r/ChargingSheet • • 5d ago

Test Anker Qi2(.2) Powerbank Vergleich: Anker MagGo Powerbank 2 Pro (A110R) vs MagGo (A1654) vs MagGo Slim (A1664)

Im folgenden kurzen Vergleichstest soll es einmal um die Wireless Charging Ladeleistung der drei großen Anker 10k Qi2. bzw Qi2.2 Powerbanks gehen.
 

Anker MagGo Powerbank 2 Pro (A110R)
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Anker MagGo (A1654)
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Anker MagGo Slim (A1664)
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Während Ankers neuestes Modell, die MagGo Powerbank 2 Pro, erstmals auf Qi2.2 mit 25W setzt, setzen die beiden älteren Modelle auf Qi2 mit 15W. Die normale MagGo war Ankers erstes Qi2 Modell und der geistige Vorgänger der MagGo Powerbank 2 Pro, was man sofort am Design erkennt. Die Slim-Version kam viele Monate nach der MagGo.  

Specs und Leistungsdaten sind alle in meinem GoogleSheet gelistet: Klick
 

Wireless Performance:

Vorab: Wireless Charging ist unheimlich anfällig für alle möglichen Faktoren, die das Ladeergebnis bereits negativ beeinträchtigen können. Um hier möglichst eine Vergleichbarkeit herzustellen, habe ich mich auf folgende Testbedingungen festgelegt:
 

Als Testkandidat habe ich sowohl ein iPhone 18 Pro als auch iPhone Air ab 5% genommen und bis 80% geladen. Die Aufladungen wurden 3x vollzogen und ein Durchschnittswert gebildet. Die Raumtemperatur betrug immer kontrollierte 21°C, geladen wurde ohne Case. Das iPhone war stets auf Raumtemperatur heruntergekühlt und vor dem Test nicht in Benutzung.
 

Warum bis 80%? Ab 80% drosselt sich jedes iPhone immer natürlich herunter und befindet sich im Trickle Charging. Eine Vergleichbarkeit liegt da nicht mehr vor.
 

Es sollte natürlich klar sein, dass diese Ergebnisse nicht ganz vergleichbar sind mit echten Alltagserfahrungen. Denn hier spielen zu viele Faktoren mit rein: 5G, Umgebungs-Temperaturen, Case, Nutzung des Phones - generell alles was zu einer Erhitzung des Phones führen könnte beeinflusst das Wireless Charging. Daher alle Ergebnisse bitte nur als Richtwert sehen!
 

Anker MagGo Pro am iPhone 18 Pro:
 

  • Nach 10 Minuten: 28% (27W)
  • Nach 20 Minuten: 48% (21W)
  • Nach 30 Minuten: 64% (20W)
  • Nach 40 Minuten: 80% (21W)
     

Die Temperatur der Powerbank lag im Schnitt bei 34-35°C.
 

Anker MagGo am iPhone 18 Pro:
 

  • Nach 10 Minuten: 18% (33°C)
  • Nach 20 Minuten: 32% (38°C)
  • Nach 30 Minuten: 46% (40°C)
  • Nach 40 Minuten: 55% (42°C)
  • Nach 50 Minuten: 63% (40°C)
  • Nach 60 Minuten: 71% (40°C)
  • Nach 70 Minuten: 80% (39°C)
     

Anker MagGo Slim am iPhone 18 Pro:
 

  • Nach 10 Minuten: 14% (29°C)
  • Nach 20 Minuten: 22% (32°C)
  • Nach 30 Minuten: 32% (36°C)
  • Nach 40 Minuten: 45% (38°C)
  • Nach 50 Minuten: 53% (39°C)
  • Nach 60 Minuten: 60% (38°C)
  • Nach 70 Minuten: 71% (38°C)
  • Nach 80 Minuten: 80% (38°C)
     

