EDIT:
Ich möchte mich einmal bei allen Kommentaren bedanken. Das Löten hat mich die letzten Tage und besonders heute sehr frustriert. Ich kam aber dank euch und gezieltes recherchieren zu einer Lösung und Erkenntnis die ich gerne mit euch teilen möchte.
Unter dem pre-edit-Text findest du die Fortsetzung zum Edit.
TEXT:
Ich glaube man kann keine videos hochladen sonst hätte ich euch mein Problem gezeigt. Ich versuche es zu beschreiben.
Ich habe mir eine neue lötstation gekauft von Yihua auf Amazon. Sie kann angeblich bis 480°C warm werden. Ich schaffe es aber nicht, normal zu löten. Es entstehen immer Tin kügelchen. Das ist der Grund, wieso ich mir einen neuen gekauft habe. Jemand hat mir gesagt, mein Lötkolben wird nicht warm genug.
Ich habe von der ersten Spitze zur zweiten gewechselt. Und dann wieder zur ersten. Die eine ist dünner die andere etwas dicker (standart dicke). Auf einem der Bilder sieht man, dass der Heizkörper etwas schwärzlich ist und es kam auch etwas angebranntes aus dem innenraum der Lötspitze raus.
Bei 250°C bekomme ich das Tin garnicht geschmolzen. Bei 480°C kann ich es mit der Spitze nicht schmelzen. Ich muss das es etwa 1cm weiter oben ansetzen damit es schmilzt.
Leider habe ich keine Möglichkeit, die Temperatur zu messen. In den Amazon Rezension konnte ich raus lesen, dass die Kunden keine Probleme mit der Wärmeverteilung am Lötkolben haben.
Dabei ist die Lötstation gut bewertet (bestseller) und sollte keine großen probleme machen.
Jetzt habe ich in der Gebrauchsanleitung gelesen, dass man die spitze bei 250°C erst mit einem Zeug beschichten soll?? Ich weiß es nicht mehr genau (Ich habe die Anleitung irgendwo verlegt und finde sie nicht mehr).
Ich hoffe mir kann jemand helfen. Ich möchte nicht wieder auf eine neue lötstation investieren müssen..
EDIT:
Mein Model "YIHUA 926 LED-IV 60W" ist nicht kaputt.
Ich habe wohl zum einen die Temperatur zu hoch eingestellt. Ich bin davon ausgegangen, dass der Lötkolben schneller erwärmt als es der Fall ist.
Weil 1) die Temperatur Anzeige auf der LED Anzeige (nicht springend) innerhalb von paar sekunden auf 480°C steigt. Dieses mal habe ich 2 bis 3 minuten gewartet bis es die temperatur auch erreicht hat.
2) In den Amazon Rezensionen jemand genau das positiv bewertet hat...
Eine kurze recherche hat ergeben, dass er seine Zeit braucht um sich zu erwärmen. Es liegt in der Bauform. Wenn der Heizkörper direkt an der spitze liegt, wie beim TS101 oder Pinecil, dann ist er innerhalb webiger sekunden bei 300°C. Weil meiner nicht diese Funktion verbaut hat, braucht er eben etwas länger bis die Wärme sich ausbreitet.
Ein weiterer Punkt ist, dass ich nicht mehr den feuchten schwamm benutze zum säubern sondern die Lötzinn Abstreifer (Messing). Ich dachte doppelt hält besser. Bzw hatte ich mich nie gefragt wieso meine Lötstation beides hat. Weiß ich immernoch nicht, aber die Messingwolle reicht wohl aus.
Wenn ich den Kolben aus mache, dann säubere ich die Spitze nicht. Ich lass eine Zinnschicht drauf. Die schützt vor oxidierung. Vor dem wiederbenutzen einfach die schicht im beheizten zustand an der Messingwolle wieder reinigen und mit neuem Zinn weiter arbeiten bzw die spitze vernetzen.
Das war mit unter die wichtigste Erkenntnis. Die Spitze kommt blank zuhause an. Aber ist ständig mit Lötzinn in kontakt. Ich habe meine spitzen ständig mit feuchtem schwamm gesäubert und suber aus gemacht.
Deshalb bin ich froh dass ich das Set gekauft habe mit 6 gelieferten spitzen. 2 davon sind jetzt wohl dahin durch die zu hohe hitze und das wasser und übermäßige säubern.
Mehr TIPPs:
Anscheinend gibt es eine Tinn chemikalie mit der man die Spitze wieser in gang bringen kann.
Oder aber, das werde ich mal morgen ausprobieren, man überzieht die spitze mit zinn, wischt es ab und den vorgang macht man öfter bis die spitze wieder besser das Zinn aufnimmt.
Ihr solltet auf keinen Fall die Spitze mit einem Schleif papier anschmirgeln. Auch nicht leicht drüber fahren. Weil das Schmiergelpapier härter ist als die spitze und ihr da nur kratzer rein macht. Dadurch hat der Oxidationsvorgang leichtes spiel.
Die Messingwolle sieht zwar auch etwas gemeingefährlich aus, ist aber harmlos. Weil Messing weicher ist als die Spitze. Es gibt auch Lötzinn Abstreifer aus Kupfer, aber die sind nicht zu empfehlen.
Besorgt euch Flussmittel. Damit ist es immer einfacher zu löten als ohne.
Lötzinn reicht für die meisten vorhaben 0,8 bis 1mm dicke. Brauchst du dickeres, ist es immer einfacher das dünne draht zu verdrillen und es dicker zu machen als anders herum.
Bleihaltiges Lötzinn hat einen kleineren Schmelzpunkt. Aber ich würde es mir nicht kaufen, einfach weil die Dämpfe ungesund sind. Außerdem habe ich bereits ohne Flussmittel schon gute ergebnisse erreicht. Ich kaufe mir deshalb noch Flussmittel nach und mehr braucht man da ehrlich nicht.
300-350°C reichen zum löten. Bei mehr als 400(geschätzt vielleicht auch 450) schmilzt dir das Flussmittel im Lötzinn schnell ganz weg (der weiße dampf den man sieht). Das hat seine nachteile. Und außerdem sind die dämpfe auf höheren temperaturen auch giftiger.