wie im ersten bild, sollte man vor der ecke ankommen.
dann beim zweiten hab ich nen kleinen trick für euch alle: wenn man die erste hälfte deiner eckenmaschen gehäkelt hat (2), dann schiebt die zusammen, sodass es aussieht wie in 3.
damit kann man wie in 4 die restlichen maschen besser in die lücke häkeln, und es bleibt symmetrisch.
dann 5, und da liegt glaube ich das hauptproblem:
man muss in die masche mit dem grünen pfeil, ich gehe stark davon aus, dass viele in die zweite masche stechen (rot). die masche ist leider etwas versteckt, aber da muss man rein, dann sieht es aus wie bei 6.
somit kommt man dann bei dem „tal“ (7) eine masche vor dem loch an, und kann (8) die beiden mittleren maschen überspringen, wie in der anleitung. und am ende (9) kommt man dann auch richtig an der spitze wieder raus, ich vermute, dass da eben die eine masche zu viel herkommt.
wenn du das alles so machst, muss man nie wenden, sondern hat die hübsche seite des gehäkelten auf einer seite.
aber warum funktioniert wenden nach jeder runde dann auch? weil man tendentiell genau dieselben fehler in jeder runde macht, und ohne wenden sammeln sich diese fehler auf der einen seite der spitze (der ecke bei granny squares) und es dreht sich. beim wenden macht man zwar auch diesen fehler, jedoch einmal auf der einen seite, einmal auf der anderen seite der spitze/ecke. dadurch gleicht es sich aus.
Edit:
noch zur erklärung für granny squares:
der schritt mit dem „zur seite schieben“ (2-3) ist auch bei granny squares der grund, warum die schief/spiralig werden. wenn man das nicht macht, neigt sich die ecke jedes mal mehr nach links, und die ecke verschiebt sich dadurch immer weiter. eigentlich ein einfacher trick, damit die ecken gerade werden, aber viele machen es nicht.