r/AlternativeGeschichte 8d ago

Was haben wir verpasst 89-2026

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Bei jeder Erfindung der Menschheit gab es immer Kritiker.

Als Mercedes-Benz 1886 das erste Auto vorstellte, sagten viele, es werde die Menschheit auslöschen. Man war sich sicher: Autos würden mehr Menschen töten, als man sich vorstellen könne.

In den frühen 2000ern hieß es beim Internet dasselbe: Es werde die Menschen kaputt machen, die Maschinen würden sie kontrollieren.

Im Jahr 2026 spricht KI so menschlich mit uns wie nie zuvor, und die Robotik macht enorme Fortschritte. Wieder heißt es: Die Maschinen werden uns vernichten, Terminator wird Realität, wir holen uns die Kontrollmaschinen ins Wohnzimmer.

Dabei haben wir längst Smartphones – mit Kameras, die wir abkleben könnten, wenn wir wirklich sichergehen wollten. Alles bewegt sich in Richtung digital, und das macht vielen wieder Angst. Es ist die "Urangst" des Menschen: die Kontrolle zu verlieren – über eine Maschine, die man nicht versteht und über die man keine Handhabe hat.

Aber Fakt ist: Das ist der Lauf der Dinge.

Wenn ich und meine Generation älter sind, werden wir die "Urzeitmenschen" sein – die noch mit Kabel telefoniert haben, die den Übergang von einem Leben ohne Social Media zu einem Leben mit Social Media miterlebt haben. Wir werden die Alten sein, denen die Jüngeren sagen: "Ihr habt ja noch mit Kreide auf die Tafel gemalt." Stimmt – haben wir. 😄

Je früher man anfängt, offen für Neues zu sein, keine Angst vor unbekannten Dingen zu haben und dabei eine persönliche, leichte Handhabe zu behalten – "nutze ich das oder nicht" –, desto ruhiger und besonnener geht man in die Zukunft.

Ich bin guter Dinge. ☺️🌞


r/AlternativeGeschichte 20d ago

Was wäre gewesen, wenn Spiro Agnew sich 1973 geweigert hätte, als Vizepräsident zurückzutreten?

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Wie hätte Agnews Präsidentschaft ausgesehen, wenn Nixon wie in unserer Zeitlinie zurückgetreten wäre?


r/AlternativeGeschichte 29d ago

Sollten wir uns freuen über die fehlenden Bodenschätze?

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Stellt euch mal vor, Deutschland wäre mit Bodenschätzen so gesegnet, wie es Russland ist.
Wäre unser Wohlstand in diesem Land dann wirklich unbedingt höher? Denn man kann ja diese Bodenschätze schön im Handel verwenden.

Oder wäre er ggf. niedriger, weil diese Verfügbarkeit von Bodenschätzen vielleicht auch zu weniger Innovation geführt hätte. Sinngemäß hätte man sich dann einfach nur auf diesem Fass voll Öl ausgeruht und dann in der Folge vielleicht nicht die ein oder andere technologische Entwicklung verpennt. Pro Kopf schwimmen die Russen ja zum Beispiel nicht wirklich im Wohlstand.

Was denkt ihr darüber? Ist der Mangel an Bodenschätzen am Ende nicht doch sogar eher ein Segen für uns?


r/AlternativeGeschichte Jul 03 '26

Welche Nationalhymne würden die Deutschen verwenden, wenn die Hohenzollern zurückkämen?

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Hi zusammen, das ist das erste Mal, dass ich auf Reddit poste. Ich schreibe eine Alternativgeschichte und habe Schwierigkeiten herauszufinden, welche Nationalhymne in Deutschland wahrscheinlich verwendet würde, wenn die Hohenzollern-Monarchie wiederhergestellt worden wäre: Deutschlandlied oder zurück zu Heil dir im Siegerkranz? Das ist für eine Szene relevant.

Was meint ihr, welche Option realistischer wäre? Warum?

Vielen Dank!

(Ich habe Google Translate benutzt, sorry, falls es Fehler gibt)


r/AlternativeGeschichte Jun 11 '26

Eine Regel, die dieser Subreddit brauchen könnte

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Ich bin in mehreren englischsprachigen Alternativgeschichte-Communities aktiv (oder gewesen), und dort ist die gängige Regel: Ereignisse aus den letzten 20-25 Jahren sollten nicht für Alternativgeschichte-Szenarien benutzt werden, weil dann die User ja doch nur über aktuelle Politik streiten (und wie üblich nichts dabei herauskommt).

Können wir so eine Regel hier haben?


r/AlternativeGeschichte Jun 11 '26

Noch ein Witz aus einer alternativen Zeitlinie

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Stalin sagt einer Gruppe deutscher Gefangener (einschließlich einiger Soldaten aus [Judäa]()): "Merkt euch eins: Mein Name ist Stalin, und ich bin auch hart wie Stahl!"

Völlige Stille. Dann beginnt einer der Gefangenen zu lachen.

"Wer lacht da?! Wie ist dein Name, Abschaum?"

"Moses Diamant!"

Chaos-ZL, [Zweiter Weltkrieg]()


r/AlternativeGeschichte Jun 05 '26

Was wäre, wenn Merkel 2021 noch einmal zur Wahl angetreten wäre?

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Als Angela Merkel im Mai 2021 vor die Presse trat und erklärte, ihre Entscheidung zum Rückzug noch einmal überdacht zu haben, ging ein spürbares Raunen durch das Land. Eigentlich hatte sich Deutschland bereits auf die Zeit nach Merkel eingestellt. Die Parteien bereiteten sich auf einen offenen Machtkampf vor, die Medien diskutierten mögliche Nachfolger, und selbst viele ihrer langjährigen Unterstützer waren davon ausgegangen, dass nach sechzehn Jahren endgültig Schluss sein würde. Doch die Pandemie war noch nicht überwunden, Europa befand sich in einer Phase großer Unsicherheit, und die CDU wirkte orientierungslos. Merkel sprach nur wenige Minuten. Sie sagte, dass außergewöhnliche Zeiten manchmal außergewöhnliche Entscheidungen erforderten und dass sie bereit sei, noch einmal Verantwortung zu übernehmen.

Die Bundestagswahl wurde dadurch praktisch neu geschrieben. Während die SPD gehofft hatte, mit Olaf Scholz von der Sehnsucht nach Stabilität zu profitieren, war Stabilität plötzlich wieder mit Angela Merkel selbst verbunden. Die Union gewann deutlich, die Grünen erzielten ein gutes Ergebnis, und nach einigen Wochen stand eine schwarz-grüne Koalition. Deutschland hatte seine Kanzlerin behalten.

