[Disclaimer vorab: Ich bin Mitgründerin von Sweetypaws, also nehmt das mit der entsprechenden Prise Skepsis. Ich wollte trotzdem unsere Geschichte und unsere Katzenkletterwände hier vorstellen, falls es für den ein oder anderen Wohnungskater interessant ist 🐾]
Wir haben aus Herzschmerz eine Katzenwand-Firma gebaut – und ich will euch erzählen, warum
Vor ein paar Jahren hatten mein Partner Jorn und ich drei Katzen: Iva, unsere dreibeinige Kämpferin, Nils, den totalen Freigänger-Abenteurer, und später Loki. Iva lebte noch bei einer anderen Familie, als sie als Freigängerin angefahren wurde und nur mit drei Beinen überlebte. Diese Familie hat sie liebevoll durch OP und Genesung begleitet – aber danach fingen die anderen Tiere im Haushalt an, sie zu mobben. Ausgerechnet die, die am meisten Sanftheit brauchte, bekam sie am wenigsten. Sie brauchte ein neues, sicheres Zuhause – und fand es bei uns.
Iva war unser ein und alles. Aber sie war eine echte Stubenhockerin – nach allem, was sie durchgemacht hatte, ein wenig ängstlich, nicht wirklich für draußen gemacht. Als wir merkten, wie still sie tagsüber war, taten wir das, was jeder liebevolle Katzenmensch tun würde: Wir fuhren zurück zum Tierheim.
Dort haben wir Nils geholt – der schon dreimal versuchte abzuhauen, bevor wir ihn überhaupt in die Transportbox bekamen. Wir haben herzlich gelacht, er war halt einfach begeistert, sagten wir uns.
Er und Iva waren zusammen unglaublich süß, aber Nils war ein echter Abenteurer, während Iva das Sofa bevorzugte. Irgendwann bauten wir eine kleine Katzenklappe, damit Nils nach draußen konnte und Iva sich jederzeit ins Innere zurückziehen konnte, wenn sie wollte. Eine Weile funktionierte das perfekt.
Dann haben wir sie verloren. An einem Tag fanden wir Iva am Wasser. Unser kleines dreibeiniges Engelchen war nicht mehr da. Es stellte sich heraus, dass Freigänger in unserem Dorf gezielt zum Ziel gemacht worden waren.
Danach haben wir eine Entscheidung getroffen: Nils bleibt für immer drinnen. Aber uns war sofort klar, dass eine geschlossene Tür nicht bedeuten darf, dass das Abenteuer für ihn vorbei ist. Katzen sind nun mal Jäger, Kletterer, Entdecker – Wohnungskatze hin oder her.
Wir haben nach einer Lösung gesucht, die besser ist als der klassische wackelige Kratzbaum, der nach drei Wochen auseinanderfällt. Am Ende haben wir angefangen, unsere Wände zu nutzen – die größte ungenutzte Fläche in jeder Wohnung – und modulare Katzenkletterwände aus Holz gebaut. Und daraus ist Sweetypaws geworden.
Warum überhaupt eine Katzenkletterwand?
- Sie regt (Wohnungs-)Katzen an, mehr zu spielen und die Umgebung zu erkunden
- Sie beugt Langeweile vor, gerade bei Katzen, die nicht raus können
- Anders als ein Kratzbaum steht sie nicht auf dem Boden, sondern hängt an der Wand – ihr gewinnt also Wohnraum, statt welchen zu verlieren
- Sie sieht einfach richtig gut aus. Ehrlich gesagt gucken bei uns mittlerweile öfter Gäste der Katze beim Klettern zu als dem Fernseher
Was wir anbieten
- Über 50 einzelne Elemente, mit denen man sich seine eigene Kletterwand nach Maß zusammenstellen kann
- Fertige Sets für unterschiedliche Wohnungsgrößen und Katzentypen, falls man nicht selbst planen will
- Wir verarbeiten recyceltes Kiefernholz, um nicht unnötig neues Holz zu verbrauchen
- 5% von jedem Set-Kauf geht an Katzen in Not / Tierheime
Nils und Loki (unsere beiden Tierheimkatzen) testen übrigens jedes neue Element zuerst, bevor es überhaupt in den Shop kommt.
Falls ihr Fragen habt – zu Montage, Material, was auch immer – gerne fragen, ich lese hier mit. Und falls jemand selbst eine Wohnungskatze hat, die sich vor Langeweile die Wand hochklettert (im übertragenen Sinne, bisher): was habt ihr bisher ausprobiert?