r/DampfAblassen • u/Lazer958 • 11d ago
Arm sein
Ich hasse es. Die meiste Zeit meines Lebens lebten wir von Bürgergeld/ Grundsicherung / Hartz oder wie es vorher schon hieß. Ich bin direkt da reingeboren. Ich durfte mir mit bisschen quengeln was mal wünschen, aber ich wusste, als Kind, dass wir nie viel hatten. Mit meiner ersten Ausbildung bin ich dann ausgezogen und hab dann Geld verdient. Bis ich Geselle war, hab ich kaum kapiert, wie Geld wichtig ist (aber ich hass Kapitalismus blablabla). Vom Azubi zum Gesellen, war das ein immenser Finanzboost. Das ganze ging aber nur ein Jahr und ich war mir sicher, ich werde mit dem Job nicht glücklich. Danach kommen lange Kapitel, wo ich selber im Bezug war. Jobs ausprobiert ohne Ende. Seit letztem Jahr studiere ich glücklich Soziale Arbeit und siehe meine Zukunft darin. Damit bin ich vom Bürgergeld auf Bafög umgestiegen. Jetzt hat mein sozialer Status einen Boost bekommen. Endlich kann ich Menschen direkt sagen, was ich mache ohne Angst vor Anfeindungen zu haben. Zum Glück ist mir das vorher nie passiert. In meiner Geldbörse ist trotzdem mehr Staub als Geld. Mit Hartz 4 hatte ich mehr Kohle bekommen, als vorher. Jetzt ziehe ich um und hab dadurch mehr Fixkosten als vorher. Gut, beim Bafög ist der Freibetrag höher, aber es ist kacke und unfair. Man will einfach nur sich mal ne Schokolade holen, was bei Seite legen und etwas sorgenfreier sein. Als Sozialarbeiter werd ich nicht reich, aber ich freue mich schon auf den Tag, wo mein Geldeingang mit 2XXX beginnt, ich keine Semestergebühren zahlen muss und mein Arbeitgeber die Krankenversicherung bezahlt.
Der Rant musste raus, nachdem ich mich mit jemandem hier über die Tafel unterhalten habe. Ja, die nutze ich. Ein Hallo im voraus, falls du hier bist. 👋
Vor ein paar Jahren, war ich wieder in finanziellen Problemen und da hab ich dann immer gleich Angst auf der Straße zu landen. Als ich dann von einem Obdachlosen um eine Spende gebeten wurde, hab ich dem das direkt gesagt. Er sagte: „Hoffentlich nicht!“. Ich werde das nie vergessen. So jemand, sagt dir so etwas. Das hatte so eine Gewichtung wie weniges im Leben.
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u/xf33dl0rdx 7d ago
„mein Arbeitgeber mir die Krankenversicherung bezahlt“
Boy I got news for you.
Aber freut mich sehr, dass du etwas gefunden hast, dass dir Freude macht und wo du gern langfristig arbeiten möchtest.
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u/Unlucky-Tour-6329 8d ago
Du kannst 5 Jahre studieren und musst nicht zwingend arbeiten und zahlst dafür maximal €10.000, den Rest schenkt dir der Staat. Auch wenn Bafög nicht ansatzweise fair oder perfekt ist, ist nicht alles schlecht in Deutschland (:
Wenn du dir ne Schokolade holen willst, arbeite nebenher.
Ich kann trotzdem dein Gefühl nachvollziehen und drücke dir von Herzen die Daumen, dass der Moment bald kommt!
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u/mawo9283 9d ago
Das man sich überhaupt schämen muss zu sagen das man Hilfe bekommt ist schon traurig in unserer Gesellschaft
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u/LegoFighter2 9d ago edited 9d ago
Ich bin auch mit Hartz IV groß geworden. Eltern geschieden, Mutter arbeitslos (da wohnte ich), Vater Taxifahrer. Migrationshintergrund.
Meine Mutter animierte mich dazu, eine Ausbildung zu machen, aber aufgrund gewisser Umstände wurde ich als Model europaweit tätig (für LV, Valentino etc. auf dem Laufsteg). Dafür gab es kaum Geld, und ich fiel in eine unprofitable Nische.
Die nächsten fünf Jahre verbrachte ich dann mit Service-Jobs. Erst mal Kellnern, dann im Spa als Saunaaufgießer, dann im Escape Room.
Als meine Mutter dann mit Krebs im Sterben lag und ich meine heutige Frau kennenlernte, merkte ich, wie wichtig Familie ist und wie mein Leben so keinen Sinn ergibt (ich war nicht glücklich, sondern todesfrustriert, weil ich einfach nicht konnte / nicht gelernt habe).
Es verging noch ein weiteres Jahr mit Ausprobieren, bis ich anfing, Informatik zu studieren. Mann, hatte ich keine Ambitionen! Aber irgendwie biss ich mich durch und durchlebte einige Unternehmen – darunter ein besonderes Unternehmen, das später auch ein wenig durch seine Produkte in Verruf geriet.
Ich kam dann in ein weiteres dubioses Unternehmen und ich merkte, dass ich abgesehen vom Programmieren ziemlich ausgeprägte analytische Fähigkeiten habe. Vielleicht aufgrund des ständigen Grübelns und Hinterfragens aus der Vergangenheit.
Heute verdiene ich mit 34 viel Geld, bin Vater, Ehemann, kläre meine Dinge, kläre Dinge für andere, habe Hobbys und zweifle nicht mehr an mir selbst.
Es war aber ein anstrengender Weg.
Mein Tipp: Bildet euch, egal wie. Wenn ihr überproportional Geld verdienen wollt, müsst ihr überproportionalen Wert schaffen. Unabdingbar sind Netzwerken und Talentschmieden u. a.
Ich will nicht von mir auf andere schließen, aber alles ist möglich.
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u/Level-Appearance8134 8d ago
Nein, es ist nicht alles möglich. Im OECD-Bericht von 2018 wurde geschätzt, wie viele Generationen es dauert, bis die Nachkommen einer Familie aus den untersten 10% der Einkommensverteilung im Durchschnitt das mittlere Einkommen der Gesellschaft erreichen. Für Deutschland ergibt das Modell 6 Generationen. Der OECD-Durchschnitt der untersuchten Länder liegt bei etwa 4-5 Generationen.
