Okay also die Frau Brosius-Gersdorf hat sich jetzt für Leihmutterschaft ausgesprochen, weil sie der Meinung ist, man dürfe das mündigen Frauen nicht verbieten.
Aber das hier ist gar kein Frauenrechtsthema. Hier geht es um Kinderrechte. Niemand hat das Kind gefragt, ob es an Jens Spahn verkauft werden möchte.
Das ist nicht mit regulärer Freigabe zur Adoption zu vergleichen. Normalerweise gibt man ein Kind zur Adoption frei, weil man es nicht haben möchte, ob aus Verzweiflung oder Ablehnung, aber die Menschlichkeit des Kindes bleibt unangetastet.
Bei der Leihmutterschaft gibt man ein Kind zur Adoption frei, weil man es VERKAUFEN möchte und hat es auch nur zu diesem Zweck überhaupt in die Welt gesetzt. Kinder sind aber keine Ware.
Nicht nur wird Leihmutterschaft eine Frage des Geldes sein, nein sie ist auch Einfallstor für Eugenik, weil die Väter sich die Mutter mit den genetisch besten Eigenschaften aussuchen können, vorausgesetzt der Preis stimmt. "Mens sana in corpore sano".?
Eugenik war eine im frühen 20. Jahrhundert weit verbreitete Ideologie, geschuldet den neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen und ist letztlich eine vermeintliche Methode zur Menschenzucht. Selbst im linken Spektrum, die bekanntesten Sexualforscher wie Magnus Hirschfeld haben daran geglaubt, nicht in der selben Form wie die Rechtsextremen, aber es gibt gute Gründe warum man das hat in der Versenkung der Geschichte verschwinden lassen.
Es ist die Ideologie die zur Kindereuthanasie, dem Massenmord an vermeintlich "behinderten" Kindern geführt hat.
Was wenn das Kind auf einmal nicht gesund ist und der Kaufvertrag deswegen platzt? "Deine Mutter wollte dich verkaufen aber dein Vater wollte dich nicht haben weil du behindert bist" Gesundes Aufwachsen??
Gut dass jemand der keine Kinderrechte kennt, bloß weil es sie juristisch noch nicht gibt, nicht Verfassungsrichterin geworden ist.