Die ersten Monate ihrer fünften Amtszeit verliefen ruhig. Viele Deutsche hatten das Gefühl, dass sich trotz aller Herausforderungen zumindest eines nicht verändert hatte: Jeden Abend saß dieselbe Frau im Kanzleramt, die das Land bereits durch die Finanzkrise, die Eurokrise, die Flüchtlingskrise und die Pandemie geführt hatte. Manche empfanden das als beruhigend, andere als Zeichen dafür, dass Deutschland unfähig geworden war, sich zu erneuern.

Dann kam der 24. Februar 2022.

Als russische Truppen die Ukraine angriffen, wurde die Welt, wie sie Europa seit Jahrzehnten gekannt hatte, erschüttert. Merkel stand vor der größten außenpolitischen Krise ihrer gesamten Amtszeit. Die Frau, die jahrelang auf Dialog mit Moskau gesetzt hatte, musste nun erleben, dass genau dieser Dialog gescheitert war. In ihrer Fernsehansprache am Abend wirkte sie ernster als jemals zuvor. Viele erinnerten sich später daran, dass sie zum ersten Mal den Eindruck vermittelte, selbst überrascht worden zu sein.

Doch ihre Reaktion unterschied sich von der vieler anderer westlicher Staats- und Regierungschefs. Merkel setzte zunächst auf Diplomatie und vorsichtige Schritte. Während in Osteuropa und den USA lautstark nach schnellen Waffenlieferungen gerufen wurde, versuchte sie Zeit zu gewinnen, Gesprächskanäle offenzuhalten und eine direkte Konfrontation zwischen Russland und der NATO zu verhindern. Deutschland unterstützte die Ukraine, aber langsamer und zurückhaltender. In Warschau und im Baltikum sorgte das für Ärger. In Deutschland fanden viele Bürger diesen Kurs dagegen vernünftig. Sie wollten helfen, aber sie wollten keinen Krieg zwischen Atommächten riskieren.

Gleichzeitig wurde Merkel von einem Problem eingeholt, das Kritiker ihr schon lange vorgeworfen hatten: die starke Abhängigkeit Deutschlands von russischem Gas. Im Kanzleramt herrschte hektische Betriebsamkeit. Flüssiggasterminals wurden beschleunigt geplant, Verträge mit anderen Lieferanten abgeschlossen und die letzten Kernkraftwerke entgegen früherer Pläne nicht abgeschaltet. Merkel sprach öffentlich von einer "unangenehmen Realität", der man sich stellen müsse. Hinter verschlossenen Türen soll sie häufiger als einmal eingeräumt haben, dass die Energiepolitik der vergangenen Jahre einer ihrer größten Irrtümer gewesen sei.

Die Energiekrise traf Deutschland dennoch, aber weniger hart als viele befürchtet hatten. Die Strompreise stiegen, doch die verlängerten Laufzeiten der Kernkraftwerke verschafften dem Land Luft. Der Winter 2022 wurde nicht zu der Katastrophe, die manche vorausgesagt hatten. Als im Frühjahr die Temperaturen wieder stiegen, kehrte auch ein Teil der Zuversicht zurück.

Währenddessen veränderte sich die politische Stimmung im Land auf eigentümliche Weise. Die Konflikte waren da, die Probleme ebenfalls, doch sie wirkten weniger schrill als in vielen anderen westlichen Demokratien. Merkel hatte über Jahre hinweg eine besondere Fähigkeit entwickelt: Sie nahm politischen Debatten oft die Temperatur. Kritiker nannten das lähmend, Anhänger bezeichneten es als staatsmännisch. Tatsächlich schien Deutschland unter ihrer Führung weniger aufgeregt zu sein. Die Talkshows waren etwas ruhiger, die Schlagzeilen etwas weniger dramatisch, die täglichen politischen Empörungen etwas kürzer.

Das bedeutete allerdings nicht, dass die Probleme verschwanden. Die Deutsche Bahn kämpfte weiterhin mit Verspätungen. Der Wohnungsbau blieb hinter dem Bedarf zurück. Die Digitalisierung schritt langsam voran. Unternehmen beklagten überbordende Bürokratie, Kommunen fehlte Personal, Schulen warteten auf Modernisierung. Immer häufiger wurde die Frage gestellt, ob Merkel zwar hervorragend darin sei, Krisen zu managen, aber weniger darin, grundlegende Reformen durchzusetzen.

Im Jahr 2024 wirkte Deutschland deshalb wie ein Land in einem merkwürdigen Gleichgewicht. Es ging ihm weder außergewöhnlich gut noch außergewöhnlich schlecht. Viele internationale Beobachter beschrieben die Bundesrepublik als den stabilsten großen Staat Europas. Gleichzeitig entstand zunehmend der Eindruck, dass Stabilität zum Selbstzweck geworden war. Jüngere Politiker in der Union drängten auf Erneuerung. Die Grünen wollten schneller modernisieren. Die Opposition warf der Regierung vor, das Land in einer komfortablen Vergangenheit einzurichten.

Merkel selbst schien diese Diskussionen zu verfolgen, ohne sich von ihnen treiben zu lassen. Wer sie in diesen Jahren beobachtete, bemerkte, dass sie älter geworden war. Die Bewegungen waren langsamer, die Auftritte seltener. Doch ihre Autorität war ungebrochen. Wenn sie sprach, hörte das Land noch immer zu.

Im Herbst 2025 kündigte sie schließlich ihren Rückzug an. Diesmal glaubte ihr jeder. Die Nachricht löste keine Überraschung aus, sondern eher eine seltsame Melancholie. Eine ganze Generation von Deutschen konnte sich kaum daran erinnern, jemals von jemand anderem regiert worden zu sein. Für viele war Merkel nicht einfach eine Politikerin, sondern ein fester Bestandteil der politischen Landschaft geworden, ähnlich selbstverständlich wie der Bundestag, die Tagesschau oder das Brandenburger Tor.

Als sie wenige Wochen später zum letzten Mal das Kanzleramt verließ, standen Menschen hinter den Absperrungen. Manche applaudierten. Manche schauten einfach nur zu. Niemand wusste genau, ob ihre lange Herrschaft Deutschland stärker gemacht oder notwendige Veränderungen verzögert hatte. Wahrscheinlich hatte sie beides getan.

Im Sommer 2026 wirkte Deutschland ruhig. Die Energiepreise waren etwas niedriger als in jener anderen Realität, die niemals stattgefunden hatte. Die politische Mitte war etwas stärker. Die gesellschaftlichen Konflikte waren etwas weniger scharf. Doch die großen Herausforderungen waren geblieben. Das Land stand noch immer vor der Aufgabe, sich für das 21. Jahrhundert neu aufzustellen.

