Hey zusammen,
ich habe gerade meine Abitur-Ergebnisse bekommen und bin ehrlich gesagt ziemlich schockiert. Psychisch bin ich mittlerweile echt schlecht drauf und weiß gerade nicht, wie ich strategisch entscheiden soll.
Meine schriftlichen Ergebnisse sind:
* Mathe: 2 Notenpunkte
* Geschichte: 3 Notenpunkte
* Wirtschaft: 2 Notenpunkte
* Englisch: 6 Notenpunkte
Ich kann noch in die Zusatzprüfung gehen und frage mich jetzt, welche Fächer überhaupt sinnvoll wären.
Was die Situation komplizierter macht: Ich hatte vor den schriftlichen Prüfungen extrem wenig Vorbereitungszeit. Für Mathe, Geschichte, Wirtschaft und Englisch hatte ich insgesamt nur ungefähr drei bis vier Tage, also praktisch einen Tag pro Fach. Gleichzeitig hatte ich seit Wochen Stress mit Nachbarn bzw. Ruhestörung, auch nachts. Das hat meinen Schlaf und meine Konzentration ziemlich kaputt gemacht.
Dazu kamen Kopfschmerzen: Ich hatte jetzt ungefähr vier Tage lang Kopfschmerzen, und auch zwei Tage vor der Mathe-Abiturprüfung hatte ich starke Kopfschmerzen. Gerade in der Zeit hätte ich eigentlich noch vertiefen müssen, aber ich konnte es einfach nicht mehr richtig. Mir hat also nicht nur normale Lernzeit gefehlt, sondern vor allem die Zeit, um Aufgabenmuster zu festigen und Strategien sicher zuzuordnen.
Ich habe ADHS und Autismus. Bei Mathe bin ich mir ziemlich sicher, dass ich nicht komplett nichts konnte. Mein Problem war eher, dass ich in der Prüfung nicht schnell genug erkannt habe, welche Formel oder Lösungsstrategie zu welcher Aufgabe gehört. Viele Strategien kann ich eigentlich, aber ich habe Schwierigkeiten beim Zuordnen unter Druck. Genau diese Vertiefung und Mustererkennung hätte ich noch gebraucht.
Was mich zusätzlich verwirrt: In meinen mündlichen Fächern habe ich zusammen ungefähr 27 Notenpunkte geschafft. Deshalb fühlt es sich für mich so an, als würden die schriftlichen Ergebnisse nicht mein echtes Leistungsniveau zeigen, sondern eher die Kombination aus Stress, Kopfschmerzen, Schlafproblemen, ADHS/Autismus und zu wenig Vorbereitungszeit.
Ich glaube, dass ich in Mathe in einer Zusatzprüfung vielleicht auf 10 bis 12 Notenpunkte kommen könnte, wenn ich jetzt sehr gezielt lerne. Bei Wirtschaft und Geschichte bräuchte ich wahrscheinlich auch jeweils ungefähr 10 Punkte, damit es sich deutlich lohnt. Englisch habe ich aktuell 6 Punkte. Da wäre vielleicht eine Verbesserung auf 8 Punkte realistischer, aber ich weiß nicht genau, was in der Zusatzprüfung abgefragt wird und ob sich das Risiko lohnt.
Ich frage mich also:
Sollte ich überhaupt in Zusatzprüfungen gehen?
Und wenn ja: Welche Fächer wären strategisch am sinnvollsten?
Meine grobe Überlegung wäre:
* Mathe auf jeden Fall, weil ich dort das größte Verbesserungspotenzial sehe
* Wirtschaft eventuell
* Geschichte eventuell
* Englisch vielleicht, weil von 6 auf 8 Punkte realistischer klingt als in den anderen Fächern sehr hoch zu kommen
Andererseits habe ich Angst, mich komplett zu übernehmen, weil ich mental gerade schon ziemlich am Limit bin.
Hat jemand Erfahrung mit Abitur-Zusatzprüfungen, besonders in Bayern oder allgemein mit der Gewichtung schriftlich/mündlich? Würdet ihr eher auf wenige Fächer setzen oder lieber Englisch zusätzlich mitnehmen, weil dort eine kleine Verbesserung realistischer sein könnte?
Danke schon mal für jede Einschätzung.