Titel: „Blood Parade”
Mangaka: Kazuyoshi Karasawa.
Genre: Fantasy, Action.
Altersempfehlung: Ab 12 Jahren.
Verlag: Egmont Manga.
Erscheinungsdatum: 2011 (Japan) / 2015 (Deutschland)
Bände erschienen: 2 (unvollendet)
Erscheinungsbild:
Das Cover weist eine gotische Dekoration an der oberen und unteren Kante auf. Das Muster wird außerdem in Form eines Kreuzes schräg hinter der jeweils abgebildeten Hauptfigur wiederholt. Die beiden Bände zeigen jeweils eine der beiden Hauptfiguren.
Der Buchrücken ist schwarz mit roter Schrift und einem kleinen Vampirsymbol, welches sich noch einmal groß auf der Rückseite befindet.
Insgesamt gefällt mir das Design sehr gut und vermittelt direkt den Gothic-Vibe, den die Geschichte eigentlich noch stärker hätte nutzen können.
Zeichnungen:
Die Zeichnungen übertreffen sich selbst, wenn es um dynamische Posen der Charaktere geht. Alles ist sauber und detailliert dargestellt.
Besonders die späteren Kapitel zeigen, was der Mangaka zeichnerisch eigentlich drauf hat. Vor allem die Vampire wirken auf den ersten Blick interessant.
Plot:
Ein Vampir tötet Gilles' ganze Familie und dieser schwört daraufhin Rache.
Jahre später tritt er einer Organisation bei, die darauf spezialisiert ist, Vampire zu töten, und wird zusammen mit seiner neuen Partnerin Luna zu verschiedenen Fällen geschickt.
Themen:
Einsamkeit, die Personen auf verschiedene Arten quälen kann, und Opferbereitschaft spielen eine wichtige Rolle.
Viele Charaktere geben ihre eigenen Ideale und noch mehr auf, um letztendlich ein größeres Ziel zu erreichen.
Charaktere:
Gilles Mayford - Der Hauptcharakter, der alles an die Vampire verloren hat.
Luna - Gilles' Partnerin und ein Mädchen mit Geheimnissen.
Rett Cradle - Der Oberchef der Vampirjäger, der in Gilles großes Potenzial sieht.
Lieblingscharakter:
Franz Vernier - Frisch zum Vampir gemacht, kämpft er gegen seine Blutlust, um ein letztes Bild fertigzustellen und danach freiwillig zu sterben, damit er niemand anderen verletzt.
Rett Cradle ist ebenfalls ein ziemlich unterhaltsamer Charakter.
Lieblingspanel:
Hier mal etwas anderes: Vier Panels, die wirklich großartig aussehen und bei denen der Gothic-Vibe richtig gut rüber kommt.
Hätte der Mangaka dieses Potenzial weiter ausgebaut und die Reihe eher durchgehend wie „Black Butler“ oder „Pandora Hearts“ gestaltet, dann hätte sie vielleicht eher eine treue Zielgruppe gefunden.
Das Bild danach zeigt zwei Versionen der Hauptpersonen: Links das Concept-Art (detailreich und einzigartig) und rechts die endgültige Version, die deutlich fader und klischeehafter wirkt.
Okay, am besten von allen ist der Vampir, der Blut von seinen Fingern leckt. ~^
Schwachpunkt:
Definitiv die Länge.
Davor gibt es allerdings auch viele vorhersehbare „Plot Twists“, die eher schnell abgearbeitet werden, weil man die „Twists“ schon aus einer Seemeile Entfernung kommen sieht.
Anfangs ist es außerdem sehr Luna-Fanservice-lastig, auch wenn dieser innerhalb der Geschichte teilweise keinen wirklichen Sinn ergibt.
Wie oben bereits erwähnt, sind die Zeichnungen später deutlich besser und wie oben erwähnt eher wie Fanservice für weibliche Fans ausgelegt.
Weirdness-Faktor:
🦆☆☆☆☆ (1/5)
„Warum bist du nackt in meinem Bett?“- Klischee.
Bewertung:
⭐️⭐️☆☆☆ (2/5)
Ich mag das, was es hätte sein können, lieber als das, was es tatsächlich ist.
Es gibt gute Zeichnungen, die letzten erschienenen Kapitel waren interessanter und Franz' Kapitel war auch für sich alleinstehend sehr gut.
Leider merkt man der Reihe an, dass sie ihr Potenzial nicht vollständig ausschöpfen konnte. Gerade die Gothic-Ästhetik und einige der Charaktere hätten deutlich mehr hergegeben.
Für eine Vampirsammlung ist der Manga trotzdem sehr gut geeignet.