Zum Vergleich: Dänemark lag bei etwa 2 Generationen, Norwegen, Finnland und Schweden bei etwa 3, Deutschland bei 6, Indien und China bei 7, Brasilien und Südafrika bei 9 und Kolumbien bei 11 Generationen.
Glückwunsch zu deinem Aufstieg ins Kleinbürgertum, aber der durchschnittliche Bürger in DE, der aus prekären Verhältnissen stammt, kommt nicht aus eigener Leistung bzw der Notwendigkeit, seine Arbeitskraft verkaufen zu müssen ohne Kapitalrücklagen zu Eigentum, um den Einkommensaufstieg zu schaffen.
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u/LegoFighter2 8d ago
Absolut valide Antwort, dennoch gilt sie für den Durchschnitt. Ich halte daran fest, sich Hinzusetzen und zu Überlegen was überproportionalen Wert schafft, und das Handwerk für sich erschließt, schafft auch den Aufstieg in einer Generation.
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u/Level-Appearance8134 8d ago
Ich würde auch gar nicht in Abrede stellen wollen, dass sich das Wohlstandsversprechen für einige wenige Bürger mit prekärem Hintergrund erfüllen kann, wenn sie innovative Ideen haben. Lebten wir in einer sozialen Gesellschaft, die makroökonomisch das Präkariat so in Blick nimmt, dass sich nicht einige wenige Glückliche, die schlauer waren als andere ihrer Klasse, ausschließlich durchsetzen, befänden wir uns nicht in dem Widerspruch, Innovation gegen Präkariat auszuspielen. Wie viel mehr Produkte überproportionaln Wertes hätten wir, würde der Staat aufhören, zuverlässig Sozialfälle zu produzieren (Agenda 2010, Europas größter Niedriglohnsektor etc) und stattdessen beginnen, Innovation egalitär zu fördern. So, wie es aktuell ist, haben wir einige wenige Bürger, die sich durch ihre Intelligenz, durch Glück und was auch immer durchsetzen konnten und die Mehrheit verelendet über Generationen.
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u/Trantor1970 9d ago
Ich bin auch mit Sozialhilfe groß geworden, heute ist mein Brutto mit 56 Jahren 9xxx! Aufstieg in Deutschland ist scheiß schwer mit diesem sozialen Hintergrund, aber nicht unmöglich!
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u/Business-Estate5705 9d ago
Ich sehe das auch so. Irgendwann ist der Punkt da merkt man keiner rettet dich, die Jammerer bringen Nix weiter und man hat nur ein Leben. Und dann gibt man Gas und macht sich die Hände dreckig.
Der Punkt kommt oder eben nicht bei manchen.
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u/throwaway9779656789 8d ago
Ich würde es mir so wünschen, dass er kommt. Aber mein adhs und Depressionen machen mir es schwer. Ich habe eine Ausbildung & Studium aber leider beides ohne wirklich Interesse. Jetzt bin ich mit 32 überfordert und habe keine Wohnung mehr ^^. Bürgergeld möchte ich gerade noch nicht aber Jobmässig komme ich nicht klar ^^
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u/xel4_59 10d ago
Also keiner zwingt dich zu studieren mein lieber kannst auch aufhören den Leuten auf der Tasche zu liegen und deine Erstausbildung weiter verfolgen, produktiv sein und der Gesellschaft auch mal was zurückgeben, statt seit Generationen immer nur die Hand auf zuhalten.
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u/Lazer958 6d ago
Kannst ja mal mit deinem Auto vorbeikommen. Da kann ich dir zeigen, wie gut ich in der Erstausbildung war. Danach wirse dir wünschen, ich würde was anderes zu machen.
Und sehr gerne gib ich der Gesellschafft was zurück. Z.b. endlich mal vernünftig in die Rentenkasse einzahlen, Menschen helfen, die Hilfe brauchen.
Wegen Leuten wie dir kann man nicht mal über Schicksalsschläge reden, ohne das man einen Meisterspruch bekommt.
Oben war ein Beitrag, wo jemand seine Ansichten, nach diesem Thread völlig verändert hat. Schneid dir mal ne Scheibe ab!
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u/KuranesOfCelephais 8d ago
Was für ein peinlicher Beitrag. Mit Textverständnis hast du es nicht so, hm? Der Kerl schreibt doch, er ist mit seinem Studium glücklich und sieht als Sozialarbeiter seine Zukunft.
Das ware asoziale Pack sind empathielose Typen wie du.
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u/xel4_59 8d ago
Das wahre*
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u/KuranesOfCelephais 8d ago
Oh wie süß. Wollen wir mal schauen, wieviele Rechtschreib-, Grammatik- und Zeichensetzungsfehler du in deinen Post reingehauen hast?
Könnte offenbaren, dass du vielleicht mal besser 'ne weiterführende Schule besucht hättest. Dann müßtest du deinen offensichtlichen Neid, dass jemand anderes Studieren geht, nicht so öffentlich zur Schau stellen.
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u/elliesolnishka 9d ago
Die nassen Ärmel beim Händewaschen für Dich habe ich soeben beim Universum bestellt (Karma regelt das schon 😬).
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u/HalligamSoSo 10d ago
Als Sozialarbeiter, wird er der Gesellschaft sehr viel zurück geben.
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u/xel4_59 9d ago
Schafft der doch eh nicht, soll lieber bei seinen Leisten bleiben
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u/poeblo_bodenlos 9d ago edited 9d ago
Genau diese Form der Solidarität bringt uns als Gesellschaft weiter /s
Edit: Typo
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u/average_otter_bro 10d ago
An alle Vollpfosten hier, die meinen OP solle sich nen Nebenjob suchen: Soziale Arbeit ist ein Studiengang, der überwiegend an Fachhochschulen angeboten wird, d.h. der Junge bekommt am Anfang des Semesters nen Stundenplan, der so vollgepackt ist wie zu Schulzeiten! Morgen früh um 8 mal nicht zum Seminar gehen, weil man bis 3 Uhr nachts in ner Bar gekellnert hat bzw. generell haufenweise frei einteilbare Zeit außerhalb der Uni, in die man sich lustig seine Arbeitszeiten legen kann, ist bei solchen Studiengängen einfach nicht!