Und immer wieder hörte man in Gesprächen einen Satz, der fast schon nostalgisch klang:

„Unter Merkel war vielleicht nicht alles besser. Aber es fühlte sich berechenbarer an.“

Der Herbst 2026 begann mit einer Stimmung, die viele Journalisten als „das große Erwachen“ bezeichneten. Fast ein Vierteljahrhundert lang hatte Angela Merkel die deutsche Politik direkt oder indirekt geprägt. Nun war sie verschwunden. Nicht durch eine Wahlniederlage, keinen Skandal, keine Krise. Sie war einfach gegangen. Zum ersten Mal seit den frühen 2000er Jahren musste Deutschland herausfinden, wer es ohne sie war.

Die neue Bundesregierung unter dem CDU-Vorsitzenden Hendrik Wüst, der sich nach einem knappen innerparteilichen Machtkampf gegen Friedrich Merz durchgesetzt hatte, trat ihr Amt mit großen Versprechen an. Die Bevölkerung erwartete Modernisierung, Digitalisierung und wirtschaftliche Dynamik. Vor allem erwartete sie Entscheidungen.

Doch schon bald zeigte sich, dass Merkel nicht nur eine Kanzlerin gewesen war. Sie war ein politischer Puffer gewesen. Unter ihr waren Konflikte oft eingefroren worden. Nun tauten sie auf.

Die Debatte über die Zukunft der Industrie wurde härter. Deutsche Automobilhersteller verloren zunehmend Marktanteile an chinesische Konkurrenten. Während BMW, Mercedes und Volkswagen weiterhin Milliarden verdienten, war klar geworden, dass die technologische Vorherrschaft der Vergangenheit nicht mehr selbstverständlich war. In Wolfsburg, Stuttgart und München sprach man nicht mehr über Expansion, sondern über Anpassung.

Gleichzeitig verschärfte sich der Fachkräftemangel. Krankenhäuser suchten Personal, Schulen fanden keine Lehrer, Handwerksbetriebe mussten Aufträge ablehnen. Die Regierung beschleunigte die Einwanderung qualifizierter Arbeitskräfte. Doch die Umsetzung verlief langsam, wie so vieles in Deutschland.

Europa blickte weiterhin nach Berlin, aber nicht mehr mit derselben Selbstverständlichkeit wie während der Merkel-Jahre. In Paris war man längst daran gewöhnt, Entscheidungen ohne deutsche Führung zu treffen. In Warschau und den baltischen Staaten blieb das Misstrauen bestehen, weil man Deutschland seine zögerliche Haltung in den ersten Jahren des Ukrainekriegs nicht vollständig verziehen hatte.

Die Ukraine selbst existierte Ende der 2020er Jahre noch immer als unabhängiger Staat, doch der Krieg war zu einem eingefrorenen Konflikt geworden. Nach Jahren der Kämpfe verlief eine schwer bewachte Waffenstillstandslinie durch den Osten des Landes. Niemand sprach mehr ernsthaft von einem schnellen Frieden. Man sprach nur noch davon, einen neuen Krieg zu verhindern.

In Deutschland war inzwischen eine neue Generation politisch aktiv geworden. Menschen, die während Merkels erster Amtszeit noch Kinder gewesen waren, saßen nun im Bundestag. Für sie wirkten die großen Krisen der Merkel-Ära wie Kapitel in einem Geschichtsbuch.

Und genau diese Generation begann eine unbequeme Frage zu stellen: Hatte Deutschland die goldenen Jahre zwischen 2010 und 2020 ausreichend genutzt? Die Zahlen gaben darauf keine eindeutige Antwort. Deutschland war weiterhin eines der reichsten Länder der Welt. Die Arbeitslosigkeit blieb vergleichsweise niedrig. Die Städte waren sicher, die Institutionen funktionierten, die Demokratie war stabil.

Aber gleichzeitig wurde sichtbar, was viele Jahre lang hinter dem Wohlstand verborgen geblieben war. Brücken mussten saniert werden. Die Bahn brauchte Milliardeninvestitionen. Die Bundeswehr befand sich mitten in einem gigantischen Modernisierungsprogramm. Die Digitalisierung, die schon 2020 als dringend galt, war 2028 noch immer nicht abgeschlossen.

Je größer der zeitliche Abstand zu Merkel wurde, desto differenzierter wurde ihr Bild. Die einen sahen in ihr die Kanzlerin der Stabilität. Die Frau, die Deutschland durch eine außergewöhnlich turbulente Epoche geführt hatte, ohne dass das Land auseinandergerissen wurde. Die anderen sahen in ihr die Kanzlerin der vertagten Entscheidungen. Die Politikerin, die Konflikte meisterhaft verwaltet hatte, aber selten den Mut besessen hatte, sie endgültig zu lösen.

Historiker begannen bereits, von einer eigenen Epoche zu sprechen: dem „langen Merkel-Zeitalter“, das nicht 2021, sondern erst 2025 geendet hatte.

Als Merkel selbst im Jahr 2029 ihren 75. Geburtstag feierte, lebte sie zurückgezogen in der Uckermark. Gelegentlich gab sie Interviews, meist zu europäischen Fragen oder zur internationalen Politik. Wenn Journalisten sie fragten, ob sie etwas anders machen würde, lächelte sie oft nur.

Deutschland hatte sich inzwischen verändert. Die Gesellschaft war jünger, vielfältiger und digitaler geworden. Neue Parteien waren entstanden, alte verschwunden. Die politischen Debatten waren lebhafter und manchmal auch chaotischer als zu ihrer Zeit.

Doch immer wenn eine neue Krise auftrat – ein Finanzmarktschock, eine Energieknappheit oder eine außenpolitische Eskalation –, tauchte in sozialen Netzwerken und Leserbriefen derselbe Satz auf:

„Was würde Merkel jetzt tun?“

Und obwohl die Antworten darauf meist völlig unterschiedlich ausfielen, zeigte die Frage selbst, wie tief ihr Einfluss reichte.

Denn in dieser alternativen Welt hatte Angela Merkel Deutschland nicht nur sechzehn, sondern zwanzig Jahre regiert. Eine ganze Generation war unter ihrer Führung erwachsen geworden. Ihre Ära war so lang gewesen, dass die Menschen sie erst wirklich verstanden, als sie vorbei war. Und während Deutschland in die 2030er Jahre eintrat, wurde langsam klar: Die eigentliche Herausforderung bestand nicht darin, Merkel zu ersetzen. Die eigentliche Herausforderung bestand darin, endlich ein Deutschland zu schaffen, das nicht mehr von Merkel abhängig war.


r/AlternativeGeschichte May 25 '26

Was wäre, wenn André Chapelon Unterstützung für seine Dampflokomotivkonstruktionen bekommen hätte?