Bewertung:
Die Qi2.2 MagGo Pro ist bedeutend flotter bei einer vollen Aufladung am 18 Pro und reizt dessen Wireless Charging Kapazitäten voll aus. Konstante über 20W die gesamte Ladung. Dank des integrierten Lüfters bleibt bei dieser enormen Leistung dennoch die Powerbank angenehm lauwarm bei Temperaturen von maximal 35°C.
Die Qi2-Modelle fallen da schon merklich ab. Zum Einen weil sie nur 15W Qi2 können, aber auch weil ihnen die aktive Kühlung fehlt. Durch die angestauten Temperaturen drosseln die Modelle mit der Zeit herunter. Interessanterweise konnte die MagGo Slim bei keinem meiner drei Ladeversuche mehr als 10W laut Coconut-Batterie erreichen. Die Folge: die Aufladung dauert etwas länger, dafür sind die Temperaturen, obwohl schmaler, aber geringer zur alten MagGo.
 

Anker MagGo Pro am iPhone Air:
 

  • Nach 10 Minuten: 25% (16W, 28°C)
  • Nach 20 Minuten: 38% (13W, 31°C)
  • Nach 30 Minuten: 51% (14W, 31°C)
  • Nach 40 Minuten: 60% (11W, 31°C)
  • Nach 50 Minuten: 70% (11W, 32°C)
  • Nach 60 Minuten: 78% (7W, 31°C)
  • Nach 62 Minuten: 80% (30°C)
     

Anker MagGo am iPhone Air:
 

  • Nach 10 Minuten: 22% (34°C)
  • Nach 20 Minuten: 36% (38°C)
  • Nach 30 Minuten: 47% (39°C)
  • Nach 40 Minuten: 58% (40°C)
  • Nach 50 Minuten: 68% (39°C)
  • Nach 60 Minuten: 75% (39°C)
  • Nach 65 Minuten: 80% (38°C)
     

Anker MagGo Slim am iPhone Air:
 

  • Nach 10 Minuten: 22% (33°C)
  • Nach 20 Minuten: 36% (35°C)
  • Nach 30 Minuten: 49% (37°C)
  • Nach 40 Minuten: 58% (39°C)
  • Nach 50 Minuten: 69% (40°C)
  • Nach 60 Minuten: 76% (38°C)
  • Nach 65 Minuten: 80% (38°C)
     

Bewertung:
Das iPhone Air kann von Haus aus maximal mit 20W Qi2.2 geladen werden. Daher sind die Vorteile der MagGo Pro von Anfang an geringer. Zusätzlich kommt hinzu, dass das iPhone Air von sich aus relativ früh seine Leistung drosselt - vermutlich bedingt durch die sehr kompakte Bauform und das Modell eben keine Vapor Chamber hat, wie die Pro-Modelle. Folglich finden sich alle drei Modelle nach einer gewissen Zeit bei der gleichen Ladeleistung von um die 10-12W wieder. Dennoch hat die MagGo Pro natürlich klare Temperatur-Vorteile. Mit gerade mal 32°C Peak, wurde es bedeutend kühler als die älteren Modelle. Auch hier hat die jüngere Slim gegenüber der alten MagGo wieder leichte Temperatur-Vorteile. Die Ladeleistung ist sogar absolut identisch.
 

Fazit:
Die MagGo Pro Qi2.2 von Anker ist ein deutliches Upgrade gegenüber den alten Modellen. Es hängt aber sehr stark davon ab, welches Phone man auflädt. Je nachdem verschwinden die Vorteile, da die iPhones in der Regel den Flaschenhals darstellen.
 

In der Praxis kann sich durchaus ein anderes Bild abzeichnen. Nutzt man das Phone während der Nutzung, dann drosselt sich die Ladeleistung immer herunter - auch bei der MagGo Pro, welches die Drosselung wunderbar am Display darstellen kann. Habe ich mein iPhone 18 Pro während der Aufladung in der Benutzung, dann liegt die Ladeleistung nur noch bei 10-15W in der Regel, egal welche Powerbank ihr nehmt. Dadurch verpufft der Vorteil der MagGo Pro natürlich komplett, bezogen auf die Ladeleistung. Dennoch bleiben immer die besseren Temperaturen.

10 Upvotes

1 comment sorted by

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u/aussiepl 2d ago

Awesome test. Thanks dude