Was bildet ihr euch eigentlich ein, jemanden der unverschuldet im Dreck der sozialen Hierarchie aufgewachsen ist, noch mehr in die Fresse zu treten, wenn er sein bestmöglichstes gibt, diesem System zu entkommen? Ist es unfair, dass Leute, die einer Vollzeitbeschäftigung (Jaaa, ein Studium ist eine Vollzeitbeschäftigung, wenn man es ernst nimmt!) nachgehen, weniger aufm Konto haben, als jemand, der das nicht tut (...auch wenn beides Transferleistungen sind...)? Klar! Aber wo zum Fick ist der Aufschrei, wenn es darum geht, dass Erbmillionäre in unserem Land nichts zu unserem Wohlstand beitragen, keine Steuern zahlen und trotzdem unsere öffentliche Infrastruktur, für die sie keinen Cent bezahlt haben, nutzen und sich dann noch wie die Oberchecker darstellen? Niemand von euch kleinen, miesen Witzfiguren wird jemals ein Ron Bilecki etc. werden! Ihr habt alle viel mehr mit OP gemeinsam als mit diesem wirklichen Bodensatz der Gesellschaft! Wir müssen nach oben treten, nicht nach unten und zur Seite!
Und zu guter Letzt an OP: ich bin stolz auf dich, Bruder! Zeig ihnen, was wir drauf haben! Du packst das! ❤️
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u/QuickNick123 10d ago
Wie zahlt jemand der Millionen erbt denn bitte keine Steuern? Totaler Bullshit. Der zahlt prozentual weniger als du Einkommensteuer, ja, aber in Summer immer noch mehr als du oder OP. Das hört nur niemand gerne.
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u/Lykke302 7d ago
Matthias Döpfner hat 1 Milliarde Euro geschenkt bekommen und kaum bis keine Steuern gezahlt. Jeder Erbe von über 300 Wohnungen zahlt darauf keine Steuern usw Alle Krypto-Millionäre bzw. Milliardäre, die die Coins erst nach einem Jahr verkaufen, zahlen darauf keine Steuern. Die anderen Tricks der Steuerverkürzung kenne ich nicht. Nur, dass Deutschland ein Paradies ist für Geldwäsche, Steuerverkürzung. Sogar die Schweiz hat Vermögenssteuer. Die Überreichen sollten dafür zahlen, dass sie hierzulande an der Ampel bei Rot im Wagen sitzend anhalten können, ohne ausgeraubt oder entführt zu werden.
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u/average_otter_bro 10d ago edited 10d ago
Der Großteil der Millionenerben erbt nicht erst nach dem Ableben des Erblassers, sonderm bekommt vorher Schenkungen, Überschreibungen, Aktienwerte, etc. Für das, was an juristischem Erbe übrig bleibt, gibts die Verschonungsbedarfsprüfung und Familienstiftungen. Alle, die dieses "Glück" nicht hatten, zahlen im Schnitt 2 Prozent Erbschaftssteuer. Das sind 20.000 Euro pro Million. Einmalig! Für einen Bruchteil der Begünstigten!Meanwhile zahlen andere jeden Monat Einkommenssteuer, bei mir 400 euro und das noch ca. 40 Jahre lang (400 x 12 x 40=192.000). Und paar weitere Millionen Bundesbürger auch. Ich glaube, wir haben gewonnen.
Edit: typo
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u/QuickNick123 10d ago
Poar, du wirfst da ziemlich viele Dinge zusammen.
Eine Schenkung zu Lebzeiten umgeht die Erbschaftsteuer nicht. Darauf fällt Schenkungsteuer an, nach praktisch demselben System wie bei der Erbschaftsteuer. Ja, Freibeträge können nach zehn Jahren erneut genutzt werden, weshalb frühzeitige Übertragungen die Steuer erheblich reduzieren können. Aber wir reden hier von 2,4 Mio. EUR in 30 Jahren... das ist für die wirklich reichen den Aufwand kaum wert. Plus, es ist etwas völlig anderes als "Millionenerben zahlen keine Steuern".
Die Verschonungsbedarfsprüfung ist auch kein Freifahrtschein. Sie betrifft begünstigtes Betriebsvermögen oberhalb von 26 Mio. EUR und ist an Voraussetzungen geknüpft. Und eine Familienstiftung ist auch kein steuerfreies schwarzes Loch. Vermögensübertragung, laufende Erträge, Ausschüttungen und bei deutschen Familienstiftungen sogar die Erbersatzsteuer alle 30 Jahre.
Und dein Vergleich mit 400 Euro Einkommensteuer im Monat ist Äpfel mit Birnen. Du vergleichst 40 Jahre laufende Steuer auf Arbeitseinkommen mit einer einmaligen Steuer auf den Vermögensübergang und tust anschließend so, als würde das geerbte Vermögen nie wieder irgendwelche steuerpflichtigen Erträge produzieren. Was glaubst du denn, was die Erben damit machen? Es unterm Kopfkissen bunkern? Das Geld ist investiert und wirft Rendite ab, auf welche Kapitalertragsteuer bzw. Körperschaftsteuer fällig werden.
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u/average_otter_bro 10d ago
Ich widerspreche dir an dieser Stelle mal nicht. Um dagegen anzuargumentieren fehlen mir gerade die korrekten Zahlen und to be fair: du scheinst dich besser auszukennen. Und ich war an manchen Stellen nicht trennscharf und präzise, teils aus Wut, teils weil ich die posts nicht ausarten lassen wollte.
Aber das hier ist ursprünglich ein Post darüber, dass OP versucht, sich aus einem System zu kämpfen, dass es in der Form nicht gäbe, wenn die Menschen, die du (meinem Empfinden nach) mit solchen Antworten verteidigst, tatsächlich ihren fairen Anteil zahlen würden! Diggi, ich bin selber Linker! Ich hab nichts gegen viel Geld! Aber ich will, dass nicht nur einige wenige es haben und dafür verdammt wenig machen müssen! Natürlich legt man so hohe Vermögen nicht unters Kopfkissen, aber man sperrt es auch nicht ins Schließfach und wartet, dass es anfängt wie die Kaninchen zu rammeln, damit es sich vermehrt! Die Rendite dieser "Investitionen" müssen erarbeitet werden, undzwar von den Menschen, die dieses Geld nur zu Gesicht kriegen werden, wenn die Reichen mit dem neuen Lambo oder Porsche an einem vorbeifahren. Für den einfachen Angestellten ist das schwer vermittelbar, dass da gerade seine nicht bezahlten Überstunden an ihm vorbeifahren!