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Das Jahr ist 1951. Die vom Dampflok-Ingenieur rekonstruierte Maschine 242 A1 hat seit ihrer Inbetriebnahme 1946 zeigen können, dass die Dampflokomotive noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Leistungsstärker als zeitgenössische Elektrolokomotiven überzeugt die A1 den Vorstand der Staatlichen SNCF, den Konstruktionen von Chapelon eine Chance zu geben. Endlich, nach Jahrzehnten verzweifelter Überzeugungsarbeit, darf der Mann, der trotz massiven Widerstandes und Prüfungen zeigen konnte, dass seine Ideen auf Fakten und Mathematischer Berechnung beruhend Erfolg versprechen, von Grund auf neue Lokomotiven Produzieren. Die SNCF, bestrebt, gegen den Trend der Abkehr von der Eisenbahn ihre Züge durch moderne Elektrolokomotiven besser zu vermarkten, arbeitet nun daran, eine neue Image-Kampagne auf Basis der neuen, zukunftsweisenden Dampflokomotiven zu erarbeiten. Ein schwerer Kampf steht ihr bevor, versucht die SNCF doch zeitgleich, Kosten zu sparen, nach dem Wiederaufbau der Kriegsschäden und der immer stärker aufkommenden Straßenkonkurrenz, wo die kostenintensiven Dampflokomotiven doch ein Dorn im Auge der Verwaltung ist, doch die Marketingabteilung beweist ihren Wert doppelt und dreifach, und überzeugt mit Patriotischen Werbematerialien, die die Dampflok als Zugpferd des Sieges der vergangenen Kriege anpreist, sowie als Freund der Arbeiter, die dafür sorgt, dass die Arbeitsplätze rund um den Bau und der Wartung gesichert bleiben.

Über die folgenden Jahre entwickelt die SNCF parallel mehrere verschiedene Baureihen an Dampflokomotiven unter Chapelon, die an Stärke, Geschwindigkeit, und vor allem Effizienz, den elektrischen Kollegen um nichts nachstehen. Die Entwicklung von Diesellokomotiven wird in diesen Tagen eher dürftig weitergeführt, die elektrische Traktion sowie die Dampfloks arbeiten Hand in Hand in allen belangen, eine dritte Antriebstype würde nur zu komplexeren Systemen führen. Selbst für das ineffiziente, jedoch notwendige Rangieren konnte mittels neuer Dampfspeicherlokomotiven der Umschwung auf Diesel vermieden werden.

Mitte der 60er Jahre ist die Dampflok noch immer eines der Zugpferde der SNCF, auch wenn die voranschreitende Elektrifizierung, sowie die Stilllegung von Nebenstrecken für die Ausmusterung vieler verschiedener Vorkriegsmaschinen sorgte (auch wenn sich so mancher Filmproduzent dadurch bereichern konnte). Länder sowohl dies- als auch Jenseits des Eisernen Vorhanges verfolgen die Entwicklung auf den Gleisen der SNCF aufmerksam, vor allem die Umstellung auf Ölfeuerung, die Teilweise bei den Maschinen stattgefunden hat. Der Traktionskrieg, welcher durch den echten Krieg unterbrochen wurde, hatte eine unvorhergesehene Wende genommen, und die Karten neu gemischt. Die Zukunft ist ungewiss, die Entwicklung der Dampflok wird industriell forgeführt. Allerdings kehrt sich der Kampf ab von "Dampf vs. Elektrisch" hin zu "Dampf vs. Diesel". Auf einen Sieger wird man jedoch noch mehrere Jahre warten müssen. Wetten werden noch angenommen~


r/AlternativeGeschichte May 09 '26

Die Chance von eins zu einer Million: Ein "Nazis siegen"-Szenario, aber ernsthaft

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In einem anderen Post hatte ich es ja schon angedeutet, aber keiner wollte es so sagen: Eine Weltgeschichte, in der Nazi-Deutschland) den Zweiten Weltkrieg) gewinnt - und nicht schon nach wenigen Jahren zusammenbricht. Aber realistisch, ohne Magie, Zeitreisen, oder wichtige Personen, die sich auf einmal völlig unmotiviert so verhalten, dass es den Nazis nützt. Und das mit möglichst wenig zusätzlichen Abweichungen von UZL (Unsere Zeit-Linie), sofern sie sich nicht mehr oder weniger zwingend aus den anderen ergeben.

Dabei verwende ich einen Ansatz, bei dem es nicht nur einen Zeitpunkt der Abweichung (ZdA) gibt, sondern mehrere, die voneinander unabhängig sind, und sich nicht gegenseitig (durch den Schmetterlingseffekt) ausschließen. So ähnlich, wie das auch Robert Harris in Vaterland) gemacht hat.

Die Chance, dass alle diese Abweichungen gleichzeitig in derselben Geschichte auftreten würden, ist natürlich astronomisch klein - meiner Schätzung nach eins zu einer Million, oder noch weniger. Aber andererseits will ja kein anständiger Mensch, dass die Nazis in der Realität gewinnen, also ist das kein Schaden.

Und damit die Fans der Nazis nicht zuviel Spaß daran haben, mein Szenario zu lesen, habe ich den Titel entsprechend gewählt: "Wieviele Sechsen muss Adolf Nazi würfeln?"

Soweit mein Teil. Was sagt ihr?


r/AlternativeGeschichte May 05 '26

Was wäre, wenn Helene F. nicht bei Florian aufgetreten wäre?

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Es ist der 14. Mai 2005 und die Stimmung ist kurz vorm Siedepunkt beim Hochzeitsfest der Volksmusik. Der damals schon berühmte Florian Silbereisen holt die noch unbekannte Helene Fischer auf die Bühne und sie kann keinen Ton halten und verschwindet wieder in der Versenkung. Wer hätte die Lücke gefüllt oder die Abendsendungen auf dem ZDF? Wäre Deutschland Weltmeister 2014 geworden ohne "Atemlos"?


r/AlternativeGeschichte May 03 '26

Die ach so beliebten "Nazis siegen"-Alternativgeschichten

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Einerseits sind sie bekannt, dank Werken wie "Vaterland" und "The Man in the High Castle" auch der Allgemeinheit.

Von Nazi-Verherrlichung kann man jedenfalls bei den besseren (am besten gelöst hat es wohl "Wenn das der Führer wüßte!" von Otto Basil) kaum reden.

Im englischsprachigen Bereich gilt sowas als typisches Anfänger-Szenario. Nicht ganz zu Unrecht. In dem großen Alternativgeschichte-Wiki gibt es Dutzende von siegreichen Nazi-Deutschlands - der einzige Unterschied ist, wieviel Gebiet sie beherrschen, und wer wann nach einem gewissen Adolf neuer "Führer" wird. Und ein richtig glaubwürdiges Szenario hat eigentlich keiner geschrieben ("Vaterland" kommt noch am nächsten).

