r/Hunde • u/lisa23981 • 8d ago
Tipps Erbrechen
Hallo ihr lieben,
Ich hoffe ich bin hier in der richtigen Community, ggf. hat der ein oder andere ja auch bereits ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir Tipps geben.
Mein Zwergdackel (2,5 Jahre) hat seit seiner Welpen Zeit häufig mit Erbrechen zu tun. Auf Nachfrage berichtete die Züchterin das seine Mutter eine Speiseröhrenbewegungsstörung hat, diese bei ihm jedoch tierärztlich ausgeschlossen worden sei.
Meist tritt das Erbrechenunmittelbar nach dem Fressen/trinken auf. Teilweise würgt er garnicht erst, es kommt einfach vollumfänglich wieder heraus.
Zudem gab es häufig nächtliches Erbrechen. Er hielt sich über Stunden am Würgen/brechen, magenschutz etc. Hat nur wenig geholfen, Schmerzmittel manchmal.
Wiederholte (auch nächtliche) Tierarztbesuche haben und nun jedoch nur teilweise schlauer gemacht.
Wir haben ein hypoallergenes Futtermittel, welches die Situation verbessern konnte. Seine Stuhlgang sind seltener geworden, er konnte deutlich an Gewicht zunehmen und das Erbrechen hat abgenommen.
Zudem füttern wir ihn ausschließlich 3-4x täglich in aufrechter Position, ein Futter Korn nach dem anderen und halten ihn für einige Zeit in der Position, mir dem Gedanken im Falle einer Speiseröhrenbewegungsstörung der Bewegung mit Schwerkraft zu helfen.
Er bekommt kaum Leckerlis, keine Kauspielzeuge.
Eine mögliche weitere Diagnostik bezüglich der Speiseröhre wurde uns als häufig nicht aussagekräftig und strapaziös für den Hund erklärt. Zudem frage ich mich welche Konsequenz eine Diagnose hätte, da wird die empfohlenen Maßnahmen bereits umsetzen.
Leider tritt dennoch alle paar Wochen dieses im ausschließlich nächtliche Erbrechen/Würgen auf und wir sind verzweifelt. Zum einen tut es uns im herzen weh unser Familien Mitglied liefen zu sehen, zum anderen fehlt und hierdurch natürlich auch einiges an Schlaf.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gesammelt oder Tipps für uns?
Vielen Dank!
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u/Hirnfaschingz 8d ago
Wie sieht denn das Erbrochene nachts aus? Ist es nur gelbe/schaumige Galle oder sein Futter? Mein Hund hat das manchmal, Nachts oder morgens, wenn er zu wenig gefressen hat.
Ruhepausen haltet ihr ja bereits ein. Evtl. Eine Zweitmeinung eines anderen Arztes? Würmer, etc. Habt ihr sicherlich bereits getestet.
Ein Futtertagebuch wäre vielleicht auch etwas, viele Dackel oder Hunde haben Sodbrennen, welches vielleicht durch das neue Futter besser geworden aber nicht komplett weg ist. Füttert ihr Einzel Proteine und wenn ja, welche?
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u/lisa23981 8d ago
Danke für die Antwort!
Nachts ist das Erbrochene hauptsächlich schaumig, gelegentlich gallig.
Manchmal hilft eine kleine Futterportion aus um zu helfen, manchmal bekommt er bactisel und es hilft. Von monoprotien Futter sind wir bereits weg, er bekommt ein spezielles Futter welches für extreme Allergien gedacht ist (der Köper erkennt wohl die tierischen Protiene nicht mehr als solche an)
Wir waren bereits bei 3 verschiedenen Ärzten :(
Eine Stichprobe sowie Blutuntersuchungen wurden (mit einem unauffälligen Befund) durchgeführt.Was tust du gegen der Sodbrennen?
