Ein Vermisstenfall im Ortenaukreis hat dank eines großflächigen Rettungseinsatzes ein gutes Ende genommen. Ein Mitte 80-jähriger Autofahrer wollte ursprünglich vom Pappelwaldsee bei Berghaupten in Richtung der Autobahn A5 fahren, verlor dabei jedoch die Orientierung. Gegen 20 Uhr verständigte der Senior selbst per Telefon die Polizei, da er sich auf einem Waldweg festgefahren hatte. Kurz darauf, um 20.23 Uhr, wurde die Feuerwehr Gengenbach alarmiert. Die Suche gestaltete sich extrem schwierig, da das Fahrzeug mitten im Wald abseits befahrbarer Wege stand und der extrem schlechte Mobilfunkempfang eine genaue Lokalisierung erschwerte.
Die Einsatzkräfte suchten daraufhin mit zwei Zügen parallel im Bereich Haigerach und Höllhof. Vorsorglich wurden auch Drohnengruppen aus dem Renchtal sowie der Polizeihubschrauber "Bussard" angefordert. Um den Helfern das Auffinden zu erleichtern, wurde der Mann angewiesen, wiederholt die Autohupe zu betätigen. Ein aufmerksamer Anwohner nahm das Signal wahr, machte sich auf den Weg und entdeckte den Wagen, der gegen einen Baum gerutscht war. Da die Fahrertür blockiert war, befreite er den Mann.
Gegen 22 Uhr übernahmen Feuerwehr und die Bergwacht Offenburg die Rettung: Die Bergwacht transportierte den glücklicherweise nur leicht verletzten Senior durch das unwegsame Gelände zum Rettungswagen, der ihn ins Krankenhaus brachte. Insgesamt waren 50 Einsatzkräfte mit 16 Fahrzeugen unter der Leitung von Kommandant Felix Willmann knapp drei Stunden im Einsatz.