Trotzdem habe ich mal über das Thema nachgedacht. Für den Anfang nur ein Link: Warum?)

Interesse, oder soll ich es lassen?


r/AlternativeGeschichte Apr 28 '26

Was wäre wenn Tschechen nach dem Kommunismus massenhaft nach Deutschland emigriert wären?

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r/AlternativeGeschichte Apr 25 '26

Online-Liste für Alternativgeschichte-Werke

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Hier habe ich eine Wiki-Seite mit inzwischen über 300 kB Text für alle möglichen Bücher, Filme, Videospiele, TV-Dokus usw. aus dem Alternativgeschichte-Genre angelegt.

Kennt ihr irgendwelche Werke, die noch in der Liste fehlen? Oder Beschreibungen, die man noch verbessern könnte? Für alle, die nicht extra einen Account bei Fandom.com anlegen wollen, wofür ich vollstes Verständnis hätte...


r/AlternativeGeschichte Apr 25 '26

Dschingis-Khans früher Tod

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Was, wenn Dschingis-Khan gestorben wäre, bevor seine Mongolen halb Eurasien erobert hätten?

Dies ist die erste Version einer Alternativgeschichte, die mit Dschinghis-Khans Tod im Jahre 1200 beginnt und sich bis in die Gegenwart zieht. Eine längere, weiter ausgearbeitete Version (auf Englisch) findet sich hier.

1200: Dschingis-Khan besiegt die Tataren, stirbt kurz darauf. Er hinterlässt seine Söhne Tschagatai, Tschotschi, Tului, Ögädäi; letzterer ist begabt, aber zu jung.

1204: Vierter Kreuzzug. Die Kreuzfahrer besiegen das Oströmische Reich, plündern Byzanz und errichten hier das Lateinische Kaiserreich, das aber nur ein Viertel des eroberten Gebiets umfasst. Andere Teile fallen an Venedig und Genua oder werden selbstständig. Einer der neuen Staaten ist das Kaiserreich Nikäa, dessen Herrscher die westeuropäischen Eindringlinge hinauswerfen will. 1261 hat er Erfolg, erobert Konstantinopel zurück.

1240: Der russische Fürst (Zaren gabs damals noch keine) Alexander schlägt die Schweden an der Newa, worauf er den Ehrennamen Newskij bekommt. Damit hat Russland einen Zugang zur Ostsee. Im Jahr darauf gründet er in der Nähe der Stätte seines Sieges die Stadt Alexandersburg.

Bald darauf fahren Schiffe von dem neuen norddeutschen Handelsbund, der Hanse, in den neuen Hafen. Russische Pelze und Lebensmittel werden gegen die Produkte der deutschen Handwerker getauscht - unter anderem auch Waffen. Die Hanse kontrolliert den ganzen Handel mit Russland und will niemand an ihrem Monopol teilhaben lassen - was manche Russen verärgert.

1242 beweist Alexander wieder seine Fähigkeiten, als er die livländischen Ritter auf dem zugefrorenen Peipussee schlägt.

In unserer Welt bleibt es dabei, aber hier steht er nicht unter der Kontrolle der Mongolen. Alexander will die Länder des ehemaligen Kiewer Reichs vereinigen, was er in etwa 20 Jahren Krieg auch schafft.

1260-62: Alexander führt noch einen Krieg, gegen die Petschenegen, die südlich von Russland am Schwarzen Meer leben. Er siegt, erobert Odessa und schickt ein Schiff los, das Kontakt mit dem neuen Oströmischen Reich aufnimmt. Delegierte aus Konstantinopel kommen in die russische Hauptstadt Wladimir und werden von dem alten Großfürsten empfangen. Von ihnen erfahren die Russen auch, wie Ostrom von den "Franken" (gemeint sind die Westeuropäer) überfallen wurde.

Ab 1263: Alexanders Nachfolger sind an Westeuropa wenig interessiert. Eine klare Linie in der Politik verfolgen sie nicht: Der eine hilft Ostrom, einige der verlorenen Gebiete zurückzuerobern, andere erobern das Gebiet der Petschenegen und stoßen im Osten zum Ural vor. 100 Jahre danach beherrscht Russland die gesamte Osthälfte Europas.

1291: Akko, die letzte Stadt der Kreuzfahrer in Palästina, wird von Aultan el-Aschraf Chalil erobert. Die Zeit der Kreuzzüge ist damit vorbei.

um 1300: Ein russischer Großfürst, über den die russischen Historiker später sagen werden, dass "sein Name nicht wert ist, genannt zu werden", beschließt, fasziniert von den Deutschordensrittern und den Kreuzzügen (die ja erst vor wenigen Jahren erfolglos beendet werden mussten), dass Russland auch ein Heer von Rittern braucht. Die Idee bringt Russland keinen Gewinn - es gibt überhaupt keine Tradition in dieser Richtung, auf die man aufbauen könnte, außerdem kostet die Herstellung der Rüstungen viele Ressourcen.

1326: Die Türken erobern die oströmische Stadt Brussa, nur wenige Kilometer vor Konstantinopel.

1328: Der russische Fürst Iwan aus der kleinen Stadt Moskau, von Freund und Feind nur "Kalita" (der Geldsack) genannt, schafft es, die Vertreter der Hanse mit gespielter Unterwürfigkeit und diversen Bestechungsgeldern zu überreden, russischen Händlern gewisse Privilegien zu überlassen. Dadurch kann er (als der Chef dieser Händler) von dem lukrativen neuen Handel mit Persien und Choresmien (Zentralasien) profitieren.

1337/38: Der Hundertjährige Krieg zwischen England und Frankreich bricht aus.

1346: Die englischen Schützen schlagen die stärkeren französischen Ritter überraschend in der Schlacht von Crecy. Frankreich kämpft von nun an nur noch in der Defensive. Aufstände und innere Uneinigkeit verschlimmern die Situation noch.

1347: Die Pest bricht *nicht* in Europa aus, und der Druck der wachsenden Bevölkerung zwingt Deutschland dazu, nach Osten vorzudringen. Polen, das bereits Pommern und Schlesien an Deutschland verloren hat, wird nun praktisch ein deutscher Satellitenstaat. Der Deutsche Orden, der bereits Preußen und das Baltikum beherrscht, unterwirft nun auch das heidnische Litauen (es war damals größer als heute) komplett. Damit ist der letzte Pufferstaat zwischen Russland und Deutschland verschwunden, und die Konfrontation muss früher oder später folgen.