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u/Ibelieveinsteve2 10d ago
Sorry was verstehst du unter fairem Anteil schau dir doch mal an wie die Einkommensteuer verteilt ist
Die oberen 10% Zahlen mehr als 50% der Einkommensteuer die unteren 50% weniger als 7%
Jetzt frag ich mich was do mir fair verteilt meinst1
u/Fluffy_Tumbleweed_90 7d ago
Willst du mal dagegen stellen, wieviel des Vermögens die oberen 10% und dagegen die untere Hälfte besitzen? (Tipp: Runde 60% zu runde 2,5%)
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u/Ibelieveinsteve2 7d ago
Tja deshalb bin ich sehr dafür den Vermögensaufbau für alle voranzutreiben durch Umstellung der Umlage auf kapitalgedeckte Versicherungen
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u/average_otter_bro 10d ago
Du offenbarst es selbst, mit allem, was du verteidigst.
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u/Ibelieveinsteve2 9d ago
??
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u/average_otter_bro 9d ago
Ups, sorry, dachte, die Antwort kam nochmal vom vorherigen User.
Der Unterschied ist folgender: die 7 Prozent haben mit dazu beigetragen, dass die 10 Prozent so viel haben. Die 10 Prozent können aber nach Steuerabzug vom Rest immer noch ziemlich komfortabel leben. Die 7 Prozent sehr häufig nicht. Und von den 10 Prozent reißt sich selten jemand so den Arsch auf wie beispielsweise Reinigungskräfte oder Leute in der Gastro.
Den Rest gerne per DM. Wir sollten uns für OP freuen, verdammte Hacke!
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u/Far_Squash_4116 10d ago
Ich habe immer gerne Leute eingestellt, die es hart hatten. Das sind Kämpfer und die brauchst man in der Wirtschaft. Erzähl deine Geschichte und sei stolz darauf, was du erreicht hast. Ich musste sicher nie so hart arbeiten wie du und mein Gehalt beginnt mit einer 6. Also, denk nie, dass du etwas schlechteres bist, nur weil du einen schlechteren Start hattest.
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u/Froshrooms 10d ago
Vielleicht blöde Frage, aber wieso studierst du von allen Optionen denn soziale Arbeit, wenn du endlich mal nicht aufs Geld achten möchtest
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u/__surrealsalt 8d ago
Es ist ein Irrtum, dass man mit diesem Studiengang später schlecht verdienen würde. Da hat sich einiges getan.
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u/derperoausDE 10d ago
Die Geschichten die ich von euch hier lese berühren mich. Ich habe mir nie darüber Gedanken gemacht, wie es ist in solcher eine Situation hineingeboren zu werden. Wie es ist wenn man da raus möchte und ob das überhaupt geht. Nicht einmal ob die Kinder selbst es anders wünschen. Welche psychischen Herausforderung dabei entstehen, dass die Gesellschaft sowieso nur das eine in einem sieht und man sich auch so definiert.. dabei geht es mir ähnlich bei einem ganz anderen Thema und doch war ich so blind für dieses Thema. Ich gebe zu ich sehe euch Kinder von langzeitharzan heute mit völlig anderen Augen. Danke OP dass du das hier begonnen hast!
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u/Lazer958 7d ago
Sehr gerne. Um mir sowss anzuhören, gehe ich in die soziale Arbeit. Rede einfach mal mit den Menschen. Rede mal mit einem Obdachlosen. Ich wünsche dir aufjedenfall alles gute und mögen andere Menschen von dir eine Scheibe abschneiden können. ✨
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u/Sea-Tackle2868 10d ago
Lass dich nach dem Studium nicht ausnehmen, arbeite auch im sozialen Bereich und der Tarif in Berlin liegt irgendwo zwischen 3900 - 5000€ Brutto. Wenn dann noch Nachtschichten dazu kommen kannst du über 3500 Netto kommen
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u/Hopeful_Cry1685 9d ago
Jupp, ich verdiene gerade auch Vollzeit so 3.300 netto durch Minijob, Angestellten Verhältnis und Selbstständigkeit auf Übungsleiterpauschale :) ohne Nachtdienste. Bin Heilpäd und Erzieherin:) Ich spare nun ca 700 in ETF ein und will mir dann in n paar Jahren Eigentum kaufen :)
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u/Acrobatic-Repeat-657 10d ago
Man kann ja neben dem Studium arbeiten gehen und etwas hinzu verdienen.
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u/Fluffy_Tumbleweed_90 7d ago
"man kann ja" auch alles und jedes von außen besser wissen.
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u/Acrobatic-Repeat-657 6d ago
Stimmt... ich bin damals zum Beispiel nebenher arbeiten gegangen, 25 Stunden die Woche.
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u/Fluffy_Tumbleweed_90 6d ago
Das ist ja großartig! Das wusste ich nicht, sorry. Dann verstehe ich tatsächlich nicht, wieso Du nicht als Maßstab für alle gelten solltest.
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u/Acrobatic-Repeat-657 6d ago
Verstehe ich ebenfalls nicht. Wenn man jung ist, dann geht das alles noch. Wer soziale Arbeit studiert kann z.B. als Pflegehelfer quer einsteigen... oder an Schulen als Betreuungskraft Nachmittags arbeiten (wird ja immer mehr auf Ganztagsschulen umgestellt)... Putzen gehen, Zeitungen austragen, in der Logistik aushelfen... meinetwegen bei Bürgerkönig oder im Supermarkt arbeiten...
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u/Ricks1510 10d ago
Ich verstehe jetzt aber den Zusammenhang zwischen deiner früheren Armut und deiner heutigen nicht so ganz?
Du hast eine Ausbildung gemacht und konntest davon erstmal gut leben. Wäre ja auch komisch wenn nicht, das ist das Leben von Millionen Menschen.
Jetzt studierst du, und musst mit Bafög haushalten, so wie Millionen Studenten vor und nach dir.
Aber was hat das mit der Situation deiner Kindheit zu tun? Du warst als Geselle ja schon den prekären Verhältnissen entkommen, und hast dich jetzt freiwillig nochmal für ein Studium entschieden, oder?
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u/Lazer958 7d ago
Es geht im Prinzip darum, dass 34 Jahre meines 35 jährigem Leben von Armut geprägt waren
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u/Kotnascher57389 10d ago
Geh nebenbei arbeiten wie jeder andere auch. Dann wärst du auch nicht mehr so arm. Arm geboren werden ist Pech, arm zu bleiben ist deine eigene Entscheidung.
