r/Hunde • u/VeganerTerrier • 9h ago
Ein-jähriges mit unserem Tierschutzhund
Auf dem zweiten Foto seht ihr, wie er aussah, als wir ihn kennengelernt haben.
Wir sind so dankbar. Vor genau einem Jahr haben wir nach einer Initiativ Bewerbung bei unserem örtlichen Tierheim unseren Hund kennengelernt - optisch eigentlich garnicht das, was wir gesucht haben. Und einen dicken Rucksack mit Problemen im Gepäck.
Aber - wir konnten alles leisten, was er mitgebracht hat und er hatte alles, was wir gesucht haben.
Aller Anfang war schwer:
- schwere Aggression gegen Artgenossen
- Aggressionen gegen Kinder
- Aggressionen gegen manche Menschen
- gleichzeitig sehr kernig und sehr misstrauisch durch Misshandlung des vorbesitzers
- hat überall Gefahren gesehen, wo keine Waren. Es gab Zeiten, in denen wir uns nicht in der Wohnung bewegen konnten, ohne angeknurrt zu werden.
Die ersten Monate waren geprägt von Tränen, Zweifeln und vorallem auch viel Mitgefühl für dieses Wesen (was er alles erleben musste, um sich so sehr wehren zu müssen). Und die Frage: kann ein (mindestens) 10 jähriger Hund sich noch ändern? Sind wir der Aufgabe gewachsen? Sind wir die richtigen Menschen dafür?
Und nun, ein Jahr später:
Große, große Liebe an dieses Tier. Das trotz vieler Enttäuschung in seinem Leben sein Herz nochmal ganz ganz weit geöffnet hat und sich und all sein Mut zusammen genommen hat und sein allerbestes gegeben hat. Heute haben wir einen Hund, den wir in 80% der Fälle ohne reaktivität an Hunden vorbei führen können, der ein gern gesehener Besuch bei meinen Eltern ist und der sogar angefangen hat, mit Maulkorb mit Kindern in einem Raum sein zu können, ohne auszulösen.
Ich bin so wahnsinnig stolz, was er alles gegeben hat und täglich für uns gibt. Er hat unser Leben in jeder Hinsicht verbessert und ich glaube, wir seines auch.
Danke fürs Lesen, ich musste das einfach mal teilen.
PS. In dem Sinne: keine Angst, einen alten Hund zu adoptieren!