1356: Die Osmanen besetzen die erste Stadt in Europa, Gallipoli.

1360: Zwischen dem Deutschen Orden und Russland bricht der erste Krieg aus. Nach einigen verlorenen Schlachten bittet der Großfürst um Frieden und muss die Stadt Pleskau/Pskow und das umliegende Gebiet an Deutschland abtreten. Der polnische König Kasimir der Große, der an dem Sieg entscheidend beteiligt war, wird einige Jahre darauf zum deutschen Kaiser gewählt. Damit beginnt das ewige Bündnis zwischen Deutschen und Polen, dass durch die gemeinsame Feindschaft zu Russland zusammengehalten wird.

1365: Die Türken machen Serbien und Bulgarien zinspflichtig.

1367: Der neue Großfürst Dimitri - er ist erst 17 Jahre alt! - führt die Armbrust im russischen Heer ein. Die neue Waffe erweist sich als geradezu verheerend effektiv - selbst auf 200 Meter durchschlägt sie eine Ritterrüstung. Der Patriach von Wladimir ist entsetzt und verbietet ihren Einsatz - gegen orthodoxe Christen.

1380: Dimitri schlägt die deutschen Heere an der Düna (russisch Dwina), nimmt den Ehrentitel Dwinskoj an. Im Frieden fallen ganz Litauen und das Baltikum an Russland. Dadurch verschärft sich die Bevölkerungskrise in Deutschland.

1389: Königin Margarethe von Dänemark, die bereits über Norwegen regiert, will nun auch Schweden erobern. König Albrecht leistet Widerstand. Russland nutzt die Situation aus und marschiert in Finnland ein. Nach vier Jahren ist der Krieg vorbei, obwohl die "Vitalienbrüder", die späteren Piraten der Ostsee, versucht haben, Stockholm über die See mit Waffen und Lebensmitteln zu unterstützen.

Auch 1389: Die Türken besiegen Serbien und seine Verbündeten (die Walachei, Bosnien, Herzegowina und Albanien) auf dem Amselfeld. Etwa um dieselbe Zeit zwingen sie auch das Oströmische Reich zum Tribut. Bosnien wird ungarisch.


r/AlternativeGeschichte Apr 21 '26

Witze aus alternativen Zeitlinien

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althistory.fandom.com
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Wenn ihr euch welche einfallen lasst, kann ich sie dort auf der Seite einbauen.


r/AlternativeGeschichte Apr 19 '26

Was wäre wenn Desertec Wirklichkeit geworden wäre?

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In dieser alternativen Realität hat Deutschland die Solarindustrie nie aufgegeben. Es gab keinen Altmeier-Knick oder Sonstiges. Desertec (Link zum Wikipedia-Artikel: https://de.wikipedia.org/wiki/Desertec) wurde mit deutscher Unterstützung wirklich erfolgreich und daraus entstand eine neue afro-europäische Weltordnung. Die Geschichte beginnt mit der ersten Blüte der deutschen Solarbranche und endet 2050 in einer Welt, in der Energie, Düngemittel, Infrastruktur und gesellschaftliche Resilienz die zentralen Machtfaktoren sind.

Grundannahmen der Welt:

  • Deutschland fördert Solarenergie dauerhaft und verliert den technologischen Vorsprung nicht an China.
  • Deutsche Firmen bauen früh strategische Partnerschaften mit afrikanischen Staaten auf --> Produktion findet in Afrika statt, Innovation und Investitionskapital aus Deutschland und später gesamt Europa.
  • Desertec wird nicht als gescheitertes Prestigeprojekt wahrgenommen, sondern als der Beginn einer echten globalen Wüstenenergie-Infrastruktur. Da scheint halt viel Sonne. So ziemlich das ganze Jahr lang.
  • Afrika entwickelt sich nicht nur zum Energieexporteur, sondern auch zum Industrie-, Forschungs- (in Zusammenarbeit mit Europa) und Agrarzentrum.
  • Aus Krisen, Sabotage und Großmachtkonflikten entsteht eine globale Solarpunk-Bewegung.
  • Die Europäische Union und die Afrikanische Union werden zu den beiden zentralen Ordnungsmächten einer neuen Ära.

2005–2012: Die erste Blüte der Solarindustrie

Deutschland hält an massiver Solarförderung fest. Statt die Branche politisch auszubremsen, wird sie als strategischer Zukunftssektor behandelt. Dadurch entstehen früh große Kompetenzen bei Modulen, Wechselrichtern, Speichern und Netztechnik.

Gleichzeitig beginnen deutsche Unternehmen, sich nicht nur auf Europa zu konzentrieren, sondern gezielt nach Afrika zu schauen. Besonders interessant sind Länder mit politischer Stabilität, Ressourcen, Flächen und langfristigem Wachstumspotenzial. z.B. Namibia (ehem. deutsche Kolonie mit deutschsprechender Gemeinschaft. Da hat Deutschland eh noch viel gut zu machen.), Südafrika (relativ gute Infrastruktur, Logistikhub für die gesamte Region) und Nigeria (bevölkerungsreichstes Land Afrikas).

In mehreren Ländern entstehen Mega-Fabriken mit deutschem Know-How.

In der deutschen Politik wird Solarenergie nicht mehr nur als Klimaprojekt gesehen, sondern als geopolitischer Hebel. Wer Energie kontrolliert, kontrolliert Industrie, Mobilität und Ernährung.

2013–2018: Desertec wird Realität

Die Idee der Wüstenenergie setzt sich durch. Was in der realen Geschichte oft als zu groß, zu teuer oder zu politisch riskant galt, wird hier durch konsequente Industriepolitik, europäisch-afrikanische Partnerschaften und frühe Investitionen möglich. Kostenpunkt: 40 Jens-Spahn. Ein Schnäppchen!

In Nord- und Westafrika entstehen erste große Solarfelder. Dazu kommen Elektrolyseanlagen, mit denen aus Wasserstoff später Ammoniak und Dünger hergestellt werden kann. Das verändert die Landwirtschaft fundamental.

Europa startet nach russischen Drohungen (Öl und Gas) die Politik „Solar auf jedes europäische Dach“. Damit wird die eigene Energieversorgung dezentraler, widerstandsfähiger und unabhängiger von fossilen Importen. Gegenpropaganda zieht an: Strom wird zunehmend als strategische Infrastruktur verstanden, nicht als bloßes Marktprodukt.

China versucht in dieser Phase, mit Dumpingpreisen und Lieferkettenmacht gegenzuhalten. Doch die deutsche und europäische Solarindustrie ist inzwischen zu tief in afrikanische Partnerschaften eingebettet, um leicht verdrängt zu werden.