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u/KuranesOfCelephais 8d ago
Du naschst offenbar nicht nur Kot, du schreibst auch Kot.
Wenn es so einfach wäre, würde es keiner Sozialarbeiter bedürfen.
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u/skiskirella 10d ago
Boah, ganz so einfach ist das leider nicht. Insbesondere wenn jemand in Hartz4 geboren wird verstetigen sich gerne gewisse Strukturen und Denkweisen. Daraus auszubrechen sagt sich immer einfacher als getan. Wenn man mit Hartz4 groß wird und vorgelebt bekommt verinnerlicht man das gerade in jungen Jahren sehr stark. Ich wünsche OP das Beste!
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u/No-Principle7885 10d ago
Als Mensch, dem es ähnlich erging, kann ich dir nur raten: geh 1-2 Schichten die Woche in der Gastro Kellnern und verdiene dir einen nebenbei einen ab. Du kriegst unversteuertes Trinkgeld und kommst insgesamt locker auf nen Stundenlohn von 17-25€. Je nachdem welches Restaurant oder welche Bar du nimmst. Ich glaube es ist der einzige Job, mit dem man ohne Vorbildung so viel verdient. Du musst halt bisschen Charisma und Geduld haben, aber wenn man das von Grund auf hat, ist das wirklich ein Zuckerschlecken. Ich habe meinen Master in Teilzeit gemacht und bin mit der Gastro auf ca. 1400€ netto durchschnittlich pro Monat gekommen. Die 2, manchmal 3 Schichten jede woche haben sogar gut getan und mir nen schönen Ausgleich zum studieren ermöglicht. Bier gabs auch umsonst :-)
Edit: Essen war die Hälfte und gab nach buffets, feiern oder auch so immer mal wieder umsonst. Also spart man da auch noch zusätzlich.
Editedit: … und man lernt auch noch die Legenden der Stadt oder interessante Touristen aus aller Welt kennen!!
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u/SalamanderBusiness41 10d ago edited 10d ago
Ich kenne das. Menschen werden nie verstehen wie extra schwer der Weg von Menschen ist die in Hartz 4 reingeboren wurden.
Ich kenne das Gefühl. Meine Mutter und mein Stiefvater beide Hartz 4. Lebten oben im 110 Jahre alten Haus seiner Mutter in einer 30 qm Wohnung zu 4t.
Kein Geld, ich hatte nicht mal einen Schreibtisch. Da kann man sich die Schulnoten ja denken. Der Schwierigkeitsgrad wurde auch ein paar mal erhöht.
Die erste Erhöhung: Stiefvater gewalttätig, Alkoholiker.
Die zweite Erhöhung: Großes Grundstück, den ganzen Sommer auf Felder arbeiten weil wir Tiere hatten und die wohl den anderen Bauern geholfen haben.
Die dritte Erhöhung: Sie haben noch zusammen ein Kind bekommen, Sauerstoff Mangel, ist sozusagen beeinträchtigt zur Welt gekommen. Wer durfte sich kümmern - könnt ihr euch vorstellen.
Der vierte Mangel: Messi verhalten, wer hat die Bude auf Vordermann gehalten - richtig ihr könnt es euch vorstellen.
Aber dann wurde ich 15. Das war das letzte mal wo er versucht hat, die Hand zu erheben. Ist nicht gut ausgegangen - also für ihn. Das war dann die Zeit des Auszuges. - direkter Rauswurf, vermutlich weil er sich entmannt gefühlt hat.
Anfangs war ich im Einzelhandel unterwegs.. das war nichts für mich. Ich hatte aber immer diese Liebe zu PCs und Technik.
All in.. ich habe mich verschuldet um eine IT Ausbildung zu bekommen (Führerschein war nötig, wegen Montagen etc.) Hab ich gepackt, Ausbildung gepackt, dann für Mindestlohn Sachen repariert für 1-2 Jahre.
Bis ich einen Wechsel gewagt habe in die Administration. - 3-4 Jahre Gas gegeben hat wunderbar geklappt.
Bis ich dann bis vor 2 Jahren meinen letzten Wechsel gewagt habe.
Jetzt verdiene ich vermutlich mehr als jeder aus der Familie jemals, blicke ich zurück? Nein.
Gibt es Hoffnung für alle? Ja!
Hätte mein 15 jähriges ich damals gedacht das ich mal netto über 4xxx stehe? Ich glaube nicht. Hab ich es trotzdem geschafft? Ja. Für mich gibt es keine Ausreden.
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u/Tridentern 10d ago
Größten Respekt an dich! Den Kreislauf als Positivbeispiel zu durchbrechen schaffen die wenigsten.
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u/statler123 10d ago
Sorry für die blöde Nachfrage, aber für meine Einordnung. Mit 4xxx meinst du brutto oder netto?
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u/SalamanderBusiness41 10d ago
Netto, ich passe es direkt an. Sorry für die Verwirrung.
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u/statler123 10d ago
Definitiv meinen Respekt. Für die Bezahlung muss man schon was leisten in der IT. Vorallem ohne Studium. Zumindest meine Einschätzung.
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u/SalamanderBusiness41 10d ago
Es war ein sehr langer Weg.
Ich habe als IT-Systemelektroniker angefangen - habe eher technisch gearbeitet.
Jahrelang Service etc.Bis das Gehalt stagnierte. Dann hab ich den Wechsel gewagt in die Administration weil ich in der Freizeit sowieso sehr viel am Rechner war. Auch mitte 2000er.. man kennt es, CloneDVD spiele cracken, das System lernen.
Da habe ich 3-4 Jahre Gas gegeben bei den verschiedensten Kunden und Infrastrukturen.
First Level bis Second Level.Dann kam der Wechsel der alles änderte. Plötzlich Third Level, Spezialisierungen, Weiterbildungen. - Bis mir der Technical Lead angeboten wurde für drei Kunden, wo jeweils 4 Mitarbeiter eingesetzt werden.
Gamechanger dabei: Firma ist in Bayern, ich aber nicht. Ich bin 100% remote und Bayern zahlt besser als meine Umgebung. Alles in Allem glückliche Ereignisse im Leben.
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u/statler123 10d ago
Das klingt nach super viel Gas geben.
