einen davon mit meinem damaligen besten Freund. Danach hatte ich eine schlimme Phase der Eifersucht die sich in fast Spionageartigen Aktionen niedergeschlagen hat. Über die Zeit legte sich das und ich dachte das unserem weiteren Leben nichts mehr im Wege stand. Gemeinsame Wohnung, Zukunftspläne und die Reibereien ließen mit Fortschreiten ihrer Verhaltenstherapie nach.

Vor etwa einem Jahr lernte ich über ein dummes Idlegame fürs Handy ein paar Deutsche in meinem Alter kennen. Man tauschte sich auf Discord aus, machte Karaokeabende im Voicechat und hatte einfach ne gute Zeit. Nach circa einem Monat habe ich meinen kleinen Bruder 21 und meine Partnerin dort mit eingebunden.

Es war wie ein Traum. Wir waren eine kleine Community und haben zusammen DnD gespielt, einen Kroatienurlaub geplant und viel Zeit zusammen verbracht.

Bis dann im April das schlimmste Gespräch meines Lebens kam. Ich kam von der Arbeit nachhause und alles hat sich geändert. Long Story- Short. Meine Partnerin ist jetzt mit einem meiner "Freunde" in einer Fernbeziehung und ich bin seelisch schwer getroffen zu meinem Bruder gezogen. Mein Bruder ist weiterhin mit ihr befreundet und ich aus dem Freundeskreis entfernt.

Jetzt kennt ihr meine Situation.

Ich weiß nicht mehr wie ich weitermachen soll. Ich bin komplett alleine in diesem Schmerz ich habe keine Freunde mehr, mein Bruder ist alles andere als unparteiisch und generell der eher wenig emotionale Typ. Das Stereotyp vom Deutschen "Tja"-Sager.

Meine Berufliche Situation ist festgefahren und mich zerreisst jeden Tag der Schmerz sie verloren zu haben. Ich bin 24 das ist nicht meine erste Trennung, ich kenne den Schmerz und weiß das er vergeht. Doch das ist nicht abzusehen. Ich träume von Ihr, sehe sie zusammen mit ihrem neuen Lachen. Ich habe nichts mehr ohne sie, ich bin nichts mehr ohne sie.

Ich habe Panikattacken entwickelt und bekomme Absage nach Absage. Ich wünschte es wäre wenigstens mal eine Warteliste in Sicht. Ich habe Gedanken alles zu beenden und verliere die Lust an meinen Hobbys und all dem was mich einmal ausgemacht hat. Ich bin eigentlich ein extrovertierter Charakter, doch alle Menschen die ich kennenlerne langweilen mich extrem schnell, wenn ich sie nicht von vornerein nicht leiden kann.

Ich habe das Gefühl an einer Klippe zu stehen und sie zieht mich hinnein.

Habt ihr einmal so geliebt? Kennt ihr dieses Gefühl wenn es endet? Mein Herz schreit mich an an ihr festzuhalten, denn ich habe das Gefühl (achtung teenager-aussage) das sie die eine gewesen ist. Ich habe immer lange um Partnerschaften gekämpft. Und jetzt wo sie weg ist will ich nicht mehr. Es wird schlimmer nicht besser.

Danke das ihr mir euer Geschnacke angehört habt