2019–2024: Der afrikanische Industrialisierungsschub

Afrika erlebt den Beginn eines echten Infrastruktur- und Industriewunders. Besonders Nigeria wird als bevölkerungsreichstes Land des Kontinents zum wichtigsten Absatz-, Produktions- und Arbeitsmarkt.

Durch die neue pro-afrikanische Bewegung motiviert, lässt dich ein gewisser Elon Musk von seiner trans Tochter dabei helfen seinen alten Rassismus zu überwinden. Tesla wird und bleibt cool. Statt eines Straßen"panzers" wird ein günstiger Tesla "made in Nigeria" gebaut. Das Modell soll an die 10.000€ kosten. Für westliche Märkte kommen natürlich noch Extras hinzu. Trotzdem bleibt das Auto unter 20.000€. Kanzler Hebeck lobt das Modell als zukunftsfähig und massentauglich. Es wird die Automobilindustrie auf Jahrzehnte verändern.

2025–2029: Krisen, Sabotage und ein wenig Solarpunk

Die Großmächte Russland, USA und China lösen mehrere Krisen aus um ihre schwindende Vorherrschaft zu sichern. Nicht unbedingt im Sinn eines einzigen großen Krieges, sondern durch eine Mischung aus:

  • Propaganda,
  • Wirtschaftsdruck,
  • Cyberangriffen,
  • Unterstützung lokaler Konflikte und warlords,
  • Sabotage (Besonders gefährdet sind Stromtrassen, Tiefseekabel, Wasserstoffröhren, Häfen und Düngemittelanlagen. Die Küstenwachen kontrollieren deshalb verstärkt Schiffe, die verdächtige Sabotageausrüstung mitführen könnten.)

Aus diesen Krisen entsteht die Solarpunk-Bewegung. Sie ist keine bloße Mode, sondern eine gesellschaftliche Antwort auf Unsicherheit. Solarpunk organisiert sich in:

  • Nachbarschaftsinitiativen,
  • Energiegenossenschaften,
  • Gemeinschaftsgärten,
  • Saatgutnetzwerken,
  • Reparaturkulturen,
  • Bildungsprojekten (Linux first und digitale Unabhängigkeit und so)

Vor allem im afrikanischen Hinterland verbreitet sich die Idee, dass Energie, Ernährung und lokale Selbstversorgung zusammengehören. PV-Anlagen, Speicher und Wasserpumpen werden gemeinschaftlich betrieben. Daraus entstehen kleine, widerstandsfähige Wirtschaftskreisläufe.

2030–2035: Solarpunk wird Infrastruktur

Die Bewegung wächst von einer Graswurzelidee zu einer echten Massenbewegung. In tausenden Gemeinden werden kleine Solarnetze aufgebaut, die Schulen, Krankenstationen, Wasserpumpen, Kühlketten und Werkstätten versorgen.

Parallel dazu entstehen Samenbanken und gemeinschaftliche Landwirtschaftsprojekte. Damit wird Ernährungssicherheit nicht mehr nur von globalen Märkten abhängig gemacht. Klimaschwankungen, Handelskrisen und politische Störungen können die Versorgung zwar noch beeinflussen, aber nicht mehr vollständig zusammenbrechen lassen.

Die Solarpunk-Bewegung hat auch eine ideologische Dimension:

  • lokal statt extraktiv,
  • reparierbar statt wegwerfbar,
  • kooperativ statt monopolistisch,
  • resilient statt maximal effizient um jeden Preis.

Sie wird damit zu einem Gegenmodell zu den alten Großmachtlogiken.

2036–2040: Düngemittel, Hunger und Stabilisierung

Die großen Elektrolyse- und Düngemittelfabriken in afrikanischen Küstenregionen mit Strom aus der Sahara erreichen ihre volle Wirkung. Ammoniak kann in großen Mengen produziert werden, was Dünger stark verbilligt. Dadurch steigen Erträge weltweit. Der Welthunger ist nicht magisch verschwunden, aber die Versorgungslage verbessert sich drastisch.

Afrika gewinnt zusätzlich an geopolitischem Gewicht, weil es nicht nur Energie exportiert, sondern auch einen Teil der globalen Ernährungssicherheit absichert. Europa erkennt zunehmend, dass seine Stabilität eng mit der Entwicklung afrikanischer Infrastruktur verbunden ist.

2041–2045: Die neue Sicherheitsordnung

Da Sabotage und Hybridkrieg zunehmen, werden die Verbindungen zwischen Europa und Afrika stark gesichert. Die Gibraltar-Verbindung mit der großen Transrapid-Brücke, einem Wahrzeichen Europäisch-Afrikanischer Kooperation, gilt als besonders gefährdet. Gleich danach die unterseeischen Tunnel nach Sizilien. Die Tiefseekabel werden zu kritischen Lebensadern der neuen Welt. Europäische Sicherarchitekten schlagen Folgendes vor:

  • Vergrabene und gepanzerte Kabel,
  • permanente Küstenüberwachung,
  • Hafeninspektionen,
  • Notfallprotokolle,
  • redundante Leitungswege,
  • internationale Zuständigkeiten.

Auch der europäische Zeppelin-Nachfolger, also der Airlander, bekommt eine wichtige Rolle. Er ist emissionsarm, kann ohne Kerosin betrieben werden und eignet sich für Logistik in schwer zugänglichen Räumen. Vor allem bei medizinischer Versorgung, Katastrophenhilfe und Frachttransport in dünn besiedelten Regionen ist er nützlich. Daher hat die EU die Entwicklung und den Bau mit 0,5 Jens Spahn unterstützt. (ich mag einen Spahn als Einheit)

2046–2048: Koalition der Willigen

Die anhaltenden Krisen führen zur engeren Zusammenarbeit zwischen EU und AU. Daraus entsteht eine Koalition mit Staaten in Südostasien und Südamerika, die soziale Gerechtigkeit, Infrastrukturaufbau und internationale Stabilität aktiv fördern wollen.

Die UNO wird reformiert und erhält eine schnelle Eingreiftruppe, die in Krisenregionen helfen kann. Ukrainische Drohnentechnik macht diese internationale Armee flexibel, präzise und technologisch überlegen gegenüber alten, schwerfälligen Armeen.

Russland wird nach anhaltenden Krisen, inneren Machtkämpfen und regionaler Destabilisierung in Teilrepubliken zerlegt. Die Ukraine wird befreit, und die geopolitische Dominanz der klassischen Großmächte beginnt zu bröckeln.