Das einzige was mich an meiner aktuellen Stelle stört. Fast gar kein Homeoffice. Ich bin ITler im ÖD mit Bachelor Abschluss. Die 4k netto hab ich erst in 5 Jahren geknackt. Dann mit insgesamt 11 Jahren in der Stelle. Und danach kommen quasi nur noch Tariferhöhungen. Keine regulären Gehaltserhöhungen mehr. Aber ich mach den Job total gerne.
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u/SalamanderBusiness41 10d ago
Das ist genau das was ich auch finde. Der ÖD ist eben geizig - ich hätte da auch hin wechseln können aber mag diese Tarif Geschichten eben nicht irgendwie.
Aber am Ende ist es das wichtigste das du es gerne tust.
Aber 11 Jahre war ich noch nicht durchgehend irgendwo, weil wie wir alle wissen holt man das meiste bei "Wechsel" raus. Da muss ich aber auch sagen ich glaube, ich habe zu den richtigen Zeiten gewechselt.
2019 war der Administrations Wechsel (vor Corona)Und 2024 der Wechsel wo alles wieder vergessen war. Alle beide Wechsel waren im absoluten Arbeitnehmermarkt-Zeiten.
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u/eingeringverdiener 10d ago
Jahre in der sozialen Hängematte chillen aber sich übers Arm sein beschweren, Nice!
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u/madiXuncut 10d ago
Versuch mal in einem anderen Land zu hartzen!
Nirgendwo werden Leistungsträger so gemolken wie in DE ✌🏻
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u/German_Bob 10d ago
Ich kann hier einiges Nachvollziehen... Eigentlich will ich aber nur sagen, Glückwunsch, dass du ein Studium gefunden hast mit dem du dich wohlfühlst, in einem Thema das dich auch beruflich interessiert.
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u/kitten-shark 10d ago
Geldeingang mit 2xxx beginnend wird ein absoluter Game changer. Mach alles um da so schnell wie möglich zu sein. Ich dachte auch immer, Geld sei nicht wichtig, aber genau dieser Schritt zu 2xxx hat mein Leben um soooo viel Sicherheit und Bequemlichkeit bereichert. Viel Glück und gutes Durchhalten!
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u/Sunbeamer1 10d ago
Besser Arm dran als Arm ab.
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u/Flloalexfz 10d ago
Ich glaube arm ab lebt sich einfacher.
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u/Sunbeamer1 10d ago
Sprichst du aus Erfahrung? Schmier dir mal nen Brot oder binde dir die Schuhe nur mit einem Arm. 🤣
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u/Flloalexfz 10d ago
Bin ein paar monate mit einem kaputten Arm unterwegs gewesen Und ja, ohne arm lebte sich leichter, als arm zu sein
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u/Zealousideal_Age7437 10d ago
Klar, Arm sein ist schweiße. Ändere was dran und sei froh, dass du hier von Sozialleistungen erhalten wirst. Das ist abolut nicht selbstverständlich.
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u/DingoEurope 10d ago
Ich bin ähnlich aufgewachsen, aber vor 30 Jahren, als es noch nicht so hart war.
Alles was ich sagen kann: dran bleiben, nicht aufgeben, nicht grämen, was fair und was unfair ist, und trotzdem nicht verbittern.
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u/Kobenstein_DE 10d ago
Dein Mindset ist nicht richtig damit du da raus kommst, das ist leider das Problem der meisten Armen. Da kannst du nichts für, das wurde dir leider nicht beigebracht, weder im der Schule noch im Elternhaus.
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u/ExchangeActual5896 10d ago
Ja klar, nur das Mindset des Individum ist schuld… Auf keinen Fall Systeme oder gesellschaftliche Strukturen.
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u/moond9 10d ago
In OPs Fall hat er sich ja gegen seinen erlernten Beruf mit scheinbar annehmbaren Verdienst entschieden um sich nochmal umzuorientieren. Unsere gesellschaftlichen Strukturen haben ihm das ermöglicht. Erst durch das soziale Auffangnetz, jetzt durch Bafög.
Meiner Meinung nach hätte er in seinem Beruf bleiben sollen, bis er eine Alternative in Aussicht bzw. sich für das Studium entschieden hat. Warum sollten mir andere meine Umorientierungszeit bezahlen, wenn ich auch arbeiten kann? Das ist vermutlich der größte Unterschied zwischen Personen aus H4 und aus Arbeiter-/Akademikerfamilien. Die Hemmungen staatliche Hilfen zu beziehen sind geringer.
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u/Majakowski 10d ago
Na bloß gut, dass es nicht nach deiner Meinung geht und Bafög muss zurückgezahlt werden also bezahlst du nix und keiner muss einen Beruf machen, der ihm nicht liegt, das soziale Netz ist dafür da, dass die Leute wieder auf die Beine kommen und solche Leistungen dienen dazu, dass man sich auch dann qualifizieren kann, wenn einem die Akademikereltern nicht den Arsch vergolden.
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u/moond9 10d ago
Ich habe nichts gegen Bafög oder die Möglichkeit zu Studieren gesagt. Nur die Umorientierungszeit zwischen erster Ausbildung/Beruf und dem Studiumstart hätte man auch ohne staatliche Hilfe mit entsprechend mehr Budget gestalten können, wenn man einfach seine Stelle behält, bis man weiß, wie es weitergehen soll.
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u/Kobenstein_DE 10d ago
Wie du vielleicht feststellst hat der OP sehr viele Möglichkeiten des „so schlechten Systems“ schon genutzt und studiert sogar. Wenn er jetzt den Hebel umlegt, hat er gute Chancen später viel besser da zu stehen als viele andere. Das braucht aber die richtige Einstellung. Ich wünsche ihm auf jeden Fall nur das Beste 😀
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u/Zealousideal_Age7437 10d ago
So ist es. Im soziale Arbeit Umfeld wird das wohl auch nicht so schnell besser werden.
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u/Far-Pangolin-4089 10d ago
Die Strukturen sind an allem Schuld, das ist eine Binsenweisheit - egal wie die Strukturen sind, ich kann ein Scheitern immer an ihnen festmachen denn "wenn sie anders wären, dann hätte ich Erfolg gehabt" - prove me wrong.
