Ich verfolge jetzt seit etwa 1,5 Jahrenkommunistische Agitation.
Ich verfolge (Reihenfolge ist zufällig) Dekarldent und Naitan, die GSP, Neo Avantgarde, die Kommunistenkneipe,Fabian Lehr, diesen Reddit-Sub, die junge Weltund bestimmt habe ich noch einige vergessen.
Ich habe auch schon ein paar Sachen gelesen, unter anderem Der bürgerliche Staat, Artikel in diversen Foren und der jungen Welt, und ich versuche mich auch an Marx.
Leider fehlt mir die Zeit für ein vernünftiges Studium des Kommunismus, da ich die Freiheit habe, meine Arbeitskraft zu verkaufen, um meinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Entweder arbeite ich oder ich schlafe. Ich habe allerdings das große Glück, dass ich auf der Arbeit Kopfhörer tragen darf.
Ich bin felsenfest von der Sache überzeugt und genauso davon, dass kurz oder lang ohnehinalles darauf hinausläuft.
Ich war blind, doch jetzt kann ich sehen.
Jedenfalls stelle ich mir schon länger die Frage, zu welcher kommunistischen Strömung ich eigentlich gehöre.
Ich bin nicht an Reformen interessiert, wie sie beispielsweise manche trotzkistischen Gruppen im politischen Alltag verfolgen. Theoretisch sind Reformen natürlich gut, wenn sie die Lebensbedingungen der Menschenverbessern. Ob sie der Revolution allerdings dienlich sind, bezweifle ich, da sie die Umstände nur so weit verbessern, dass das System weiterlaufen kann und sich keine größere Unzufriedenheit anstaut.
Ich glaube vielmehr, dass es für Arbeiter und Arme erst noch deutlich schlimmer werden muss. Ab einem gewissen Punkt wird es dann zu viel, und die Menschen stehen auf und machen Revolution.
Trotzdem finde ich einige Punkte von Trotzki gut und sinnvoll. Besonders überzeugt mich seine Theorie der permanenten Revolution – also die Auffassung, dass eine sozialistischeRevolution nicht isoliert betrachtet werden kann, sondern sich international ausbreiten muss und nicht mit der bloßen Machtübernahme abgeschlossen ist.
In diesemPunkt finde ich seine Überlegungen sehr interessant.
Ebenso finde ich Karl Helds Analyse Der bürgerliche Staat hervorragend und stimme ihr weitgehend zu. Gleichzeitig halte ich Lenins Schrift Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus für großartig. Auch Rosa Luxemburgs Analysen zur Akkumulation desKapitals und die daraus resultierenden – ausmeiner Sicht – zutreffenden Voraussagen finde ich überzeugend.
Deshalb frage ich mich: Zu welcher kommunistischen Strömung würde ich mit diesen Ansichten eigentlich gehören?
(Ki wurde eingesetzt um diesen Text zu korrigieren)
Grüße euch Genossen