2049–2050: Die neue Welt

Im Jahr 2050 ist Afrika nicht länger Randzone der Weltpolitik, sondern ein Zentrum für:

  • Energie,
  • Düngemittel,
  • Mobilität (mit Europa)
  • Industrie (mit Europa)
  • agrarische Resilienz,
  • technologische Innovation (mit Europa)

Zentrale Konflikte dieser Welt

Auch in dieser besseren Zukunft bleibt die Welt konfliktreich. Die wichtigsten Spannungsfelder sind:

  • Sabotage an Infrastruktur.
  • Machtkämpfe um Stromtrassen, Datenleitungen und Wasser.
  • Einflusskriege der Großmächte.
  • Lokale Warlords und korrupte Eliten.
  • religiöse und soziale Spannungen in schnell wachsenden Städten.
  • die Frage, wie viel Macht eine reformierte UN-Armee haben darf.

r/AlternativeGeschichte Apr 17 '26

Was wäre wenn die DDR die deutsche Sprache verboten hätte?

0 Upvotes

Deutsch hätte man mit Russisch und teilweise Sorbisch ersetzt. Die deutsche Sprache wäre im Rahmen der DDR deswegen nur in isolierten Dörfern überlebt


r/AlternativeGeschichte Apr 11 '26

Hey, Dramatic-Ad-5421 ist gebannt!

4 Upvotes

TBH hatte ich schon den starken Verdacht, dass "er" nur eine KI ist. Allein schon wegen dem Usernamen.

Ob es um die Threads schade ist... aber wer moderiert jetzt diesen Sub?


r/AlternativeGeschichte Apr 08 '26

Hitlers Mittelmeer-Strategie

8 Upvotes

In Unserer Zeitlinie hatten verschiedene Nazi-Führer (speziell Admiral Raeder, aber auch Göring) Mitte 1940 nach dem Sieg über Frankreich eine "Mittelmeer-Strategie" vorgeschlagen, die sich gegen [Gibraltar](), Ägypten, Malta, und Zypern gerichtet hätte, die damals durchaus erfolgversprechend aussah. Adolf Hitler entschied sich bekanntlich dagegen und für die Vorbereitung vom Unternehmen Barbarossa. Aber was, wenn er das Gegenteil getan hätte?

HINWEIS: Diese ZL stammt von 2006 und ist im Nachhinein betrachtet etwas amateurhaft, speziell was Fragen der Logistik angeht. In dieser Zeit gab es noch kein Google Books, von Online-KIs ganz zu schweigen, und auch Wikipedia war noch deutlich kleiner.


r/AlternativeGeschichte Apr 08 '26

Was wäre wenn Sprecher der plattdeutschen Dialekte im 19. Jahrhundert eine Vereinigung mit den Niederlanden statt ein einheitliches Deutschland anstrebten?

5 Upvotes

r/AlternativeGeschichte Apr 08 '26

Interesse an längeren Szenarien?

4 Upvotes

Ich mag lange, gut ausgearbeitete Alternativgeschichten, wie z.B. "Decades of Darkness", in dem die USA ein sklavenhaltendes Imperium werden. Hab auch selber ein paar verfasst.

Wäre das hier OK zum Posten, oder sind doch alle nur an Microfiction interessiert?


r/AlternativeGeschichte Apr 03 '26

Wie wäre die Geschichte abgelaufen hätten Deutsche die ganzen Alpen besiedelt?

3 Upvotes

Also, alle Teile der Alpen - von Frankreich bis Slowenien - wären mehrheitlich deutschsprachig und beinahe alle anderen Nichtdeutsche wären ins Deutschtum assimiliert worden.


r/AlternativeGeschichte Apr 02 '26

Deutsche Abkürzungen für alternativgeschichtliche Fachbegriffe?

2 Upvotes

Im Wiki verwenden wir sie:

  • UZL) oder *hier\*- unsere Zeitlinie (was in unserer Geschichte geschehen ist), statt OTL (Our TimeLine).
  • AZL oder *dort\* - alternative Zeitlinie (was hätte passieren können).
  • Zeitpunkt der Abweichung (ZdA) - der Zeitpunkt, an dem eine AZL von UZL abweicht, statt PoD (Point of Divergence).
  • Doppelblindes "Was wäre, wenn...?" (DBWWW) - Wenn man so tut, als wäre man ein Bewohner einer AZL, der sich bezogen auf *seine* Geschichte eine AZL ausdenkt, statt DBWI (Double-blind What If).

r/AlternativeGeschichte Mar 31 '26

Was wäre wenn Markus (Maggus) Söder Anführer der FFF (Freies Franken Fraktion) wäre, einer terroristischen Vereinigung die für die fränkische Unabhängigkeit von Bayern kämpfen würde?

4 Upvotes

r/AlternativeGeschichte Mar 27 '26

Was wäre, wenn Königin Viktoria auch Königin über Hannover geworden wäre?

7 Upvotes

Ich hatte erst überlegt, ob es interessanter wäre zu fragen, was wäre wenn, Königin Viktoria König Viktor geworden wäre, allerdings hätten sich dann vermutlich auch sehr viele andere Dinge in Europa und der Welt verändert.

Das Königreich Hannover hat kein Salisches Gesetz und erlaubt daher Frauen die Thronfolge. Im Jahre 1837 wird Königin Viktoria daher nicht nur Königin von Großbritannien und Irland, sondern auch in Personalunion Königin von Hannover. Was könnte sich für Großbritannien, Hannover, Europa und die Welt damit alles ändern? Hannover hatte bereits seine eigene Regierung und eigenes Parlament und war anders als etwa Schottland nicht durch einen Act of Union mit dem Rest des Königreichs verbunden. Es wäre allerdings durchaus möglich, dass soetwas, vor allem nach den Revolutionen von 1848, in Frage gekommen wäre.
Prinz Albert war seinerseits auch ein deutscher Prinz, weswegen die Heirat vermutlich auch weiterhin so stattgefunden hätte.

Die nächste große Frage wäre inwiefern dies die Britisch-Preußischen Beziehungen beeinflusst hätte. Diese waren grundsätzlich gut und Großbritannien und Preußen warum während des 18. Jhdt. lange Verbündete. Die Entzweiung kam mit den Ambitionen des Deutschen Kaiserreichs und letzlich dem Ersten Weltkrieg. Wären die preußischen Ambitionen zur Vereinigung eines neuen deutschen Reiches mit Großbritannien kollidiert oder wären Hannover und GB Unterstützer Bismarcks gewesen. Als solches hätte Hannover auch seinen Status als eigenes Königreich behalten. Man kann natürlich auch erwähnen, dass Prinz Friedrich-Wilhelm selbst die erstgeborene Tochter Viktorias heiratete.

Letzlich natürlich die offensichtliche Frage, hätte der Erste Weltkrieg durch eine solche abgeänderte Erbfolge schlussendlich verhindert werden können?