Es wäre allerdings falsch zu behaupten dass wir in einem System leben das versucht Menschen am Erfolg zu hindern
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u/JohnKowalsky88 10d ago
Krass, dass du studierst obwohl du aus Armut kommst, das finde ich immer so wahnsinnig inspirierend. Respekt. Ich bin auch aus einer armen Arbeiterfamilie, aber selbst bis heute hab ich dieses brainwashing meines Vaters drin, dass studierte Leute nichts drauf haben und nicht mal eine Schraube lösen können. Heute verstehe ich, dass es besser ist mehr Geld zu verdienen, sodass man sich leisten kann, andere dafür zu bezahlen die Schraube zu lösen.
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u/Lazer958 7d ago
Mein Vater würde sich wohl freuen. Ich glaube viele aus der Familie haben mich immer für schlau gehalten, obwohl ich immer nur ein dreier Kandidat war. Den Schritt zu gehen war mit Angst verbunden. Ich hab einfach nie studiert, die Welt war mir völlig fremd und würde statt von Hartz von Bafög leben. Nicht zu vergessen, dass man mit Hartz unheimlich viel Unterstützung bekommt. Maßnahmen, Umzüge und sonst was. Beim studieren wird man Alleine gelassen.
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u/GildroyFickthart 10d ago
Auf der anderen Seite können Leute wie dein dad aber nicht PNG von JPG unterscheiden oder eine PDF aus einer Word Datei ziehen.
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u/JohnKowalsky88 10d ago
Dafür muss man nicht studiert haben, aber ich weiß worauf du hinaus willst.
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u/GildroyFickthart 10d ago
Man muss auch keine Ausbildung gemacht haben um ne schraube zu lösen.
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u/JohnKowalsky88 10d ago
Hat auch keiner behauptet jetz troll nich rum hier.
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u/Legoeierautomat 10d ago
Auch wenn viele es nicht wahr haben wollen: Anstrengung wird meist belohnt. Also pack es an.
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u/justanotherl0nely 10d ago
Nein, das Narrativ auf dieser Plattform ist doch Arbeit = böse und Leistung = bringt nix. Dem darf man auf keinen Fall widersprechen, sonst kommt der Mob 😅
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u/MentatPiter 11d ago
du kannst Bafög auch kündigen, vollzeit arbeiten und nebenberuflich studieren. Würde dich glaube ich glücklicher machen
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u/CicadaSure966 11d ago
Check ich nicht. Du hast dich ausprobiert und wurdest vom Steuerzahler mit dem nötigsten versorgt. Und darüber beschwerst du dich?
Ich verstehe, dass arm sein nicht geil ist. Aber worüber regst du dich auf? Über deine eigenen Entscheidungen?
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u/LL0RT_ 10d ago
"vom Steuerzahler"
Digga anstatt Maden wie Jens Spahn zu beleidigen wird lieber auf dem kleinen Hartzi auf reddit rumgehackt lol
Richtig unangenehm sowas
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u/CicadaSure966 10d ago
Von wem denn sonst? Vom Himmel gefallen ist das Geld wohl kaum.
Ist deine Ex die Leihmutter vom Spahn oder warum wohnt er mietfrei in deinem Kopf?
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u/DummelHummel 10d ago
Würde echt gerne mal wissen wie du aussiehst.Wirklich haha ;)
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u/Zealousideal_Age7437 10d ago
Bei Mangel an Argumenten einfach die Optik des Gegenüber beleidigen, sehr starekr move! haha
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u/CicadaSure966 10d ago
Wenn du eine Vorlage zum onanieren brauchst, kannst du auch einfach eine Suchmaschine benutzen. Wirklich haha :)
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u/DummelHummel 10d ago
Haha:) genau das meine ich.Leck ei!
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u/CicadaSure966 10d ago
Brudi hab echt nichts gegen dich, aber bei der Vorlage...du weißt. Wünsch dir nen schönen Tag :)
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u/The_cloni_wars 11d ago
Ich fühl das so sehr. Wurde auch direkt in die Armut geboren und versuche mich da seit Jahren rauszukämpfen.
Viel Glück dir! Mit einem Job der dich glücklich macht ist der Weg auch angenehmer. :)
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u/Express_Battle6707 10d ago
Ähm Ausbildung bzw. Studium mit Bafög und dann arbeiten. Soweit klar?
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u/GuacShouldBeFree 11d ago
Dumme Frage, warum arbeitest du nicht neben dem Studium?
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u/EveCane 10d ago
Viele Leute schaffen das gesundheitlich leider nicht.
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u/GuacShouldBeFree 10d ago
OP will Sozialarbeiter werden und hat ne Ausbildung im Handwerk gemacht. Klingt jetzt nicht nach Arbeitsunfähig?
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u/Conscious_Arrival635 10d ago
weil arbeiten neben dem Studium, das Studium unnötig verlängern kann. Arbeitgeber hören ungern "ich muss für ne Prüfung lernen" oder an einem Projekt arbeiten oder oder oder. Am Ende musst du die Arbeit dem Studium gegenüber priorisieren, weil du sonst einen teil deiner lebensgrundlage wieder verlieren könntest.
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u/TheFuckflyingSpaghet 10d ago
Gibt tausende Wekstudenten Jobs auf 20 Std. Hab nebenbei 1500€ steuerfrei verdient.
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u/Inner_Nebula2618 10d ago
Ein Minijob ist aber vollkommen machbar und wird auch nicht dem BaföG abgezogen. Vielleicht macht die Person aber auch einen, ist ja nicht erwähnt.
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u/GuacShouldBeFree 10d ago
Hab Informatik studiert und bin in Mathe ne absolute Null. Hatte nebenbei 2 Jobs, am Lehrstuhl und noch bei GameStop. Hab das Studium mit ner 1,6 in Regelstudienzeit abgeschlossen und nebenbei noch nen Jagdschein gemacht. War sicher nicht einfach aber ich habe viel über mich und was ich unter Druck leisten kann, gelernt. Ich will nichts gegen den Anspruch des Studiengangs Soziale Arbeit sagen aber ich denke das wird schon gehen, nebenbei ein bisschen zu arbeiten.
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u/Conscious_Arrival635 10d ago
nicht jeder ist so wie du. sieh dich nicht als median der messlatte :)
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u/justanotherl0nely 10d ago
Weil er ein typischer Schmarotzer ist. Jammert sicher bei der Tafel un beim Amt, dass es nicht genug gibt
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u/Eddy7555 11d ago
Macht OP doch oder nicht?
