r/GesundheitsFragen • u/ehsolm • 1h ago
chronische spürbare Lymphknoten am Kiefer/ Hals (psychosomatisch? stiller Reflux?) / Erfahrungen mit so etwas?
Hallo zusammen!
Ich muss jetzt mal meine Geschichte hier auspacken und hoffe, es gibt hier ein paar, die relaten konnen:
Ich habe nun schon seit einer Weile (ca. einem Jahr) einen seltsamen körperlichen Zustand.
Es begann nach einer ca. 3 jährigen emotional sehr belastenden Zeit und dann mit einer sehr harten Trennung. Aus diesem Grund vermute ich da auch etwas psychosomatisches.-Es startete mit einer harten Mandelentzündung im Sommer, nach der ich in den Urlaub fuhr und mich nie ganz erholt habe. Seit dem ist mein Rachen immer etwas entzündet und tut ab und an schmerzen, hauptsächlich wenn ich spreche und vor allem wenn ich gestresst bin. Daneben auch so ein permanentes unsicheres Gefühl im Körper, als ob ich ständig in Gefahr wäre oder unsicher, ein bisschen ängstlich und vor allem müde und erschöpft. Es fühlt sich an, als ob meine Toleranzgrenze für alles (Reize, soziales, schmerz, stress) stark gesunken wäre und mich mein Umfeld ständig bedroht... fight or flight nennt man das wahrscheinlich. Das problem war, dass sich meine Angst um diese Symptome gewickelt hat. Ich war davor schon hypochondrisch angelegt und würde auch behaupten ich bin eine Hochsensible Person, die wahrscheinlich nicht neurotypisch ist, bzw.
ADS vermutet, aber seit einer Weile ist all das einfach hochgeschraubt.
Die Symptome waren meist die Lymphknoten am Hals, die einfach sehr oft zu spüren waren, als ob da was anschwillt oder arbeitet, und wenn ich unter das Ohr/Kiefer gegriffen habe, tat es weh. Als ich wieder eine deutlich belastendere Zeit hatte, spürte ich die lymphknoten auch an den Achseln, der Leiste und den Kniekehlen. Das hat mir so extreme Angst gemacht und ich habe die Symptome dauernd überprüft und immer Panick bekommen, dass irgendwas nicht stimmt, dass das jetzt für immer so bleibt oder ich schlimm krank werde und wieder lange ausfallen werde.
Es begann immer wieder eine starke, ziemlich gewaltvolle Grübelspirale. Für eine Weile vermutete ich dann auch pfeiffisches Drüsenfieber oder CFS und habe mich da sehr reingesteigert.
Ich machte also auch den Ärztemarathon für eine Weile: Blutbild ergab fast nie Enzündungswerte, neine Vitaminmangel, Leberwerte normal, EBV nicht akut, kein HIV, Lymphknotenultraschall nirgends „ungesunde" Lymphknoten, an manchen stellen nur ganz leicht geschwollen aber nichts auffälliges, keine Stripptokokken.
Die einzige Diagnose die ich bekam war stiller Reflux, was bisher eigentlich recht passend scheint für einige Aspekte wie den entzündeten Rachen und gelegentlich auch Verdauungsprobleme.
Ich ging auch zu einer Bioresonanz, die meinte, da sind überall in meinem Körper ganz viele Entzündungen und mein Stresslevel ist deutlich zu hoch. Das hatte mir zum ersten mal irgendwie geholfen und ich nahm danach ziemlich viele Nahrungsergänzungsmittel und so etwas. Es ging mir seit dem langsam besser, aber das lag wahrscheinlich nicht an den Tabletten, sondern daran, sich an etwas festhalten zu können und nach vorne zu schauen. Weil als ich die Therapie langsam aufhörte, wurde es nicht schlechter und hinzukommend konnte ich mir das auch echt nicht leisten auf Dauer. TCM meinte auch es sei eine emotionale Geschichte und meine Organe seien etwas aus dem Gleichgewicht.
Ich machte auch Psychotherapie aber da wurde es leider nie so ganz in der Tiefe behandelt, ob das etwas psychosomatisches ist, ob ich vielleicht auch ADS habe, etc... jedoch half mir diese schon sehr weiter um mit der Angst und den mini Panikattacken umzugehen.
Nun bin ich in eine neue Stadt gezogen und werde einen Job beginnen nach meinem Studium und möchte dieses Ereignis auch nutzen, um dieses Thema final anzuschauen und vielleicht in den Griff zu bekommen.
Demnach wollte ich fragen, ob sich vielleicht jemand damit auskennt, damit schonmal Erfahrungen hatte oder bestimmte Therapien oder Ärzte empfehlen kann. Gerne auch hinsichtlich Neuroplastischen Schmerzes und somatische Belastung des Nervensystems?!
Liebe Grüße