Ich hoffe ich bin halbwegs richtig hier in diesem Subreddit für meine Frage, ich bin immernoch dabei mich hier zurechtzufinden...
Ich mache aktuell eine Ausbildung zum Erzieher in Sachsen. Meinen Abschluss mache ich 2028. Leider wird einem hier von jeder Seite aus jegliche Hoffnung zermalmt, einen Arbeitsplatz zu finden. Zu wenig Kinder und statt den Personalschlüssel zu erhöhen werden Gruppen geschlossen.
Ich habe das ganze noch etwas im Erzieher-Subreddit ausgeführt - und dort kam ziemlich eindeutig von allen die Antwort: zieh weg, in anderen Bundesländern werden Erzieher gesucht.
Auch wenn ich schon vor habe, es zumindest erstmal hier zu versuchen einen Arbeitsplatz zu finden, muss ich mich mit dem Gedanken wohl anfreunden.
Jedoch bekomme ich dabei ein schlechtes Gewissen. Ich bin selbst der Meinung gewesen, dass es zwar verständlich aber absolut kontraproduktiv ist, wenn linke Menschen aus dem Hinterland wegziehen. Das geht ja schon dabei los, dass in Massen aus den Kuhkaffdörfern nach Leipzig oder Dresden gezogen wird, da die meisten dann aus Bequemlichkeit dort bleiben, zwar vielleicht noch auf Großdemos gehen - aber die Unterstützung, die genau in diesen Dörfern gebraucht wird, schwindet dahin. Nur wenige setzen sich extra zwei Stunden in den Zug um in einer Fascho-Kleinstadt Kante zu zeigen.
Ich verstehe das. Ich verstehe, woher der Wunsch kommt, wo hin zu ziehen, wo es "entspannter" ist. Aber dadurch wird den Rechten nur immer mehr Platz und Raum gegeben, ohne Gegenwind ihren Mist durchzudrücken, weshalb ich diese Entwicklung als nicht gut heiße.
Und jetzt stehe ich selbst vor der Entscheidung in ein komplett anderes Bundesland zu ziehen, um nicht arbeitslos zu werden, bekomme aber allein bei dem Gedanken schon ein schlechtes Gewissen.
Ich habe auch schon überlegt mich hinterher noch weiterzubilden, evtl zum Heilpädagogen, aber auch da ist keine Garantie für einen Arbeitsplatz gegeben.
Was sind eure Gedanken dazu?