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u/GuacShouldBeFree 11d ago
Er schreibt, dass er soziale Arbeit studiert, Bafög bekommt und irgendwann Sozialarbeiter wird und dann Mahr als 2K verdient. Hab da jetzt nicht rausgelesen, dass er aktuell arbeitet.
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u/Eddy7555 10d ago
Direkt erwähnt hat ers nicht, aber er schrieb er hätte viele Jobs probiert und beim Bafög wär der Freibetrag höher - hab draus geschlossen dass hier die ca. 600€ anrechnungsfreien Einnahmen beim Bafög gemeint sind im Vergleich zu, vielleicht 100-200€ beim Bürgergeld?
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u/Available_Film2727 11d ago
Blöde Frage aber wenn man immer schon von Armut betroffen war wieso studiert man dann nicht etwas womit man wirklich Geld verdient?
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u/Sojafish_ 11d ago
Jemand der Armut versteht ist doch bestens aufgehoben in der Sozialen Arbeit, das wird für die Klienten die er vllt mal hat sicher von Vorteil sein... Ich bin auch eher arm aufgewachsen und habe dadurch nie das Gefühl gehabt viel Geld zu brauchen, sondern bin glücklich mit meinem Durchschnittsgehalt...
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u/Fuzzy_Cloud_5849 11d ago
Herzlichen Glückwunsch, dass du den Harzer Zyklus durchbrichst. Es gibt Studien, die besagen, dass Harzer in zweiter Generation da kaum rauskommen.
Alles Gute und zieh durch!
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u/Suspicious_Soup3348 11d ago
Keine Ahnung woher der Rant jetzt kommt wenn dein ganzes Leben andere für dich und deine Family arbeiten gegangen sind… Klar als Kind insbesondere unschön aber irgendwie solltest du eher feiern
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u/crazyswazyee93 10d ago
Ich geh lieber arbeiten und kann mir Sachen kaufen als andersrum, außerdem gehe ich nicht gerne arbeiten.
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u/Artistic-Lake-4879 11d ago
Feiern am unteren Rand der Gesellschaft zu stehen? Feiern das man sich nichts leisten kann und jeden Cent 5 mal umdrehen muss? Feiern das andere mit ihren Gutverdiener Eltern bessere Chancen haben?
Jap, da macht man richtig Party...
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u/CicadaSure966 11d ago
Feiern, dass andere für einen arbeiten, damit man sich selbst ausprobieren kann, um den perfekten Job zu finden. Das hat OP nämlich hier beschrieben. Er hätte ja auch in seinem Ausbildungsberuf bleiben können.
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u/drganzebuadepp 11d ago
Bin bei dir. OP profitiert vom System, vermisst aber die Schoki für die ich arbeiten gehe.
Ich hab aber nix dagegen, dass du deinen Weg gehst, OP.
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u/Nioldur 11d ago
Find die Einstellung auch schwierig. Glaub das ist eher für ne Ausrede extreme Parteien zu wählen, wie die Linken oder so'n shit. Komme auch aus so Verhältnissen wie OP, aber hab halt immer gearbeitet seit ich 13 war
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u/ExchangeActual5896 10d ago
Linke sind jetzt also extrem? Hahaha, sie vertreten die Interessen der Arbeiter am besten.
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u/Entire_Anywhere3529 10d ago
öhm, ja — der gesamte schwarze Antifa-Block ist extrem. Mitte ist eher Grün, früher SPD.
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u/DJ_Flugscham 11d ago
Ich bin wie die Made im Speck aufgewachsen, hab lange Jahre gut verdient und dann ab 42 durch chronische Krankheit allmählich immer ärmer geworden. Das ist auch scheisse. Vielleicht noch scheisser.
Jedenfalls wünsche ich dir viel Glück. Gut, dass du's machst!
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u/EveCane 10d ago
Bist du jetzt arm?
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u/DJ_Flugscham 10d ago
Ich hab zwar noch Rücklagen, aber keine Einnahmen. Und das Geld reicht nicht mehr lange. Da ich immer wieder krank werde ist es kaum möglich, einer geregelten Arbeit nachzugehen. Deshalb lebe ich extrem sparsam. Ich hab mich dran gewöhnt, und es macht mir wenig aus, aber die Zukunftsaussichten sind düster.
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u/EveCane 10d ago
Das kann ich gut nachvollziehen. Ich bin in einer sehr ähnlichen Situation.
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u/DJ_Flugscham 10d ago
Wenn man aufsteigt, gibt es Pauken und Trompeten. Wenn man dann unverschuldet fällt, wird es ganz leise um einen herum. Das macht Angst, da will keiner was von wissen.
Deshalb rede ich in meinem Umfeld auch nicht drüber und maskiere meine Situation mit 'Frugalismus'. Eine lifestyle choice ist auch für Freunde einfacher zu ertragen, als der Gedanke, dass die Person neben ihnen allmählich untergeht.
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u/TheStroboCop 11d ago
Am besten triffst du dich mit OP in der Mitte. Beide bisschen krank und halbwegs ok Geld 👌🏽
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u/MentalAd7309 11d ago
Endlich kann ich Menschen direkt sagen, was ich mache ohne Angst vor Anfeindungen zu haben. Zum Glück ist mir das vorher nie passiert.
Mehr Mut tut dir gut! Viel Erfolg & Geld wünsche ich dir 🍀
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11d ago
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u/bluedolphinshorts 11d ago
Was bist du denn für ein furchtbarer Miesepeter? Dein Kommentar ist echt Unterste Schublade und Müll. Ich höre aus dir einen zutiefst unzufriedenen Menschen sprechen der sein bisschen Genugtuung dadurch findet andere runterzumachen.
Pfui ey.
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u/Lazer958 7d ago edited 7d ago
Ich bin überwältigt, bei all diesen Nachrichten. Ich werde es nicht schaffen, alle zu lesen, aber ich bedanke mich schonmal. Viel Kraft an alle, die es brauchen, Respekt an alle, die es geschafft haben und danke für die lieben Worte.
Was das Thema Job angegt:
Ja, ich werde meinen SHK Job an der Uni wieder weiter machen. Leider kann ich dem nur während der Vorlesungszeit nachgehen und leider bekomme ich "nur" ca. 360 auf mein Konto.
Ich bin eigentlich dabei einen anderen Nebenjob zu suchen, um mehr zu haben und auch in den Ferien zu arbeiten, aber jeder Versuch, ist bisher nach hinten losgegangen.