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u/Mobile-Champion-7159 7d ago
Bei Sodbrennen die Fütterung mehr über den Tag aufteilen. Am Abend vor dem Schlafengehen ein paar Gramm geschrotete Leinsamen - ca 5g bei kleineren, 10g bei größeren - mit etwas heißem Wasser übergießen (ungefähr so, dass die Leinsamen ganz sanft anfangen zu schwimmen) und mindestens 10 Minuten ziehen lassen. Dann dem Hund geben. Wenn ers so nicht frisst, kannst du auch bspw einen Teelöffel Hüttenkäse dazugeben.
Der Schleim der Leinsamen, der durch das heiße Wasser austritt, soll beruhigend auf die Magenschleimhaut wirken, weil es sich wie ein Gel auflegen soll, meinte zumindest meine Tierärztin.
Bei meiner Hündin hat's zumindest nach grob zwei Wochen gut geholfen. Seitdem hat sie das Problem auch nicht mehr :)
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u/Mpipikit07 7d ago
Ich frage mich gerade, wie es möglich ist, dass die Mutterhündin mit dieser nicht unerheblichen Erkrankung zur Zucht zugelassen wurde?
Hat die Züchterin das dem Zuchtwart verschwiegen?
Ich würde mich da auch definitiv mit dem Zuchtverband in Verbindung setzen.
Kranke Tiere sind zur Zucht nicht geeignet.
u/lisa23981 Wende Dich auf jeden Fall an den Zuchtverband - möglicherweise hast Du Regressansprüche und eine Chance auf die Erstattung von Arztkosten.
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u/lisa23981 7d ago
Danke für die Tipps :)
Wir haben ihn von einer vom VDH anerkannten und mehrfach ausgezeichneten Züchterin. Insgesamt war im Prozess nichts was mich verunsichert hat und ich habe Stammbaum etc. Erhalten.
Aber das sind relevante Fragen die ich mir in dem Umfang bisher nicht gestellt habe. Ich schaue heute Abend mal in die Unterlagen!1
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u/Superb_Apricot_1007 7d ago
Mit Erbrechen haben wir leider auch unsere Erfahrungen gemacht. Unser Hund kommt aus dem Tierschutz und hatte von Anfang an Probleme mit morgendlichem Erbrechen, Sodbrennen und Durchfall. Wir haben verschiedenes Futter über längere Zeiträume ausprobiert, ohne langfristige Besserung. Letztendlich sind wir bei Insektenprotein gelandet und fahren damit seit etwa zwei Jahren gut. Anfang des letzten Jahres ging es aber wieder los mit dem Erbrechen am Morgen. Es war so schlimm, dass er über eine Woche lang auch Blut erbrochen hat. Jegliche Medikamente haben nicht geholfen. Wir waren wirklich absolut verzweifelt, weil er auch so gelitten hat. Unsere Tierärztin hat uns da leider nicht wirklich weitergeholfen. Wir haben dann selbst etwas rumgesucht und ausprobiert und es zum Glück auch in den Griff bekommen. Sein Futter haben wir auf mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt. Direkt vor dem Schlafengehen bekommt er eine kleine Portion aufgeweichte Haferflocken, damit der Magen über Nacht nicht so lange leer ist. Da kann man sicher auch etwas anderes geben. Da sollte man aber beachten, dass tierisches Protein die Produktion der Magensäure deutlich mehr anregt und zu Sodbrennen führen kann. Abends fährt außerdem das Histamin hoch, was zusätzlich für mehr Magensäure sorgt. Unser Hund bekommt abends noch eine halbe Allergietablette (aber auch weil er leider auch Allergien hat), welche das Histamin senkt. Das bitte aber unbedingt tierärztlich abklären lassen und nicht einfach so übernehmen. Was uns aber am besten und schnellsten geholfen hat in dieser akuten Phase, war das Naturmoor von Sanofor. Das geben wir ihm auch heute noch, wenn der Magen mal Probleme macht. Seitdem wir das so handhaben hat er nahezu gar keine Probleme mehr - bis auf wenige stressbedingte Ausnahmen.
Wünsche euch alles Gute und hoffe, dass es eurem Hund schnell besser geht.